Beiträge von Sar-Sargoth

    Das Phänomen beobachte ich auch schon seit längerem. Laute Musik und Effekte, dafür aber leise, vernuschelte Dialoge, die dazu führen, die Lautstärke weiter aufzudrehen, was zu noch besserer Wirkung erster beider führt. Da merkt man dann, dass der klassische Begriff "Tontechniker" nicht geschützt ist und ein entsprechend weites Sprektrum an Leuten für die Tätigkeit eingesetzt wird.


    Da würde mich direkt interessieren, ob man auf eine ausgewogene Lautstärke früher einach mehr Wert gelegt hat oder die Effekte mit den heutigen technischen Möglichkeiten so an Bedeutung gewonnen haben, dass sie auch von der Lautstärke her dominieren müssen.

    Ja, ich habe in grauer Vorzeit (Ende 90er/Anfang 00er Jahre) einiges an Cthulhu gespielt... unter anderem auch die "Masken von Nyarlathotep"-Kampagne komplett, also insgesamt schon einiges. Als Rollenspiel-System ist es schon etwas eigen... seine größte Stärke ist aus meiner Sicht auch gleichzeitig seine größte Schwäche: Das Regelsystem an sich ist wirklich nahezu direkt verständlich und gerade die Spieler brauchen eigentlich so gut wie keine Zusatzinformationen. Aber das heißt auch, dass die Charakterentwicklung sehr limitiert ist und die Story im Vordergrund steht (der Spielleiter wurde dementsprechend in meiner englischen Version auch als "Storyteller" bezeichnet). Darauf müssen sich die Spieler einlassen können, sonst hat man wahrscheinlich eher weniger Spaß an dem Spiel. Der Powergamer, der mit seinem Krieger samt magischem Zweihänder ganze Gegnerhorden plättet ist hier eher weniger passend, genauso wie der städtepulverisierende Magier.


    Wenn die Spieler allerdings sozusagen interaktive Geschichten mögen können und mit dem Setting etwas anfangen kann, ist man hier richtig. Vor allem hat man hier auch als Spielleiter Spaß (das leicht irre Kichern des Spielleiters, der gerade nachschaut, welcher Gegner als nächstes kommt oder was man mit dem gefundenen Buch alles anfangen könnte, hebt den Mythos-Konsum hierbei auch immer mal wieder auf eine weitere Ebene^^).

    Klingt interessant. Aus Platzgründen werde ich aber noch etwas warten und hoffen, dass der Film bald auch in einem meiner Streaming-Abos enthalten sein wird.

    Ich habe gestern auch mal mit der ersten Staffel angefangen und die ersten 2 Folgen gesehen. So der Knaller war das bisher noch nicht für mich, aber es wirkt zumindest so, als könnte sich die Spannung demnächst noch deutlich steigern.


    Ich war erst kurz verwirrt wegen des englischen Namens, aber dann merkt man schon die deutsche Produktion... fraglich, ob Nena international für 80er-Stimmung sorgen würde. Bisher wirkt die Serie in etwa wie eine bösere Variante von Stranger Things. Kommt das in etwa hin oder entwickelt sich die Serie später in eine ganz andere Richtung?

    Im März ist mit "Später" das aktuelle Buch von King erschienen:


    Zitat

    Jamie Conklin wächst in Manhattan auf und wirkt wie ein normaler neunjähriger Junge. Seinen Vater hat er nie kennengelernt, aber er steht seiner Mutter Tia, einer Literaturagentin, sehr nahe. Die beiden haben ein Geheimnis: Jamie kann von klein auf die Geister kürzlich Verstorbener sehen und sogar mit ihnen reden. Und sie müssen alle seine Fragen wahrheitsgemäß beantworten. Tia hat sich gerade aus großer finanzieller Not gekämpft, da stirbt ihr lukrativster Autor. Der langersehnte Abschlussband seiner großen Bestsellersaga bleibt leider unvollendet – wäre da nicht Jamies Gabe … Die beiden treten eine Reihe von unabsehbaren Ereignissen los, und schließlich geht es um, nun ja, Leben und Tod.

    Mit 304 Seiten ist das Buch für King-Verhältnisse relativ kurz. Mal sehen, ob die Handlung hier etwas fokusierter ist oder ob es eher eine kingsche "Novelle" ist. Hat zufälligerweise schon jemand in das Buch reingelesen?


    Kleine Randnotiz hierbei: Bis vor einer Weile waren bei Heyne die Hardcover ja standardmäßig eingeschweißt. Das ist jetzt aber schon das zweite Hardcover, wo es mit nicht gelingt, ein solches zu erwerben (inklusive Nebeneffekte wie eingerissener Schutzumschlag und staubig/dreckigen Rändern). Ist das jetzt Standard aus Umweltgründen oder hatte ich einfach nur Pech? Weiß da zufälligerweise jemand etwas zu?

    Die Ausgabe ist wirklich schön geworden... die Buchheim-Vorzugsausgaben sind in der Verarbeitung wirklich sehr hochwertig, kein Vergleich zu den eher normalen Hardcovern bei den Festa-Sammlerausgaben.


    Wobei der Preis das natürlich auch rechtfertig, das ist definitiv kein Buch für jeden Tag. Aber da Koontz neben Stephen King einer der ersten Phantastik-Autoren ist, die ich gelesen habe, habe ich mir hier mal die signierte Variante gegönnt.;)X/

    Zwischen "geborener" und "gebürtiger" gibt es tatsächlich einen kleinen, aber feinen Unterschied:


    https://www.korrekturen.de/kur…boren_und_gebuertig.shtml


    "Gebürtig" bezeichnet hierbei den Fall, dass jemand an einem Ort geboren wurde und an einem anderen lebt (in dem Beispiel geht es also um einen gebürtigen Wiener), "geboren" bezeichnet den Fall, dass jemand an seinem Geburtsort lebt (im Beispiel müsste der Protagonist also noch in Wien leben, was aber anscheinend nicht der Fall ist).


    Über die Verneinung "kein gebürtiger Salzburger" müsste die Aussage im Buch aber wieder passen, oder? Wenn er sich allerdings auf Wien bezieht, wäre die Variante "gebürtiger Wiener" zu verwenden, oder?

    Tja, leider sprichst du da einiges an, was ich in letzter Zeit ähnlich empfinde. Grundsätzlich hätte ich natürlich schon Lust auf ein neues Buch, was die (Bücher-)Serie offiziell im Stile der Vorgängerbände weiterführen würde.


    Aber ich muss zugeben, dass ich inzwischen komplett den Faden verloren habe. Zum einen ist der 5. Band dieses Jahr schon wieder 10 Jahre her, zum anderen waren ja selbst die letzten Staffeln der Serie, die noch eine Buchvorlage hatten, nicht mehr komplett im Einklang mit den Büchern. Da wüsste ich jetzt gar nicht mehr so genau, wer gerade (noch) lebt und wer gerade den meisten Hass auf wen hat.


    Ich befürchte mittlerweile auch, dass es Martin da in der letzten Zeit ähnlich geht und er unter anderem deswegen mit dem Weiterschreiben nicht zu potte kommt... wahrscheinlich fällt ihm immer mal wieder ein (oder er bekommt es von Korrekturlesern mitgeteilt), dass der neue Handlungsstrang X nicht zu der Szene Y aus einem Vorgängerband passt und er muss ihn wieder verwerfen.


    Wenn ich das aus den Mitteilungen aus den Medien richtig mitbekommen habe, war er prinzipiell auch ziemlich eng in die Entwicklung der Serie eingebunden und konnte z. B. bei thematischen Ungereimtheiten ein Veto einlegen. Unter der Voraussetzung weiß ich auch nicht, ob das nächste Buch nicht evtl. ähnlich enttäucht wie die Serie zuletzt.


    Die Entwicklung ist wirklich schade und ich würde mir wünschen, dass ich das im Moment einfach zu pessimistisch sehe. Eine so grandios begonnene Serie würde ein würdiges Ende verdienen. Aber wie realistisch ist das? Rechnerisch wäre es natürlich noch möglich, dass Martin auch noch den 7. Band fertigstellt. Aber schon der 6. dauert 10+ Jahre und Martin lässt sich inzwischen so gerne vom Schreiben ablenken, dass man den Eindruck gewinnt, er hätte keine rechte Lust mehr darauf (intensives Einbinden in die Serie, aktuell Mitenwicklung des Computerspiels Elden Ring, Kauf und Restauration der Santa Fe Southern Railroad inklusive Schienennetz, etc.). Es sei ihm gegönnt, dass er anscheinend vielseitig Spaß am Leben hat, aber ein gutes Zeichen für das Schreiben von Büchern ist das nicht unbedingt.^^

    Zitat

    Auf einem legendenumwobenen Friedhof in England findet ein elfjähriger Junge eine merkwürdige Statuette und setzt damit eine Kette unerklärlicher Todesfälle und Katastrophen in Gang.

    Um das Rätsel zu lösen, bricht der Archäologe Carter Graham zu einer Expedition auf, die ihn bis auf die Osterinsel und in die ferne Zukunft der Menschheit führt …

    Die relativ kurze Inhaltsangabe sagt im Grunde bereits alles Wesentliche zur eigentlichen Handlung. Auf besagtem Friedhof startet der Archäologe Carter Graham eine Ausgrabung und findet dabei noch weitere Statuetten gleicher Art. Diese gelangen nach einem Zugunglück (für das bereits ein titelgebender Titan verantwortlich sein dürfte) durch eine Verwechslung nach Amerika. Das Flugzeug, das die Statuetten transportiert, stürzt ebenfalls durch einen "Unfall" mit einem Titanen ab und es kommt in der Folge zu weltweiten Katastrophen.


    Viel mehr Handlung existiert nicht, im Grunde hätte man aus dem Buch auch eine deutlich kürzere Novelle machen können. Ansonsten ist praktisch alles an klassischen Mythos-Motiven in dem Buch enthalten: Der Wissenschaftler, der über ein uraltes Grauen stolpert, das Irren durch mysteriöse Albträume, unerklärliche Katastrophen und das Rätseln darüber, woher all diese Ereignisse kommen und welche Bedeutung sie letztendlich haben.


    Man kann dem Buch dabei sein Alter zu Gute halten, der Autor zählt ja zur ersten Garde der Mythosautoren, die noch mit Lovecraft selbst in Austausch standen. Zum Zeitpunkt des Entstehens waren die Themen des Buches wohl noch deutlich weniger klassisch. Andererseits ist das Buch gerade aufgrund seiner klassischen Motive alles andere als innovativ und der Mythos selbst wird zumindest für meinen Geschmack vom Meister selbst besser und spannender bedient. Da gab es sicherlich Zeitgenossen von Lovecraft (C. A. Smith, R. E. Howard), die mehr Eigenes zu der Thematik beitragen konnten. Mich wundert es zumindest nach dem Lesen dieses Buches nicht, dass der Hauptverdienst von Wandrei wohl darin liegt, den Nachlass von Lovecraft für die Nachwelt bewahrt zu haben. Das eigene literarische Schaffen von Wandrei war wohl nicht umsonst schon Mitte der 40er Jahre im Wesentlichen schon wieder vorbei.

    Zitat

    Hexer Geralt und seine Gefährten sind bei der Suche nach Ciri, der verschwundenen Prinzessin von Cintra, bisher erfolglos geblieben. Jetzt will die rivische Königin sie als Partisanenkämpfer in dem blutigen Krieg gegen Nilfgaard verpflichten. Doch sie setzen sich ab, um ihre unterbrochene Reise zu den Druiden wieder aufzunehmen. Bei einem Überfall gerät Geralts Wolfsmedaillon, das Insignium seines Hexertums, in fremde Hände... Ciri, die so hartnäckig Gesuchte, ist von dem gelehrten Einsiedler Vysogota aufgenommen worden. Ihr ganzes Sinnen und Trachten richtet sich jetzt auf den legendären Schwalbenturm, denn dies muss der Ort sein, von dem in der alten Prophezeiung die Rede ist. Allerdings ist der Schwalbenturm nur noch eine Ruine ...

    Bei dem Buch handelt es sich um den mittlerweile 4. Band der Reihe um Hexer Geralt, der in letzter Zeit durch Computerspiel und Netflix-Serie zu größerer Bekanntheit gekommen ist. Auch hier geht es um die Rettung von Ciri, die sich aber oft auch recht gut selbst zu helfen weiß.


    Geralt ist in diesem Band schon fast eine Nebenfigur, ein Großteil beschäftigt sich mit Ciri, die von Kopfgeldjägern verfolgt wird, die sie zuletzt schwer verwunden konnten. Sie konnte sich im Anschluss daran jedoch bei einem Einsiedler in Sicherheit bringen, der sie pflegt und dem sie ausführlich erzählt, wie sie zu ihm gelangte.


    Parallel versuchen Geralt und einige Gefährten ebenfalls, Ciri zu finden und in Sicherheit zu bringen. Da allerdings mittlerweile einige Gruppen Interesse an dieser haben und sehr intrigant bei dem Versuch vorgehen, ihrer habhaft zu werden, kommt Geralt dabei eher langsam voran. Zusätzlich versuchen Jennefer und Triss Merrigold jeweils für sich, ebenfalls Ciri zu finden.


    Insgesamt liest sich dieser Band mehr wie einer der klassischen Reise-Fantasy-Romane. Eventuell liegt es daran, dass ich insgesamt nach den spannenden, aber etwas zähen Vorgängerbänden mit diesem Buch etwas flotter vorankam und mich durch die zahlreichen gestellten Fallen und Intrigen insgesamt gut unterhalten fühlte. Man merkt dem Buch allerdings an, dass es mehr eine Art Verbindungsbuch innerhalb einer Serie ist, bei der ein paar Fäden von früher verküpft werden und ein paar andere Gegebenheiten vorbereitet werden.

    Vom namensgebenden Schwalbenturm etwa erfährt man erst ziemlich gegen Ende und erfährt auch, dass er wichtig ist, aber weshalb und wofür bleibt zunächst noch ziemlich offen.

    Ich habs vor 2 Jahren gelesen, ein unterhaltsamer Abenteuer Roman, heute halt in die Jahre gekommen!

    So habe ich es auch wahrgenommen, als ich das Buch vor ein paar Jahren gelesen habe. Nicht schlecht und relativ flott und unterhaltsam zu lesen, aber aus heutiger Perspektive etwas unspektakulär. Aber es spricht ja grundsätzlich für das Buch, wenn einige Aspekte im Genre erneut aufgegriffen wurden.