Vermischtes aus dem Radioprogramm

  • Dokumente einer Metropole - Hans Ostwalds Berlin. Anfänge einer Großstadt


    Zitat

    Spree-Athen und Homosexuellen-Strich: Der Journalist Hans Ostwald sammelte zu Beginn des 20. Jahrhunderts in seinem Mammut-Werk „Großstadt-Dokumente“ Beschreibungen der Metropole Berlin. Eine neue Auswahlausgabe bringt uns die Stadt von damals nahe.


    https://www.deutschlandfunkkul…ml?dram:article_id=483422

  • Zitat

    wdr: "Der Schriftsteller Andrej Platonow wollte nichts als ein ehrlicher Kommunist sein, der die Wirklichkeit beschreibt."

    Nils Oh wow, ganz, ganz lieben Dank, da werde ich gleich mal - über dem zweiten Frühstück - reinhören. :*


    Obwohl ich alles andere als ein Platonov-Kenner bin, wundere ich mich aber ob der Aussage da ganz außerordentlich. Hat da jemand den Zug verpasst? ; -) Plantanov war nur anfangs ein Bewunderer des kommunistischen Regimes, das änderte sich zu so harter Kritik, dass von seinen Schriften nahezu alles (v.a. die Romane) indiziert bzw. nicht gedruckt wurde.


    Ich hatte das grad nochmal nachgeschaut und ein sehr spannendes Interview mit seinem englischen Übersetzer gefunden, ich verlinke das mal im Foundation Pit-Thead, ist ganz sicher auch was für dich.

  • Obwohl ich alles andere als ein Platonov-Kenner bin, wundere ich mich aber ob der Aussage da ganz außerordentlich. Hat da jemand den Zug verpasst? ; -) Plantanov war nur anfangs ein Bewunderer des kommunistischen Regimes, das änderte sich zu so harter Kritik, dass von seinen Schriften nahezu alles (v.a. die Romane) indiziert bzw. nicht gedruckt wurde.


    Die Formulierung ist natürlich dümmlich und herablassend, aber insofern auf der Sachebene nicht falsch, als dass Platonow Kommunist war - und wie so viele andere Menschen seinerzeit ein Opfer des Stalinismus.

  • Die Wahrnehmung weiblichen Schreibens verändert sich


    Zitat

    Insbesondere in den sozialen Medien wird immer öfter nachgehakt, wenn ein Verlag überwiegend Bücher von Autoren anstatt von Autorinnen im Programm hat. Die Wahrnehmung weiblichen Schreibens hat sich in den letzten Jahren verändert.

    https://www.deutschlandfunkkul…ml?dram:article_id=483466

  • insofern auf der Sachebene nicht falsch, als dass Platonow Kommunist war - und wie so viele andere Menschen seinerzeit ein Opfer des Stalinismus

    Das ist sicher richtig, er wurde aber auch offensichtlich Zeuge, wie die Idee und die Umsetzung immer stärker auseinanderklafften und im Terror endeten, was tragisch gewesen sein muss. Die Einleitung klingt nur so (allerdings auch große Teile der Sendung), als ob die Baugrube als Lobeshymne konzipiert war und nur zufällig heute als Kritik gelesen werden kann, was nun sicher nicht so ist.


    Interessante Sendung, erinnert mich auch an das, was du über das deutsche Feuilleton und die Phantastik gesagt hast. Alles klingt, als sei Platonow ein weitbekannter Autor auf Curriculum-Niveau für die Oberstufe, den man jetzt mal endlich vom Podest stürzen müsse. Eine eher schlecht als recht verpackte Kritik am Sowjetsystem (oder sogar am Kommunismus selbst) , zu der man lieber Bertholt Brecht benutzt hätte, der im Alleingang daran Schuld trägt, dass in Deutschland bis heute die Verbrechen der GULAGs verharmlost oder sogar negiert werden.


    Sehr spannend, ganz herzlichen Dank nochmal! [Cof]:*

  • Ich habe die Sendung tatsächlich nach 20 Minuten ausgeschaltet, der prätentiöse Ton gepaart mit einer recht geringen Informationsdichte hat mich genervt. Dazu kommt, dass ich bislang kein Platonow-Leser bin - vielleicht wäre die Sache dann reizvoller gewesen.


    Sollte man dort Platonows Baugrube wirklich derart missverstanden haben, wäre das ein neuer Schwachsinnsgipfel für das deutsche Feuilleton unserer Tage. Da hier aber - was du vermutlich ansprichst - eine außerordentlich dumme Kommunismuskritik stattfindet, würde mich das gar nicht sehr überraschen.

  • Mit der Power der Follower zum Bucherfolg?


    Zitat

    Soziale Medien werden im Literaturbetrieb immer wichtiger: Autorinnen und Autoren nutzen Facebook, Twitter und Co. zur Selbstvermarktung und zum Austausch mit ihren Fans. Eine große mediale Gefolgschaft kann dadurch auch den Bucherfolg beeinflussen.

    https://www.deutschlandfunkkul…ml?dram:article_id=483961



    Geschnatter einer lebendigen Szene


    Zitat

    Durch das Internet nehme die Deutungshoheit professioneller Literaturkritiker ab. Führt diese Demokratisierung auch zu einem Qualitätsverlust? Das Spektrum, wie im Netz über Literatur gesprochen wird, sei groß, sagt die Kritikerin Sieglinde Geisel.

    https://www.deutschlandfunkkul…ml?dram:article_id=483955

  • Shortlist Deutscher Buchpreis


    Zitat

    Alle sechs Romane haben gesellschaftliche Relevanz, sagt unsere Literaturkritikerin Wiebke Porombka zur Shortlist für den Deutschen Buchpreis. Und doch unterscheiden sich die Sujets wie auch die Erzählweisen dieser Bestenauswahl gewaltig.

    https://www.deutschlandfunkkul…ml?dram:article_id=484123



    Autobiographie von "Sams"-Autor Paul Maar


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    „Wie alles kam“ heißt die Biografie des Sams-Erfinders Paul Maar. Der nunmehr 82-jährige Autor und Zeichner erzählt darin von den schmerzlichen frühen Jahren, einer schwierigen Vater-Beziehung und davon, wie er die Welt der Kunst kennenlernte.

    https://www.deutschlandfunkkul…ml?dram:article_id=484078



    Roman über die "Augsburger Puppenkiste"


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    Über die Entstehung der Augsburger Puppenkiste aus der Erfahrung des Faschismus hat Thomas Hettche den märchenhaften Roman „Herzfaden“ geschrieben. Kein Kinderbuch, aber ein Buch, das auch Kinder in die Nachkriegszeit „hineinlotsen“ kann, wie Hettche sagt.

    https://www.deutschlandfunkkul…ml?dram:article_id=484186

  • Mal wieder was Klassisches mit inszenatorischem Anspruch.


    Dashiell Hammett - Der Maltester-Falke


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    Der weltberühmte Krimiklassiker von Dashiell Hammett - verfilmt mit Humphrey Bogart als Sam Spade - in einer Hörspieladaption von Norbert Schaeffer.


    Teil 1


    https://www.ndr.de/nachrichten…ke-12,sendung1057860.html


    Teil 2


    https://www.ndr.de/nachrichten…Falke,sendung1065548.html



    Angenehm ruhige, düster-jazzige Adaption, die etwas Antizipationskraft erfordert, aber gerade für Kenner*innen der Story Laune macht.