Beiträge von Hospes

    Tschernobyl
    Stadthaus Ulm
    24.01.2026 - 25.05.2026

    Am 26. April 1986 erschütterte die Nuklearkatastrophe von Tschernobyl die Welt. Eine aus Reaktor 4 in die Atmosphäre hinausgeschleuderte radioaktive Wolke zog über ganz Europa hinweg. Ein Gebiet mit einem Radius von 30 Kilometern um das Atomkraftwerk wurde zur Sperrzone erklärt. Mittlerweile erobert sich die Natur den von Menschen verlassenen Ort so still wie hartnäckig zurück. Einige Künstlerinnen und Künstler nehmen die Entwicklung genauer in Augenschein.

    Ausstellung: https://kurzlinks.de/a158

    Pierre Huyghe
    LAS Art Foundation (Berlin)
    23.01.2026 - 08.03.2026

    Pierre Huyghes großformatige Installation in der Halle am Berghain umfasst Film, Sound, Vibrationen, Staub und Licht. Der Film, als mythologische Erzählung angelegt, folgt einer gesichtslosen, scheinbar hohlen menschlichen Gestalt. Er beschreibt diese Figur als "hybrides Wesen, eine unendliche Membran, die von Leere geformt wurde." Die Auftragsarbeit erweitert Huyghes kontinuierliche Suche nach Bedeutung, die jenseits menschlicher Vorstellungskraft liegt und bezieht dabei die Prinzipien von Quantencomputing und Künstlicher Intelligenz in seine künstlerische Forschung ein. Angesichts der wachsenden Überschneidungen von Quanten- und KI-Technologien untersucht das Projekt nicht nur ihre philosophischen und wahrnehmungsbezogenen Auswirkungen, sondern fragt auch, welche Welten denkbar sind – unmögliche, instabile oder solche, die noch in der Zukunft liegen.

    Ausstellung: https://kurzlinks.de/ut6f

    Vilhelm Hammershøi. Maler des stillen Klangs
    Kunsthaus Zürich
    03.07.2026 - 25.10.2026

    Selten ist Malerei so rätselhaft und zugleich faszinierend wie beim Dänen Vilhelm Hammershøi (1864 Kopenhagen – 1916 Kopenhagen). Als «Vermeer des Nordens» bezeichnet, ist er vor allem für seine Interieurs und Stadtansichten bekannt: verlassene Plätze, Räume, die ins Nichts führen, und Licht, das fahl in dämmrige Wohnräume dringt. Wenn Figuren auftauchen, erinnern sie gelegentlich an Werke Edward Hoppers. Ihre Darstellung von Einsamkeit wirkt auch heute noch tief berührend und aktuell.

    Die Ausstellung widmet sich auch der Rolle seiner Frau Ida Ilsted im kreativen Prozess, der immer feineren Ausarbeitung seiner Innenräume sowie den Verbindungen zwischen seinen Interieurs, Stadtansichten und Landschaftsbildern.

    Ausstellung: https://kurzlinks.de/u9ym

    Kabbala, Astrologie und Okkultismus?
    Exkursion am 03.06.2026

    Die kabbalistische Lerntafel der Prinzessin Antonia (1613-1679) ist als achtes Weltwunder bezeichnet worden; zugleich wurde das Bild als magisch und gefährlich verdächtigt. Der Bilderschrein in der Dreifaltigkeitskirche in Bad Teinach ist ein riesiges Wimmelbild zur biblischen Geschichte, das von der pansophischen Natur- und Sternenkunde des 17. Jahrhunderts her zu verstehen ist. Kabbalistische Ideen der zehn Wesenheiten Gottes verbinden sich mit Spekulationen zu Geheimnissen hebräischer Buchstaben und der Sternzeichen. Zu erkennen sind auch Spuren des umstrittenen Übergangs vom Julianischen zum Gregorianischen Kalender, den der in Weil der Stadt geborene Johannes Kepler (1571-1630) vorbereitet hatte. Kepler war nicht nur führender Astronom seiner Zeit; er hatte auch astrologische Vorstellungen und beschäftigte sich mit Horoskopen. Erinnerungsorte zu Phänomenen an der Grenze zum Übernatürlich-Okkulten sind dann im nahegelegenen Möttlingen zu besichtigen: im ehemaligen Wohnhaus der Gottliebin Dittus, die Pfarrer Johann Christoph Blumhardt (1805-1880) von ihrer Besessenheit heilte.

    Auf unserer Exkursion wollen wir auch die Frage stellen, was die Gedenkorte miteinander verbindet – und ob die Phänomene tatsächlich als übernatürlich, okkult und gefährlich zu verstehen sind.

    Veranstaltung: https://kurzlinks.de/23q5

    LEIKO IKEMURA. Motherscape
    Albertina Museum (Wien)
    bis 06.04.2026

    Die Fragilität und das Geheimnisvolle der menschlichen Existenz übersetzt Ikemura in Bilder, die zugleich universell und zutiefst persönlich sind. Ihr Werk zeichnet sich durch eine surreale Bildsprache aus und reicht von leuchtenden Gemälden über reduzierte Zeichnungen bis hin zu Skulpturen aus glasierter Terrakotta, Glas und Bronze. Ein zentraler Aspekt ihres Schaffens ist die enge Verbindung von Mensch und Natur, die durch eine Verschmelzung von Körper und Landschaft oder in Form von Hybridwesen zum Ausdruck kommt.

    Ausstellung: https://kurzlinks.de/2ek8

    Illustrierte Kinderbücher (1900-1930) aus der Sammlung Hartmann/Kubis
    Schloss Merseburg (Merseburg)
    bis 01.03.2026

    Die Auswahl der Exponate ist bis auf wenige Einzelstücke auf das erste Drittel des 20. Jahrhunderts begrenzt, einer Blütezeit der illustrierten Kinderbücher. Besondere Berücksichtigung finden die Illustrationen, die die verschiedenen Kunstrichtungen dieser Epoche voller Umbrüche widerspiegeln. Das Augenmerk richtet sich sowohl auf Zeichner und Gestalter als auch auf die in den Büchern behandelten Themen: den Alltag von Kindern in Stadt und Land, die Tiere des Waldes, Technik und Erfindungen, Entdeckungen und Reisen in die große weite Welt, nicht zu vergessen eine Vielzahl an Märchen.

    Ausstellung: https://kurzlinks.de/vrol

    Die Welt der Visionen von Zdzisław Beksiński
    BWA (Rzeszów, Polen)
    bis 01.02.2026

    Für Beksiński war die Malerei das Medium, in dem seine Seele am klarsten sprach – ein grenzenloser Raum, in dem seine Visionen lebendig wurden, jene Bilder, die "in seinem Herzen und hinter seinen Augenlidern schlummerten". Die Ausstellung bietet einen faszinierenden Querschnitt durch sein Schaffen und lässt die Entwicklung seiner Kunst über mehrere Jahrzehnte hinweg lebendig werden. Im Mittelpunkt stehen Gemälde aus den 70er- und 80er-Jahren, geprägt vom fantastischen Realismus, sowie Werke aus den letzten zwanzig Jahren seines Schaffens. Ergänzt wird die Ausstellung durch abstrakte Arbeiten aus den 50er-Jahren, die nicht nur den Dialog mit der damaligen Avantgarde dokumentieren, sondern auch den Beginn seiner unverwechselbar persönlichen künstlerischen Sprache markieren.

    Ausstellung: https://kurzlinks.de/3i5k

    Peter Birkhäuser
    Stiftung Peter und Sibylle Birkhäuser-Oeri (Binningen, Schweiz)
    Dauerausstellung

    Mit traditionellen Motiven im Stil der alten Meister beginnend über den Magischen Realismus entwickelte sich Peter Birkhäusers Malerei hin zu einem ganz eigenen, tiefschürfenden Gestalten von Bildern aus seinem seelischen Erleben. Die Traummalerei von Birkhäuser ist ein aussergewöhnliches Zeugnis des inneren Weges und Schauens eines Menschen. Sie fasziniert und berührt bis heute Menschen weltweit.

    Ausstellung: https://kurzlinks.de/s5iz
    ausgewählte Werke: https://kurzlinks.de/iton

    Magie
    Übersee-Museum Bremen
    bis 07.04.2026

    Magie ist die Fähigkeit, den gewöhnlichen Lauf der Dinge durch den Einsatz okkulter Kräfte zu verändern oder unsere Wahrnehmung durch das Wirken von Illusionen zu beeinflussen. Im Laufe ihrer langen Geschichte, hier wie dort, schwankte die Magie zwischen Glauben und Wissen, zwischen bösen und guten Absichten, zwischen Geheimhaltung und Spektakel.

    Ausstellung: https://kurzlinks.de/w637

    Félicien Rops. Laboratorium der Lüste
    Kunsthaus Zürich
    06.03.2026 - 31.05.2026

    Giftigste Blüte des Symbolismus, Bürgerschreck, Enfant terrible - viele Begriffe wurden verwendet, um den belgischen Künstler Félicien Rops und seine radikale Kunst zu beschreiben. Rops war ein Grenzgänger. Mit scharfem Blick und spitzer Feder stellte er Konventionen infrage und lotete die Grenzen der Kunst aus - gefeiert etwa von den Schriftstellern Charles Baudelaire und Joris-Karl Huysmans. Seine Werke widmeten sich insbesondere der Erotik und stellten sich gegen die Doppelmoral und das biedere Anstandsempfinden des bürgerlichen Zeitalters. Doch Rops war nicht nur Provokateur. Seine Kunst zeigt auch die Spannungen und Klischees seiner Zeit - besonders mit Blick auf Geschlechterrollen. Die Ausstellung lädt dazu ein, Rops als Meister der Zeichenkunst neu zu entdecken - und zugleich die gesellschaftlichen Vorstellungen des Fin de Siècle kritisch zu betrachten.

    Ausstellung: https://kurzlinks.de/vw13

    Misery. Nach dem Roman von Stephen King
    Stalburg Theather (Frankfurt am Main)
    mehrere Termine

    Als der Schriftsteller Paul Sheldon die Hauptfigur seiner erfolgreichen Romanserie „Misery“ sterben lässt, will er sich endlich anspruchsvollerer Literatur widmen. Doch kaum hat er ein neues, tiefgründigeres Buch fertiggestellt, verunglückt er auf schneeglatter Straße in den Bergen Colorados und wird in seinem Wagen eingeklemmt. Die Krankenschwester Annie findet ihn, befreit ihn schwer verletzt aus dem Wrack und nimmt ihn mit auf ihre abgelegene Farm, um ihn zu pflegen. Es stellt sich heraus, dass Annie Pauls größter Fan ist und die Romanfigur Misery über alles liebt. Dass diese nun im letzten Roman sterben musste, kann sie nicht verwinden und schmiedet einen Plan. Mit brutaler Gewalt zwingt sie den hilflosen Paul, eine weitere Folge zu schreiben und Misery wiederauferstehen zu lassen. Es entbrennt ein Spiel von gegenseitigen Abhängigkeiten, das sich immer mehr steigert. Paul wird klar, dass er seine bisher größte Geschichte planen muss: wie er mit seinem Leben davonkommt.

    Veranstaltung: https://kurzlinks.de/vdry

    Antike Reloaded
    Clemens Sels Museum (Neuss)
    30.11.2025 - 07.06.2026

    Die Begeisterung für Erzählungen der Mythologie rund um das Leben, Lieben und Leiden von Venus, Mars, Amor & Co. erlebt aktuell insbesondere in der Popkultur eine wahre Renaissance - von Serien und Filmen über Romane und Comics bis hin zu Computerspielen. Die Abenteuer antiker Götter und Göttinnen, Helden und Heldinnen waren bereits für Künstler*innen seit der frühen Neuzeit eine Quelle der Inspiration. Die einstige Allgegenwart mythologischer Themen lässt sich eindrücklich an zahlreichen Werken nachvollziehen: von Sonnengott Apollo und der Jagdgöttin Diana bis hin zu Herkules und fabelhaften Monstern wie der Sphinx oder dem dreiköpfigen Höllenhund Zerberus. Gemälde, Skulpturen, Zeichnungen und Drucke von Gustave Moreau, Odilon Redon oder Ker Xavier-Roussel, Walter Crane, Max Klinger und Hendrick Goltzius laden zu einem spannenden Streifzug durch die Welt antiker Mythen und Sagen ein.

    Ausstellung: https://kurzlinks.de/ua5h

    Drachen
    Hessisches Landesmuseum (Darmstadt)
    02.10.2026 - 17.01.2027

    Die interdisziplinäre Ausstellung beleuchtet Drachen sowohl aus kunsthistorischer als auch naturwissenschaftlicher Perspektive. Sie präsentiert herausragende europäische und ostasiatische Kunstwerke von der Antike bis zur Gegenwart, und zeigt naturwissenschaftliche Exponate wie seltene Dokumente der Wissenschaftsgeschichte, jahrmillionenalte Fossilien oder Tierpräparate. Ergänzt wird dieses vielfältige Panorama mit digitalen Inhalten, einer Erzählschiene für Kinder, einer Leseecke und Zeichenwand sowie stimmungsvollen audiovisuellen Installationen. So können Jung und Alt entdecken, wie viel Wirklichkeit in dem jahrtausendealten Mythos "Drachen" steckt.

    Ausstellung: https://kurzlinks.de/jozr