Beiträge von Katla

    Heute wurde der Trailer zu Train to Busan 2 - Peninsula veröffentlicht. Es sieht düster, sehr blutig und - nicht negativ gemeint - extrem überzogen aus. Eigentlich finde ich einzelne Zombies oder Kleingruppen viel gruseliger, je größer die Zombiehorde, desto distanzierter werde ich emotional. Aber hier ist das so verrückt und so chorographiert, dass es wieder spannend ist.


    Vor allem das Setting gefällt mir super, auch das Gefängnis, brrrr ... ich bin echt angefixt.


    Hier ein schöner Bericht incl. Interviewpassagen.


    Herzlichen Dank, da werde ich mich mal umgucken, vllt. finde ich ja einen Streamingdienst, der auch hierzulande funktioniert (amazon tut's nicht). Was du dazu schreibst klingt sehr überzeugend!

    [Gho] <-- <3:!:

    Shadowman Wow, Grusel mit Martin Freeman, das sieht ja toll aus. Wenn sich die Jumpscares in Grenzen halten, der Film sieht eigentlich aus, als sollte er das nicht nötig haben.


    Magst du kurz berichten? Da könnte sich ein DVD-Kauf lohnen. Ich bin besonders angefixt, weil ich Freeman gerade diese Woche in der Serie A Confession gesehen habe, und mal wieder schwer begeistert von seinem Können bin. Gerade bei düsteren Themen.

    Tut mir ja leid, dass du so ein Pech mit deiner Auswahl hast und dass du dich so duchquälen musstest - dafür finde ich deine Verrisse allerdings extrem unterhaltsam und auch sehr informativ.


    Mochtest du denn irgendwann mal andere Bücher von Straub? Ich hatte in grauer Vorzeit ein, zwei Romane angefangen und gemerkt, dass das einfach nicht mein Ding ist.

    Die Gitarrenarbeit ist ja teilweise sehr klassisch – die NWOBHM lässt grüßen.

    Indeed, indeed; und ich war auch angenehm überrascht - 90% des BM ist für mich Death-/Thrash-/Folk-Mädel nämlich wegen des Mangels an 'offensichtlichem' Rhythmus uninteressant.


    Danke, freut mich sehr, wenn es gefällt! [Skl]

    Malokarpatan - Krupinské Ohne


    Eine Slowakische Black Metal Band mit Folk-Horror Thematiken, die hier enorm akribisch und seriös recherchierte lokale Sagen und Historie verarbeiten, gesungen in dem Dialekt der entsprechenden Region (aus der auch die Familie des Texters/Sängers stammt). Der Stil ist bewusst vom monotonen Skandinavischen BM abgesetzt, klingt melodisch und vielschichtig, die Vocals eher growlig.


    Das Album hat ein stimmungsvolles Intro, ab 10:30‘ starten die Songs.


    Die Texte drehen sich u.a. um die Alraune-Sagen, um historische Hexenprozesse (wobei Verhörprotokolle verwendet wurden), Schlafparalyse und vorzeitliche Kulturen. Ein wirklich lesenswertes Interview zu dem historischen und auch sozialpolitischen Hintergrund, das auch einen tollen Überblick über Volkssagen bietet, hier (Engl).


    Ungewöhnlich für BM lässt sich das Album auch gut nebenher bzw. beim Schreiben hören, und ist weniger brachial-fordernd als z.B. meine sonstigen Genre-Favourites Drudkh (Ukraine) oder die russisch-ukrainische Kooperation zw. Svarga & Drygva.

    Ähnlichste Band wäre vllt. die britische Ildra mit ihren ausschließlich Altenglischen Texten.


    Malokarpatan Bandcamp-site mit allen 4 Alben


    Wer sich für BM aus Osteuropa interessiert: hier werden neue Veröffentlichungen vorgestellt (die FB-Seite ist viel übersichtlicher).


    hardt


    Danke sehr für die ausführliche Besprechung und die Zitate. Das klingt ziemlich nach Ann Radcliffes The Mysteries of Udolpho, die einige Gothic Novel, die ich nur quergelesen habe, weil das alles doch recht schmachtig und abenteuerlastig war.


    Lieber als die zwei Bände würde ich noch zehn Seiten deiner wirklich unterhaltsamen Rezension lesen. X/

    Wir entfernen uns aber auch immer mehr vom Thema "Weird Tales".

    Hallo Goblin, hehe, das stimmt, aber immerhin haben wir uns nicht vom Thema "Weird Fiction" an sich entfernt. Und einer von uns ist Themenersteller - geht das nicht auch ein ganz klein bissl nach dem Motto It's my party and I cry if I want to? ^^

    Wenn die Story tatsächlich von 1909 (bzw. erstmals 1909 erschienen) ist, dann kam die deutsche Fassung ja deutlich später.

    Hallo Axel, vielen Dank für deine Rückmeldung!

    Es scheint ja gar nicht so leicht zu sein, ein Buch mit seinen Geschichten zu finden (außer dem von dir erwähnten Suhrkamp-Band). Dabei fand ich eine Abhandlung über die Suffragetten, wie es aussieht, eine selten positive Einschätzung zu der frühen Zeit. Ich muss mich um den Autor mal kümmern, das sieht nach einer sehr ungewöhnlichen, interessanten Persönlichkeit aus.


    In welcher Sprache das Ursprungsmanuskript war, ist nicht vermerkt (daher gehe ich von Englisch aus), aber Mike Ashley hat die Quellenangaben mit Erstveröffentlichungen gelistet, und das war im Britischen Pall Mall Magazine vom August 1909. Inhaltsverzeichnis hier. Das klingt sehr interssant, sagte mir bislang aber nichts.

    Wurde in meine private Sammlung der Totenschiffe mit aufgenommen

    Davon hast du aber nicht zufällig eine Liste erstellt, oder? X/

    Nein, keine der acht Ausgaben bei Suhrkamp ist in der Reihe "Phantastische Bibliothek" erschienen …

    Ah, danke sehr! Das s/w-Cover wäre nicht so untypisch gewesen ...

    Phantasma, herausgegeben von Klaus Staemmler wäre ein passender Komplementärband.

    Hab ich jetzt komplementiert, vom gleichen Händler. Liebsten Dank für den Hinweis! :*

    Kasack kannte ich bis gerade eben nicht! Das liest sich eher kafkaesk...

    Der Roman ist Ende des 2. Weltkrieges geschrieben worden, und hat eine sehr bedrückende / düstere Stimmung, allerdings eher im pessimistischen als im gruseligen Sinne, quasi wie aus Nostalgie nach dem Leben. Es ist sehr langwierig (womit ich nicht grundsätzlich 'langweilig' meine) erzählt, der Protagonist ist schon eher ein kleiner Biedermann und das Tempo ist sehr langsam - vor allem ahnt man aber sehr schnell, wo der Hase langläuft. Dass man als postmoderner phantastikaffiner Leser hier dem Erzähler voraus ist, macht mich da ungeduldig. Diese konsequent traurig-graue Stimmung und eben die Idee hinter der Geschichte bzw. dem Setting finde ich - sobald ich das Buch ein paar Tage aus der Hand gelegt habe - aber wieder extrem reizvoll.

    t.sebesta - Tolle Übersicht, auch von mir einen heißen Dank für deine Mühe!


    Liebsten Dank the_seus,

    Julian Tuwim (Hrsg.): - Das namenlose Grabmal (Polnische phantastische Novellen Band 1)

    - Beherrscher der Zeit (Polnische phantastische Novellen Band 2)

    Das hatte ich noch gar nicht auf dem Schirm gehabt und gerade dank deiner Erwähnung mit den zwei Bänden ein echtes Schnäppchen ergattert (dazu noch mit einem Portopreis wie innerdeutsch). X/


    Blaß sei mein Gesicht hatte ich vor längerer Zeit gekauft, das fand ich - bislang als einziges aus der Suhrkamp-Phantastik - wirklich enttäuschend. Davon hatte ich mir einiges versprochen.


    Wird eigentlich Kasacks Die Stadt hinter dem Strom zu der Phantastikreihe gezählt? Es wird ja überall mit Kubins Die andere Seite verglichen, was zwar bez. des 'seltsame Stadt'-Themas stimmt, aber stilistisch imA gar nicht passt. Trotz drei Einstiegen habe ich es bisher nicht über die Mitte geschafft, obwohl der Nach-Eindruck sehr positiv, stimmungsvoll ist. Es ist auf jeden Fall durchweg phantastisch.


    Ich mochte dennoch den psychologischen Part, zwischen den beiden Freunden, sehr gern - es ist immer interessant zu sehen, wie unterschiedlich Menschen mit nicht erklärbaren Phänomenen umgehen und sich sogar selbst belügen, um nicht vermeintlich das Gesicht zu verlieren. Seit ich mit "Die Weiden" durch bin, versuche ich noch die weitere Geschichte zu lesen, schaffe es aber einfach nicht. Die ist, mangels fehlender Gruselelemente einfach sehr, sehr langweilig für mich.


    (...) und zudem habe ich das Gefühl, dass ich mit dieser eher negativen Einschätzung hier alleine dastehe...

    Hallo Delija,


    nein tust du nicht, mir ging es genauso, wie du in deiner Rezension beschrieben hast. Mir schickte mal ein Horrorfreund den Text mit einer längeren Begründung, warum er ihn so genial findet, und am Ende fragte ich mich, ob wir die gleiche Geschichte gelesen haben. Was mich letztlich am meisten störte, war nicht das Fehlen von 'handfestem' Grusel, sondern diese langwierigen, meändernden Bschreibungen von Dingen und Eindrücken, die für mich einfach in dem Ausmaß weder zum Setting noch zur Atmosphäre beitrugen. Ich habe allerdings schon Sachen vom Blackwood gelesen, die ich sehr mochte, aber diese Story hat einfach nicht gezündet.