Robert Jordan - Das Rad der Zeit

  • In den späteren Bänden lässt bei Jordan die Figurenführung deutlich nach, einfach, weil er zu viele ähnliche Figuren einsetzt. Wenn Rand dann noch einen kurzen Dune-Abzweig nimmt, zerfasert irgendwie das ganze Konzept. Er brauchte immer noch eine weitere Partei mit noch mehr Ressourcen und bis dahin unbekannten Möglichkeiten. Das ist beim ersten Kennenlernen spannend, wie die Romane bei Perry Rhodan, in denen neue Völker eingeführt werden. Aber sobald sie in den großen Brei geworfen werden, bilden sie dieselben grauen Klumpen wie der Rest.


    So zumindest meine Erinnerung. Aber ich habe die Reihe sehr gemocht.

  • Mittlerweile bin ich auch durch den zweiten Band durch. "Die Jagd beginnt" wirkte auf mich ähnlich wie der erste Band immer noch wie eine Vorbereitung auf Größeres, was demnächst noch kommt. Auch hier wird wieder viel gewandert, verfolgt und gesucht, dabei passieren allerdings auch noch interessantere Dinge. Beispielsweise sind die Konflikte zwischen den Gruppierungen der Aes Sedai hier schon etwas deutlicher geschildert.


    Gerade in der ersten Hälfte des Buches fand ich den zweiten Band allerdings etwas behäbiger als den ersten, gerade mit der Länge von knapp 800 Seiten brauch das Buch für mich stellenweise schon etwas lange, um Fahrt aufzunehmen. Die zweite Hälfte ist dann glücklicherweise dynamischer und macht Lust auf den Nachfolger. Ich bin mal gespannt, wie da das Finale wird. Das war hier nach der epischen Vorbereitung ja geradezu kurz und knackig.

  • Bd. 5: The Fires of Heaven - Die Feuer des Himmels


    Uff - Durch diesen Band habe ich mich regelrecht gequält. Ich bin nur schleppend langsam vorwärts gekommen und habe tatsächlich 3 Monate dafür gebraucht, weil ich mich immer wieder von anderen Dingen hab ablenken lassen, anstatt zu lesen.


    Der Roman ist dabei gar nicht mal schlecht geschrieben. Es passiert auf den ersten 70 % nur irgendwie nicht wirklich etwas spannendes oder interessantes. Ein Handlungsstrang aus den vorherigen Büchern wurde komplett außen vor gelassen. Hauptaugenmerk in diesem Buch eindeutig auf zwei Handlungsstränge, die sich kurz vor Schluss dann noch für einen Moment überschneiden.


    Irgendwie ist dieser Roman nicht wirklich rund. Erst dieses ewig lange ziehen (wie Kaugummi) und am Ende alles Hoppladihopp. Das Ende ist zudem so abrupt, dass man eigentlich den nächsten Band rein aus Neugier beginnen möchte, doch ich mache definitiv erstmal Pause.


    Schade, dass manche Personen immer mehr zu Randfiguren werden und geworden sind. Der Tod eines Charakters wirkt somit leicht langweilig.


    Bislang deutlich das schwächste Buch der Serie. Schulnote: 3- bis 4+