Beiträge von Sar-Sargoth

    Ich hatte die damalige Version aus dem Vitalis Verlag gelesen, die war von der Aufmachung her schlicht, hatte mir aber gut gefallen (Hardcover, Fadenheftung):


    Die Ausgabe soll demnächst mit leicht verändertem Cover neu aufgelegt werden. Das Buch hat sich für mich auch ganz gut gelesen, ich war in 2- 3 Tagen fertig. Das Buch war damit deutlich flüssiger lesbar als manch anderes Buch aus der Zeit.

    Das sehe ich ähnlich... natürlich kann ich es verstehen, wenn man sich durch diesen Umgang mit Pseudonymen (unnötig) getäuscht fühlt, gerade wenn der gleiche Autor auch noch parallel unter echtem Namen oder anderem Pseudonym veröffentlicht. Das ging mir in diesem Fall genauso.


    Aber ich wähle mein Buch doch nicht nach Genderfragen aus, weder beim Lesen noch beim Abstimmen für einen Preis. Sollte nicht im Sinne der Gleichberechtigung alleine das Gefallen des Inhalts darüber entscheiden und nicht pauschal ein Bonus vergeben werden, weil das Buch in diesem Beispiel suggerierte, von einer AutorIN geschrieben worden zu sein? Beeindruckend war in diesem Kontext für mich doch eher, das scheinbar ein Newcomer (unabhängig von Geschlecht) Horror in einem Publikumsverlag untergebracht hat.


    Ich weiß da nicht, ob man einen Gefallen leistet, wenn man einen Bonus vergibt, weil das Buch NICHT von einem Mann ist... vielleicht bin ich da als Mann aber auch zu subjektiv.^^Ich bin generell auch kein Fan von Pflichtquoten (ich stelle mir es da ziemlich unbefriedigend vor, beispielsweise als Frau, die eine Leistung erbracht hat, trotzdem "nur" als Quotenfrau zu gelten), aber die Diskussion führt hier eventuell zu weit.


    Wenn das Buch den Newcomer-Preis gewonnen hätte, würde ich das allerdings auch kritischer sehen... da wäre mit unlauteren Mitteln ein Vorteil erreicht worden, der ja explizit nicht im Sinne des Preises ist, der gezielt neue Autoren auszeichnen und bewerben soll. Hier wäre ich dafür, dass man über eine Aberkennung zumindest nachdenkt.

    Da stimme ich euch zu... aber Disney ist zwar groß und zeigt monopolistische Bestrebungen, aber die geschilderten Probleme sind für mich trotzdem kein spezielles Problem dieses Konzerns. Allgemein sehe ich das Kino im Moment generell in der Krise, irgendwie gabs da in den letzten Jahren sehr wenige ernstzunehmende Drehbücher (Battleship, ernsthaft? Interessanterweise spielt da wie in "Die Dunkle Bedrohung" Liam Neeson mit. Oder Monopoly - Der Filmmsr3).


    Star Wars im Speziellen nehme ich als Franchise auch seit der Prequel-Trilogie nicht mehr ernst... das hat Lucas für mich ganz alleine ohne Disney schon verbockt (drei Filme mit einer dermaßen unsympathischen Hauptfigur, bei der ich gar nicht mal sicher bin, ob dies am Drehbuch oder der schauspielerischen Leistung von Hayden Christensen oder beidem lag). Das Merchandising war da auch vor Disney schon exorbitant.


    Aber immerhin kann ich mittlerweile gut nachvollziehen, warum man Disney als besonders prägnanten Vertreter dieser Entwicklung (siehe alleine die unzähligen Marvel-Verfilmungen) nicht unterstützen möchte.^^

    Der Punkt mit den Frauen ist hier auf jeden Fall zutreffend... sowohl Eleanor und vor allem Theodora fand ich sehr "speziell". Die zum Teil wirklich etwas surrealen Dialoge und Interaktionen zwischen den Beiden nehmen einen erheblichen Teil des Buches ein. Diese verwundern und erstaunen hin und wieder etwas, wirklich spannender machen sie die eigentliche Story für mich allerdings nicht. Vor allem im historischen Kontext stimme ich auch insofern zu, dass das Buch damit über eine reine Geisterhaus-Geschichte hinausgeht. So kann beispielsweise Eleanor als Charakter bedeutsam gewesen sein, da sie sich als Frau gegen die Erwartungen verhält ("Auflehnung" gegen Schwester und Schwager, unverheiratet, das Bewohnen eines Hauses mit zwei fremden Männern).

    Mein Problem liegt daran, dass ich so angekotzt bin von den ganzen moralisch überladenen Diskussionen das ich eine so tolle Serie wie The Mandalorian nicht mehr ansehen kann ohne selbst in diesen verdammten Strudel aus dem Netz gezogen zu werden.


    Schlimm.

    Einfach schlimm.

    Das geht mir stellenweise sehr ähnlich... ich versuche zwar, entsprechende Diskussionen zu meiden, da diese meist ohnehin zu keinem befriedigenden Ergebnis führen. Von Baby-Yoda habe aber sogar ich etwas gelesen.;)

    Ja, eben. Im Falle von Star Wars ist ja schon Lucas nicht unbedingt pfleglich mit dem Universum umgegangen. Klar, die ursprüngliche Trilogie war gut und gehört mittlerweile zu Recht zu den Klassikern. Aber was kam denn danach? Ein knapp zwanzigjähriges Melken der Fans mit Merchandise, dann ein Rerelease mit geringfügigen kosmetischen Änderungen gefolgt von "Eine dunkle Bedrohung". Also wesentlich "böser" kann Disney mit seinem Streaming-Dienst und "The Mandalorian" auch nicht mehr werden, zumindest was den produzierten Inhalt angeht.^^Die neuen Inhalte sind zumindest teilweise brauchbar (Rogue One) und insgesamt zumindest für meinen Geschmack nicht unbedingt schlechter als die Prequel-Trilogie.

    Inzwischen habe ich mein nächstes Buch für die Lesechallenge fertiggelesen. "The Haunting of Hill House" ist eine sehr klassische Spukhaus-Geschichte. Da das Buch mittlerweile auch schon älter ist, scheint die Einordnung in die Kategorie "Einflussreichste Werke des Genres Horror" durchaus zutreffend zu sein. Das Buch liest sich über weite Teile wie der Archetyp eines Spukhaus-Romans. Da gibt es unerklärliche kalte Flecken im Haus, Blut bzw. blutige Schrift an den Wänden, eine vom Unglück verfolgte Erbauer-Familie, den Versuch einer Kontaktaufnahme mit den im Haus zurückgebliebenen Seelen und Ähnliches mehr. All das ist nicht schlecht geschrieben und auch im englischsprachigen Original relativ flott und unterhaltsam zu lesen. Allerdings ist Vieles in dem Buch, gerade weil es so klassisch ist, etwas vorhersehbar. Wirklich spannend oder gar gruselig fand ich das Buch von daher leider nicht. Aus heutiger Sicht ist das Buch insofern wohl vor allem von historischem Interesse, da es ein Subgenre sehr eindeutig absteckt. Die hier beschriebenen Motive tauchen auf jeden Fall in ähnlicher Form immer mal wieder in anderen Werken des Genres auf, so dass das Buch tatsächlich einen prägenden Einfluss hatte.

    Ich dachte mir schon, dass es irgendwie in Richtung Unternehmenspolitik geht, Disney ist halt ein üblicher Großkonzern. Wenn ich mich da auf Produkte von Großkonzernen beschränken würde, deren Unternehmenspolitik ich grundsätzlich gut finde, würde ich ein sehr sparsames Leben führen. Gibt es denn exemplarische besonders große Böcke, die Disney im Speziellen schießt?

    Ich werde mir den Disney-Streaming-Dienst definitiv kneifen. Deshalb wird auch diese Serie an mir vorbeifliegen. Insgesamt versuche ich Disney zu meiden, wie der Teufel das Weihwasser.

    Klärt mich Unwissenden bitte auf: Was ist an dem Streaming-Dienst denn teuflischer als bei anderen wohlmeinenden Angeboten gutherziger Großkonzerne?

    Mein Eindruck war damals sehr ähnlich, als ich das Buch gelesen habe. Einige starke Stellen gibt es schon, auch das Setting insgesamt hatte mir gut gefallen. Insgesamt bin ich auch ganz gut unterhalten worden. Insgesamt hätte die Story aber gerne deutlich gestrafft werden dürfen... Offensichtlich ist die passende Länge nicht immer ganz einfach zu treffen, da wird auch gerne mal geschwafelt.

    Das Buch hatte ich vor ein paar Jahren gelesen. Die Erinnerung daran ist bei mir im Augenblick noch etwas verschwommen, im Wesentlichen kann ich mich aber noch daran erinnern, dass mir das Buch gut gefallen hatte. Nicht unbedingt ein Meisterwerk mit Klassiker-Potential, aber dennoch spannende Unterhaltung.


    Anscheinend waren die Verkaufszahlen allerdings leider nicht so überzeugend, nachdem Anfang des Jahrzehnts auch einiges auf Deutsch erschien, gibt es derzeit wohl nur nur die englischsprachigen Originale.