Andrzej Sapkowski: Der Schwalbenturm

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    Hexer Geralt und seine Gefährten sind bei der Suche nach Ciri, der verschwundenen Prinzessin von Cintra, bisher erfolglos geblieben. Jetzt will die rivische Königin sie als Partisanenkämpfer in dem blutigen Krieg gegen Nilfgaard verpflichten. Doch sie setzen sich ab, um ihre unterbrochene Reise zu den Druiden wieder aufzunehmen. Bei einem Überfall gerät Geralts Wolfsmedaillon, das Insignium seines Hexertums, in fremde Hände... Ciri, die so hartnäckig Gesuchte, ist von dem gelehrten Einsiedler Vysogota aufgenommen worden. Ihr ganzes Sinnen und Trachten richtet sich jetzt auf den legendären Schwalbenturm, denn dies muss der Ort sein, von dem in der alten Prophezeiung die Rede ist. Allerdings ist der Schwalbenturm nur noch eine Ruine ...

    Bei dem Buch handelt es sich um den mittlerweile 4. Band der Reihe um Hexer Geralt, der in letzter Zeit durch Computerspiel und Netflix-Serie zu größerer Bekanntheit gekommen ist. Auch hier geht es um die Rettung von Ciri, die sich aber oft auch recht gut selbst zu helfen weiß.


    Geralt ist in diesem Band schon fast eine Nebenfigur, ein Großteil beschäftigt sich mit Ciri, die von Kopfgeldjägern verfolgt wird, die sie zuletzt schwer verwunden konnten. Sie konnte sich im Anschluss daran jedoch bei einem Einsiedler in Sicherheit bringen, der sie pflegt und dem sie ausführlich erzählt, wie sie zu ihm gelangte.


    Parallel versuchen Geralt und einige Gefährten ebenfalls, Ciri zu finden und in Sicherheit zu bringen. Da allerdings mittlerweile einige Gruppen Interesse an dieser haben und sehr intrigant bei dem Versuch vorgehen, ihrer habhaft zu werden, kommt Geralt dabei eher langsam voran. Zusätzlich versuchen Jennefer und Triss Merrigold jeweils für sich, ebenfalls Ciri zu finden.


    Insgesamt liest sich dieser Band mehr wie einer der klassischen Reise-Fantasy-Romane. Eventuell liegt es daran, dass ich insgesamt nach den spannenden, aber etwas zähen Vorgängerbänden mit diesem Buch etwas flotter vorankam und mich durch die zahlreichen gestellten Fallen und Intrigen insgesamt gut unterhalten fühlte. Man merkt dem Buch allerdings an, dass es mehr eine Art Verbindungsbuch innerhalb einer Serie ist, bei der ein paar Fäden von früher verküpft werden und ein paar andere Gegebenheiten vorbereitet werden.

    Vom namensgebenden Schwalbenturm etwa erfährt man erst ziemlich gegen Ende und erfährt auch, dass er wichtig ist, aber weshalb und wofür bleibt zunächst noch ziemlich offen.