Beiträge von Royston Vasey

    Da habe ich mit meiner Schätzung ja ganz gut getroffen. Für mich sind die Teilnehmer ausschlaggebend und nicht die Stimmpunkte.


    Wie aussagekräftig ist ein Preis, wo im Schnitt ca. 50 Personen abstimmen? Dafür der Aufwand? Zumal nicht alle Teilnehmer alles gelesen haben dürften. Versteh mich nicht falsch, aber gemessen an den Auflagen der Titel ist das verschwindend gering mit 0 Nährwert. Respekt, dass du für die paar Leute so viel Zeit investierst.

    Rein informativ: hau doch bitte mal die Zahlen der Teilnehmer der letzten Jahre raus. Das würde mir und vermutlich auch anderen deutlich machen, wie wertig dieser Preis überhaupt angesehen wird. Wenn das schätzungsweise lediglich 30 - 50 Personen sind, wäre das m.E. ein deutsches Zeichen für mangelndes Interesse.

    Ich habe ein erstaunliches Deja Vu beim lesen des Threads. Diese Diskussion wird zum wiederholten Male geführt. Sowohl hier, als auch im HF. Und seit Jahren wird auch über die mangelnde Teilnahme gesprochen. Das Problem ist folgendes: einige haben Ideen, ein paar wenige haben sich daran versucht, aber nach vorne gebracht wurde nichts. Auch wenn es immer wieder Stimmen gibt, wie toll und wichtig der Preis ist sollte man doch der Realität ins Auge sehen: es scheint kein bzw. zu wenig Interesse zu geben. Bevor man jetzt den Preis zur permanenten Hängepartie macht, wäre es m.E. am ehesten nachvollziehbar, wenn man den VP begräbt. Das schont die Nerven der Organisatoren und endet dann auch nicht erneut durch kurzfristige peinliche Absagen, nachdem vorab groß getönt wurde. Das alles ist den Aufwand nicht wert, auch wenn es für den Vater des Preises ein schmerzhafter Prozess ist.

    Bin auch fertig.


    Kategorie 1: Camilla Sten - Staden / The Lost Village / Das Dorf der toten Seelen

    Kategorie 2: Pierce Brown - Red Rising

    Kategorie 3: Grady Hendrix - The Final Girl Support Group

    Kategorie 4: Catriona Ward - The Last House On Needless Street

    Kategorie 5: Joseph Sheridan le Fanu - Carmilla, der Vampir

    Kategorie 6: Vlcek, Davenport, Warren - Der tätowierte Tod

    Kategorie 7: Lavie Tidhar - The Bookman


    Wie ist eigentlich das Interesse, im nächsten Jahr wieder eine Challenge zu starten? Ich persönlich würde mich dieses Mal enthalten, da ich bei einigen Kategorien echte Schwierigkeiten hatte und dieses Jahr insgesamt nicht viel zum lesen gekommen bin. Da war es eher störend, wieder etwas passendes für die Challenge herauszusuchen. Trotzdem kann eine Challenge im nächsten Jahr gerne starten. Ich würde dann die Kategorien, welche im letzten Jahr unter den Tisch gefallen sind zur Abstimmung freischalten.

    Ich habe mal im SUB gekramt und dachte mir, die Heftromane kommen mir in der diesjährigen Challenge deutlich zu kurz. Entsprechend habe ich mir den o.g. Band des Zaubermond Verlags gegriffen.


    Es hat etwas gebraucht, bis ich wieder in die Handlung fand, denn den Vorgänger habe ich schon vor einigen Jahren gelesen. Schwer machte es mir auch die erste Story, welche von Earl Warren verfasst wurde. Dieser ist ein Vielschreiber. Und zwar ein richtig schlechter. Ich kann mich ehrlich gesagt nicht daran erinnern, je einen guten Roman von ihm gelesen zu haben. Auch der Roman hier wirkte einfach nur wie ein Fremdkörper.


    Danach wurde es aber deutlich besser. Vlcek und Davenport haben einfach ein Händchen für ihre Figuren. Zudem gibt es hier jede Menge Vergangenheitsabenteuer von Coco Zamis, welche ja schlussendlich zu einer eigenen Serie geführt haben.


    Natürlich kann man die Schreibe nur noch mit dem Nostalgiefaktor genießen. Für heutige Standards ist das alles eher fragwürdig. Zu holprig die Sätze, zu plump manche Beschreibungen und Aktionen, aber es hat dennoch Spaß gemacht.


    Nostalgienote 2

    Zitat

    Lynnette Tarkington is a real-life final girl who survived a massacre. For more than a decade, she’s been meeting with five other final girls and their therapist in a support group for those who survived the unthinkable, working to put their lives back together. Then one woman misses a meeting, and their worst fears are realized—someone knows about the group and is determined to rip their lives apart again, piece by piece.


    But the thing about final girls is that no matter how bad the odds, how dark the night, how sharp the knife, they will never, ever give up.

    Grady Hendrix ist für mich neben Adam Nevill ein absoluter Lieblingsautor. Ich freue mich jedes Mal auf seine Werke. Und auch dieses Mal wurde ich nicht enttäuscht. Vielleicht ist dieser Roman sogar sein bislang bester. Hier stimmt nämlich alles. Von Seite 1 an legt Hendrix einfach ein absolutes Tempo vor. Die Story wird aus der Perspektive eines Final Girl erzählt, welche natürlich aufgrund ihrer Erlebnisse paranoid ist. Sie ist gehetzt und wird gehetzt. Zudem gibt es noch eine verdammt witzige Idee der Final Girls. Denn eigentlich sind deren Erlebnisse aus der Vergangenheit die Vorlagen für diverese Film-Franchises, welche im Roman natürlich anders heißen als alles was wir kennen. Dennoch ist es für Experten wie uns offensichtlich, dass es sich um Nightmare, Chainsaw-Massacre oder Friday handelt. Hier spielt Hendrix mit den Vorlagen und verdreht oder ändert einiges, dennoch macht das einfach nur einen Megaspaß. Bis hin zum Ende.


    Schulnote 1

    Zitat

    Seine Waffen sind Bücher, und sein Hass ist grenzenlos. Der Bookman ist der gefährlichste Terrorist, der das viktorianische London je heimgesucht hat. Und um ihn zur Strecke zu bringen, riskiert der junge Orphan mehr als sein Leben … »Das Ewige Empire« ist die großartige Steampunk-Serie des israelischen Science-Fiction-Autors Lavie Tidhar. Als die Frau, die er liebt, in seinen Armen stirbt, beschließt Orphan, seine Lucy zu rächen und aus dem Reich der Toten zurückzuholen. Doch seine Reise in die viktorianische Unterwelt ist mehr als riskant: Dort herrscht der Bookman, der gefährlichste Terrorist Londons. Er ist schuld an Lucys Tod und steht kurz davor, das englische Königshaus zu stürzen und eine vernichtende Rebellion über das Reich zu bringen. Orphan beschließt, den Bookman aufzuhalten – und deckt dabei die unglaublichste Verschwörung auf, die das Ewige Empire je gesehen hat … Lavie Tidhar schöpft aus allem, was Literatur, Steampunk und Science-Fiction zu bieten haben, und schafft damit ein atemberaubendes phantastisches Abenteuer!

    Quelle: Amazon.de

    Hab die beiden ersten Teile der Trilogie noch als signierte TBs aus England im Regal stehen. Passt wie die Faust aufs Auge, dachte ich mir. Eigentlich ging der Roman auch flott los, doch irgendwie war nach 50 Seiten schon die Luft raus. Der Protagonist war einem vollkommen egal und als Charakter überhaupt nicht greifbar. Die Nebenfiguren wechselten gefühlt alle 5 Seiten, so dass kein wirklicher Lesefluss entstand. Der Roman wurde ja vollkommen abgefeiert. Ich verstehe tatsächlich nicht, wieso. Als Alternativ-Steampunk-Serie kann ich da wirklich die Romane von Mark Hodder empfehlen. Die zeigen, wie man es richtig macht. Tidhar hats in meinen Augen verkackt.


    Schulnote: 5

    Ich hatte den Roman noch in der englischen Version auf dem Reader und erst im Nachhinein festgestellt, dass es mittlerweile eine deutsche Ausgabe gibt. Über eine englische Seite bin ich seinerzeit darauf gestoßen, welche auf die interessantesten Horror-Romane des damaligen Jahres hingewiesen hatte. Nunja...


    Zitat

    Stranger Things meets Scandinavian Crime

    Alice Lindstedt hat gerade die Filmhochschule in Stockholm abgeschlossen und plant, ihren ersten Dokumentarfilm zu drehen: über Silvertjärn, einen abgelegenen Grubenort im Wald von Norrland. Vor 60 Jahren verschwanden unter ungeklärten Umständen alle Bewohner von einem Tag auf den anderen. Kurz zuvor zog ihre Großmutter von dort weg. Alice will herausfinden, was damals geschehen ist. Mit ihrem Team bricht sie zu dem einsamen Ort auf. Doch bald geschehen seltsame Dinge. Die Handys haben keinen Empfang, im Walkie-Talkie ist ein heiseres Lachen zu hören. Und kurz darauf ist der erste aus dem Team tot. Wer ist außer ihnen noch in Silvertjärn? Was ist damals passiert? Und vor allem: Werden Sie diesen grausamen Ort lebend verlassen?


    Quelle: Amazon.de


    Der Begriff Horror wird ja teilweise sehr weit gefasst. Wo ist die Grenze zum Thriller? Das hatten wir sowohl hier als auch im alten HF bereits mehrfach durchdiskutiert. Zu diesem Werk hier muss ich allerdings sagen, dass es weder Horror noch Thriller ist. Es ist einfach nur langweilig. Dabei ist die Grundidee nahezu klischeehaft perfekt. Die Umsetzung ist allerdings ziemlich übel. Hätte vielleicht was für den durchschnittlichen Tatort-Zuschauer sein können. Bei mir wars verschenkt.


    Schulnote: 5

    Ich liebe Lemires Werke und war auch auf die Umsetzung gespannt. 2 Folgen habe ich mir gestern angeschaut.


    Natürlich ist die Serie anders als die Vorlage. Weniger düster und breiter erzählt. Die Person des Jepperd wurde leider ebenfalls komplett verändert. Dennoch hat mich die Serie bislang abgeholt. Die Umsetzung ist kein Totalausfall wie Preacher oder Walking Dead. Die beiden Folgen waren kurzweilig und "angenehm" zu konsumieren. Ich werd auf jeden Fall weiterschauen.

    Zum Inhalt brauche ich wahrscheinlich nichts großartig zu erzählen, denn die Story dürfte so ziemlich jedem hier bekannt sein. Der Vampirklassiker schlechthin. Und überraschend gut geschrieben, bzw. gut gealtert. Zumindest in der Übersetzung. Die Story ist natürlich ein einziges Klischee, mit ihrer lesbischen Vampirin. Und der Kniff des Autors, die gleiche Geschichte als Erzählung in der Erzählung quasi nochmals wiederzugeben, um dann zu einem Hopplahopp-Finale zu kommen, ist schon fast dreist. ^^ Auch bleiben viele Fragen unbeantwortet, aber hey: ist halt ein wichtiger Genre-Klassiker.


    Wegen des Status als Klassiker gibts entsprechend auch keine Note.

    Nope. Ist kein Ankündigungsthread. Auch wenn wahrscheinlich beim Entdecken dieses Threads sofort Freudentränen ob einer baldigen Veröffentlichung bzw. irgendwelcher Neuigkeiten darüber dem ein oder anderen Mitglied in die Augen schießen werden. [Ber] Nix für ungut.


    Mir geht es eher darum, ob ihr überhaupt noch Bock auf dieses Buch habt? Ich selbst habe für mich irgendwie festgestellt, dass ich mit der Reihe abgeschlossen habe. Die TV-Serie hat ja vorab schon kräftig daran gearbeitet, mir die Lust auf GoT zu nehmen. Zu sehr hat sich die Laienspielgruppe ins Gedächtnis gebrannt. Vieles Gelesene vermischt sich mit dem Gesehenen und ich kann gar nicht mehr klar sagen, was jetzt genau in den Büchern geschehen ist oder was von der TV-Serie vermurkst wurde. Zudem steht eine Veröffentlichung immer noch in den Sternen. Was ist das Traurigste, was einem Autoren passieren kann? Das dem Leser sein Werk und seine Charaktere egal werden. Und genau das ist hier geschehen. Es gibt einfach zu viele zu gute Fantasy-Alternativen, als das ich mich erneut in ein Buch hineinfinden muss, nur um dann anschließend vermutlich nie den Abschluss lesen zu können, weil der Autor zwischenzeitlich an Altersschwäche verstirbt.