Urban Myths und Lost Places – Cosmic Horror aus deutscher Feder

  • Eine Ausschreibung der Deutschen Lovecraft-Gesellschaft!


    Zitat

    Alle kennen sie und doch wurden sie weitgehend aus unserem Alltag verdrängt: schattenhafte Stadtlegenden, grauenhafte Gerüchte, ‚Lost Places‘. Was bei vielen für einen wohligen Schauer sorgt, versetzt diejenigen, die mit der kosmischen Wahrheit hinter dem Schleier in Berührung gekommen sind, in Angst und Schrecken. Verfallene Minenschächte, verwilderte Fabrikhallen und merkwürdige Betonbauten zeugen von vergessenen Gräueln, deren Ursprung der Vergessenheit anheimgefallen ist – oder vielleicht doch nicht?


    Als Regionalschriftsteller zeichnete sich H.P. Lovecraft besonders dadurch aus, die Invasion des Kosmischen in das Bekannte, das Heimatlich-regionale, die bekannte Denkordnung zu thematisieren. Während sich vieler seiner bekannten Erzählungen wie „Die Farbe aus dem All“, „Das Gemiedene Haus“ und „Träume im Hexenhaus“ mit regionalen Mythen und Gerüchten auseinandersetzen, reizen sie das Genre des Cosmic Horror auf vielfältige Weise aus. Deshalb sucht das Literaturteam der Deutschen Lovecraft Gesellschaft alles Fremdartige, Unbeschreibliche und Grauenhafte, das sich hinter dem wirren Gerede der Alteingesessenen verbirgt. Dabei sind wir nicht an selbstzweckhaftem Splatter oder stereotypen Lovecraft-Hommagen, sondern ausschließlich an namenlosem Horror interessiert, der sich schleichend aufbaut, um am Ende mit voller Wucht einzuschlagen. Um der Rolle der deutschen Lovecraft Gesellschaft gerecht zu werden, wollen wir den Cosmic Horror nach Deutschland tragen und erproben, welche verborgenen Grauen hinter den Fassaden lauern mögen.


    Alles zu Bedingungen, Preisen, Fristen etc. findet sich auf der Webseite:


    https://www.deutschelovecraftg…rror-aus-deutscher-feder/



    ...oder im downloadbaren Ausschreibungstext:


    https://www.deutschelovecraftg…yths-und-lost-places-pdf/

    "The amount of weird material I have not read is appalling"


    HPL to CAS, 1925

  • Das wäre nett, Nils (ich habe Deinen Namen in der Einsendeadresse gesehen, daher die Frage -- aber wharscheinlich ist es der andere Nils, nöm?). Ich glaube, dafür würde es mich reizen, in die Tasten zu greifen (falls ich bis dahin den Kampf mit dem Romanmanuskript gewonnen habe).

  • 8|


    Hallo Nils, wow, eine der spannendsten Ausschreibung der letzten Jahre, das ist eines meiner absoluten Lieblingsthemen.


    Vielleicht stehe ich ja auf dem Schlauch, aber gibt es dann eine Anthologie und ein Text daraus wird im Lovecrafter veröffentlicht, oder macht ihr die Ausschreibung tatsächlich nur für diese eine Geschichte?


    Auf jeden Fall brauche ich dringend Tipps zum effizienteren Schreiben.shld"

  • Hiho,


    das ist ein Missverständnis. Die Mailadresse ist meine. Ich bin quasi der andere Niels der dLG ;)


    Ich plaudere da mal kurz aus dem Nähkästchen:


    Wir machen ja zum ersten mal so einen Wettbewerb. Daher wollen wir es überschaubar halten. Da Corona-bedingt gerade unser erstes Buchprojekt in der Warteschleife liegt, wollen wir diesen Wettbewerb erstmal nutzen, die dLG auch mit dem Bereich Kurzgeschichten aus Deutschland vertraut zu machen. Daher auch erstmal nur die Veröffentlichung der besten Geschichte im Lovecrafter. Wir behalten uns aber vor, die Autoren anzufragen, wenn so viele gute Geschichten dabei rumkommen, dass eine Anthologie realistisch wird.

    Und wenn die Resonanz gut ist, werden wir soetwas sicher wieder tun!


    Und zum Thema Österreich (und auch Schweiz):

    Klar, die dLG ist ja ein sich sprachlich und nicht national definierender Verein. Daher bitte auch den Schrecken von Wien oder Tirol, Bern oder oder oder... :)

  • Danke für die Antwort :) ich hab mir die Deadline notiert, und falls ich ein Lücklein finde, dann schreibe ich was dazu -- trage nämlich sschon länger eine Idee herum, die da gut passen würde.

  • derTraeumer Hallo Nils,


    lieben Dank für deine schnelle Antwort! Die Idee mit einem ganz eventuellen Buch ist natürlich schön.

    Mal schauen, das wäre ja was, woran man besonders intensiv arbeiten würde, wo aber auch die Chance besonders gering ist. Aber das Thema ist wohl zu spannend, um es nicht zu versuchen ...

  • Hallo Katla,

    gering nicht unbedingt. Wie gesagt, wenn unter den Einsendungen plötzlich 12-14 ganz tolle Geschichten sind, müsste man mal schauen. Nur wir wollen ja auch nichts ankündigen, was ggf. dann nichts wird. Ich hoffe, du verstehst, was ich meine. :)

  • Hallo,


    ja das klingt tatsächlich spannend - vielleicht schaffe ich es jetzt im Lockdown auch, was Diesbezügliches zu Papier zu bringen!


    Good Luck auf alle Fälle für das Vorhaben!!!


    Lg,

    JP

  • Eine schöne Ausschreibung! - Und ich finde es auch gut, dass klar ist, dass entweder im Lovecrafter oder gar nicht veröffentlicht wird. Für Autoren wie mich, die prinzipiell veröffentlichungswürdige Geschichten schreiben, ist es nämlich ein großes Problem, wenn dann Geschichten im Internet "verheizt" werden. (Vor allem: Wie prickelnd ist es denn, eine Nicht-Siegergeschichte im Internet zu haben.) Das Thema ist allgemein genug, da kann man den Text leicht anderswo noch mal einreichen.