Beiträge von Elmar

    Also mir hat der Film gefallen. Ich mag das Zeitkolorit, das Setting und bin auch mit der Erwartung 'nur' einen Ti West Film zu sehen rangegangen, nicht einen A24.

    Und Ti West war und ist für zwischendurch immer eine sichere Bank.

    Wäre natürlich schön, wenn in den weiteren Teilen noch was käme, was die Ähnlichkeit und Verbindung von Pearl und Maxine angeht und das Ganze vom reinen Slasher weg bewegt.

    Und ich finde Jenna Ortega klasse. Die war auch in SCREAM super und wegen ihr freue ich mich auf FRIDAY.

    Der Autor und das Buch waren mal kurz Thema hier und ich hatte erwähnt, dass ich vor langem eine Rezi davon geschrieben habe.

    Ich glaube Arkham Insider Axel hatte danach gefragt. Leider finde ich das Thema und den betreffenden Post nicht mehr.

    Gefunden habe ich aber die Rezi jetzt wieder:


    Um an Dunklen Gestaden zu wandern mußt du die Wahrheit hinter dir lassen und eintauchen in eine andere Realität. Du wirst Zeuge, wie Besucher aus anderen Sphären heimkehren und wie der Verfall sich wie ein lebendes Wesen ausbreitet. Du triffst fast vergessene Familienmitglieder wieder und eine Meerjungfrau macht dir ein Geschenk.

    Fünf Kurzgeschichten/Novellen von Quentin S. Crisp:
    - Cousin X
    - Die Meerjungfrau
    - Verfall
    - Der Einsiedler
    - Die Fleischfabrik


    Die bevorstehende Ankunft von Cousin X scheint Sashas Eltern in einen verschwörerischen und ratlosen Zustand zu versetzen. Sasha fasst allerdings bald Vertrauen zu dem ruhigen, tagträumerischen Jungen, der seltsam suggestive Fähigkeiten zu haben scheint. Außerdem ist da noch sein Interesse, herauszufinden, "wie die Dinge funktionieren".
    Eine ungewöhnlich aufgebaute Geschichte, die ich, zumindest im ersten Teil, fast als literarisches Pendant zu Peter Jacksons Heavenly Creatures bezeichnen möchte. Hier wie dort schaffen sich zwei Kinder/Jugendliche eine Fantasiewelt in der sie unbeschwert ihren Spielen nachgehen können, abgeschottet und geschützt vor den Erwachsenen.
    Der zweite Teil der Geschichte - Cousin X und Sasha treffen sich als Erwachsene auf einer Hochzeit wieder - besteht fast ausschließlich aus dem sich entspinnenden Dialog der beiden. Quentin Crisp bereitet damit gekonnt und leise das Feld für den finalen Schrecken.

    Zunächst eher durch deren erotische Komponente von Meerjungfrauen fasziniert, erliegt der Protagonist immer mehr deren Mythos und er wird zum besessenen Sammler und Spurensucher. Schließlich findet er eine echte Meerjungfrau am Strand, die er in sein Haus bringt und dort mit ihr in einer geschlechtslosen, "nichtexistenten Kindheitsliebe" lebt. Eines Tages eröffnet ihm Die Meerjungfrau, dass durch ein Ritual "der Schwanz einer Meerjungfrau in menschliche Beine und Sexualorgane umgewandelt werden kann". Obsession und Verlangen gewinnen die Oberhand.
    Quentin Crisp lässt sich mit dem Aufbau der Geschichte sehr viel Zeit. Er beschreibt schön die Steigerung der Obsession von unbestimmten voyeuristischen Neigungen über die Liebhaberei von Unterwäsche als Verhüllung der weiblichen Scham ("Ich lernte, dass ich sie um so stimulierender fand, ...wenn ich ganz bewusst vergaß, was dahintersteckte, und sie als echten Teil des weiblichen Körpers betrachtete") hin zu bestimmten Kunstwerken ("Der Künstler hat jedoch keine Behaarung abgebildet und nicht einmal die Andeutung einer weiblichen Scham") und Photographien, die fast zwangsläufig weiter zur Glattheit einer Nixe führen. Dennoch herrscht kein sexuelles Verlangen, als die Meerjungfrau schließlich greifbar ist. Es entwickelt sich ein anfänglich zaghaftes gegenseitiges Unterrichten in Sprache und Lebensart bis die finale Verwandlung der Nixe zur Frau in einem Albtraum endet.

    Alle Versuche, den Verfall in dem kürzlich geerbten Haus aufzuhalten sind von Misserfolg gekrönt. Der Verfall kehrt stets nach kurzer Zeit wieder. Erst als der Hausbewohner sich ihm ergibt, wird der Verfall zu seinem Beschützer.
    Moder, Schimmel, Verfall und Schmutz wird hier als leibhaftiges Lebewesen dargestellt, dass seinen Platz in dem alten Haus nicht räumen will. Der Hausbewohner wird letztendlich ein Teil des Verfalls.

    Begonnen als eher widerwilliger, nachbarschaftlicher Gefallen, wird aus den Einkaufsdiensten für den Einsiedler auf dem Hügel schnell eine Regelmäßigkeit. Neugierig geworden, entdeckt der unfreiwillige Sozialdiener Bücher in einer fremden Schrift im Kühlschrank des Einsiedlers. Beim heimlichen Versuch, die Bücher zu lesen, muss der Eindringling feststellen, dass die Schrift und die Bücher zu leben scheinen und weit mehr beinhalten, als es den Anschein hat. Auch Der Einsiedler selbst ist weit mehr, als der zunächst vermutete verwirrte Exzentriker.
    Die Story beginnt sehr stimmungsvoll und vielversprechend. Der Verlauf wird allerdings immer mystischer. Leider erfährt der Leser nichts weiter über die Figuren, so dass diese fremd bleiben und auch kein Identifikationspotenzial besteht.

    Echtes Fleisch ist seit dem vernichtenden Krieg schwer zu bekommen. In einem Forschungszentrum, der Fleischfabrik, wird daher an der Entwicklung von künstlichem Fleisch gearbeitet. Tatsächlich gelingt es, sogenanntes Plastifleisch zu züchten. Allerdings entwickelt das Forschungsprodukt ein erschreckendes Eigenleben.
    Die Geschichte beginnt recht vielversprechend mit Shauns Arbeitsantritt als Pfleger im Forschungszentrum. Zusammen mit ihm lernt der Leser die Personen und den Zweck der Einrichtung kennen. Leider erweist sich die Story als inkonsequent und, gegen Ende, ermüdend. Die vorgestellten Personen tauchen, bis auf eine halbherzige Ausnahme, nicht wieder auf und auch einige weitere Möglichkeiten der Geschichte versanden leider. Insgesamt eine Story, die Clive Barker-Fans ansprechen dürfte.


    In den Geschichten herrscht stets eine unscharfe Zwielichtstimmung. Man bewegt sich als Leser eher in einem Fantasiereich, in das Eindrücke aus der real existierende Welt eingeflochten sind, als umgekehrt. Ausnahme ist Die Fleischfabrik. Diese Story wirkt kühler und realer.
    Bei den Hauptpersonen handelt es sich stets um Einzelgänger, mit nur geringem, wenn nicht verächtlichem Interesse an ihren Mitmenschen und der Außenwelt.
    Wie seine Figuren geringschätzig auf ihre Umwelt blicken, verweigert sich Quentin Crisp - Absicht oder nicht - gängigen Erzählmustern. Die einsamen Figuren seiner Geschichten werden nicht unbedingt als Sympathieträger dargestellt. Dem Leser fällt es schwer, eine Beziehung zu den Personen aufzubauen. Teilweise werden eingeführte Personen einfach nicht weiter erwähnt. Auch die mitunter anfänglich eingeschlagene Richtung der Geschichten weist oftmals in die Irre, siehe Der Einsiedler die wie eine Gespenstergeschichte wie The Fog-Nebel des Grauens beginnt und zu einem Besucher aus einer fremden Welt führt.

    Die Erwartungen, die der gute und gewissenhafte Storyaufbau von Cousin X und Die Meerjungfrau (als die beiden besten Geschichten hier) weckt, werden leider nicht ganz erfüllt. Das Ende ist in beiden Fällen zu platt und beliebig. Verfall verstehe ich als interessante Stilübung. Der Einsiedler erweist sich nach anfänglicher Spannung als zu konfus und ohne befriedigendes Ende. Die Fleischfabrik halte ich für unausgereift. Eine gründliche Überarbeitung täte der Geschichte gut. Schade um die gute Prämisse.

    Der Titel der Sammlung geht auf eine Zeile aus Poes The Raven zurück. Aus "Night's Plutonian Shore" wurde in der Übersetzung nicht "Plutos nächt‘ge Sphär" sondern "Dunkle Gestade" was ja auch die Stimmung sehr gut trifft. Der Untertitel Aufgesang lässt vermuten, dass hier noch etwas zu erwarten ist. Angekündigt ist offiziell allerdings noch nichts.
    Bei den meisten der Geschichten handelt es sich um frühe Werke von Quentin Crisp. Die Fleischfabrik (original: The Meat Factory) ist sogar eine Welterstveröffentlichung. Das vom Verlag angekündigte Vorwort von Mark Samuels ist nicht enthalten und leider fehlen auch Angaben zum Übersetzer und die Originaltitel und Ersterscheinungsinfos der Geschichten.

    Ansonsten ist dem Blitz-Verlag mal wieder eine (in diesem Preissegment) mustergültige Veröffentlichung gelungen, die das erste hellere Licht auf ein neues Talent unter den Phantastikautoren wirft. Man darf gespannt sein auf weitere, reifere Werke von Quentin S. Crisp.
    Das stimmige Covermotiv und die passenden Innenillustrationen zu jeder Geschichte stammen vom großartigen Mark Freier, der bisher alle Bände der Reihe illustriert hat.


    Fazit: Qualitativ eher heterogene Sammlung von Frühwerken.

    Zufällig habe ich gestern beim rumhangeln (hauptsächlich über Florian Jung) einige Entdeckungen auf Spotify gemacht, die teilweise komplett unter Radar laufen:



    Wolgang Brunner: Nachtzug (gelesen von Kati Winter)


    Florian Jung liest einige Geschichten aus "Hinter dem Quecksilber"


    Fred Ink: Wurmstichig (gelesen von Florian Jung)


    Aus dunklen Federn


    Vincent Voss: Wasser (gelesen von Florian Jung)


    Arthur Gordon Wolf: Tieftraumreisen (gelesen von Florian Jung)


    Christopher Golden: Sieben Pfeifer


    Christopher Golden: Red Hands



    Zusätzlich noch eine Playlist mit "H.P. Lovecrafts Schriften des Grauens" (BLITZ-Verlag)


    "Schattenchronik" (BLITZ-Verlag)

    Meine 5 Cent zu den John Silence Geschichten finden sich in CTHULHU LIBRIA NEO - Horror in Eisenbahnen.

    "Der Hund im Camp" hat mir sehr gut gefallen.



    STORY

    10 Jahre nach den letzten Bluttaten schlägt erneut ein Killer mit der bekannten Ghostface-Maske in Woodsboro zu. Sein erstes Ziel, Tara Carpenter (Jenna Ortega, „X“), wird bei dem Angriff schwer verletzt, so dass ihre ältere Schwester Sam (Melissa Barrera), die ihren Heimatort vor Jahren verlassen hat, zurückkehrt. Nach einem ersten Tötung im Umfeld von Taras Clique ist klar, dass erneut eine Mordserie zu befürchten ist, deren Opfer im Zusammenhang mit den ursprünglichen Ghostface-Morden stehen. Sam bittet den ehemaligen Polizisten Dewey Riley (David Arquette) um Hilfe, der wiederum Sidney Prescott (Neve Campbell, aktuell in „The Lincoln Lawyer“) und Gale Weathers (Coutney Cox) informiert. Alle treffen sich in Woodsboro wieder, um sich dem neuen Ghostface-Killer entgegenzustellen.


    MEINUNG

    25 Jahre nach dem Original-„Scream“ geht nun Teil 5 der Reihe an den Start, erstmals mit einem komplett neuen Team hinter der Kamera und dennoch fühlt man sich auch hier sofort heimisch. Die Regisseure Matt Bettinelli-Olpin & Tyler Gillett („Ready or not“) fangen die Optik und die Erzählweise der vorherigen Teile perfekt ein und das Drehbuch punktet erneut mit dem Slasher-Meta-Humor, der die Reihe so beliebt macht und der hier auf die aktuelle Horrorfilm-Entwicklung adaptiert wird; Stichworte: „Elevated Horror“ („gehobene“, künstlerisch anspruchsvolle Horrorfilme) und „Requels“ (Mischung aus Neuverfilmung und Fortsetzung). Das reicht von der ersten Szene, die ein Update der legendäreren Eröffnung von „Scream 1“ ist, über die Weiterentwicklung der Film-im-Film-Reihe „Stab“ bis hin zum liebevollen Set-Nachbau im Finale. Sogar die neue Hauptfigur Sam wird durch einen cleveren Twist mit den Ursprüngen der Reihe verwoben.


    Zwischen all diesen Formalien gelingt es Bettinelli-Oplin und Gillett auch noch, eine spannende und gewohnt kurzweilige Geschichte zu erzählen, die auch wieder die „Scream“-typische Whodunit-Frage stellt. „Auf diesem Poster ist der Killer“ verspricht das Filmplakat, das alle wichtigen Charaktere des Films zeigt und spielt auf diese Art augenzwinkernd mit dem eigenen Stereotyp. Damit schafft es auch dieser „Scream“-Teil nichts neues zu erzählen und doch wieder mit der Mischung aus Spannung, Humor und Mitrate-Komponente auf hohem Niveau zu fesseln. Die Reaktivierung der originalen Hauptfiguren bringt dazu eine intensive emotionale Ebene in den Film, die vor allem die alten Fans gekonnt abholt. Doch davon abgesehen folgt man auch dem neuen Cast der jungen Darsteller*innen gerne und würde hier tatsächlich eine neue Trilogie begrüßen, etwas das Teil 4 nicht ganz geschafft hat.

    Eine Heroin-Spritze statt einer Spindel, Drogenkoma statt hundertjährigem Schlaf, Aschenputtel hinterlässt nur verbrannte Erde, das Mädchen mit den Schwefelhölzern muss sich als Prostituierte verdingen. Bekannte Märchenmotive neu gedeutet. Das bekommt der Leser in den besten Momenten von „Abartige Geschichten – Grimm“ geboten. Und angesichts des Fundus, aus dem sich hier schöpfen lässt ist es verwunderlich, dass erst jetzt eine Horror-Anthologie mit Märchenmotiven erscheint.


    Auch in seinem dritten „Abartige Geschichten“-Streich hat sich Herausgeber Markus Lawo einige namhafte Autorinnen und Autoren der deutschen Phantastik-Szene geangelt, die eine bunte Reise durch diverse Märchenreiche bieten: Germaine Paulus, Ralf Kor, Sascha Dinse, Vincent Voss, Isa Theobald, Wolfgang Brunner und einige mehr haben sich von den gesammelten Erzählungen der titelgebenden Brüder Grimm aber auch von „Der Zauberer von Oz“ und „Alice im Wunderland“ inspirieren lassen und präsentieren ihre eigenen – mal subtilen, mal durchaus harten – Interpretationen dieser symbolträchtigen Vorlagen. Beinahe so, wie es der amerikanische Verlag Zenescope Entertainment in Comicform praktiziert.


    Die meisten Beiträge bestechen schon allein durch die stets überraschende Art und Weise, in der bekannte Elemente in einem neuen Zusammenhang präsentiert und interpretiert werden. Neben den überwiegend gelungenen Stories gibt es auch einige, die eine strengere Auswahl gerechtfertigt hätten. Auch das Lektorat hätte gerne strenger hinschauen dürfen, um dem Leser Sätze wie „Ihre Eltern starben vor zwei Jahren bei einem Autounfall, bei dem auch Dorothy war.“ zu ersparen. Leider trüben solche kleinen Lese-Stolperfallen empfindlich den ansonsten positiven Gesamteindruck.


    Diese Ausrutscher außen vor gelassen, darf man auch „Grimm“ wieder als Top-Anthologie im Bereich deutscher Phantastik bezeichnen und sich auf Band 4 freuen. Sehr gelungen auch das Abschluss-Gedicht von Bernar LeSton, in dem sich eine Köchin nach und nach ihre Herrschaft munden lässt. Als schönes Extra hat die Künstlerin Sabine Klotzsche alias Eulenfrollein (https://www.instagram.com/eulenfrollein/) zu jeder Geschichte ein passendes Entry-Bild beigesteuert.


    Sie sind die letzten Kinder der Erde… und Vampire. Seit sie denken können, führen sie ein freies, unbeschwertes Leben inmitten der Überreste der menschlichen Zivilisation. Die Unsterblichkeit verbringen sie damit, die Ruinen unserer Gesellschaft mit kindlicher Unschuld zu Bestaunen. Bis wie aus dem Nichts das Undenkbare geschieht: Ein Mensch taucht auf und weckt uralten Durst in den Herzen der Kinder…


    »Der Herr der Fliegen« mit Vampiren – in seiner neuen Comicreihe verleiht das Power-Duo bestehend aus Jeff Lemire und Dustin Nguyen (»Descender«, »Ascender«) dem Traum von ewiger Kindheit einen erschütternden Twist, wenn das Monster im Menschen zum Vorschein kommt.


    https://www.splitter-verlag.de/little-monster-1.html


    Quebec im Winter 1922. Bei einem waghalsigen Ritt über einen zugefrorenen See bricht Daniel, ein junger Mann von halbseidener Herkunft, im Eis ein und kommt nur knapp mit dem Leben davon. Sein hünenhafter Retter bringt Daniel nach Sheridan Manor, wo der Hausherr Angus Mac Mahon ihn einlädt, bis zu seiner Genesung sein Gast zu sein. In einem abgeschiedenen Flügel des Hauses hütet Mac Mahon ein Geheimnis: seine Nichte Edana, die seit dem Tod ihres Vaters in tiefe Katatonie verfallen ist. Aber die junge Frau ist bei Weitem nicht das einzige Mysterium in Sheridan Manor, denn tief, tief in seinen Eingeweiden hütet das Anwesen ein Tor zu einer Welt, die direkt dem Albtraum eines Wahnsinnigen entsprungen sein könnte…


    Beseelt vom Geiste Edgar Alan Poes, den Horror eines H. P. Lovecraft atmend und einer visuellen Ästhetik à la Tim Burton verschrieben, lädt dieses gruselige Abenteuer seine Leser zu einer Reise in absolute Finsternis ein.


    https://www.splitter-verlag.de…or-1-tor-von-gehenna.html


    Die Invasion der Geister bringt das Ende der Welt...


    Millionenfach tauchen die Geister der Toten aus dem Nichts auf. Stündlich werden es mehr. Bald stehen sie auf der ganzen Welt, reglos, leuchtend, ungefährlich. Auf Straßen, in Wohnungen, sogar am Himmel. In den Städten es gibt keine Nacht mehr, denn das Totenlicht überstrahlt alle Dunkelheit. An der Absturzstelle eines Flugzeugs in Spanien, in der einzigen Wüste Europas, warten Rain und ihre Schwester Emma auf die Geister ihrer verunglückten Eltern. Auch Tyler, ein schweigsamer Norweger, ist auf seinem Motorrad in die Einöde gereist, um noch einmal seine tote Freundin zu sehen.

    Dann erscheinen die Geister. Doch diesmal lächeln sie.

    Und es ist ein böses Lächeln.


    Comic-Talent Jurek Malottke (»Das Fleisch der Vielen«) adaptiert den Horrorroman von Spiegel-Bestsellerautor Kai Meyer (»Die Seiten der Welt«) auf unnachahmliche Weise.


    https://www.splitter-verlag.de/phantasmen.html

    Liebe Leute,

    ich bräuchte mal kurz eure Hilfe.


    Ich habe mir über den örtlichen Buchhandel DER ANGLER und FATHER VENN bestellt.

    Michael hat das auch netterweise direkt über den Verlag abgewickelt und verschickt.

    Im Buchladen stehen nun aufgrund der unorthodoxen Bestellmethode nur "sonstige Bücher" auf dem Kassenzettel.

    Einmal EUR 16 (für FATHER VENN) und einmal EUR 35,50 (!!!???).
    Leider ist der Wandler-Shop gerade im wohlverdienten Urlaub, so dass ich den Preis gar nicht verifizieren kann. Ich hatte EUR 17 oder 18 im Kopf für DER ANGLER.


    Kann mir das jemand bestätigen?

    Lieben Dank euch.


    Sorry, hat sich gerade erledigt. Es steht recht klein hinten auf dem Buch. Es sind EUR 17,-
    Hatte ich auf den ersten Blick übersehen.

    Ich habe das Buch jetzt auch durch und bin schwer begeistert. Auch wenn nicht alles für mich gezündet hat, ist FEUERSIGNALE am Ende doch eine runde, kompakte Sache geworden. Eine bunte Autorenmischung auf gemeinsamer Augenhöhe, mal was Anderes als nur deutsche Autoren. Einmal ganz davon abgesehen, dass sich mit den vier Erstübersetzungen von Grabinski hervorragend wuchern lässt.


    Den Tem-Beitrag fand ich sehr faul und beliebig und UNSERE GEBIRGE empfand ich ebenfalls als thematischen Ausreißer.

    Ansonsten gibt es nichts zu meckern. Ich halte sogar die Reihenfolge der Geschichten für außerordentlich gelungen. Nach Silkes Einstimmung gleich DER VERLASSENE ORT, die mich mit ihrer Melancholie sofort gefesselt hat, ein Highlight gleich zu Beginn. Es geht weiter ein wenig wie eine Zugfahrt durch moderates Gebirge, wobei bestimmt jeder seine eigenen Gipfel und Täler ausmachen kann.

    Gegen Ende für mich mit Felix VIOLETT nochmal ein deutlicher Anstieg. Ganz großartige Story, auch wenn ich bei Mammut bin, dass das Ende der Geschichte ein wenig so wirkt, als müsste jetzt eben ein Abschluss her.
    Auch bei DIE STÄHLERNE GRIMASSE vermisse ich eine Erklärung, warum der Protagonist der Meinung ist, dass sein geliebtes Urlaubsrefugium mit dem Einzug der Eisenbahn dem Untergang geweiht ist. Trotzdem hat für mich die Story als Ausklang funktioniert.


    Liebe Silke Katla : Von vorne bis hinten gelungen und selbst die Punkte, die ich jetzt angekrittelt habe, tun dem keinen Abbruch. Das ist nur meine Meinung und solche Ecken und Kanten machen das Ganze insgesamt gesehen lebendig.

    Fritz Leiber müsste ich auch mal weiter verfolgen. Ich hatte den immer "nur" als Fantasy-Autoren abgespeichert. Kürzlich dann in einer Vampir-Antho DAS MÄDCHEN MIT DEN HUNGRIGEN AUGEN entdeckt und war schwer begeistert.

    HERRIN DER DUNKELHEIT steht noch ungelesen im Regal.