Beiträge von Nils

    H. C. Artmann - "Ich bin ein barocker Mensch, was soll ich tun?"

    Zitat

    Er hat den Wiener Vorstadt-Dialekt zur Kunstform erhoben. Doch das ist nur eine Facette im Werk des Wiener Dichters und Übersetzers H.C. Artmann. Keines seiner Bücher gleicht dem anderen. Und seine Sprache schlägt immer neue Kapriolen.

    https://www.deutschlandfunkkul…ml?dram:article_id=498634



    Jorge Luis Borges als Philosoph


    Zitat

    Fakt und Fiktion, Schein oder Sein: In den labyrinthischen Erzählungen von Jorge Luis Borges gibt es keine sichere Erkenntnis. Der Romanist Gerhard Poppenberg versteht ihn gerade in Zeiten von Fake News als Vordenker einer neuen Aufklärung.

    https://www.deutschlandfunkkul…ml?dram:article_id=498648

    "The Fog" lohnt sich auch heute noch. Allein schon aufgrund des großartigen Soundtracks von Carpenter.

    Ich habe das Gesamtpaket in guter Erinnerung. Muss ich mal wieder rauskramen! Bin gespannt auf deinen Bogen zu WHH.



    Dabei ist der Film doch ziemlich lovecrafty

    ... aber ist er das auch wirklich? ;) Ich habe den zwar auch lange nicht gesehen, fand ihn damals aber innerhalb dessen, was er machen will, völlig misslungen und auch nicht witzig. Wäre aber zu einer erneuten Sichtung bereit, da es wirklich schon länger her ist.

    "The Fog" [...] hätte ja auch gerade ganz gut zu unserer Hodgson-Diskussion gepasst.

    Auf jeden Fall! Den habe ich auch wirklich lange nicht gesehen. "The Thing" fehlt mir auch, den Film mit Sam Neill fand ich aber, um ehrlich zu sein, nie so wirklich gut.

    Gerade ist in der arte-Mediathek einiges Material zu John Carpenter verfügbar.


    Doku:


    Zitat

    Viele seiner Filme realisierte er mit geringem Budget, doch sie spielten Millionen ein: John Carpenter. In dieser Doku berichtet der Kultregisseur ("Halloween") aus seinem Leben. Dafür nimmt er die Zuschauer mit zu den Dreh- und Schaffensorten seiner bekanntesten Filme.


    https://www.arte.tv/de/videos/…000-A/big-john-carpenter/


    Filme:


    - Die Klapperschlange


    Zitat

    New York, 1997. Aus Manhattan wurde aufgrund der extrem gestiegenen Kriminalität ein Hochsicherheitsgefängnis gemacht. Als der US-Präsident Opfer eines Attentats wird, stürzt das Flugzeug, indem er sitzt, über Manhattan ab ... - Die Near-Future-Dystopie (1981) von Meisterregisseur John Carpenter wurde zu einem der erfolgreichsten Filme der 1980er Jahre.


    https://www.arte.tv/de/videos/…00-A/die-klapperschlange/


    - Die Fürsten der Dunkelheit


    Zitat

    Eine Gruppe von Wissenschaftlern forscht in der unterirdischen Kapelle eines verlassenen Klosters an einer uralten, komplex verschlossenen Glassäule. Diese ist mit einer geheimnisvollen, grün leuchtenden Flüssigkeit gefüllt und scheint böse Kräfte auszustrahlen ... - Zweiter Teil (1987) einer Horror-Trilogie von John Carpenter


    https://www.arte.tv/de/videos/…-fuersten-der-dunkelheit/

    Ich hab es mir mal auf die Liste gesetzt.

    Ich bin auf deine Eindrücke gespannt. Leider scheint die Neuauflage kein Vorwort o. ä. zu beinhalten, was ich immer schade finde.



    Das Forum ist schon wie die Geschichte mit dem Hase und dem Igel: Egal, welches Buch veröffentlicht oder wiederveröffentlicht wird – hier existiert bereits ein Thread dazu …

    Ich hatte genau den gleichen Gedanken. Ich vermute, das Forum wird überwacht, sodass man sich Programmtipps stibitzen kann.

    Hmm, auf's Erste fällt mir da auch nur ein Text im Buch von S. T. Joshi, Moderne Horrorautoren, Band 2, Festa,

    Stimmt, ich formuliere präziser: Ein Text deutschsprachiger Provenienz. Aber auch Übersetzungen englischer Texte kenne ich - ab von Festa - nicht. In den beiden Dumont-Bänden ist nichts dergleichen enthalten, meine ich.

    Es existieren bereits diverse Möglichkeiten, mehr über Aickman zu erfahren. Aickmans Autobiographie und sein Bericht über die Inland Waterways, eine kurze Dokumentation und Aussagen vieler Leute, die ihn kannten (Elizabeth Jane Howard, seine spätere Verlegerin und andere) oder mal trafen (Ramsey Campbell, T.E.D. Klein). Bestimmt liegt noch mehr vor.


    Freilich alles verstreut und auf Englisch, einen biographischen Text auf Deutsch habe ich bisher nicht gesehen. Und natürlich ist eine sauber erarbeitete Biographie, die Aussagen nebeneinander stellen und eine kritische Distanz zur Person einnehmen kann, nochmal etwas völlig anderes. Sofern Russell das leistet, aber ich gehe mal davon aus. Es gibt einige blinde Flecken in Aickmans Leben, er war wohl kein einfacher Mensch und auch bedacht, in einem bestimmten Lichte zu erscheinen. Da hat Russell angekündigt, das eine oder andere "Geheimnis" zu lüften. Ich bin wirklich gespannt.


    Es gibt schon Stimmen, die einen Druck in der Tartarus Press fordern (für manche ist der Verlag offenbar sowas wie Arkham House - da muss dann auch wirklich alles erscheinen, hermetische Abriegelung gegen Publikumsverlage). Ich fände es aber auch mehr als gerechtfertigt, wenn Russell ein großes Verlagshaus für sein Buch fände. Aickman ist als Autor und literarische Person nicht unwichtig, da sollte mehr Aufmerksamkeit her.

    Es handelt sich bei Das Ritual (The Believers) um eine Mischung aus Krimi-Thriller, okkulter Mystery und Horror.


    Die Hauptrolle spielt Martin Sheen, der es als New Yorker Polizei-Psychologe mit einem Fall von scheinbarem Ritualmord zu tun bekommt. Die Ermittler wollen davon zunächst nichts wissen, aber dann geschehen weitere seltsame Dinge. Die Spur führt zu einer Glaubensgemeinschaft im spanischen Viertel...


    Mir hat der Film sehr gefallen. Er ist ebenso routiniert erzählt wie gefilmt, eher bedächtig und solide, aber Langeweile kommt keinesfalls auf. Bemerkenswerterweise erinnert die Ästhetik der Stadt (man sieht kaputte Straßenzüge, beschmierte Wände und kaputte Telefonzellen, migrantische Milieus und die völlig versiffte Metro) in weiten Teilen eher an Filme aus der zweiten Hälfte der 70er Jahre (Ein Mann sieht rot oder Taxi Driver), auch die pessimistische Stimmung und die Darstellung machtpolitischer Kontexte will so gar nicht zu den 80er Jahren - den späten zumal - passen. Man schaue sich zum Vergleich Wall Street aus dem selben Jahr an, wo Martin Sheen ebenfalls zu sehen ist. Auch der Score scheint an Omen oder Der Exorzist erinnern zu wollen.


    Das Ritual jedenfalls entfaltet durch die Verbindung der geschilderten Hintergründe, exotischem Okkultismus (eiskalt durch die westliche Brille gesehen und entsprechend kommodifiziert natürlich) und einer langsam köchelnden Spannungserzählung einen speziellen Flair, der sich durchaus lohnt. Ein wenig Occult Detective Fiction klingt an, wenn auch nicht ganz so wie bei Angel Heart (die beiden Filme werden im Übrigen dennoch als einzig legitime Genre-Beiträge der 80er gesehen, und sicherlich kann man hier und da zumindest ästhetisch an Kolchak - The Night Stalker denken). Insgesamt hat John Schlesinger (Der Marathon-Mann) hier einen sehr guten Job gemacht. Ziemlich stark ist daneben auch der Kinder-Darsteller, der Sheens leidgeprüften Sohn verkörpert - und für seine Rolle glatt einen Preis bekam.


    Ich spreche eine klare Empfehlung aus, gebe aber auch zu bedenken, dass man keinen harten Schocker oder mit Explizitem auftrumpfenden Reißer erwarten darf.


    Wiki: https://de.wikipedia.org/wiki/Das_Ritual