Beiträge von Arkham Insider Axel

    Und auf einer - leider Russischen - Ausgabe der Purpursegel ist sogar einer der schönsten Rahsegler überhaupt abgebildet, die Briggen Tre Kronor, deren Segel auf dem Scarlet Sails Festival in St. Petersburg rot angestahlt wurden.

    Mal wieder echtes Insider-Wissen, immer schön zu lesen!


    Ansonsten kann ich noch sagen, dass der russische Name des Schiffs, der ja auch titelgebend für den Roman ist, woanders mit

    „Wellenreiterin“ – statt „Wogengleiter“ – übersetzt wurde (s. Suhrkamp-Band Die dunkle Seite der Wirklichkeit: Pollak, „Reise nach Grinland“). Was mir in dem Fall, weil weiblich, richtig erscheint.

    Vielen Dank für die Vorstellung, klasse zusammengefasst! Der Meinung schließe ich mich in allen Punkten an, vor allem, was die „Gleichförmigkeit der Themen bzw. Grundplots“ anbelangt.


    als Übersetzer wird aber neben Degner auch eine Elisabeth Schnack genannt


    Einst pflegte Diogenes ja die Schwerpunkte angelsächsische Literatur, Krimi und Grusel. Für die verlagsinterne Initialzündung sorgten die Übersetzerinnen beziehungsweise Herausgeberinnen Elisabeth Schnack (1899 – 1992) und Mary Hottinger (1893 – 1978). Weltgewandt und unbelastet von der damals noch gängigen Unterteilung in „ernsthaft“ und „unterhaltend“, servierten sie dem Publikum allerlei literarischen Mord und Totschlag, wobei auch Gespenstergeschichten nicht fehlen durften.


    Elisabeth Schnack verantwortete schon 1957 einen Band mit Kurzgeschichten von Lord Dunsany („Jorkens borgt sich einen Whisky“, illustriert von Paul Flora). Le Fanus „Carmilla“ ist auch heute noch im Verlagsprogramm, der Band „Der ehrenwerte Herr Richter Harbottle“ jedoch nur noch antiquarisch erhältlich.



    Alexander Grin: Wogengleiter

    Mit einem Vorwort von Leonid Borissow

    Phantastische Bibliothek 274. Suhrkamp Taschenbuch 1830. Frankfurt a. Main 1991

    218 Seiten


    Ein Schiff, von dem es heißt, dass es auf dem Meeresboden von zwei Riesen namens „Geheimnis“ und „Ausdauer“ erbaut worden sei (unter Mithilfe der Handwerker „Hammerhai“ und „Sägefisch“), muss ja wohl seinen Weg in unser Herz zu finden. Weil mir die erste Lektüre schon so gut gefiel, habe ich Alexander Grins „Wogengleiter“ nun zum zweiten Mal gelesen – wieder begeistert.


    Inhalt: Und ewig lockt das Geheimnis

    „Wogengleiter“ ist die Geschichte des empfindsamen Thomas Harvej, der krankheitsbedingt eine Reise unterbrechen muss und in der Hafenstadt Lissa landet. Dort verguckt er sich ebenso in die schöne Bice Seniel wie in ein prachtvolles Segelschiff, den „Wogengleiter“. Wie kann es sein, dass das luxuriös ausgestattete Fahrzeug für einfache Frachtfahrten genutzt wird? Harvej wittert ein Geheimnis.

    Obwohl Kapitän William Gaes scheinbar ein Ekel ist, bucht Harvej für teures Geld eine Passage auf dem Wogengleiter nach Gel-Gju. Erwartungsgemäß gerät er auf See mit Gaes aneinander … und gelangt nur unter Schwierigkeiten an sein Ziel.

    In Gel-Gju herrscht ausgelassener Karneval. Inmitten des bunten, maskenhaften Treibens löst Harvej das Rätsel um den Wogengleiter. Mehr noch: Er findet sich im Schnittpunkt dreier Frauen wieder (Bice Seniel ist eine von ihnen), wird in einen erbitterten lokalpolitischen Streit und außerdem noch in einen Mordfall hineingezogen.

    Am Ende hat Harvej sein Verlangen nach dem Geheimnisvollen befriedigt. Auch die Sehnsucht nach Liebe erfüllt sich. Dieser versöhnliche Ausgang bleibt dem Wogengleiter freilich verwehrt. Wie nebenbei, aber unüberhörbar, wird auch das tragische Schicksal des Schiffes zu Ende erzählt.


    Meinung: Es muss ja nicht immer alles düster sein

    Was ist dieses Buch? Eine Romanze, ein Abenteuerroman, eine Seefahrergeschichte und nicht zuletzt ein Krimi. Ebenso pflegt Grin bekannte Topoi der Phantastik: In einer kurzen Binnenerzählung wird etwa eine Lösung des Rätsels um das Gespensterschiff „Mary Celeste“ angedeutet!

    Harvej ist ein im besten Sinn naiver Held – er lässt sich ohne zu zögern aufs Abenteuer ein und hat die wunderbare Fähigkeit, intuitiv auf die Begebenheiten zu reagieren. Die Stimmung des Buchs ist durchweg positiv, licht, – vielleicht eher Fantasy denn unheimliche Phantastik. Dazu trägt auch Grins künstliche Geografie bei, denn Städte wie Lissa, Dagon oder Gel-Gju entspringen der Imagination (ohne aber völlig aus der Luft gegriffen zu sein).

    Hinter seinen Vorbildern – die wohl Herman Melville, Joseph Conrad oder Jack London heißen – braucht sich Alexander Grin nicht zu verstecken. Mit seinem William Gaes hat er die maritime Literatur um einen weiteren zwielichtigen Kapitän bereichert.


    Ich vergebe 5 von 5 möglichen Daumen. :thumbup::thumbup::thumbup::thumbup::thumbup:

    the_seus Solche Zonen mag es geben; ich kenne sie nicht. Hier (Westdeutschland) lassen viele (nicht alle!) Leute ihre Hunde überall und zu jeder Jahreszeit von der Leine. Was okay ist, – wenn die Tiere cool sind. Man merkt wohl, dass ich hier etwas gespalten bin.


    Also, die Frage von Satz und Typografie könnte man durchaus vertiefen. Dafür müsste dann freilich ein eigener Thread her.


    Ansonsten: Ich werde es mal mit einem weiteren Carroll probieren, einige Titel wurden ja nun schon genannt. Aber strenggenommen habe ich mich ja gar nicht an dieser Challenge beteiligt. X/

    the_seus Danke für die Hintergrundinfos, immer interessant zu erfahren! Das gilt natürlich auch für

    Erik R. Andara , wobei ich kurz nachdenken musste, was mit Hundezone gemeint ist (irgend so ein crazy weird shit aus dem Multiversum? Der Titel einer Story, die ich sträflich ignoriert habe? Dann habe ich es aber – glaube ich – kapiert …)


    Was die Schriftgröße betrifft: Der Gedanke kam mir jetzt auch, nachdem ich wieder einen Roman aus der Reihe gelesen habe. Auch der Satzspiegel ist nicht optimal: die Ränder fallen für meinen Geschmack zu schmal aus. Unterm Strich machen die Seiten einen überlasteten Eindruck. Ja, das tut der Konzentration nicht gut.


    In den alten Lovecraft-Bänden hatten sie tw. eine deutlich bessere Schriftgröße.

    Eines dieser "Buch-im-Buch-Bücher". Ich habe es auch gerne gelesen und fand es unterhaltsam. Gut erzählt und man ist immer bereit, dem Autor bei seiner verrätselten Geschichte zu folgen. Daher meine ich schon, dass es "ein einfaches Buch" ist.


    aber die weiteren Romane fallen dagegen deutlich ab.

    Deswegen wurde Caroll vielleicht auch nicht der neue Star der Phantastik, als welchen man ihn vielleicht nach "Das Land des Lachens" sehen konnte?


    Mich dünkt, es war einer der wenigen kontemporären Titel in der Phantastischen Bibliothek. Und war das dort die deutsche Erstveröffentlichung? Ich hätte gedacht, dass der Roman genug Potential besitzt, um nicht gleich vom Start weg in so ein Nischenprogramm – als Taschenbuch – untergebracht zu werden.

    Schöne Idee! Das Cover ist ein Hingucker, auch wenn ich kein Fan der Farbe Blau bin … die Idee finde ich aber ganz charmant.


    Auch finde ich es richtig, dass Matthias Käther sein Pulp-Wissen jetzt mittels Buch-Projekt unters Volk bringt. Seine Artikel-Reihe auf dem Zauberspiegel wurde hier im Forum ja schon erwähnt.


    Mammut Ich welcher Form warst Du an dem Projekt beteiligt? Bitte berichte doch mal, wie alles zustande kam.

    Da jetzt eh schon alle Fakten auf dem Tisch sind …


    In „Die Hinrichtung des Damiens“ beschreibt der Autor eine Frau, die von ihrer Umgebung als sehr fromm wahrgenommen wird. Sie ist denn auch häufig in sich selbst versunken – aber vor allem im Zusammenhang mit der Schilderung der grässlichen Hinrichtung. Dazu stellt sie sich an ein Fenster, um den Eindruck, sie sei live dabei und überblicke die Massen der Schaulustigen, noch zu erhöhen. In diesen Augenblicken gibt sie sich den Annäherungen ihres jungen Verehrers hin (mehr als ein bisschen Schmusen scheint’s ja nicht zu sein, aber man kann sich des Eindrucks nicht erwehren, Ewers zielt auf was anderes ab …).


    Sie ist perfekt auf die letztendliche Pointe hin zugeschnitten, da passt alles zusammen.

    Das stimmt natürlich und würde ich der Story auch zugute halten.

    Ein weiteres Beispiel wäre Strobl. Wobei ich den insgesamt doch für den fähigeren Schriftsteller halte.

    Der wird sicherlich auch noch irgendwann Gegenstand in diesem Forum sein.

    Ich werde dennoch alle Geschichten lesen, der Autor schreibt ja sehr speziell, sowas kenne ich nur aus den ganz frühen Britischen Gothic Tales 1780-1820 rum.

    Die eine oder andere Perle findet sich auf jeden Fall darunter. Wobei noch interessanter ist die Biografie von Ewers, ein unverbesserlicher Freigeist … trotz seines anfänglichen Engagements für die Nazis. Hier gibt es einen ordentlichen Überblick aus der Feder von Josef Niesen:


    Hanns Heinz Ewers Schriftsteller, Drehbuchautor und Kabarettist (1871–1943)

    Die zweite Geschichte mit dem "Fall Petersen" hat mir die Freude dann schnell vergällt

    Es ist aber auch wirklich die schlechteste Geschichte …



    denn an manche Inhaltsbeschreibung erinnere ich mich, und an manche gar nicht.

    Genau so ging es mir auch, daher habe ich das Buch jetzt noch einmal gelesen und mir Notizen gemacht. Im Zuge dessen entstehen dann solche Beiträge.


    Die Damiens-Story finde ich ebenfalls lesenswert, zumindest was die historische Tatsache betrifft. Das ändert nichts daran, dass sie doch auch irgendwie Ewers-like "cheesy" ist.

    Für Kalkas Themen muss man einen Sinn haben. Dann aber findet sich in seinen Büchern manches, was lesenswert ist. Ein Beispiel dafür bietet auch der Essay-Band Die Katze, der Regen, das Totenreich, wo der Autor zwangsläufig auf das Thema der Gespenster zu sprechen kommt.


    Hanns Heinz Ewers: Nachtmahr. Seltsame Geschichten

    Georg Müller. München 1922

    363 Seiten


    Alles, nur nicht 08/15

    „Seltsame Geschichten“ oder „Sonderbare Geschichten“ – das war vor rund 100 Jahren eine gängige Charakterisierung von Werken fernab der deutbaren Erfahrungswelt. Diese Beschreibung wurde nicht nur auf die phantastische Literatur angewendet. Sie betraf beispielsweise auch die Darstellung religiösen Wahns, komplizierter Seelenzustände oder abartiger Neigungen.

    Vereint finden wir all diese Phänomene in den Geschichten und Romanen Hanns Heinz Ewers’. Namentlich in dem 1922 erschienene Erzählband „Nachtmahr“, der sich eben mit dem Untertitel „Seltsame Geschichten“ schmückt. Dies sind im Einzelnen:


    „Die Hinrichtung des Damiens“

    Ein 18-Jähriger verliebt sich Hals über Kopf in die Frau seines Gastgebers, eines englischen Landedelmanns. In der Sache an sich recht tolerant, warnt der Engländer den Jüngling vor der Gattin, die ein Geheimnis umgibt. Tatsächlich erhört die Herzensdame schließlich den jungen Mann, kann jedoch nur durch ein bizarres Stimulans in amouröse Stimmung versetzt werden.

    — Eine übergeordnete Handlung, in der einige grausige Beispiele aus dem Tierreich (Stichwort „Gattenmord“) präsentiert werden, rahmt die Story ein, die sich ihr unappetitliches Geheimnis erfolgreich bis zum Schluss bewahrt.


    „Der Fall Petersen“

    Vor einem New Yorker Gericht wird ein Prozess gegen den aus Dänemark eingewanderten Lars Petersen geführt. Letzterer hatte sich als Musiklehrer verdingt und ein 12-jähriges Mädchen umgarnt, wobei „zwischen ihnen ein intimer Umgang stattgefunden“ hat. Richter Henry Taft McGuff ist ohnehin gegen Ausländer eingestellt und nutzt die Verhandlung, um ein rigides Einwanderungs-Gesetz voranzutreiben.

    — Langatmige, anti-amerikanische Erzählung, die aufgrund der deutlichen Parteinahme für Petersen irritierend wirkt.


    „Der schlimmste Verrat“

    Eine kleine Landgemeinde in Illinois. Der Totengräber Stephe, der es im Leben nicht wagt, eine Frau anzusprechen, kümmert sich herzallerliebst um die ihm anvertrauten Toten. Bis er sich dann schließlich doch einmal in eine Lebende verliebt. Als das Mädchen von der Spanischen Grippe dahingerafft wird, frohlockt Stephe – denn so kann er der Dame schließlich doch noch habhaft werden. Denkt er zumindest …

    — Wenn gar nichts mehr geht, Nekrophilie geht immer!


    „Höchste Liebe“

    Obwohl der Geiger Hagen Dierks erfolgreich konzertiert, fehlt ihm etwas Entscheidendes, das seiner Kunst den letzten, großartigen Schliff gibt. Verschiedene Glücksbringer, die er ausprobiert, bleiben ohne Wirkung. Da schmuggelt ihm ein (sogenannter) Freund einen morbiden Fetisch unter, der den Musiker zur Höchstleistung anspornen soll. Der Trick funktioniert. Als Dierks den Grund für seinen Erfolg erfährt, ist er tief bestürzt … und weiß doch nicht, dass der angebliche Glücksbringer gar so machtvoll ist, wie er annimmt.

    — Ein Lehrstück über die trügerische Macht des Aberglaubens.


    „Die Typhusmarie“

    Marie Stuyvesant ist nach Brioni gereist, wo sie sich unvermittelt mit einem Tribunal konfrontiert sieht. Ihre selbsternannten Richter sind 7 Herren, die ihr vorwerfen, „ein Teil von jener Kraft, die stets das Gute will und stets das Böse schafft!“ zu sein. Nach Anhörung der ihr vorgeworfenen Vergehen, schwingt sich Marie zu einer glänzenden Verteidigungsrede auf. Der Scheinheiligkeit überführt, ziehen die Herren der Schöpfung schließlich kleinlaut den Schwanz ein. Übrig bleibt nur ein Unbelehrbarer, der sich anschickt, das nächste Opfer der „Typhusmarie“ zu werden.

    — Ein Lieblingsthema von Ewers: Was ist Moral und wer darf sich ihrer bedienen?


    „Die Juden von Jêb“

    Um 400 v. Christus. Der greise Jedonja ist das Oberhaupt der jüdischen Gemeinde auf der im Nil gelegenen Elefanteninsel. Die jüdischen Krieger der Festung Jêb stehen im Dienst der Perser, die Ägypten beherrschen. Sehnsüchtig wartet Jedonia auf einen Boten aus Jerusalem, der ihm die Erlaubnis bringen soll, den vor einigen Jahren zerstörten Jahwe-Tempel wiederaufzubauen. Eine Prophezeiung will es nämlich, dass man erst dann erfolgreich der ägyptischen Befreiungsbewegung die Stirn bieten kann, sobald nur der Grundstein für den Tempelbau gelegt wurde. Der Bote kommt endlich und bringt Neuigkeiten aus Jerusalem … wo mittlerweile ein anderer religiöser Geist herrscht als auf der Insel im Nil.

    — Eine der gelungensten Erzählungen des Buchs, die wohltuend auf vordergründige Effekte und ostentative Absonderlichkeiten verzichtet.


    „Meine Mutter, die Hex“

    Dr. Kaspar Krazykat schreibt an seinen Bruder. Er bittet ihn inständig, die kurz bevorstehende Hochzeit unbedingt platzen zu lassen. Der Grund: Ihre Mutter sei eine Hexe – und Kaspar befürchtet, dass sich das Hexenwesen in den zu erwartenden Kindern des Bruders und der Schwägerin in spe fortsetzen könne. Ein Antwortschreiben der letzteren lässt nicht lange auf sich warten, – fällt allerdings anders aus, als erhofft.

    — Wenn Ewers hier auch auf manche Zauberdinge zu sprechen kommt, erscheint die amüsante Geschichte doch mehr grotesk denn phantastisch.


    Fazit

    Hanns Heinz Ewers’ interessanter Lebenslauf ist hinlänglich bekannt, eine Beschäftigung mit seinen Aktivitäten und Initiativen nach wie vor lohnenswert. Das Sensationelle, das seinen Geschichten zu Lebzeiten anhaftete, kann uns heute allerdings nur noch schwer aus der Reserve locken: Die erzählerischen Mittel in „Nachtmahr“ sind begrenzt, die Themenauswahl ist auch nicht viel breiter gefächert. Allein die historische Erzählung „Die Juden von Jêb“ und „Meine Mutter, die Hex“ (mit autobiografischen Anspielungen!) werfen ein gutes Licht auf Ewers’ Einfallsreichtum. Bei ihm muss man immer sagen: Er konnte, – wenn er wollte! Leider hat er manch launischen Einfall über Gebühr strapaziert. Auch dafür gibt der vorliegende Band ein beredtes Beispiel ab.

    Wir haben ja hier verschiedene Schwerpunkte: einmal die Internationalität, dann die verschiedenen Epochen … schlussendlich alles unter dem (wohl) literaturwissenschaftlichen Oberbegriff "Weird" zusammengefasst. Jedes einzelne dieser Stichworte aber würde schon ein eigenständiges Projekt erfordern.


    Wie so oft, kann man sich der Sache über Ausschusskriterien annähern: Fantasy ist anscheinend nicht enthalten, Science Fiction aber schon, oder?


    Ich frage deshalb, weil ich überlege, wie zum Teufel man ein solches Werk im Deutschen anpreisen sollte … Der von mir gern gemochte Begriff Unheimliche Phantastik trifft es jedenfalls nicht unbedingt. Gerade Leute wie Franz Kafka, Bruno Schulz oder Julio Cortazar (ich liebe seine Axolotl!) machen es einem in der Hinsicht nicht leicht.


    Na ja, aber ich bin in der Hinsicht eben "typisch deutsch": das Kind muss immer einen Namen haben. [Wrt]