Maurice Limat - Der zärtliche Tod

  • Maurice Limat – Der zärtliche Tod


    Worum geht es?


    Yvonne und ihr Mann Teddy Verona fahren nachts Auto und ihnen begegnet eine seltsame Frau in einem weißen Kleid. Die Frau ist verwirrt, redet vom nahenden Tod, vom Reich des ewigen Glücks. Sie nehmen sie mit, aber sie reißt aus und begeht auf der nahen Autobahn einen Suizid.


    Zum Glück ist Teddy Verano zufällig Privatdetektiv und beginnt zu ermitteln. Nachdem sich die sonderbaren Fälle mehren, nimmt er die Spur zu einem Blumenladen auf und trifft auf eine Todverehrungssekte, die den zärtlichen Tod anbetet.


    Leider war es das auch schon mit der Handlung und mich wundert, dass die Hauptfigur der ersten Hälfte des Buches, nämlich Teddy Verano, in der zweiten Hälfte des Buches überhaupt keine Rolle mehr spielt, sondern stattdessen sein Stiefsohn Gèrard den Fall beendet.

    Ich muss sagen, in meinen Augen sind allein schon der Plot, die Figuren, die Entwicklung reine Rohrkrepierer, aber was dann der Verlag daraus macht, wird ganz unterirdisch. Ich wollte das Buch nach 25 Seiten abbrechen, habe der Geschichte dann aber doch noch bei einem Entspannungsbad eine Chance gegeben und kurz, ganz kurz glänzte so etwas wie Flair und Atmosphäre auf, als noch nicht klar war, welche Wendungen ins Spiel kommen werden und nur „Blumen“ als mysteriöse Erklärung von Todesfällen in Frage kamen. Das hatte etwas und Verzeihung, damit wurde bei mir auch das Klischée getriggert, wir hätten hier etwas speziell Französisches. Das hat mir gefallen. Aber das war auch schnell wieder vorbei, die Handlung wurde immer dubioser …


    Ein Wort, um die Folter am Leser zu beschreiben: Audi.


    Dieses Wort taucht z.B. zwei Mal auf. Einmal steht es für all die, ein anderes Mal habe ich keine Ahnung, wofür es steht. Aber sicher ist, dass fast auf jeder Seite ein Fehler zu finden ist, den man mit intelligentem Lesen ausmerzen kann, aber auf jeder dritten, muss man sich leider anstrengen und grübeln, was das meint und wie das da hinkommt. Die Sprache ist zeitweise … ach lassen wir das. Wenn auf einer Seite vier Mal ein Satz mit „Dann“ beginnt, dann hat man sich dann keine Mühe gegeben. Beginnen drei Sätze hintereinander mit „Dann“ wird es quälend und zum Fremdschämen.


    Nachdem ich schon bei Nick Cutter - Das Böse aus dem Apex Verlag ähnlich angepestet war, war es das jetzt für mich erst einmal mit Apex, auch wenn die interessante Titel führen.


    Ich vergebe 1,5 Orchideen für die florale Idee.

  • Nachdem ich schon bei Nick Cutter - Das Böse aus dem Apex Verlag ähnlich angepestet war, war es das jetzt für mich erst einmal mit Apex, auch wenn die interessante Titel führen.

    Ja, das geht mir ähnlich. Wirklich traurig... der Verlag hätte grundsätzlich einige Titel im Angebot, bei denen ich zumindest darüber nachdenken würde, einen Blick zu riskieren. Aber offensichtlich wird hier v. a. auf Masse statt Klasse geachtet. Der Stil zieht sich auch weiter bis auf die Verlagshomepage... ich habe schon lange nichts mehr derarig unübersichtliches gesehen, mich persönlich schreckt die eher ab.


    Inhaltlich scheint das Buch ja aber leider auch nicht so der Knaller zu sein... das war "The Cipher" aus dem gleichen Verlag für mich auch schon nicht. Evtl. ist es da gar nicht so schlimm, nicht jedes Buch des Verlages intensiv zu verfolgen.;)