Beiträge von Ender

    Oh, wow! Da hat der Wandler Verlag aber einen großen Namen an Land gezogen. Glückwunsch!

    Ein Frühwerk des Autors (2003), das bisher noch unübersetzt war. Genau sowas erhoffe ich mir von solch kleinen, engagierten Verlagen.

    Ich bin begeistert.

    Du haust hier eine Leiber-Leseerfahrung nach der anderen raus und ich habe schon seit Jahren "Hexenvolk" ungelesen im Regal stehen. Schande! Aber man kommt ja zu nix..

    Also lese ich jetzt immerhin diesen Thread, und das mit großem Interesse. Ist ja schon mal ein Anfang.

    👍🏼für diese ausführliche Vorstellung.

    Uff. Das klingt in der Tat ganz schön hart. Das schreckt mich zwar nicht grundsätzlich ab, aber in Verbindung mit dem sperrigen Schreibstil und der nicht eben geradlinigen Handlung ist das wohl eher nichts für mich. Aber halt doch irgendwie interessant ...

    Ich habe vor Jahren mal "Der Besuch" (OT: "The Wonderful Visit" von 1895) gelesen - ein recht kurzer Roman, der seinerzeit bei dtv in der schön gestalteten (wenn auch inhaltlich nicht passenden) Reihe mit Giger-Titelbildern veröffentlicht wurde.

    https://images-na.ssl-images-amazon.com/images/I/414qWXN8OvL._SX312_BO1,204,203,200_.jpg


    Es geht um einen Engel, der von einem Jäger "geschossen" wird und so unfreiwillig auf der Erde landet. Er lebt nun eine Zeit lang unter den ansässigen Dorfbewohnern und eckt aber mit seiner positiven, unschuldigen, durch und durch gütigen Art permanent an. Durch seine naive Sicht "von außen" und wie er die Menschen und die irdischen Zustände erlebt, legt Wells den Finger in so manche Wunde.

    An allzu viele Einzelheiten kann ich mich nicht mehr erinnern, aber ich weiß noch, dass mir diese letztlich bitterböse Gesellschaftssatire mit ihren Seitenhieben auf die Natur des Menschen damals richtig viel Spaß gemacht hat.

    Die Listen einzuschränken oder zu reduzieren kommt mir eher kontraproduktiv vor.

    Sie stellen ja - nach der bisherigen Vorgehensweise - keine von wem auch immer vorausgewählten "Longlists" dar, sondern schlicht und einfach Auflistungen aller VP-relevanten Werke des jeweiligen Jahrgangs.

    So kann man sich anhand dieser Listen erstmal einen Überblick verschaffen, was überhaupt so alles erschienen ist und dann ggf. das lesen, was einen interessiert. Auf viele der aufgeführten Bücher/Geschichten würde ich ohne solch eine Aufstellung erst gar nicht aufmerksam - und könnte sie somit nicht lesen, geschweige denn nominieren.


    Gerade für Leute, die nicht permanent und ganz tief im Thema "Horror und Dunkle Phantastik" drinstecken, ist diese Gesamtübersicht daher wichtig, finde ich - und genau die sollte man doch erreichen, wenn man den Preis möglichst breit aufstellen will.

    So, nachdem ich eines der oben erwähnten 3 Exemplare ergattern konnte, habe ich mich auch direkt an die Lektüre begeben. Tja - es gibt bereits so viele begeisterte und ausführliche Rezensionen in diesem Thread, dass mir gar nichts weiter zu sagen bleibt. Außer: Auch mir hat das Buch in jeder Hinsicht (optisch, stilistisch und inhaltlich, inklusive der netten Extra-Beilagen) hervorragend gefallen.

    In diesem Sinne, lieber Alexander: Halte uns bitte über künftige Veröffentlichungen auf dem Laufenden!

    Danke für die Mühe und das Engagement.

    Die hohe Anzahl an (offensichtlichen) Betrugsversuchen erschreckt mich ehrlich gesagt ein bisschen. Leute, das ist doch hier eine Just-for-Fun-Veranstaltung! Ein Hobby! Kein Titel wird durch sein Auftauchen auf der Nominierungs- oder Siegerliste plötzlich zum Bestseller! Die dadurch erreichten zusätzlichen Verkäufe bleiben im einstelligen Bereich! Was soll der Quatsch?!?

    Traurig.

    Sieh' es positiv: umso einflussreicher ist deine Stimme!

    Ich habe in dieser Kategorie auch schon mehrere richtig gute Bücher gelesen. Und ich hoffe sehr, dass sie nicht verschwindet, weil es für mich nämlich tatsächlich die interessanteste ist.

    Hallo Michael,

    wenn nach dem ganzen Hin und Her die Beteiligung diesmal besonders gering ist, dann ist das in der Tat frustrierend.

    Aber noch ist ja etwas Zeit, und außerdem gebe ich zu bedenken: da der Preis diesmal für 2 Jahre vergeben wird, gibt es doppelt so viel Lesestoff!

    Ich für meinen Teil werde bis Ende Februar noch einiges lesen und dann auf jeden Fall mit abstimmen. Natürlich nicht in allen Kategorien, aber doch in der einen oder anderen. Und ich bin bestimmt nicht der einzige, der das so sieht.

    Noch besteht Hoffnung!

    Bei Teil 1 ging es mir wie Vincent, bei Teil 2 dann eher so wie Nils bereits beim ersten.


    Teil 1 ist schon echt außergewöhnlich. So dermaßen "Over the Top", wie man es selten gesehen hat:

    Wie die Figur des John Wick nach und nach eingeführt wird, warum er also nicht einfach irgendein Killer sondern eben DER John Wick ist, wie alle entsprechend in Ehrfurcht erstarren; alleine schon die Motivation für seinen Rachefeldzug (Hund!), wie er dann nach und nach zur Tat schreitet, kompromisslos und unaufhaltsam, der Gangster-Ehrenkodex, die Idee mit dem Hotel als neutralem Boden ... das alles ist großartig aufgebaut und hat mir richtig Spaß gemacht.


    Teil 2 hingegen ist für mich ein Paradebeispiel dafür, warum die meisten Filme einfach keine Fortsetzung brauchen.

    Alles das, was im ersten Teil besonders und originell war (siehe oben) ist ja nun bereits bekannt, und damit bleibt letztlich nur noch ein stinknormaler 08/15-Gangster-Actionfilm. Außergewöhnlich an diesem Film war dann nur noch der extrem hohe Bodycount; als "tolle" Neuerung wurden diesmal halt besonders stylische Kulissen (Palast, Spiegelkabinett) für die endlosen Ballerszenen gewählt. Da stand dann ausschließlich der Spaß am Leuten-ins-Gesicht-schießen im Vordergrund, ohne die ironische Brechung aus dem ersten Film. Schwierig.


    An Teil 1 hatte ich großen Spaß, Teil 2 werde ich schnellstmöglich verdrängen, auf Teil 3 habe ich von vorneherein verzichtet.

    Großartiger Film, wenngleich das Anschauen ohne Frage äußerst schmerzhaft ist. Denn so richtig satirisch ist das alles ja nicht. Nach vier Jahren Trump-Präsidentschaft, zwei Jahren weltweiter Pandemie, jahrzehntelangem Wissen um die Klimakatastrophe ... ist ja längst offensichtlich geworden, dass selbst die absurdesten, abwegigsten, schwachsinnigsten Szenen durchaus nicht übertrieben, sondern verdammt realistisch sind. Keine klassische Komödie also, aber ein Film, der viele - einflussreiche! - Faktoren unserer teils grotesken Gegenwart sehr gut auf den Punkt bringt.