Beiträge von Vincent Voss

    Beschränkt sich der Lost-Vergleich nur auf Setting und Atmosphäre? Beziehungsweise, werden Sachen auch halbwegs sinnvoll erklärt?

    Ja, die Sachen werden m.E. nach sogar sinnvoller erklärt. Bei LOST fand ich waren viele unaufgeklärte Phänomene am Schluss, das ist ist hier nicht der Fall.

    Bermuda


    Horrorthriller


    "Eine Gruppe Schiffbrüchiger – eine unheimliche Insel im Bermuda-Dreieck – ein gnadenlos spannender Horror-Thriller!
    Nur knapp überleben der Biologe und Rucksackreisende Alex Kirchner und die Umweltaktivistin Itzil Pérez den Untergang ihres Kreuzfahrtschiffes, das mitten im Bermuda-Dreieck in einen unheimlichen Hurrikan gerät. Zusammen mit einem Dutzend weiterer Überlebender werden Alex und Itzil am Strand einer Vulkan-Insel angespült, doch die vermeintliche Rettung erweist sich schnell als tödliche Falle: Auf der Insel funktionieren weder Handys noch Kompasse; das Treibgut, aus dem die Überlebenden sich notdürftig ein Lager am Strand errichten, ist am nächsten Morgen fast vollständig verschwunden, Nahrungsmittel verrotten über Nacht bis zur Unkenntlichkeit.
    Während Alex eine Bergungsmission zum Wrack des Kreuzfahrtschiffes unternimmt und seinen Augen nicht traut, als er feststellt, dass das Wrack komplett verrostet ist, als läge es seit Dekaden im Wasser, entdeckt Itzil auf der Insel Spuren eines geheimnisvollen indianischen Heiligtums.
    Kurz darauf stellt die Gruppe fest, dass einer von ihnen fehlt – dafür führen breite Schleifspuren direkt in den Mangrovendschungel …
    Eine unheimliche Macht dezimiert gnadenlos die Überlebenden eines Schiffsunglücks im Bermuda-Dreieck: Der Horror-Thriller von Thomas Finn wird nicht nur Fans der Mystery-Serie »Lost« begeistern. Der in den USA geborene und mittlerweile in Hamburg lebende Autor hat bereits mit den Horror-Thrillern »Dark Wood« und »Lost Souls« gezeigt, wie man bekannte Mythen und Legenden in Nervenkitzel voll unerwarteter Wendungen verwandelt."




    My five pence: Erst dachte ich, dass das viele Personal, das Thomas Finn da ins Rennen schickt, zu groß und verwirrend ist, aber Finn schafft es schnell und gut, alle mit wenigen herausstechenden Charaktereigenschaften lebendig werden zu lassen. Mehr oder weniger lang … denn die Insel birgt ein tückisches Geheimnis, so dass es auch für den ein oder anderen tödlich enden kann. Wer die Serie LOST gesuchtet hat, wird hier glücklich werden. Finn setzt den Überlebenden Geheimnis um Geheimnis vor die Nase und ich habe enorm bis zum Ende mitgebfiebert. Übrigens Ende: Sehr, sehr geil! Was natürlich bei Thomas Finn auch immer einzigartig ist, ist die Begeisterung für … na ja, eigentlich alles, aber man könnte auch sagen für Wissen. Er verwebt elegant Wissenswertes mit wahren Ereignissen UND Horror. Hat was! Von mir gibt es 8,5 Wasserrationen für diesen Horrorthriller.

    Meine Meinung zur 15ten (!) Zwielicht-Ausgabe.


    Zu allererst das Cover: Wieder ein absoluter Hingucker von Spooky und für die ganze Reihe prägend. Ich bin verliebt.


    Zu den Geschichten. Ich habe noch nicht alle gelesen, daher erst einmal der beginn meiner Besprechung.


    Martin Schemm - Heimatabend


    Historischer Horror, der mir sehr gefiel. 1911 treffen sich in einer stürmischen Nacht die Heimatfreunde in einer Gastsätte auf dem Falkenberg in Neugraben. Und irgendetwas stimmt nicht mit ihrem Vorsitzenden. Stimmungsvoll erzählt, Zeit und Wetter sorgen für eine schaurige Atmosphäre in der sich die Geschichte gut entfalten kann.


    Silke Brandt - Der vierte Apokalyptische Reiter


    Ebenfalls historischer Horror, sehr gut recherchiert mit einem unfangreichen Quellenverzeichnis. Aus der Ich-Perspektive eines Geistlichen werden die taten des Deutschen Ordens in ein neues, ihm unbekanntes Licht gestellt. Und bisweilen ist es nicht so, wie die Geschichte gemeinhin bekannt ist. Hat mir gefallen.


    Tobias Lagemann - Nachtschalter


    Ha, da ich selbst zwei Jahre lang am Nachtschalter einer Tankstelle gearbeitet habe, hatte ich sofort einen engen Bezug zur Geschichte. Ein sonderbarer Kunde erscheint immer mal wieder und stellt noch sonderbarere Fragen. Die ersten drei Geschichten waren bisher alle schön düster.


    Holger Vos - Rast der Kraniche


    Fantastisch zbd schaurig über eine Mutter, die ihr Familienglück anzweifelt.


    Christophe Nicolas - Der Pitch


    Yeah, Teschnik und Horror st its best. Totaler Zeitgeist, die Situation wunderbar vorstellbar, die Idee nicht neu, aber für mich neu in dieser Ausprägung. Alles hängt an einem Pitch. Geile Geschichte.


    Dirk Ryll - Wohin der Grimm der Toten verschwindet


    Weird und wunderbar geschrieben. Dazu noch überraschend und authentisch. Kurzum: Im wahrsten Sinne ganz großes Kino!


    Karin Reddemann - Ansichtssache


    Ein Heiratsschwindler, ein Mord, eine Séance - gut inszeniertes Horrorkammerspiel!


    Vincent Voss - Das Ordnungsamt und das Hexenhaus


    Nach einer wahren Begebenheit ... ;)

    Meine Meinung zu den Geschichten:


    Detlew Klewer - Sarah


    Als Opener wird hier gleich eine epische Schlacht gezeichent und wir stürzen mitten hinein. Was soll man sagen: der Gerich von Napalm am frühen Morgen ...


    Mario Steinmetz - Das ist nicht tot, was ewig liegt


    Eine malende Künstlerin (Zoe) wird von ihren Visionen gleichermaßem gequält und inspiriert. eine Achterbahnfahrt in den Wahnsinn ...


    Thorsten Azrael Perne - Die Brut des Sternengötzen


    Ich mag es, wenn aus einem kleinen, überschaubaren Setting das große Grauen entsteigt. Hier beginnt es bei Erdarbeiten mit dem Bagger auf dem Gelände einer Hundeschule.


    Jürgen Höreth - Die einzig wahre Geschichte über den Tod von Sherlock Holmes


    Sherlock Holmes´letzter Fall. Mehr darf hier gar nicht verraten werden. Stimmungsvoll.


    Torsten Scheib - Unterwegs ins Kirschtal


    Argh! Torsten schlägt hier wieder mit der Abrissbirne um sich. Schnoddriger Ton und dennoch immer wieder mit Herz und vor allem Können. Ex-Polizist muss noch eine Sache erledigen, die ihn seinen Job gekostet hat und es könnte sein, dass genau diese Sache mit dem kosmischen Grauen zusammenhängt. Schönes Ding!


    Thomas Williams - Frankenstein Squad


    Hm, die zweite Geschichte, die ich von Thomas mit und über Frankenstein lese. Zufall? Auch hier geht es in die letzte epische Schlacht, aber Frankenstein kann alles verändern ...


    Tobias Bachmann - Im Pesthauch


    Dystopie. Alle müssen Masken tragen, anosnsten verwandeln sie sich zu Monstern. Yeah, gut gemacht!


    Florian Krenn - Der Mann meiner Träume


    Mary lebt in einer üblen Beziehung mit Paul. Dann findet sie einen sonderbaren Gegenstand am Strand und findet den Mann ihrer Träume. Ist er es denn wirklich? Ein anderer Blickwinkel auf das Cthulhu-Universum und mir hat er sehr gefallen.


    Markus Kastenholz - Asche zu Asche


    Zwei Cops suchen einen Serienkiller, der es auf Nutten abgesehen hat. Dreckig und dann auch sehr überraschend und gelungen.


    Vincent Voss - Honigsüßer Fluss


    Ich verarbeite hier meine Erfahrungen meines Reha-Aufenthaltes in einer Diabetis-Klink. Ich glaube, es ist eine besondere Geschichte geworden. *gnichel*


    Doris Bulenda - Das Erwachen


    Was man so in einem Urlaub alles erleben kann, wenn man abseits der Touristenpfade reist ...


    Markus Heitkamp - Das Chamäleon im Fluss der Zeit


    Und Markus Heitkamp macht wieder etwas ganz Besonderes aus dem Setting. Tolle Idee, tolle Umsetzung und im richtigen (Manga-)Ton geschrieben. Zumindest hatte ich irgendwie einen Manga vor Augen.


    Ralf Kor - Devils of C-Day


    Cthulhu im Biker-Rocker-Milieu und nur die Harten kommen in den Garten. Ron sichtet in einer apokalyptsichen Welt ein einzelnes Mädchen, das von Monstern verfolgt wird. Und anstatt sie draufgehen zu lassen, wie es der Kodex verlangt, handelt er eigenständig.


    Und abschließend gilt mein Dank hier Erik R. Andara für das tolle Vorwort


    Das stimmunsvolle Cover steurete Azrael ap Cwanderay zu.


    Fazit: Insgesamt eine Erweiterung des Cthulhu-Szeanrios. Wer also Geschichten in dem bekannten Lovecraft Duktus mag, wird hier sicher enttäuscht werden, denn hier geht es ganz vesrchieden und bsiweilen viel moderner zu. Wer Cthuhlu so denken kann, wird hier fündig werden!

    Gestern gesichtet und ich fand ihn sehr gut. Eine völlig andere Herangehenseweise, ruhig, dialoglastig und nicht auf Schockeffekte aus. Eine äußerst religiöse siebenköpfige Familie aus England sucht ihr Glück in der neuen welt und versucht das Land urbar zu machen und durch harte Arbeit gottgefällig zu leben. Doch dann tritt eine Hexe in ihr Leben ...


    Was dann erzählt wird, sind im Gruinde zwei Handlungen, die unabhängig voneinander funktionieren würden. Ein Familiendrame, in der sich alle Mitglieder neurotisch in ihre Religiösität hinensteigern und ein Horrorfilm, der das Treiben einer Hexe in nordamerikanischen Urwäldern zeigt. Und egal, wie man es nimmt ... das Ende kann man als eine Art Erlösung deuten.


    Von mir gibt es neun von zehn schwarze Phillips.

    Also mit dem Kleinsten und dem Größten nur familienintern. Ansonsten über Zoom mit zwei anderen Gruppen. Mit meinem Großen bei ihm, weil wir uns die Regelwerke teilen. Es geht, finde ich. Wir freuen uns alle wieder auf die Vis á vis-Runden aber Rollenspiel ist für diese Zeit gerade echt ein geiles Hobby! Wir haben alle lange nicht mehr so viel gespielt ... :)

    Mittlerweile spiele ich jetzt mit meinem jüngsten Sohn DSA 1 und mein ältester Sohn spielleitert jetzt. Und so was von gut!


    Wenn jemand noch alte DSA-Abenteuer für eher unerfahrene Held hat und die gerne loswerden möchte, schreibt mich bitte gerne an ...


    Und dann noch ein Hinweis:


    Sandy Petersens Cthulhu-Mythos ist eine DSA-Spielhilfe die das kosmische Grauen mit Aventurien verbinden soll. Ein erster Blick in den 480-seitigen, reichhaltig illustrierten Band lässt mein Herz höher schlagen! Was für Illustrationen! Und auf den ersten Blick gefällt mir, dass die Monster im Rahmen der Spielbarkeit zwar unheimlich grausig , aber auch zu bezwingen sind. Ich werde darüber einmal genauer in einem eigenen Thread hier berichten, falls es wen interessiert.

    Amalia Zeichnerin – Vanfarin Von Untoten und Totems



    Inhaltsangabe zu "Vanfarin - Von Untoten und Totems"


    Eine Untoten-Armee bedroht das Reich Vanfarin. Der Schamane Talahko und der Krieger Brynjar stammen aus verfeindeten Völkern, doch ein Auftrag ihrer Totemtiere bringt sie dazu, gemeinsam in einer von den Untoten eingenommenen Festung nach Gefangenen zu suchen. Später finden sie weitere Verbündete, darunter eine Ogrra-Kriegerin, einen Gelehrten und eine Elfenmagierin. Doch was wird aus ihrer Heimat und der Welt der Totemtiere, wenn ihre Feinde siegen? Ein in sich abgeschlossener, kampflastiger High-Fantasy-Roman ohne Romantik. Das Buch enthält eine Landkarte und am Ende ein Personenverzeichnis sowie ein Glossar. Die Seitenanzahl der Printausgabe: 360 Seite




    Wenn schon Fantasy, dann wenigstens mit Zombies dachte ich mir. Und ich wurde nicht enttäuscht …



    Insgesamt weicht der Roman an vielen Stellen von dem mir bekannten Mainstream-Fantasy ab, wie ich ihn kenne und ich fand das gut. Wir steigen ein in eine epochale Schlacht um Vanfarin. Alle Reiche haben sich zu einem Heer zusammengezogen, um gegen ein Heer aus Untoten anzutreten. Talahko, ein schamanistischer Heiler, ist als Wundfeldscher während der Schlacht im Dienst, Brynvar als Krieger. Als Leser erhält man zu Beginn viele Einblicke aus dem Schlachtgeschehen und immer wieder kehren wir dorthin zurück. Das finde ich ganz gut gelungen.


    Beide müssen durch ihre Totemtiere benannte Aufgaben erfüllen, denn auch die Welt der Totems wird bedroht. Dabei erhalten wir Einblicke in die verschiedenen Figuren, einer elfischen Feuermagierin, einer oggrischen Kriegerin, einem kriegsversehrtem Gelehrten. Immer wieder führt es diese Gruppe zu Missionen zusammen und natürlich endet es in einer finalen Schlacht Gut gegen Böse.


    Kritik: Das Böse hatte meines Erachtens mehr Potential und zeigte sich für mich zum Ende etwas als zahnloser Tiger. Das ist bei mir aber ein grundsätzliches Problem, das ich auch beim HdR oder bei Star Wars habe.


    Fazit: Ein lohnenswerter Blick in eine umfassend durchdachte Welt, die Lust auf mehr macht. Und vieles ist dabei noch unentdeckt geblieben, z.B. die Hauptstadt des Reiches, die elfischen Länder. Interessant fand ich auch den schamanistischen Ansatz an dieser Stelle, der so gut ausgearbeitet war.



    Ich vergebe 7,75 Wundheilernadeln für diesen Roman.

    Keine Ahnung, ich denke, das kommt auf den Nerdigkeits-Grad bei den jeweiligen Themen an (der ist bei mir sehr hoch), und auf persönliche Vorlieben. Die sind manchmal auch gar nicht logisch - wieso finde ich in Jacksons LotR, dass Legolas' Kostüm "echt" wirkt, Arwens aber aussehen wie Polyamid-Nachthemden aus den Hammerfilmen? Wenn es Mittelerde nichtmal gibt, und alles möglich sein sollte?


    Keine Sorge. Geht mir in anderen Fällen ähnlich, aber hier einfach blind, weil es mich unterhält. Und manchmal (gerade jetzt, weil mir Corona mehr und auf den nerv geht) muss es einfach auch nur das. Ich war gerade auf der Suche nach Unterhaltung und bin aus 24 rausgekegelt worden, weil mich da einfach zunehmend mehr geärgert hat, so dass ich der Serie den Rücken gekehrt habe.


    Aber Danke für deine ganzen Tipps. Außer 300, Gladiator und 13th Warrior kenne ich die anderen genannten werke nicht. Und Black Sail hat mich auf jeden Fall neugierig gemacht. m