Um aus dem von Dir unterschriebenen Manifest zu zitiereren:
Auch hier wieder im Text selbst:
1) "[...] eine ernsthafte Bedrohung der Meinungs-, Kunst- und Publikationsfreiheit [...]"
2) "[...] Cancel Culture [...]"
3) "Offene Diskussionen und freie Meinungsäußerungen über strittige Themen lehnt sie [die 'Bewegung der Gender-Extremisten'] ab."
Klingt für mich alles sehr nach "Ich darf nicht mehr sagen, was ich will." - während sehr laut Äußerungen getätigt werden, die eindeutig dem politisch rechten Spektrum zugeordnet werden können.
Nun, es ist immer eine Sache, wie etwas gemeint ist und wie es beim Leser ankommt. Das muss nicht immer identsich sein. Ich denke schon, dass es eine Einschränkung der künstlerischen Freiheit ist, wenn Gruppen, Texte öffentlich verteufelen, weil keine queere Person vorkommt, wenn Bilder von Nominierungslisten genommen werden, weil sie vermeintlich sexistisch sind. Okay, ich persönlich hätte sie nicht gerade Extremisten genannt, aber wie gesagt, es musste ein Kompromiss her,
Ich finde es immer sehr fragwürdig, einer Person rechtes Gedankengut zu unterstellen, wenn man sich nicht einmal die Mühe macht, diese Peron überhaupt erst einmal kennenzulernen.
Ich finde, dass wir mit gegenseitigem Verständnis weiter kämen, aber genaus dieses Verständnis wird mir von der ach so guten woken Blase nicht entgegengebracht, da wird unsterstellt, diffamiert und gelogen.
Ich kann mich Ender nur anschließen, wenn auch etwas anders formuliert: Du schreibst hier, dass Du nicht allen Einzelheiten des Manifests zustimmen würdest. Das glaube ich Dir sogar. Der Punkt ist aber, dass Dir die menschenfeindlichen Dinge, die dort drinstehen, offenbar nicht wichtig genug waren, um von diesem Text Abstand zu nehmen. Und da kannst Du nun toben wie Du willst, aber es sagt schon einiges über Dich aus. Du schreibst hier, Leute hätten sich vorschnell ein Bild von Dir gemacht. Aber strenggenommen hast Du das mit Deiner Unterschrift unter solch einem Text auch selbst geschaffen.
He, he, ich tobe nicht, das sähe anders aus.
Ich habe nicht gesagt, die Leute, sondern ein bestimmter Leut.
Ich stehe dazu, dass ich vorschnelle Verurteilungen nicht gutheiße. Egal aus welcher Ecke sie kommen. Das Gespräch oder besser gesagt, den Streit, habe ich oft genug gesucht und der hat leider zu nichts geführt. Die einen - woken - sind die Guten, die ganz alleine wissen, was gut fürs Volk ist, die anderen sind die Gestrigen, Männer, weiß, alt, Vergewaltiger, Rechts und was weiß ich nicht noch. Wenn sie dieses Feindbild brauchen, bitte schön. Stimmen muss es deshalb noch lange nicht.
Um die Sache einmal anders zu betrachten: Sowohl die Veröffentlichung im Blitz-Verlag als auch das "Aktionsbündnis" schaffen es offenbar, mancherlei Leute zur Diskussion anzuregen. Vermutlich nur nicht so, wie die Beteiligten sich das gerne erhofft hätten.
Ich kann weder für den Autor noch für den Verlag sprechen, aber ich vermute ganz starkt, dass sie ganz genau diese Diskussion erwartet haben, wiel es diese schon so oft gegeben hat.