Beiträge von Elmar

    So, liebe Katla

    Diese Woche habe ich den Film gesehen. Leider kann ich nie die Erfahrung machen, den ohne Kenntnis des Buches zu sehen.

    Während ich mit dem Buch mit immer mehr Abstand immer versöhnlicher werde - nicht falsch verstehen, ich fand das schon gut, nur zu lang. Inzwischen sehe ich aber immer mehr, was Adam Nevill beabsichtigt hat - frage ich mich, wie jemand, der nur den Film kennt, überhaupt irgendwas verstehen soll. Was es mit der Kiste auf sich hat, wird nur so lala erklärt, wobei ich die ersten Szenen des Films, was im Buch überhaupt nicht vorkommt, schon super fand.

    Knacker/Red und sein Cousin haben bei weitem nicht die Wirkung wie im Buch. Dort hat mir der schrittweise Shift von lediglich skurril zu amtlich bedrohlich sehr gut gefallen.

    Grandios war wieder das Monster-Design. Ich sage wieder, habe aber erst hinterher gemerkt, dass das gar nicht der selbe Regisseur war wie von THE RITUAL. Aber wohl der selbe Creature Designer.

    Aber auch hier ... Das kommt im Buch so gar nicht vor und ist wohl dem geschuldet, dass man was fürs Auge bieten muss.

    Insgesamt fand ich den Streifen aber unbefriedigend zusammengestückelt bzw. schon 100 mal gesehen (die Geister, die plötzlich im Hintergrund rumstehen).

    In Marburg habe ich gesehen, dass es beim VSS Verlag bzw. einem Imprint davon auch Horror Romane (vom Format eher Taschenhefte) gibt. Leider finde ich auf der Webseite nichts davon und gemerkt habe ich mir die Titel leider auch nicht.

    Generell ist auffällig, dass eine breite neutrale Leserschaft nicht existiert, sondern sich die Leserschaft in diverse Gruppierungen aufteilt. Das sieht man am geringen Interesse bei International, wenig Überschneidungen zwischen z.B. Heftromanen und anderen Kategorien, aber auch bei Anthologieanhängern vs. Romane.

    Meinst du damit, es gibt Romanfans, Anthologieanhänger und Heftroman Ultras (und was sonst noch), die mit deutlicher Vorliebe eine der Formen lesen? Ich kann da nur für mich sprechen. Ich lese alle 3 Formen gerne und es hält sich die Waage. Bei mir war es eher Zufall, dass ich eine der genannten Anthos überhaupt "schon" gelesen habe. Von den Romanen letztes Jahr keinen, auch international nichts. Bei den Heftromanen hänge ich auch bestimmt 2 Jahre hinterher, also keine Stimme für einen 23er Heftroman. So kommt bei mir der Ausschlag Richtung Antho zustande.


    Z. B. lese ich gerade IM EIS und denke, ach Mensch, hätte ich das mal 2 Jahre vorher gelesen.

    Elmar Ich habe das Buch gelesen und als interessant und gut befunden, wenn sie auch wenig Neues erzählt. Wenn Du mit der Art wie sie erzählt wenig anfangen kannst, würde ich Dir eher raten, die Finger davon zu lassen. Aber ich bin uneins, genauso gut kann ich mir vorstellen, dass Du es magst. Ich stelle immer wieder fest, dass mein Geschmack und der vieler Forenmitglieder weit auseinanderliegen, daher tue ich mir etwas schwer, hier Empfehlungen auszusprechen. Ich persönlich fand es ganz unterhaltsam, aber nicht besonders hervorstreichenswert. Sie ist bei sehr klassischen Strukturen geblieben und hat es mit ihrer eigenen, eher romantisierenden Erzählstimme ein gefärbt.

    Dieses "Silberne Geister" als Titel finde ich für den deutschen Buchmarkt, den auch Felix anklingen lasst, halt schon sehr symptomatisch.

    Danke Erik R. Andara

    Mein Referenzwerk für das Thema ist Theodore Roszaks SCHATTENLICHTER. Auch wenn ich noch einige andere Bücher mit Hollywood/Film Connection auf meinem SUB liegen habe.