• Klappentext:


    Der Horror hat eine neue Dimension


    Das Grauen kommt nicht aus Gräbern oder aus dem Weltraum. Es ist mitten unter uns und steckt in jeder Handtasche. Das Handy ist ein moderner Heilsbringer, doch in Stephen Kings „Puls“ kommen mit dem Klingelton Wahnsinn und Tod. Der neue große Roman von Stephen King, dem »brillanten Geschichtenerzähler aus Maine« (Der Spiegel).


    Clayton Riddell ist geschäftlich in Boston, hat schon Geschenke für seine Familie besorgt und möchte sich vor der Heimfahrt gerade bei einem Straßenhändler ein Eis kaufen, als die Welt untergeht. Geschäftsleute, Schüler, Busfahrer, alle Menschen, die in diesem Moment ein Handy am Ohr haben, laufen wie auf einen geheimen Befehl hin Amok, fallen übereinander her, schlachten sich gegenseitig ab, stürzen sich ins Verderben. Irgendwie können Clay, ein kleiner Mann mit Schnurrbart und ein junges Mädchen, das beinahe von ihrer Mutter umgebracht worden wäre, sich in ein Hotel retten. Sie sind völlig abgeschnitten von der Außenwelt. Clay will unbedingt herausfinden, wie es um seine Frau und vor allem um seinen Sohn Johnny steht, der gerade in der Schule war, als der mörderische Irrsinn losging. Zu ihm muss Clay Kontakt aufnehmen, bevor ein anderer es per Handy tut. Die Suche nach Johnny wird zur Schreckensmission durch eine apokalyptische Welt.


    Meine Meinung von 2009:


    Das Buch haette sicher mehr Punkte bekommen…. Bis zum Ende hin hielt ich es fuer gute Unterhaltung - das Ende war naemlich der Knackpunkt. Ich hab nichts gegen ein offenes Ende - wenn das Ende aber so offen ist, dass es viele wichtige Fragen nicht beantwortet bzw. das Schicksal von liebegwonnenen Figuren so ausser Acht laesst, enttaeuscht mich das einfach nur. Zudem sind im, sagen wir, Mittelteil.. teilweise solche Laengen, dass ich mich fuer diese “Durststrecken” immer nur ausreichend entlohnt fuehle, wenn ein zumindest annähernd, fulminantes Ende folgt…


    Die Erzaehlperspektive ist gut gewaehlt und erspart einem viele unnoetige Erklaerungen aus dem Off. Man weiss soviel, wie die Romanfiguren wissen und ist gluecklich damit.


    Ich wuerde es trotzdem weiterempfehlen und so beschreiben: Am Anfang entwickelts sich recht spannend, zwischendurch kommen wirklich strapazierende Laengen und es wird ein Stueck weit zaeh und mehr zum Ende hin, hat man wieder das Gefuehl: weiterlesen! Ich will wissen, wie’s ausgeht.


    Alles in Allem schon ein wuerdiges Buch fuer King - allerdings hat mir das Ende eindeutig vermittelt: Er kennt sich mit Schrecken und Horror aus und glänzt, wie immer, in solchen Szenen, wie ein Diamant - wenns aber um schluessige Erklaerungen geht, sollte man sich nicht soooviel erhoffen.

    Ich lese gerade: Die weißen Gestalten von Arthur Machen


    “A reader lives a thousand lives before he dies.” said Jojen. “The man who never reads lives only one.” - A Song of Ice and Fire (George R. R. Martin)