Beiträge von Ender

    Hallo Marianne,

    die Intention dahinter kann ich schon erkennen. Die Diskussion darüber, ob und wie man solche Bilder von Katastrophen, Kriegen, Verbrechen etc. verwenden sollte, ist ja nicht neu. Es gibt sicher Argumente dafür und dagegen, also quasi Realismus vs. Sensationslust. Letzteres will ich dir nicht unterstellen, aber es ist halt schwierig. Schon wenn es dabei um Journalismus geht, also zunächst mal eine reine Berichterstattung, kann man darüber geteilter Meinung sein. Und im Rahmen von (wenn auch ernsthafter) Unterhaltung finde ich es erst recht problematisch. Aber wenn nun darüber diskutiert wird, dann ist ein erstes Ziel ja schon erreicht.

    Ich muss es ja nicht gut finden.

    Puh. Nennt mich zimperlich, aber die Abbildung, die ja ganz offensichtlich an das berühmt gewordene tatsächliche Foto der am Mittelmeerstrand angespülten Kinderleiche angelehnt ist, finde ich ehrlich gesagt ziemlich geschmacklos.

    Ja klar, es soll schockieren oder besonders drastisch sein, aber das hätte man auch anders lösen können als - nur leicht verfremdet - ein reales Opfer abzubilden. Ich find's unangenehm.

    Hmm. So ganz kann ich mich euren Lobeshymnen nicht anschließen.

    Positiv: Ein stimmungsvoll-atmosphärischer Road Trip (auch wenn die "Roads" gemieden werden), ein dazu passendes ruhiges Erzähltempo. Man bekommt ein Gefühl für die endlose Weite des Landes und die Gewalt der Natur.


    Trotzdem fand ich das Ganze eher enttäuschend. Die Hauptfigur ist durch und durch unangenehm: ein Killer, der die ganze Zeit emotionslos Leute umbringt, gerne auch mal Unbeteiligte. Ganz offenbar etwas, was er schon sein ganzes Leben lang gemacht hat. Hmm. Emotionen empfindet er nur für seine Frau, die er ach so wahnsinnig liebt – was ihn allerdings nicht daran hindert, auf dem Weg zu ihr bei der ersten Gelegenheit mit einer anderen rumzuvögeln.


    Die Handlung ist sehr schlicht und dreht sich eigentlich nur im Kreis: Ankunft in einer Stadt, dort gibt’s Ärger und er sticht oder knallt irgendwen ab. Dann zieht die Truppe weiter, erreicht nach ein paar Tagen die nächste Stadt und es geht wieder von vorne los.

    Interessant wurde es kurz, als die durchaus gruseligen übernatürlichen Elemente ins Spiel kamen: die wirken zunächst spannend, spielen dann aber leider im Laufe der Geschichte kaum eine sinnvolle Rolle.

    Manches wird auch einfach nur kurz angerissen und dann nie wieder erwähnt (Stichwort Zeitschleife).


    Man wartet immer auf irgendeinen besonderen Kick, aber der kommt einfach nicht. Es gibt in der Geschichte keine echte Entwicklung, keine Überraschung und keine zusätzliche Ebene, die sich mal auftut. Stattdessen: nächste Stadt, nächster Kampf, nächster Mord. Dann ein paar kalte Nächte unterm Sternenhimmel. Repeat.

    Schade. Kein kompletter Reinfall, aber da wäre viel mehr möglich gewesen.

    Wenn ich es richtig sehe, dann ist die Liste am Anfang dieses Threads nicht um die genannten Titel ergänzt worden. Um sich einen Überblick zu verschaffen, müsste man also sämtliche Beiträge nochmal durchsehen.

    Lässt sich das noch in einer Gesamtübersicht zusammenfassen?

    In einem 4- oder 5-minütigen Beitrag kann man natürlich keine tiefschürfenden Analysen erwarten, aber diese "Kann Fantasy auch gute Literatur sein?" Pro-und-Kontra - Gegenüberstellung ist dermaßen platt und oberflächlich ("Ja, kann es" vs. "Nein, ist doch alles das selbe"), da hätte man sie sich auch gleich sparen können.

    "Dead Man" zähle ich zu meinen All-Time-Lieblingsfilmen.

    Es ist allerdings schon sehr lange her, dass ich ihn zuletzt gesehen habe. Ich traue mich fast nicht, ihn nach so langer Zeit nochmal anzuschauen. Man sollte dafür auf jeden Fall in der richtigen Stimmung sein. Entspannt, würde ich sagen..

    Ich kenne nur die Verfilmung ("The Girl with all the Gifts"), und die hatte mir seinerzeit sehr gut gefallen.

    Mittlerweile ist die Erinnerung hinreichend verblasst, so dass ich mir eigentlich auch mal das Buch vornehmen könnte.

    Kleine Anmerkung: Oben im Text steht:

    Die Nominierungsrunde läuft bis zum 7. Mai 2023.


    … aber das ist doch schon die „Endrunde“, oder nicht? Nicht dass es da zu Verwirrungen kommt.


    Ansonsten stelle ich fest, dass ich von den nominierten Werken fast nichts kenne. Aber so oft wie „Mysterien der See“ genannt wird, werde ich mir das auf jeden Fall mal anschauen.

    Und schwupp - schon kann niemand mehr behaupten, der Preis hätte keine Auswirkungen auf die Verkaufszahlen…

    [...] es ist mir zu laut geworden. Da fliegt einem ja das Gehör raus[...]

    [...] aber die 2,5 Stunden Laufzeit haben mich doch abgehalten[...]

    [...] die Stakkatoschnitte, dass jede Sekunde mit Score zugekleistert ist und dass Leute da nur noch Superhero-mässig durch die Gegend fliegen ist mir echt zu krass[...]

    Ich gebe es ungern zu, da ich selbst fürs Kino arbeite (und hoffe, mein Arbeitgeber liest hier nicht mit), aber da nennst du ziemlich genau die Dinge, die mich auch am meisten stören.

    Und zum (Blockbuster)-Filmangebot: Es ist schon sehr hilfreich, wenn man Superhelden-Fan ist (bin ich leider nicht) oder ganz allgemein gerne immer wieder dasselbe sehen will. Leider scheint letzteres bei den meisten der Fall zu sein, denn wenn die Massen anstatt in den x-ten Star Wars-, Jurassic-, Fast&Furious- oder Avengers-Aufguss lieber öfter in etwas Neues wie, sagen wir mal, "Arrival" strömen würden, dann gäbe es davon auch mehr. Aber bevor sich ein Studio an neue Stoffe heranwagt, geht es lieber auf Nummer sicher und bleibt bei Sequels, Prequels, Remakes, Reboots und Franchises. So lange das funktioniert, ändert sich daran auch nichts. Schade.