Beiträge von Tintenkiller

    Möchte denn niemand sonst eine Empfehlung aussprechen?

    Der Fliegenmann (Vincent Voss)

    ... habe ich mir auf dem MarburgCon geholt und fand ich lesenswert.


    Das Puppenhaus 1 (Feline Lang)

    ... bisher nur die Leseprobe gelesen, aber sehr angetan und fasziniert davon, werde ich mir noch bestellen.

    Ich war und bin begeistert von den beiden Festa-Bänden mit seinen Geistergeschichten. Ich mag viele der Geschichten darin und auch den Stil.

    Ein paar der Geschichten in den Festa-Bänden habe ich schon mehrmals gelesen, weil sie mir gut gefallen und mich gut unterhalten.

    Sein Stil wirkt auf mich atmosphärisch, humorvoll, unverkrampft. Er erzeugt eine positive Gruselstimmung, die gewaltarm und unblutig in den Bann zieht, vom Alltag ablenkt und in Erinnerung bleibt, ohne albern oder gekünstelt herüberzukommen.

    Ein wenig altmodisch sind die Geschichten schon, aber auf eine ruhige, reizarme Art, die sich angenehm anfühlt. Von den Figuren erfährt man nur das, was für die Geschichte relevant ist und nicht ihre ganze Lebensgeschichte und Gefühls- und Gedankenwelt.

    Es mögen eher harmlose Gruselgeschichten sein, aber welche, die vor dem geistigen Auge Bilder erzeugen und die Phantasie anregen. Bei den Geschichten kann ich gut entspannen.

    Als Literaturwerk ist "Frankenstein" ein Meisterwerk. Als Horror-Roman entspricht er vielleicht nicht mehr den heutigen Standards, aber ungeachtet des Genres hat Mary Shelley einen großen und nahezu unsterblichen Roman erschaffen.


    Die Geschichte scheint manches zu zeigen, was für die damalige Zeit typisch war, aber sich auch in der heutigen Zeiten noch weltweit finden lässt. Die Autorin hat etwas über das Leben und die Menschen geschrieben, das eine allgemeine Essenz erfasst und ergründet.

    Veränderungen und Fortschritte von damals zu heute scheinen sich beim Lesen bzw. beim Darüber-Nachdenken ebenso ermitteln zu lassen, aber mit der Erkenntnis, dass erst ein kleiner Schritt gemacht ist und noch ein weiter Weg vor der Menschheit liegt sowie dass solche Erfolge von einigen Menschen gerne rückgängig gemacht würden bzw. nicht jeder mit solchen Veränderungen zurechtkommt.


    Die Emotionen, Sehnsüchte und kontroversen Sichtweisen fand ich von Shelley zudem nachvollziehbar beschrieben.

    Auch wie Frankenstein ein Spezialinteresse entwickelt und in dem Zusammenhang auf unterschiedliche Sichtweisen und Lehren von Seiten der Gelehrten trifft und schließlich seine eigene Philosophie herausarbeitet und seinen eigenen Weg findet, konnte ich gut nachfühlen.


    Aus heutiger Sicht lässt die Geschichte um Victor Frankenstein und seinem "Monster" sich außerdem auf verschiedene Weise deuten.


    Die Geschichte mal im Original lesen zu können, würde auch mich reizen. Unter anderem um den Schreibstil der Autorin mal unverfälscht erleben zu können.

    Ich wurde durch die beiden Festa-Bände auf M. R. James aufmerksam und bin sehr froh darüber. Nicht jede seiner Geschichten begeistert mich auf die gleiche Weise, aber mehrere Geschichten aus Band 1 und 2 gehören mittlerweile zu meinen Lieblingsgruselgeschichten. Ich mag seinen Erzählstil und Humor und wie er Atmosphäre erschafft.

    Schon ein paar Mal gelesen und immer wieder begeistert bin ich von:

    - "Die Macht der Runen",

    - "Eine Schulgeschichte",

    - "Die ungewöhnlichen Gebetbücher",

    - "Pfeif nur, dann eil ich zu dir, mein Freund",

    - "Eine Abendunterhaltung",

    - "Zwei Ärzte",

    - "Der Trakrat Middoth".

    Jörg Herbig: Die dunkle Romantik einer Stadt


    Selbstverlag, 92 Seiten, DinA5


    Erscheinungsdatum: 19.01.2024


    Veröffentlichungsort: 63263 Neu-Isenburg


    Zum Buch:

    Eine Geschichte wie ein Mosaik. Literarische Fragmente in Anlehnung an die Epoche Romantik/ Schwarze Romantik mit Einflüssen aus Beat Generation, Underground-Literatur, Do-It-Yourself, Punk, Social Beat und Jugendliteratur.


    "Die angesprochene Romantik ist hier nicht zuckersüss, sondern dunkelbitter. Jörg hat mal wieder zahlreiche phantastisch-gruselige Erzählungen zusammengestellt, die für einen behaglichen Schauer sorgen."

    aus: undergroundpress.de


    "Seine Texte sind hier unterteilt in verschiedene Fragmente. Hier erzählt er gruselige, unheimliche Alltagsgeschichten. Ich hatte beim Lesen den Gedanken, dass es sich um einen Schwarz-Weiß-Stummfilm handelt. Diese ganz alten, in denen immer wieder schwarze Flecken auftauchen und die teilweise das Bild verdecken. [...] Die Geschichten haben nicht unbedingt einen normalen Anfang und ein normales Ende, sind aber keine experimentellen Texte, sondern ganz normale Texte, die einfach mittendrin anfangen und mittendrin aufhören nach irgendwas Erlebtem."

    aus: "Jerk liest 6" auf dem YouTube-Kanal "Relative Kälte"

    Cool, das sind ja schon einige! :thumbup:

    Ich hatte nur das vom Zauberspiegel gefunden.

    Ich hatte bei meinem Kommentar auch einen kleinen Denkfehler bzw. mich nicht klar genug ausgedrückt.

    Ich hatte dabei eigentlich nicht vorrangig an professionelle Rezis in Zines und E-Zines, sondern mehr an Meinungsäußerungen/ Begeisterungsbekundungen/ Weiterempfehlungen/ Besprechungen von Leser:innen, die sich das Buch GEKAUFT haben und danach vielleicht sogar für das Buch abgestimmt haben, gedacht.

    Ich hatte dabei nicht bedacht, dass Äußerungen zum Buch, die es in den sozialen Medien gab, ja nicht über Google zu finden und frei zu lesen sind.

    Kommentare auf Verkaufsplattformen, in Foren und Blogs ließen sich eventuell finden, aber da sah es eher mau aus, oder? Auch hier habe ich keinen eigenen Thread zu Zwielicht 16 entdeckt.

    Auch über die Suche stieß ich hauptsächlich auf Kommentare von dir selbst.


    Das ist mir irgendwie unverständlich ... Wenn ich für ein Buch beim VP abstimme, dann feiere ich es doch ab, wenn es dann den 1. Platz gewinnt.

    Und wenn ich in einem Phantastik-Literatur-Forum angemeldet bin, dann ist das Forum doch der geeignete Ort dafür ...

    Vielleicht habe ich das Ganze auch nur übersehen bzw. nicht gefunden.


    Andererseits: Aufgrund der VP-Regeln kann ein Buch mit zehn 3 Punkte-Stimmen locker gewinnen gegen ein Buch mit neunundzwanzig 1 Punkt-Stimmen.

    An Zwielicht 16 waren ca. 20 Leute beteiligt, wenn nur die Hälfte davon für das Buch mit 3 Punkten abgestimmt hat, könnte so schon einiges an Punkten zusammengekommen sein.

    Sorry, ich bin ein A ...! Es war nicht böse gemeint. Zwielicht 16 hat den 1. Platz verdient gewonnen.

    Ja, natürlich. Bei den letzten Leserunden waren es 14 Bewerber. Bei der Zwielicht 17 Runde hatten sich 31 Leute beworben. Ich finde das schon viel.

    Wenn du an beliebiger Stelle versuchst, jemand ein Exemplar anzudienen, um eine Besprechung zu bekommen, gibt es oft genug null Interesse.


    Hast du da gegenteilige Erfahrungen gemacht?

    Schade, dass es keine oder kaum Bewerber:innen für die Leserunden gibt, die sich das Buch dafür selbst kaufen.

    Ich finde es auch befremdlich, dass ich so gut wie keine Besprechungen zu Zwielicht 16 im Netz finden konnte - jenes Zwielicht 16, das den 1. Platz beim VP gewonnen hat (habe ich die Besprechungen nur übersehen?).

    Vielleicht wäre es fairer, wenn ich solche Gedanken für mich behalte oder nur als Privatnachricht oder bei einem Con-Gespräch äußere ...

    War das deine erste Geschichte von Karin Reddemann?

    Ihre Art Geschichten zu erzählen ist ein wenig eigen, ich glaube, da muss man sich dran gewöhnen. Wenn man sich darauf einlässt bekommt man aber einen ganz eigenen Stil geboten.

    Auf der Homepage von Karin Reddemann gibt es einige Texte von ihr zu lesen, die nicht in Richtung Phantastik gehen und die mir gut gefallen. Bei diesen Nicht-Phantastik-Texten passt für mich alles gut zusammen, so dass sie für mich gut und mit Neugier komplett lesbar waren, auch die darin vorkommenden Personen waren für mich spannend.

    Ich werde bestimmt noch nach weiteren Texten von ihr Ausschau halten, unter anderem auf ihrer Homepage, aber nach aktuellem Stand bevorzugt Texte ohne Phantastik-Inhalte.

    Das Ordnungsamt und das Hexenhaus

    Die Geschichte habe ich zweimal gelesen: gleich zu Beginn, als ich mir das Buch geholt habe, und dann im Rahmen der Leserrunde noch einmal. Selbst beim zweiten Mal ließ die Story sich geschmeidig und mit Gruselstimmung lesen. Sie enthält die nötigen Horror-"Fetische und Trigger", um jene Sehnsucht nach einer guten Gruselgeschichte zu befriedigen, die einen dazu bringt, ein Horror-Magazin zu kaufen und es zu lesen. Der Schreibstil ist spannend, aber unaufdringlich, bleibt dezent im Hintergrund, überlässt dem Inhalt das Rampenlicht, setzt nur hin und wieder Akzente, in dem er eine für eine der Personen charakteristische Verhaltensweise offenlegt und betont wie zum Beispiel das Knacken eines Schlosses.

    Der Titel der Geschichte lässt bereits erahnen, wohin die Reise inhaltlich geht, was aber nicht stört, es erleichtert sogar das wiederholte Lesen der Geschichte. Dadurch, dass das eine Rätsel der Geschichte - wer wohnt in dem Hexenhaus? - bis zum Schluss nicht aufgelöst wird, lässt sich darüber auch jedesmal neu spekulieren. Ich halte es sogar für vorstellbar, dass niemand dort wohnt und das Hexenhaus so was ähnliches ist wie der schlammbedeckte Kombi in Stephen Kings "Raststätte Mile 81".

    Außerdem sterben in der Geschichte nur die Unsympathen.

    Eine perfekte Story für eine Horror-Anthologie/ ein Horror-Magazin!

    Ansichtssache

    Die Geschichte ist toll geschrieben, was den Schreibstil an sich und die Ideen für die Horror-Szenen betrifft, trotzdem war sie absolut nicht mein Fall, so dass ich mehrere Anläufe brauchte, um die Geschichte fertig zu lesen. Ohne Leserunde hätte ich die Geschichte nicht zu Ende gelesen ...

    Meines Empfindens nach bissen sich der Schreibstil und das Genre Horror. Der Schreibstil passte für mich nicht zu einer Gruselgeschichte. Auch fand ich die Personen auf anstrengende Weise uninteressant.

    Der Autoreninfo sowie ihrem Artikel Teuflische Flüche, eine bitterböse Witwe und ein grausig ungesunder Schönheitssegen nach scheint die Autorin sich bei ihren Publikationen bevorzugt im Horror- und Dunkle Phantastik-Genre zu bewegen. Dem Artikel nach scheint sie sich in dem Bereich auch gut auszukennen und wohlzufühlen. Leider fiel es mir auch beim Artikel durch den an sich hervoragenden, aber im Horror-Genre für mich ungeeigneten Schreibstil schwer, eine passende Stimmung und Konzentration aufzubringen, um die theoretisch spannenden Horror-Inhalte des Artikels die verdiente Neugier und Aufmerksamkeit zu schenken.

    Ich mag offenbar den Schreibstil und ich mag die in der Geschichte und im Artikel enthaltenen Horror-Elemente, aber leider nicht ihre Kombination, das finde ich selbst sehr schade ...