Beiträge von Sar-Sargoth

    Tatort ist halt mega erfolgreich - solche Einschaltquoten haben ansonsten nur Länderspiele. Da würde ich als Produzent/Senderverantwortlicher auch nen Teufel tun und was am Konzept ändern. Wobei das echt schade ist. Wenn man sich die Tatorte mit Tukur anschaut, sieht man, was da für eine kreative Kraft schlummert.

    Wobei die Tatorte mit Tukur ja für mich das beste Beispiel dafür sind, dass Kreativität nicht unbedingt in einen unterhaltsamen, nachvollziehbaren Film münden muss. Es gibt auch schlichte Gemüter, die mit einem konventionelleren, klassischeren Krimi als Sonntagabendunterhaltung glücklicher wären.;)

    Also ich kann gut nachempfinden, dass dieser Kontakt Frank Festa so sehr geärgert hat, dass er ihn in den Newsletter mit aufgenommen hat. Das ist schon ein kleiner Schlag ins Gesicht. Davon unbenommen bleibt natürlich, dass der Festa-Verlag schon zahlreiche Serien wegen schlechter Verkaufszahlen abgebrochen hat.

    Den Ärger hierbei kann ich auch gut verstehen, die geschilderte Antwort ist auch geradezu dämlich, wenn man so ein Handeln gegenüber dem Geschädigten direkt zugibt. Den Ärger dann aber ungefiltert im Newsletter rauszulassen, ist etwas unprofessionell und wird schnell als Kritik an der Festa-Kundschaft oder Leser im Allgemeinen aufgefasst.


    Als Unternehmer, der Ebooks ohne Kopierschutz anbietet, sollte Festa davon ausgehen, dass es immer schwarze Schafe gibt, die das Buch mal eben schnell kopieren, eine andere Annahme wäre sehr naiv. Natürlich ist das nicht in Ordnung, aber nicht immer ist ein Kopierer auch ein potentieller Käufer. Und das grundsätliche Problem existiert auch bei besser laufenden Reihen.

    Die Gebraucht-Käufer gibt es natürlich, evtl. auch zahlreiche Fälle, in denen das Buch nach dem Lesen im Bekanntenkreis weitergereicht wurde. Sowas finde ich eher normal und nicht als etwas in Richtung Raubkopie. Beispielsweise ein Kleidungsstück in gutem Zustand, dass nicht mehr passt oder gefällt würde man doch wahrscheinlich auch verkaufen oder verschenken, bevor man es wegwirft? Der Platz in jeder Wohnung ist nunmal endlich und nicht jeder, der gerne Bücher liest, sammelt diese auch bzw. hat das Geld um ständig nur Neuware zu kaufen. Da die kleineren Büchereien ja wie geschildert die spezielleren Bücher nicht anbieten, ist das ja auch eine praktikable Variante. Gerade auch die Büchereien sind ja das klassische Beispiel für mehr Leser als Käufer.

    Und wieder sind's die bösen Piraten. Warum erkennt niemand, dass der Markt längst überfüllt ist? Bei der Masse an Neuerscheinungen ist klar, dass gewisse Bücher einfach nicht gekauft werden. Der Tag hat nur 24 Stunden. Es wäre auch mal schön, wenn ein Verlag in Betracht ziehen würde, dass er aufs falsche Pferdchen gesetzt hat. Aber solange andere beschuldigt werden können, müssen wir nicht über die eigenen Fehler sprechen.

    Aus meiner Sicht ist das auch der wahrscheinlichste Fall, der hier vorliegt. Eine Aussage in Richtung "Wir haben es versucht und uns mehr davon versprochen, als tatsächlich eingetreten ist" wäre da ehrlicher gewesen. Aber man hätte eben eingestehen müssen, dass man hier mit dem Riecher nicht richtig gelegen hat und evtl. sogar Fehler gemacht hat. Das fällt vielen Leuten sehr schwer.

    Tja... ausnahmsweise mal eine Reihe, bei der ich den richtigen Riecher gehabt hätte. Irgendwie war bei der Laymon-Gesamt-Ausgabe doch absehbar, dass das bestenfalls ein Liebhaberprojekt mit Klein(st)auflage werden würde, wenn vorher schon alles wesentliche bei Heyne rauskam, die haben die größere Reichweite und die günstigere Ausgabe.


    Auch die Dark Romance-Reihe wird eingestellt. In beiden Fällen wird mit mangelndem Interesse und den bösen Raubkopierern argumentiert. Ob vor allem zweites die Ursache ist? Klar, mit den Ebooks wird das Kopieren natürlich leicht gemacht, da sollte man im Vorfeld überlegen, ob man diese Büchse der Pandora öffnen möchte. Dieses Problem gibt es aber sicherlich auch bei anderen Reihen, die profitabler laufen und auch im analogen Bereich gibt es Fälle, wo das Buch unmittelbar nach dem Lesen weitergereicht wird. Da ist auch nicht immer ein Raubkopierer ein tatsächlicher Leser bzw. Käufer. Bleibt das mangelnde Interesse... und das war v. a. bei Laymon abzusehen. Auch die "Fifty-Shades-of-Grey"-Zielgruppe für die Dark Romance Reihe kauft nicht unbedingt bei Festa... eher ein Fall von "Versuchen kann man es ja mal, ist aber leider nichts geworden" als von bösem Leser.;)

    Ja, auch mit Amerikaner, Engländer und Franzosen könnte man gut spielen. Man beachte z.B. die Verfilmungen von "Mord im Orientexpress".


    Ich habe bezogen auf Gruselkabinett aber sogar noch besser Beispiele: Der bayrische Kutscher in "Draculas Gast" hätte bayrisch sprechen sollen. Und in "Der Schimmelreiter" hätte man mehr plattdeutsche Begriffe einflechten können.

    Das ist dann aber eine Gratwanderung, bis zu welchem Maß das noch als positiv wahrgenommen wird und ab wann als anstrengend. Nicht jeder versteht jeden Dialekt gleich gut.

    Hatte ja eine Wette laufen: Wenn ich bewusst als Anspielung auf einen anderen Tread hier das Wort "authentisch" benutze, wird ganz bestimmt jemand kommen und mich Fragen, ob solche mein Lieblingsbegriff ist. Man muß nur den richtigen Knopf drücken und die Leute reagieren sofort. ^^

    Sicher... hätte ich so ähnlich wahrscheinlich auch geschrieben, wenn mein Lieblingsbegriff aufgefallen wäre.^^ Bleibt nur die Frage, warum der Knopf wirklich gedrückt wurde.

    Aeh, die Dame heißt natürlich Camilla, nicht Cassandra, da ist mir eine Figur aus dem aktuellen Manuskript in die Quere gekommen. Kann man das noch ändern, liebe Moderation?

    Klar, ist hiermit erledigt. Wir als Mod/Admin-Team denken auch gerade darüber nach, ob wir die Editiermöglichkeit nicht doch wieder zulassen, Tippfehler, die man im Nachhinein korrigieren möchte, kommen eben gelegentlich vor. Da die Ursache für das Abschalten der Editiermöglichkeit ja nicht mehr hier ist und wir den aktuellen Mitgliedern zutrauen, sinnvoll damit umzugehen, stehen die Chancen ganz gut.

    p.s. Der Autor heißt natürlich Cussans - das kommt davon, wenn man nach Klang im Ohr schreibt. Habe schon um Korrektur zumindest des Titels gebeten, und vllt. bekommen wir ja auch eines Tages die schöne Editierfunktion wieder. :*

    Ist korrigiert, auch wenn mich die Bitte nicht direkt erreicht hat... eigentlich fanden wir die Editierfunktion ja auch gut, die Deaktivierung durch die "Forenobrigkeit" erfolgte aber vor dem Hintergrund, dass nicht alle diese Funktion verantwortungsvoll nutzen.;) Wenn der Wunsch danach aber so groß ist, sollten wir vielleicht nochmal überdenken, ob die Mehrheit hier weiterhin unter den ansgesprochenen Spezialfällen leiden sollte.

    Mittlerweile bin ich auch durch den zweiten Band durch. "Die Jagd beginnt" wirkte auf mich ähnlich wie der erste Band immer noch wie eine Vorbereitung auf Größeres, was demnächst noch kommt. Auch hier wird wieder viel gewandert, verfolgt und gesucht, dabei passieren allerdings auch noch interessantere Dinge. Beispielsweise sind die Konflikte zwischen den Gruppierungen der Aes Sedai hier schon etwas deutlicher geschildert.


    Gerade in der ersten Hälfte des Buches fand ich den zweiten Band allerdings etwas behäbiger als den ersten, gerade mit der Länge von knapp 800 Seiten brauch das Buch für mich stellenweise schon etwas lange, um Fahrt aufzunehmen. Die zweite Hälfte ist dann glücklicherweise dynamischer und macht Lust auf den Nachfolger. Ich bin mal gespannt, wie da das Finale wird. Das war hier nach der epischen Vorbereitung ja geradezu kurz und knackig.

    Gut zu wissen. Da ich Bird Box noch nicht kenne oder besitze, dachte ich schon, die Omnibus-Variante wäre ein lohnenswerter Einstieg. Aber ich denke wohl besser noch etwas über den Kauf nach, mal sehen wie die Meldungen zu Malorie sind.

    Im Buchheim-Verlag wird demnächst eine Omnibus-Ausgabe von Bird Box und dem Nachfolger Malorie von Josh Malerman erscheinen. Bird Box wurde ja ziemlich gelobt und von Netflix verfilmt, klingt also recht vielversprechend.


    Zu Bird Box:

    Zitat

    Öffne deinen Augen, und du bist tot! Dieses Mantra hat Malorie ihren beiden Kindern von Geburt an eingeimpft. Sie verlassen das Haus so selten wie möglich und wenn doch, dann nur mit verbundenen Augen. Denn irgendetwas ist dort draußen, dessen Anblick jeden in den Wahnsinn treibt. Da klingelt das Telefon, und der unbekannte Anrufer bietet ihr einen sicheren Ort, nur ein paar Meilen den Fluss hinab. Kein weiter Weg, wenn man ihn sehen kann. Doch mit verbundenen Augen unmöglich. Dennoch steigt Malorie mit den Kindern in ein kleines Boot, der Hoffnung entgegen – oder dem Tod!


    Zu Malorie:


    Die beiden Bücher sollen als zwei Hardvover zusammen im Schuber erscheinen. Limitiert sind sie allerdings auch auf 555 Exemplare.


    Quelle: Facebook-Seite des Verlags https://www.facebook.com/buchheimverlag/

    ist das so? würde mich schon mal interessieren, was da die zahlen sagen

    Das wäre interessant, ja. Da gab es ja sicherlich einen längeranhaltenden Erfolg, der etwa mit der "Herr der Ringe"-Verfilmung angefangen hat... danach ging es ja noch eine Weile weiter mit Harry Potter samt Verfilmungen, Game of Thrones, aber auch anderer Phantastik wie den Marvel-Verfilmungen und Stranger Things. Für den Dauererfolg fehlt mir im Augenblick aber das sprichwörtliche "Next Big Thing".


    Die Game of Thrones-Serie ist fertig, die folgenden Bücher werden konsequent nicht fertig. Harry Potter ist abgeschlossen, Herr der Ringe und der Hobbit sind verfilmt. Und bei Stranger Things und den Marvel-Verfilmungen gibt es zunehmend kritische Stimmen, das die Luft raus wäre. Das wirkt sich dann sicherlich auch auf die Literatur aus... beispielsweise ist die nach Herr der Ringe aufkommende Völker-Fantasy auch schon wieder vorbei, oder?


    Sieht da jemand im Augenblick etwas Bedeutenderes in der Mache, was an die größeren Erfolge anknüpfen könnte?