Beiträge von Vincent Voss

    Hm, tja, was soll ich sagen ... ich fand den ziemlich geil! Und gerade die Freiheiten, die er sich nimmt, fand ich gut, das Mädchen hat mir ebenso gefallen und mir eine derbe Gänsehaut beschert. Das letzte Drittel erinnere ich als sehr spannend. Ich habe ihn mir damals als DVD gekauft und ramsch sortiere ich sofort wieder aus, dann gibt es DVD in Schubladen veresteckt und DAS Regal. Der Film hat es sogar in DAS Regal geschafft.


    Ich vergebe 8,25 auseinanderfallende Zombiekatzen.

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    dass man gewisse Stellen verpixelt hatte, um jedem klar zu machen, wie "krass", "brutal" und "extrem" der Film doch ist.


    Der Film selbst arbeitet nicht damit.




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    ignoriert der Film doch auch fast völlig das Schicksal der reichen Reederei-Familie - Dabei war gerade dieser Handlungsstrang für die Aussage des Romans nicht gerade unbedeutend, um nicht zu sagen, geradezu essenziell.

    Ups. Dieser Handlungsstrang fehlt gänzlich.



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    während Akin sich anscheinend überwiegend auf die Gewalt fokussiert und dabei den ganzen Rest vernachlässigt hat.

    Nein, das kann ich so nicht bestätigen. Es sind drei Mord-Gewaltszenen zu sehen. Die haben es in sich, aber bilden nicht ausschließlich den Film.

    Ich habe das Buch bewusst noch nicht gelesen. Kommt selten vor sowas, aber zum Thema "Serienmörder" verfolge ich einen roten (HARHAR) cineastischen Faden. Ich kann ir aber sehr gut vorstellen, was du meinst. Ich befürchte, das bringt einem Fritz Honka als Mensch näher, oder?

    Eines vorweg. Es knistert. Ich weiß nicht, ob es daran lag, dass man WEIß, dass das der letzte Band ist oder ob „Der Turm“ einfach von der ersten Seite so spannend war.


    Einen vorgelagerten Bosskampf gibt es gleich zu Beginn im Restaurant. Sie alle wollen Susannah finden und im Dixie Pig treten Callahan und Jake gegen Horden von Bösen an. Callahan opfert dabei sein Leben.


    Susannah gebiert Mordred (Mordred sein hongrig!) , ein dämonisches Wesen zweier Väter, nämlich Rolands und des roten Königs. Von Mordred verfolgt muss das Ka-Tet in Mittwelt erst die Brecher bezwingen, wieder eine westernähnliche Episode mit sehr phantastischem Einschlag. Man kann sagen: der Wahnsinn! Die Brecher sorgen mittels ihrer Kräfte dafür, dass die Balken einstürzen und damit das Weltengefüge rissig wird. Bei dieser Schlacht lässt Eddie sein Leben. Ein Schlag in die Magengrube, weil es so … verdammt banal und realistisch war. Jetzt gibt es kein Ka-Tet mehr und sie trennen sich. Roland, Jake und Oy müssen in die reale Welt, um Stephen King 1990 vor einem tödlichen Autounfall zu warnen. Dieses gelingt zwar, dafür aber erwischt es Jake. Und Alter, ich habe während des Lesens gelitten wie ein gequälter Hund. Ich habe minutenlang das Buch angestarrt und war zu keiner Regung fähig. Krass.


    Zurück auf Mittwelt und von Mordred verfolgt müssen sie weitere Aufgaben erfüllen und dabei stoßen sie auf Patrick Danville, der über die Gabe verfügt, Dinge real zu malen, d.h. was er malt, wird Wirklichkeit.


    Vor dem Turm entscheidet sich Susannah für ihr Schicksal, sie begegen Mordred und gemeinsam mit Patrick kommt es im Turm zu DEM Bosskampf. Schließlich gelangt Roland in den Turm und sein Schicksal erfüllt sich.


    Fazit: Wow! Was für ein Epos. Der Turm hat nach Susannah wieder mächtig angezogen, den Leser auf die Folter gespannt und gequält, kurzum es war ein fest. 9,5 von 10 Rosen.

    Ich weiß nicht ... Dass Hopper lebt finde ich an den Haaren herbegezogen und ist für mich eher ein Zeichen gewinnorientierten Serienplottens. Man muss die Kuh melken, solange sie noch Milch gibt. Und der "Russen-Plot" hat mich vorher schon nicht so angesprochen. Ich werde also abwarten und vielleicht auch nicht weitersehen.

    Der goldene Handschuh - Film 2019


    "Fritz Honka (Jonas Dassler) lebt in den 1970er-Jahren im Hamburger Stadtteil St. Pauli. Auf andere wirkt er wie ein Verlierer, fast schon bemitleidenswert. Wenn Fritz nicht gerade als Hilfsarbeiter einer Tätigkeit nachgeht, verbringt er die Nächte gerne in der örtlichen Kiezkneipe „Zum Goldenen Handschuh“. Denn zwischen Trinkern, Prostituierten und anderen Gestalten der Nacht, kann man einsamen Frauen am Besten näherkommen und ihnen nachstellen. Was keiner weiß: Der unscheinbar wirkende Mann mit Hornbrille und eingedrücktem Gesicht ist der wahrscheinlich berüchtigtste Serienmörder der deutschen Nachkriegszeit. Mit Vorliebe vergewaltigt, schlägt und erwürgt Fritz Honka seine Opfer in seiner Wohnung und zerstückelt anschließend die Leichen, ehe er sie in der Abseite entsorgt. Damit der Verwesungsgestank nicht überhandnimmt, verteilt er hunderte Wunderbäume in seiner Wohnung und wird lange Zeit nicht gefasst..."


    Verfilmung des Bestsellerromans "Der goldene Handschuh" von Heinz Strunk.


    Der Film hat es in sich. Akin wirft wieder ienmal einen feinfühligen Blick auf ein Milieu, dieses Mal ist es der Hamburger Kiez in den 70ern und dabei vornehmlich die Kneipe "Der Goldene Handschuh". Und Gast im Handschuh ist der damalige Serienkiller Fritz Honka, der es als Serienkiller von älteren Prostituierten zu einer Berühmtheit geschafft hat. Sowohl die Milieustudie wie auch das Porträt eines Serienkillers gelingen ausgezeichnet. Noch wähernd meiner Sicht habe ich mich gefragt, warum so ein Bohei um den Film gemacht wurde, aber er bleibt tatsächlich ekelig haften. Und das, weil er schonungslos aufzeigt. Zum einen das Milieu der Berufsalkoholiker und alt gewordener Prostituierter, zum anderen die Gewalt, mit der Honka seine Opfer züchtigte und mordete. Das geht tatsächlich so weit, dass man sich mit den Opfern trotz der Unausweichlichkeit fürchtet. Sagenhaft spielt der jetzt 23-jährige Jonas Dassler die Rolle des Fritz Honkas.


    9 von 10 Knackwürsten von mir.


    Edit 1: Ich persönlich fand ja den Elbschlosskeller kultiger als den Handschuh


    Edit 2: Ein Freund von mir geht immer zum Friseur auf dem Kiez, wo der Honker Kunde war und erzählt Honka-Geschichten. Ist ein kleiner Kellerherrenfriseur. Bei Bedarf organisiere ich die Adresse ... ;)

    Julia A. Jorges – Wanderseele


    „Unerkannt leben sie unter den einfachen Menschen: Wandelseelen. Sie sind fähig zur Reinkarnation und verfügen über besondere Begabungen, doch dafür brauchen sie fremde Lebensenergie. Studentin Sine hat gerade erst erfahren, dass sie eine solche Wandelseele ist. Doch sie ist nicht imstande, ihren Drang, fremde Energie zu zehren, zu kontrollieren. Das macht sie zu einer Gefahr für ihre Mitmenschen. Als der Scout Darius Korweyn sich ihrer annimmt, hofft sie auf Unterstützung durch ihresgleichen in einem Gildenhaus bei Paris. Sie findet Vertraute und sogar neue Freunde. Doch schon bald gerät sie in einen Konflikt der Mächtigen, der sie um ihr Leben fürchten lässt und sie zwingt, in die Katakomben von Paris hinabzusteigen.“


    Julia A. Jorges hat das Phänomen des Vampirismus in meinen Augen mit ihrem Roman belebt. Zwar fehlen der Biss und das Blut, aber dennoch zehren die Wanderseelen von der Lebensenergie anderer. Wie in der obigen Beschreibung spielt ein Großteil der Handlung in Paris bei einem Geheimbund und natürlich befindet sich die Welt aktuell in großer Gefahr, wie die Lesenden nach und nach feststellen müssen und Sine wird unmittelbar in eine große Schlacht mithineingezogen.


    Neben mehrere Aha-Erlebnisse durch gute Kniffe haben mir vor allem die Schauplätze, Sine und der Wissenschaftsaspekt darin gefallen. Bei allem wirkt es sehr authentisch. Mit Sine haben wir jemanden, der Ängste, Macken und Zweifel hat, sich verlieben kann und dennoch stark ist. In Paris habe ich das Gefühl den Stadtplan daneben legen zu können und die Orte sind sehr lebendig beschrieben. Und der sogenannte Weltenbau zu den Wanderseelen ist dicht beschrieben und liefert gute Erklärungen. Alles in allem führt das zu einem etwas anderen Horror-Roman, der den bereits gut betretenen Pfaden ausweicht.

    Hm, im Gegensatz zu einigen anderen, fand ich die erste und vor allem die zweite Episode am besten. In der dritten Episode verrennt sich der Plot meines Erachtens ein wenig, nichtsdestotrotz eine durchaus sehenswerte Miniserie.


    Ich lande bei 8,25 Holzpflöcken.