Beiträge von inferninho

    Von Stoker hatte ich neben Dracula auch noch die Geschichtensammlung Draculas Gast gelesen, von der neben "Die Squaw" (das wohl nur, weil der Mythos der eiserenen Jungfrau angeblich darauf zurückgeht) und "Das Rattenbegräbnis" (die col.race vermutlich unter "Das Festmahl der Ratten" gelesen hat). Die letzte fand ich sehr, sehr stark.

    Ansonsten hatte ich noch "Der Fluch des Meeres" von Stoker gelesen, was ich mir allerdings hätte sparen können.


    Von daher würde ich intuitiv zu Stoker zum Festapreis sagen: Finger weg!

    So, ich habe die Geschichtensammlung zu Ende gelesen und mir gleich den anderen Erzählband der Autorin "Als wir mit den Toten sprachen" bestellt.


    Der Autorin muss man wirklich Respekt zollen, sie schafft es, die Phantastik in den Alltag gleiten zu lassen und bedient (aus der Sicht ausschließlich von Protagonistinnen) die ganze Palette von Mystery mit kleinem Schauer bis hin zu Schlag in die Magengrube, sogar eine Mythosgeschichte hat es in den Band geschafft. [CTHu][CTHu][CTHu]


    Erik R. Andara

    Vielen Dank für diesen Tipp, auf die Autorin wäre ich wahrscheinlich ohne deinen Hinweis niemals gestoßen und hätte viel verpasst. :)

    Habe es mittlerweile gelesen und genossen.


    Die Geschichten haben mich persönlich nicht vom Hocker gehauen, aber gut unterhalten. Sie lesen sich flüssig, die Gestaltung von Schriftgröße und Formatierung finde ich sehr gelungen.


    Vielen Dank für die Mühen und das zugänglich machen openupandbleed :*


    Außerdem habe ich mit "toggenburgern" ein neues Wort gelernt. Jetzt muss es mir nur noch jemand genauer erklären? schweizer- und österreichische Phantasten, ich schaue in eure Richtung.[ask2]

    Nice, das ist doch gleich mal abonniert.


    Ich finde es allerdings ein wenig unglücklich, das Buch für 19,99 Euro plu 4,99 Versand anzubieten und ab 20Euro die Versandkosten auszusetzen. Habe ich dem Verlag auch so mitgeteilt.


    Hat btw jemand verstanden, ob man beim Glückslos darauf verzichtet, ein Buch überhaupt zu bekommen, falls man nicht gezogen wird? So ganz blicke ich da nämlich nicht durch, finde die Idee aber unterhaltsam...

    Auf Dune freue ich mich auch riesig, damals habe ich unzählige Stunden mit Dune II am PC verbracht und war geflasht von Lynchs Verfilmung.


    Was hier glaube ich noch gar nicht angesprochen wurde, ist "Prisoners". Meiner Meinung nach Villeneuves bisher stärkster Film, auch wenn er mE nicht so interpretationsfreudig wie "Enemy" oder eben "Arrival" ist (übrigens auch eine unglaubliche starke Kurzgeschichte).




    Vllt. sollten wir den Thread in "Denis Villeneuve" umbenennen.

    Hallo Phantastengemeinde,


    in den letzten Tagen habe ich das Erstlingswerk(?) von Alexander Blumtritt gelesen und nehme vorweg: Ich bin sehr angetan.



    Worum geht es bzw. was sagt die Buchbeschreibung?


    Zu den "harten Fakten":

    Es handelt sich um eine selbst verlegte Novelle auf etwa 120 Seiten im Hardcover (Seitenlängen: 18,5 cm u. 14 cm), die mit 18 s/w Illustrationen u. einem Photo versehen ist. Limitiert ist das Büchlein auf 100 Exemplare, allerdings ohne Nummerierung und ist für 15 Euronen beim Autor zu erstehen.

    Die Illustrationen sind Zeichnungen und fügen sich sehr stimmig in die Novelle ein. Zusätzlich existiert ein Anhang, der sich auf 13 Seiten mit der Quellenlage zu den eigentlichen Hauptcharakteren des Buches, den oben angesprochenen kryptozoologischen Mysterien.

    Der Autor hat offenbar schon einige Kurzgeschichten zum guten alten Mythos veröffentlicht und mag dem ein oder anderen Kenner hier bekannt sein, jedoch

    handelt es sich bei "Die verschwiegene Schlucht" nicht um eine Mythosgeschichte.


    Zudem betreibt Alexander Blumtritt den youtube-channel Yuggothian Records, der unter anderem auch einige Lesungen von CAS und Lord Dunsany beinhaltet. Der Kanal ist imho auf jeden Fall einen Blick wert.


    Wie ist das Buch so?


    Im Buch selbst war ich schnell drin, der Titel "Die verschwiegene Schlucht" erinnert zwar mittelschwer an "Die ??? und...", passt aber sehr gut zum Inhalt des Buches.

    Die Handlung selbst, wie oben gut zusammengefasst, erinnert anfangs Kobo Abes wunderbare Novelle "Die Frau in den Dünen". Das lesen ging sehr flüssig und man findet gut in den Stil, der Autor verfolgt seine Idee sehr gut und zielstrebig, wird nicht langatmig und wusste mich gut zu unterhalten, einige Stellen sind jedoch etwas kurz geraten

    Die Charakterzeichnungen sind schlüssig, entgegen vielen phantastischen Geschichten ist die Entwicklung der Hauptfigur durchaus glaubhaft und auch deren Verhalten ist sehr nachvollziehbar, was ja vielen Charakteren in diesem Genre leider etwas abgeht. Das Hauptaugenmerk auf der kryptozoologischne Fauna des Tals animiert zum weiterlesen und ist imho eine gute Abwechslung, da zumindest mir in diesem Feld wenig, insbesondere jüngere, Literatur bekannt ist. Außerdem bin ich immer froh, wenn solche Bücher in unseren Gefilden spielen und dazu heimische Sagen und Legenden aufgreifen. So hat man dann schon fast einen Bildungsroman^^. Um welche Legende und welches Tier es sich hier handelt, spoilere ich allerdings bewusst nicht.


    Die spannende Frage: Lohnt es sich?

    Kurz und knapp: Ja und ich würde es auch nochmal kaufen.

    "Die verschwiegene Schlucht" ist ein schönes kleines Buch für einen verregneten Nachmittag oder den nächsten Urlaub in den Bergen.

    Ich bin gespannt, ob und wie es mit Veröffentlichungen des Autors weiter geht und würde mich sehr über weiteres Material aus seiner Feder freuen.


    Last but noch least:

    Wo kann man es kaufen?


    Unter

    https://netzwerk-kryptozoologie.de/buch-des-monats-dvs/

    gibt es ein Bestellformular und sogar einen netten kleinen Trailer zum Buch (sowas habe ich auch noch nicht gesehen, vermutlich werde ich einfach alt...;()

    Ich hatte mir die Hörbuchversion gegönnt und was soll ich sagen? Eigentlich ist es in etwa so, wie bei King die letzten Jahre immer, der Mann kann unglaublich gut schreiben, es wirkt von den Figuren her aber alles sehr klischeehaft und irgendwie kommt wenig neues dabei rum (außer Erhebung, das fand ich wirklich sehr gut).

    Wie schon zuletzt in das Institut und im Outsider wärmt King hier alte Ideen wieder auf (Dr. Sleep als Fortsetzung nehme ich da mal raus). Das mit dem Tote sehen ist ein relativ alter Hut,

    seiner Abneigung gegen Trump frönt King auch in diesem Buch wieder (verständlich, aber nervig).

    Das Buch fängt flott an und geht auch flott weiter, ist die Story am Anfang noch spannend, wird sie mit laufender Dauer immer plumper (auch das eine Parallele zu vielen anderen King Büchern aus der jüngsten Vergangenheit).

    Klassischer Fall von "Stünde da nicht King drauf, hätte der Verlag davon keine 1000 Stück verkauft". *




    Für mich ist "Später" der schwächste King seit langem, zum Glück war er immerhin kürzer als der Outsider oder Mr. Mercedes.

    Aber vielleicht sind meine Erwartungen an den Meister einfach nicht mehr zeitgemäß.


    *das sage ich ganz bewusst, denn auch wenn ich die Hodges Romane nicht mag oder das Institut, kann ich bei diesen dennoch gut verstehen, warum es eine breite Leserschaft davon gibt.

    Gestern hat der Horrorfilm Titane die goldene Palme in Cannes gewonnen, mit Julia Docournau wurde erstmals eine Regiesseurin alleine mit der Palme ausgezeichnet. :*