Beiträge von Royston Vasey

    Unglaublich! Auch zu dieser Serie haben wir noch keinen Thread! Dann mal los!


    Staffel 3 ist ja dieses Jahr gelaufen. Die Abstände zwischen den einzelnen Staffeln finde ich jedoch ziemlich anstrengend, da die Serie doch ziemlich komplex ist. Rückblickend stelle ich mir jedoch die Frage, ob Staffel 3 wirklich für einen eigenen Thread hier ausreicht...


    Staffel 1 ist für mich nach wie vor ein Nonplusultra der TV-Unterhaltung. Kaum eine andere Serie hat in der ersten Staffel soviele Aha-Erlebnisse geboten, wie Westworld. Gerade beim 2. Durchgang fällt einem noch so viel mehr auf. Die Staffel 1 ist einfach mit dem Begriff "perfekt" zu versehen.


    Staffel 2 wollte dann leider zu viel. Der Twist der 1. Season ließ sich nicht wiederholen. Es wurde einfach nur verworren und die Story somit nicht mehr wirklich nachvollziehbar. Zudem dienten einige Folgen deutlich als Lückenfüller. Weniger wäre hier mehr gewesen. Ein deutlicher inhaltlicher Abfall war zu spüren.


    Staffel 3 hat sich dann von den alten Erzählstrukturen komplett gelöst. Das ist dann auch der einzige Pluspunkt. Es wurde nicht schon wieder versucht, auf alten Pfaden zu wandeln. Leider wurde die Story und die Umsetzung dermaßen langweilig und überflüssig, so dass ich mir wirklich überlege, ob ich eine Season 4 überhaupt noch schauen soll. Die Story war mau, es folgten zig Superfight-Szenen, die ziemlich ermüdend waren. Neue Charaktere wurden aufs übelste in die vorhandene Story gebogen und wirkten dennoch wie Fremdkörper.


    Westworld ist eine der Serie, die auf Top-Niveau produziert ist. Inhaltlich hat die Staffel 1 Maßstäbe gesetzt, die zu keinem weiteren Zeitpunkt mehr erreicht werden konnten. Schade eigentlich.

    Zitat

    Kein Wasser. Nicht heute. Nicht morgen. Vielleicht nie mehr.

    Niemand glaubte, dass es so weit kommen würde. Doch als Alyssa an einem heißen Junitag den Wasserhahn aufdreht, passiert nichts. Es kommt nicht ein Tropfen. Auch nicht bei den Nachbarn. In den Nachrichten heißt es nur, die Bewohner Kaliforniens sollen sich gedulden. Aber als das Problem nicht nur mehrere Stunden, sondern Tage bestehen bleibt, geduldet sich niemand mehr. Die Supermärkte und Tankstellen sind auf der Jagd nach Wasser längst leer gekauft, selbst die letzten Eisvorräte sind aufgebraucht. Jetzt geht es ums Überleben.

    Neal und Jarrod Shusterman zeigen auf beängstigende Weise, wie schnell jegliche Form von Zivilisation auf der Strecke bleibt, wenn Menschen wie du und ich von heute auf morgen gezwungen werden, um den nächsten Schluck Wasser zu kämpfen.

    Quelle: Amazon

    Ich habe soeben zufällig festgestellt, dass der Roman zwischenzeitlich auf deutsch erschienen ist. Ich habe mir die Tage während der Bullenhitze die englische Ausgabe gegönnt. Zur Übersetzung kann ich somit nicht viel sagen.


    Der Roman ist ziemlich einfach zu lesen. Die Protagonisten sind alles Teenager und beim lesen beschlich mich irgendwann das Gefühl, es hier mit einem All-Age-Roman zu tun zu haben. Zielgruppe ist doch ein deutlich jüngeres Publikum als so ein berufsjugendlicher wie ich. Steht leider nirgendwo drauf. Man merkt das aber vor allem an den Stellen, wo ich deutlich beklemmenderes erwartet und erhofft hätte. Klar ist die Geschichte gut umgesetzt. Klar ist das alles auch irgendwie spannend. Aber schlussendlich kommen mir da alle deutlich zu gut weg. Auch wenn die Thematik erschreckend real ist. Und wenn man das Buch beendet und es irgendwie allen wieder gut geht, hat der Autor bei der Thematik irgend etwas falsch gemacht. Wahrscheinlich die Filmrechte an Disney verkauft. ^^


    Schulnote: 3

    Zitat

    Chaos bricht aus, nachdem im Internet verbreitet wird, dass vor der Küste der fünft bevölkerungsreichsten Stadt der Welt Außerirdische gelandet sind. Bald darauf versuchen das Militär, religiöse Führungspersönlichkeiten, Diebe und Wahnsinnige zu kontrollieren, was für Informationen auf YouTube und in den Straßen verbreitet werden. In der Zwischenzeit beraten die politischen Supermächte über einen nuklearen Präventivschlag, der die Eindringlinge auslöschen soll. Alles, was zwischen siebzehn Millionen Einwohnern und dem Tod steht, sind ein außerirdischer Botschafter, eine Biologin, ein Rapper, ein Soldat und ein Mythos, bei dem es sich um eine gigantische Spinne handeln könnte, oder um einen offenbarten Gott.


    Quelle: Amazon.de


    Verwundert stelle ich soeben fest, dass wir noch gar keinen einzigen Thread über die Bücher von Nnedi Okorafor haben! Gerade afrikanische Fantasy / Science-Fiction schien ja kurzfristig zu boomen. Aber irgendwie ist auch nichts neues mehr erschienen...


    Der Roman ist sowohl von seiner Stimme, der Stimmung an sich und den Gegebenheiten ungewöhnlich. Definitiv einfacher zu lesen als "Wer fürchtet den Tod", da er im hier und jetzt spielt. Allerdings haben mich die verwendeten Slangbegriffe doch deutlich genervt und vom Lesefluss abgehalten. Es gibt zwar einen Anhang dazu, aber im deutschen passen diese Sonderbegriffe nicht wirklich. Dadurch wirkt einiges künstlich.


    Die Geschichte an sich ist nicht wirklich neu. Das Setting Afrika jedoch schon. Insgesamt bin ich wirklich zwiegespalten. Auf der einen Seite mochte ich den Roman. Auf der anderen Seite war ich froh als ich das Wort "Ende" vor mir hatte. Wenn man aber mal etwas abseits des üblichen lesen möchte, sollte man beherzt zugreifen.


    Schulnote: 3

    Für den Buchtitel sollte Hendrix schon einen fetten Sonderpreis erhalten. Für mich der Titel des Jahres! ^^


    Hendrix spielt gerne mit Klischees und Verweisen auf die Popkultur und dreht an vermeintlich bekannten Schrauben des Genres, bis was vollkommen unerwartetes dabei herauskommt. In erster Linie machen seine Romane einfach Spaß. Man lacht über manche Absurditäten und dann bekommt man richtig schön mit dem Hammer eins aufs Fressbrett verpaßt. So auch hier.


    Erstmal bekommt man die typische Geschichte von einem attraktiven Fremden, welcher in eine 90er Vorortnachbarschaft zieht. Der Typ verläßt nur im Dunkeln das Haus und aus dem städtischen Armeleuteviertel verschwinden Kinder bzw. kommen zu Tode. Das erinnert zuweilen stark an "Meine teuflischen Nachbarn" oder "Fright Night". Also eine aus der Popkultur bekannte Situation. Dummerweise gibt es allerdings einen Lesezirkel. Die Damen lesen sehr gerne True-Crime-Bücher. Und als eine der Damen misstrauisch wird, nimmt die Geschichte eine gänzlich andere Wendung als erwartet. Trotz Klappentext und dem was ich hier geschrieben habe, wird man definitiv über den Storyverlauf überrascht.


    Schade, dass es bislang keine weiteren Veröffentlichungen von Hendrix auf dem deutschen Markt gibt. Bereits "We sold our Souls" hat mir sehr gut gefallen.


    Hier gibt es die Schulnote: 2+

    Ich habe mir diesen Klassiker dann auch mal gegönnt, nachdem ich die Aladin-Ausgabe vor 2 Jahren zu Weihnachten bekommen habe. Wie es mit Klassikern dann nunmal so ist: man mag sie oder nicht. Im zeitlichen Kontext gesehen war das Buch bei Veröffentlichung garantiert eine Wucht und erzählte etwas gänzlich neues. Im Jahr 2020 während einer Covid19-Pandemie habe ich mich tatsächlich massiv mit dem Buch gelangweilt. Die beiden Hauptprotagonisten sind nervige Blagen, welche in den Kinderzoo zur Gewinnung von Adrenochrome gehören. ^^[Ber] Die Bösewichte kommen etwas flach daher und die Story an sich plätschert und dümpelt vor sich hin. Einzig die tolle Aufmachung hat das Buch zu einem Gewinn gemacht.


    Schulnote der Story: 4

    Schulnote für die Aufmachung: 1+

    Die Serie ist abgeschlossen und noch keiner hat sich hier dazu geäußert? Spätestens mit Staffel 3 wurde die Serie zu lupenreiner Science-Fiction. Eindeutig die beste Serie, die je in Deutschland fabriziert wurde. Der Hype besteht nicht umsonst. Zudem wurde das Ende wirklich stimmig umgesetzt, auch wenn ein paar Charaktere zu reinen Randfiguren wurden. Insgesamt hat Dark aber das geschafft, was bei Lost nicht funktioniert hat. So ziemlich alles wurde logisch (im Serienkosmos) zu einem Ende gebracht. Auch wenn es in Winden immer regnet und alle bedeutungsschwanger daherreden.

    Das stimmt.

    U.a. einer der Aspekte, die mich an der Verfilmung gestört haben - Die extrem schmalzige Inszenierung der Liebesgeschichte.

    Ich fand das Buch sogar noch schmalziger als den Film. Die Handlung ist halt eine Love-Story. Allerdings eine wunderbar vorgetragene.

    Bird Box hat mir als Buch seinerzeit sehr gut gefallen. Der Film geht so, was auch an der miesen Hauptbesetzung liegt. Die Fortsetzung werde ich mir allerdings nicht geben, denn diese halte ich für überflüssig. Die Story war mit Bird Box auserzählt.

    Das schiebe ich seit geraumer Zeit vor mir her. Irgendwie ist seit Teil 2 zuviel Zeit vergangen und ich befürchte, nicht wirklich wieder hineinzufinden.


    Btw. Um Sigler ist es irgendwie sehr ruhig geworden...

    Ins Blaue: Wär das eher was für dich, Royston? Sébastien Grenier: Die Kathedrale des Abgrundes.

    Dafür werden mich jetzt wahrscheinlich einige steinigen, aber ich mag Ami-Comics deutlich lieber. ^^ Der Zeichenstil hier ist nicht so meins...

    Ich hab damals ein paar der Comics gelesen, war allerdings da schon nicht von überzeugt. Den Trailer zur Serie habe ich auch gesehen. Fand ihn allerdings eher abschreckend.