Beiträge von Royston Vasey

    Ich habe gerade mal 35 Minuten der 1. Folge ausgehalten. Mit LotR kann ich schon nicht viel anfangen, aber mit dieser Serie noch weniger. Der Einstieg ist viel zu hektisch und langweilig. Ähnlich wie WoT. Amazon sollte hier echt lernen, gerade zu Beginn weniger mehr sein zu lassen. Mag man von GoT halten was man mag, aber gerade der Einstieg war im direkten Vergleich mehr als nur gelungen.

    So unterschiedlich gehen die Meinungen. Hatte das Buch als Urlaubslektüre auf dem Reader mit und bei ca. 30 % abgebrochen und umgetauscht. Bis dahin konnte ich zur Story nicht viel sagen, aber der Schreibstil war grottenschlecht, die Charaktere plump und austauschbar. Für mich ein Anwärter auf die Gurke des Jahres. Sowas schlechtes habe ich seit der Ebook-Selfpublisher-Welle vor ca. 10 Jahren nicht mehr gelesen.

    Habe gestern Folge 1 genossen und teile mir das Ganze schön ein. Nachhausekommen trifft es auf den Punkt. Ich liebe diese Serie. Vor allem nach den vielen Serienenttäuschungen die ich in letzter Zeit hatte.

    Was habe ich mich gefreut. Amazon buttert ordentlich Kohle für die Umsetzung eines der bekanntesten Fantasy-Zyklen raus und will sich sein eigenes GoT schaffen, auch wenn sich beide Romanserien deutlich unterscheiden. Gebannt habe ich mich vor die Glotze gesetzt. Und ja, ich bin da wirklich sehr offen herangegangen, ist es doch während meiner Lebzeit vermutlich die einzige Möglichkeit einer teuren Verfilmung der Bücher. Und dann das... Ich möchte hier keinen Endlosbeitrag verfassen, deshalb benenne ich einfach nur ein paar Beispiele. Vorab: Finger weg von der Glotze. Schaut es euch nicht an! Greift zu den Büchern, denn Amazon und die Produzentin Rosamunde Pike machen verkehrt, was nur verkehrt zu machen geht! <XUnd solltet ihr die Serie noch anschauen wollen: hier folgen jede Menge Spoiler. Ohne gehts irgendwie nicht.


    1. Der Fokus auf die Charaktere. Das ist wahrscheinlich der Kardinalsfehler. Die Hauptcharakter der Romane sind Rand al'Thor und seine Freunde. Punkt. Im TV verblasst diese Gruppe gänzlich zu Nebencharakteren, zu denen der Zuschauer absolut keinen Bezug bekommt. Stattdessen hat man ja die Produzentin Rosamunde Pike auch direkt als Darstellerin verpflichtet. Entsprechend wird ihr eigentlicher Nebencharakter von Anfang an als Hauptprotagonistin dargestellt. Absolut unsympathisch und wenn man die Vorlage kennt, auch komplett fehlbesetzt und falsch interpretiert. Die gesamte Serie ist eine Pike-Show und verliert somit die eigentliche Story komplett aus den Augen. Die Frau kann alles, weiß alles und bekommt noch eine fulminante (im Buch nicht existierende) gleichgeschlechtliche Liebesbeziehung nebst Sexszene spendiert.


    2. Robert Jordan hat bei der Erschaffung seiner Welt sehr viel Augenmerk auf das Aussehen der vielen Völker gelegt. Aufgrund der diversen Besetzung ist das alles natürlich komplett über Bord geworfen. Amazon hat hier versucht, wirklich alle Menschen unserer Welt zu berücksichtigen. Höhepunkt ist eine Aes Sedai mit Hijab. The Dark One taucht dann auch noch wie ein arabischer Geschäftsmann im Anzug auf. Wenn man die Mühen Jordans bedenkt, tut das alles nur noch weh.


    3. Viele Charaktere bzw. deren Background wurden komplett verändert. Perrin verheiratet? Der hat in den ersten Büchern überhaupt keine Ahnung, ob man mit Frauen überhaupt reden kann. Min? Alle wissen über ihre Kräfte bescheid und sie ist sowas wie die Dorfhellseherin? No Way!


    4. Der wiedergeborene Drache. Hier versucht die Serie künstlich Spannung zu erzeugen indem sie erst in der vorletzten Folge offenbart, welcher der fünf Dörfler es ist. Das ergibt überhaupt keinen Sinn, denn hier wird auch davon gefaselt, dass es auch Frauen sein könnten. Sagen wir so: die Bücher bauen darauf auf, dass Männer, welche the one power nutzen, irgendwann verrückt werden, weil the Dark One die männliche Seite beschmutzt hat. Genau deshalb erwartet die ganze Welt voller Angst die Wiederkehr des Drachen. Denn in den Büchern ist es eindeutig: der Drache kann nur ein Mann sein, der zuerst die Welt retten und dann vernichten wird.


    5. Die Kräfte von Egwene und Nynaeve sind viel zu stark. Die Mädels werden erst noch in die Ausbildung gehen. Die können weder heilen noch ganze Armeen zerstören.


    6. Tote mit der Kraft wieder zum Leben erwecken. Das war der Knaller! Im TV werden verstorbene einfach wieder erweckt. In den Büchern wird immer davor gewarnt. Dennoch versucht es einer der Charaktere irgendwann und es läuft auf ein Fiasko raus.


    7. Es werden 12 Aes Sedai benötigt, um einen Mann zu stillen (ihn von der Kraft zu trennen). Das ist wichtig! Im Verlauf der Romane versucht der Drache immer wieder einer solchen Menge Sedai zu entgehen. Im TV machen das mal eben 4 nebenher.


    8. Aiel kämpfen ausschließlich verschleiert. Sie sind sowas wie die absoluten Kampfschweine, die den Tod als ehrenvoll ansehen und keine Miene verziehen. Im TV nimmt eine Aiel erstmal ihren Schleier vor dem Kampf herunter und zeigt Angst. No f****** way!


    9. Aes Sedai sind zeitlos. Die Damen im TV sind alle Milfs mit abgelaufenem Datum.


    Ich könnte ewig weitermachen. Den Vogel schießt dann die Serie in der letzten Folge ab. Die Änderungen zur Vorlage sind so gravierend, dass eine Verfilmung der weiteren Bände nicht mehr umsetzbar ist. Hat man ja bei GoT gesehen, wie qualitativ wertvoll Drehbuchautoren Storys fortsetzen können...


    Zuerst habe ich mich geärgert. Mittlerweile finde ich es einfach nur schade. Dennoch habe ich alle Folgen angeschaut, weil ich ständig auf Besserung hoffte. Die Zeit hätte ich besser nutzen können. Querdenker und Impfgegner von ihrer geistigen Umnachtung zu befreien wäre garantiert unterhaltsamer gewesen.

    Für mich eine der größten Gurken aller Zeiten. Hier passte aber auch gar nichts. Angefangen vom schlechten Timing, über das Handeln sämtlicher Protagonisten, welche selbst für ihre Charaktere fragwürdig agierten, bis hin zu der ständig angezogenen Handbremse. Der Film weiß so gar nicht, was er sein möchte: Drama? Komödie? Satire? Für letztere ist er deutlich zu harmlos. Insgesamt halte ich da Mars Attacks für deutlich realistischer und satirischer.


    Zudem nervt mich die Synchrostimme von diCaprio immer mehr. Gerrit Schmidt-Foss (und auch sein Bruder, die Stimme von Ryan Reynolds) wird aktuell dermaßen verheizt, wie seinerzeit David Nathan.

    Hier handelt es sich m.E. um ein absolutes "Wohlfühl-Buch". Die Charaktere sind lustig und interessant und das ganze ist ziemlich unterhaltsam geschrieben. Phasenweise erinnerte es mich an die Romane von Aaronovitch. Für Freunde der Rivers of London Reihe eine absolute Empfehlung.

    Wenn ich mich nicht verguckt habe, haben folgende Mitglieder die Challenge 21 beendet: Hardt, Katla, Mammut und ich. Auf einen Preis verzichte ich freiwillig, werde mich aber mit den Anbietern in Verbindung setzen, ob das noch so steht und euch dann darüber informieren.


    Sollte ich noch jemanden vergessen haben: Bitte hier melden!

    Da habe ich mit meiner Schätzung ja ganz gut getroffen. Für mich sind die Teilnehmer ausschlaggebend und nicht die Stimmpunkte.


    Wie aussagekräftig ist ein Preis, wo im Schnitt ca. 50 Personen abstimmen? Dafür der Aufwand? Zumal nicht alle Teilnehmer alles gelesen haben dürften. Versteh mich nicht falsch, aber gemessen an den Auflagen der Titel ist das verschwindend gering mit 0 Nährwert. Respekt, dass du für die paar Leute so viel Zeit investierst.