Vastarien - Literaturmagazin der Grimscribe Press

  • Vastarien (Grimscribe Press) ist ein Literaturmagazin aus den USA, das sich mit spekulativer Fiktion, bes. Horror und angrenzenden Themen aus Philosophie, LitWiss und Psychologie beschäftigt: "VASTARIEN is a source of critical study and creative response to the corpus of Thomas Ligotti as well as associated authors and ideas. The journal includes nonfiction, literary horror fiction, poetry, artwork and non-classifiable hybrid pieces." Detaillierte Themenbereiche auf der Homepage hier.


    Vastarien bemüht sich auch um nicht-US-amerikanische Stimmen / Beiträge. Bislang sind 7 Magazine erschienen, die gerade in Arbeit befindliche Ausgabe wird eine reine Autorinnen-Edition werden.


    Aktuell bietet Amazon.com um 2/3 reduzierte Printversionen an (reduziert: 5,49 USD, 'Blick ins Buch' mögl.) und auf der Verlagsseite kann man die e-Ausgaben per "pay what you can" erstehen.


    Wegen akutem Lesestoffüberschuss habe ich noch keine Ausgabe gelesen, allerdings gefällt mir deren wirklich dezidierte, teils harsche Selbstdarstellung, der man anliest, dass diese Leute nicht nur ein weiteres schickes Horrorliteratur/Kunst-Magazin herausbringen wollen, sondern genau wissen, was sie wollen.


    Zu den Autoren gehören bekannte(re) Prosaschreiber wie z.B. Gemma Files oder David Peak, und nur z.B. ein Psychologe, der unter dem Pseudonym Dr. Raymond Thoss über seine erfolgreiche Traumatherapie berichtet, die auf den sonst eher als nihilistisch-destruktiv interpretierten Konzepten Ligottis basieren. (Details auf der FB-Seite der Grimscribe Press, auch das Magazin selbst hat eine schöne, informative FB Seite.)


  • Geführt und herausgegeben von Jon Padgett, der sich auch intensiv um Ligottis literarisches Schaffen kümmert und dessen Geschichtensammlung The Secret of Ventriloquism ich nur jedem/jeder ans Herz legen kann. Ebenso wie sich die Grimscribe Press um wunderbare neue Weird Fiction kümmert und verlegt, wie etwas aktuell Christopher Slatsky's The Immeasurable Corpse Of Nature oder nächstes Jahr dann mit einem meiner besonderen Lieblingen: Kurt Fawver mit einer neuen Sammlung.

  • Eine interessante Erscheinung die Publikation und der Kreis, dem sie entspringt. Die gelisteten "Interessen" sehe ich nicht unkritisch – wie ich auch gar nicht verheimliche, dass mich der philosophisch-literarische Pessimismus nicht anspricht, oder besser gesagt: auf einer persönlichen Ebene nicht weiterzubringen scheint (wenn mir denn ein subjektives Lektüre-Anliegen gestattet sei). Und von den erwähnten Krankheiten denke ich mir, dass ich – wenn ich die Wahl habe – lieber davon verschont bleibe …


    Es stellt sich mir mithin die Frage, ob die Phantastik überhaupt noch die Chance hat, in eine Realität regelrecht einzubrechen, – die von vornherein verunsichert, morbide und von düsteren Gedanken durchzogen ist.

  • Ich muss zugeben, dass ich, was Ligotti selbst angeht, auch sehr wenig mit diesem Ultra-Pessimismus und dem Überhöhen von Finsternis anfange. Ich sehe natürlich klar und deutlich, warum man ihn für einen Großen halten kann, auch wenn ich seinen Selbstinszenierungen wenig abgewinne. Aber rundherum sind auch für mich einige wirklich wunderbare Veröffentlcihungen entstanden, die ich auch geerdet finde.


    Ich empfehle übrigens jedem/jeder MORE DARK von Laird Barron, der sich mit dem Thema Ligotti darin sehr ironische und gekonnt auseinandersetzt, und sich damit nicht nur Freeunde gemacht hat.

  • Sehr interessant, eure Diskussion hier, danke!

    Es stellt sich mir mithin die Frage, ob die Phantastik überhaupt noch die Chance hat, in eine Realität regelrecht einzubrechen, – die von vornherein verunsichert, morbide und von düsteren Gedanken durchzogen ist.

    Es gibt ja grob zwei Richtungen in der Phantastik: a) das Phantastische oder unheimlich Bedrohliche bricht in die 'normale' Welt *) ein und b) die spekulative Welt selbst ist extrem seltsam / unheimlich / bedrohlich, ohne überhaupt etwas wie einen normativen Status quo. Letzteres ist z.B. auch die Phantastik, die ich eindeutig bevorzuge.


    *) Wenn man sich die Welt allerdings mal kritisch anschaut, kann man dann sagen, sie sei normal? (Sexuelle) Gewalt auch gegen Kinder und in Familien, Tierquälerei für Sport, sexuelle Fetische oder einfach so, Zerstörung unseres Lebensraumes, Umweltverschmutzung ... etc pp. Das ist doch nicht normal.

    Ich empfehle übrigens jedem/jeder MORE DARK von Laird Barron

    Ah interessant, danke schön. Irgendwie dachte ich bei Barron immer an Splatterpunk und bewußtem Trash, das muss ich mal vollkommen falsch abgespeichert haben.

    Geführt und herausgegeben von Jon Padgett

    Da schaue ich mal nach, der Name sagte mir nichts. Möglicherweise aber nur, weil ich wenig im kulturellen Raum USA unterwegs bin. Über das Corpse of Nature bin ich jedenfalls schon mal gestolpert - ich meine im Zusammenhang mit Thacker.


    Mir geht es wohl umgekehrt wie euch beiden: Ligottis schwurbeliger Stil geht mir total auf die Nerven, das kann ich echt nicht lesen; auch die Aussagen reißen mich jetzt nicht so vom Hocker. Dagegen bin ich Antinatalistin und ich nehme an - wenn ich mir entsprechende Werke durchlese - Nihilistin. Allerdings habe ich oft den Eindruck, diese Philosophien werden falsch verstanden (damit meine ich jetzt nicht euch!), und mit einem generellen Leiden an sich selbst und der Welt verbunden bzw. verwechselt. Auch wenn das in Einzelfällen durch die Biographien der Autoren stimmen mag, halte ich das keinesfalls für unabdingbar miteinander verknüpft. Besser als ich es kann, nimmt dazu der antinatalistische Philosoph Julio Cabrera im Vorwort zu seinem absolut empfehlenswerten A Critique of Affirmative Morality. A Reflection on Death, Birth and the Value of Life Stellung, in dem er Pessimismus / Nihilismus von der Konnotation zu Suizid und Depression befreit. Für ihn sind entsprechende Theorien realistisch, verantwortungsbewußt und konsequent, keine 'Schwarzmaleri'. Und absolut nicht gegen ein 'Genießen des Lebens' gerichtet. Eine Weltanschauung, die ich absolut teile, und zwar schon seit Jahrzehnten und bevor ich alt genug war um zu wissen, dass es entsprechende Denkrichtungen überhaupt gibt.


    Das eben ist der Aspekt, der mich an diesem Magazin auch sehr reizen würde.

  • Zitat

    Irgendwie dachte ich bei Barron immer an Splatterpunk und bewußtem Trash.

    Nein! Gar nicht! Hochliterarische (was die Prosa betrifft) Noir Weird Fiction. Laird Barron ist es wahrscheinlich zu verdanken, dass die Weird Fiction im Anglo-Raum wieder an Wichtigkeit gewonnen hat. Er schreibt eben (meistens) sehr konkrete Geschichten, und seine Prosa liest sich wie Cormac McCarthy zu seinen besten Zeiten.

  • Erik R. Andara Ach, wie spannend, ganz herzlichen Dank, das schaue ich mir an. Jedenfalls haben seine Bücher total schöne Titel und tolle Cover. War bisher komplett an mir vorbeigegangen. :*


    Arkham Insider Axel Ich sehe es wohl so, dass die Welt sehr schön und sehr grauenvoll sein kann, und daher versöhnen mich die Monster, bei denen das Schreckliche meist interessant oder schön ist. ;-)

  • Es gibt ja grob zwei Richtungen in der Phantastik: a) das Phantastische oder unheimlich Bedrohliche bricht in die 'normale' Welt *) ein und b) die spekulative Welt selbst ist extrem seltsam / unheimlich / bedrohlich, ohne überhaupt etwas wie einen normativen Status quo. Letzteres ist z.B. auch die Phantastik, die ich eindeutig bevorzuge.

    Ja, so sehe ich das auch im Großen und Ganzen. Und tatsächlich habe ich früher schon – und jetzt anlässlich dieses Threads wieder einmal – darüber nachgedacht, welcher Typ ich bin – und warum.


    Wenn ich meine Interessen analysiere, dann bevorzuge ich eine Art handfester Handlung – zum Beispiel einen Kriminalfall oder ein exotisches Abenteuer – als Ausgangssituation für die Phantastik. Ich möchte unterhalten werden: durch Rätsel oder die Beschreibung ferner Länder. In der Hinsicht bin ich sehr klassisch orientiert.


    Eine biedere Alltagswelt, wie sie etwa Stephen King oft beschreibt, ist hingegen eher reizlos für mich (ich lese seine Sachen auch, aber in der Hinsicht faszinieren sie mich nicht). Die zweite Richtung, die du nennst Katla , kenne ich natürlich auch. Ich würde darunter auch die Symbolisten oder die Dekadenten fassen. Auch hier bin ich nicht grundsätzlich dagegen, aber die Schilderung von übernervösen, krankhaften oder morbiden Zuständen, die dabei quasei als Status Quo fungieren, kann schnell ermüdend wirken.


    Es IST nicht ganz einfach, die Gedanken zum Thema nachvollziehbar zu formulieren … vor allem, wenn wir an die Zwischenfälle denken. Wo wäre dann zum Beispiel ein Robert Aickman zu lokalisieren, – der sich geschickt zwischen Typ a) und Typ b) bewegt?

  • Zitat

    Besser als ich es kann, nimmt dazu der antinatalistische Philosoph Julio Cabrera im Vorwort zu seinem absolut empfehlenswerten A Critique of Affirmative Morality. A Reflection on Death, Birth and the Value of Life Stellung, in dem er Pessimismus / Nihilismus von der Konnotation zu Suizid und Depression befreit.



    Kannst du sagen, wie ihm das gelingt?


    Zitat

    aber die Schilderung von übernervösen, krankhaften oder morbiden Zuständen, die dabei quasei als Status Quo fungieren, kann schnell ermüdend wirken.


    Das ist in meinen Augen ja auch große Kunst, das spannend aber ausreichend subtil auf lange Strecke zu bringen. mit Aickman machst du mich neugierig. Was würdest du von ihm empfehlen?

  • Stichwort: "Das ist doch nicht normal"

    Ich glaube, man muss unbedingt eine dritte Schule der Fantastik anerkennen, die den Zirkelschluss aus der ersten Bewegung, dem Einbruch, und der zweiten, dem mal grob gesagt "Surrealen", bzw der Fantasy, vollzieht. So nach dem Prinzip, im Laufe der Leseerfahrung wird dir bewusst, dass die Welt, die du für normal/realistisch/natürlich hieltst, von Anfang alles andere als das gewesen ist. Da wäre man dann bei Laird Barron, aber auch bei Padgett, Slatsky, ... kurz: in der Weird Fiction :)

  • Wenn ich meine Interessen analysiere, dann bevorzuge ich eine Art handfester Handlung – zum Beispiel einen Kriminalfall oder ein exotisches Abenteuer – als Ausgangssituation für die Phantastik.

    Oh, sehr spannend. Aber du schätzt ja auch Lovecraft, da wird doch der Realität ziemlich sofort der Boden entzogen, und sei es nur durch die skurrilen Dörfchen, durch die der Erzähler reist, bevor es überhaupt tatsächlich phantastisch wird. Andererseits ist eine Reise natürlich recht 'handfest'. Interessanter Punkt, da muss ich echt drüber nachdenken.

    Eine biedere Alltagswelt, wie sie etwa Stephen King oft beschreibt, ist hingegen eher reizlos für mich

    Dito. Ich nenne SK auch immer als Negativbeispiel, das funktioniert für mich auch nicht.

    aber die Schilderung von übernervösen, krankhaften oder morbiden Zuständen

    Das hingegen verbinde ich gar nicht mit Nihilismus oder Pessimismus. Das hast du z.B. auch oder sogar vor allem bei religiösen / christlich gedachten Erzählern oder Protagonisten, vgl. Le Fanu "Grüner Tee" und weitere Kurzgeschichten, Lewis' The Monk, Harker in Dracula, MacDonalds Lilith, Rossettis Goblin Market ... die Liste könnte ich verlängern bis kingdom come. Die oft schon hysterische Obsession mit Tod, Verfall und metaphysischer Schuld bzw. Angst vor Kontrollverlust ist sogar typisch für religiös konzipierte Protagonisten der Phantastik.

    vor allem, wenn wir an die Zwischenfälle denken. Wo wäre dann zum Beispiel ein Robert Aickman zu lokalisieren, – der sich geschickt zwischen Typ a) und Typ b) bewegt?

    Ich sage jetzt mal nonchalant, obwohl das schon ein Grund fürs Schämen wäre, dass ich Aickman vor Ewigkeiten angelesen habe und mich nicht mehr erinnere. =O Steht schon auf der Liste, hier wurde ja einiges Interessante schon dazu geschrieben. :*

    So nach dem Prinzip, im Laufe der Leseerfahrung wird dir bewusst, dass die Welt, die du für normal/realistisch/natürlich hieltst, von Anfang alles andere als das gewesen ist.

    Auf jeden Fall, das würde ich aber durchaus als intendierte Konsequenz aus Variante 2 sehen. [Nerdine]


    Vincent Voss

    Cabrera schreibt so klar und stringent, dass meine Zusammenfassung das keinesfalls abkürzt und schon gar nicht verbessert. Bei Interesse hier ganz unauffällig der Link zum Buch als pdf (ist oder war auch mal auf Cabreras Homepage frei runterzuladen).


    Cabrera sagt, dass die Philosophie und überhaupt öffentliche Diskussion zur Ethik und Bioethik erst „after the fact“ beginnen: Nach der Geburt (eines Menschen). Er findet das absurd und sagt, Ethik müsse prinzipiell angewandt werden – er sagt zweifelsohne korrekt, dass das menschliche Leben per se keinen objektiven Sinn hat, sondern nur einen subjektiven, nämlich für die, die quasi davon betroffen sind: der Einzelne und seine Bezugspersonen. Der Natur/Welt ist es egal, ob wir leben oder nicht bzw. geboren werden oder nicht.


    Dann schreibt er, dass die Philosophie davon besessen scheint, „Neues, Innovatives“ aussagen zu wollen, etwas nie Dagewesenes, das die Leser fasziniert und überrascht wie z.B. ein Spielfilm oder Roman (Cabrera hat auch Bücher zum postmodernen Kino veröffentlicht, leider in keiner Sprache, die ich verstehe). Er sagt aber, dass dies unangemessen sei, da das Leben (Essen, Schlafen etc.) in seinen Grundzügen monoton sei. Diese Wahrheit erscheine Leuten als langweilig, und sie könnten nicht mit der Idee leben, dass nichts im Leben metaphysisch sinnvoll mit etwas anderem verbunden ist: The ‚metaphysics of life‘ presented here in the from of a ‚natural ontology‘ moves away from scintific arbitrariness – whereby nothing is essentially linked to anything – as from religious fatalism, according to which, magically, everything is inextricably connected to everything.“ (p. 10)


    Über sein Buch sagt er: „A book that tries to submit procreation to ethical questioning and argues for a possible morality of suicide does may easily, in our type of society, be considered ‚nihilst‘, ‚pessimistic‘, ‚immoral‘; ‚destructive‘, ‚irresponsible‘, ‚dangerous‘ and other labels disguising the laziness or fear of thinking the roots of life, This book, aynway, is not written by a nihilst, but by a radical moralist shocked by the familarity with which weh ave come to accept manipulation of the other, in particular the manipulation of newborns and cold elimination of the enemy in the organisation of ‚fair wars‘, (…) Properly read, this is the book of a moralist who decided to lead moral reflection to the last consequences. If that strategy opens the way towards ‚nihilsm‘, it will be something sensibly different from much of what has been called by that name throughout the history of thinking.“ (p. 11)

  • Intendierte Konsequenz aus Variante 2

    nach der Phantastik-Definition von Todorov (phantastisch vs. wunderbar) bist du dann klar im Wunderbaren. WF greift aber auf merkwürdig-seltsame Weise auf das Phantastische (-> i.e. das "Realistische") über ... das ist der Weird-Aspekt. Das ist glaube ich der Punkt für die Leute von Vastarien/Grimscribe, dass sie es mit ihrer Weltsicht sozusagen ernst meinen.

  • Das ist in meinen Augen ja auch große Kunst, das spannend aber ausreichend subtil auf lange Strecke zu bringen. mit Aickman machst du mich neugierig. Was würdest du von ihm empfehlen?

    Aickman hat hier zwar noch keinen eigenen Bereich, wenn ich es recht sehe – aber der Namen fällt immer mal wieder.


    Eine häufig auch im Deutschen anthologisierte Story ist "Glockengeläut"/"Wechselgeläut" ("Ringing the Changes"). Sie ist ein Paradebeispiel für meine These: Ein frisch verheiratetes Paar möchte die Flitterwochen in einem pittoresken Städtchen verbringen. Vertreter der Stephen-King-Schule hätte hier vielleicht erst einmal eine Honeymoon-Idylle inszeniert. Nicht so Aickman, der bereits mit einem deutlichen Altersunterschied (er ist älter als sie) Sand ins Getriebe streut. Das nachfolgende phantastische (und recht unheimliche!) Geschehen wird den generellen Unterschied zwischen den beiden weiter schmerzhaft ausloten …


    Wie und wo ist die Story erhältlich? Zum Beispiel in dieser Anthologie, die ich hier vorgestellt habe – und die überhaupt zu empfehlen ist:

    Roald Dahl’s Buch der Schauergeschichten

  • Oh, sehr spannend. Aber du schätzt ja auch Lovecraft, da wird doch der Realität ziemlich sofort der Boden entzogen

    Okay, bei Lovecraft wissen wir, dass er ein nüchternes – materialistisches – Weltbild besaß. In der Hinsicht benahm er (der sich in seiner Jugend mit Chemie und Astronomie beschäftigt hatte) sich "wissenschaftlich" oder rational.

    Dann gibt es aber Lovecraft – den Ästhet. Dessen bedingungslose Hingabe an das 18. Jahrhundert wie überhaupt die Glorifizierung der Vergangenheit und seine neuenglische Heimatliebe auf den ersten Blick irrational erscheinen.


    Diese ästhetische und bejahende Komponente ist aber so ungemein wichtig bei Lovecraft! Sie ist das Gegenteil einer pessimistischen Anschauung! Und daher klafft zwischen Lovecraft und Ligotti und derVastarien-Ausrichtung ein unüberbrückbarer Abgrund.


    Im Übrigen finden wir bei Lovecraft vermehrt handfeste Elemente der Abenteuer- oder auch der Kriminalgeschichte ("Dagon", "The Horror at Red Hook", "The Call of Cthulhu", "At the Mountains of Madness" etc.).