Beiträge von Tintenkiller

    Der Bram Stoker Award ist ein Literaturpreis, der von der Horror Writers Association (HWA) seit 1987 jährlich für außergewöhnliche Beiträge zur Horrorliteratur verliehen wird.

    Die Bezeichnung "außergewöhnliche Beiträge" finde ich inspirierend. Gefällt mir besser als "beste Beiträge".

    Eine Suche nach außergewöhnlichen Beiträgen könnte ich mir interessant vorstellen.

    Ohne jemandem zu nahe treten zu wollen (und ohne zu behaupten, ich könnte es besser), lässt sich im Horror- und Phantastik-Bereich doch recht häufig beobachten, dass es inhaltlich wenig "Neues" gibt und wirklich "Neues" auch eher unbeliebt zu sein scheint bei der Leserschaft.

    Wohlwollend könnte man sagen, dass es sich bei vielen Werken um eine Hommage handelt.

    Ziel eines Preises könnte es sein, ein Werk zu ermitteln, das im besonderen Maße außergewöhnlich ist.

    Eine Wahl von Texten mit außergewöhnlichen Ideen oder einer außergewöhnlichen Umsetzung fände ich spannend. Daran würde ich mich vielleicht sogar als Jury-Mitglied beteiligen.

    Kurzgeschichten (oder Romane), die "nur" einen (alten) Kinofilm nacherzählen oder einen Mix aus (alten) Filmen abliefern, flögen aus der Liste. Ebenso Texte, die zu stark von z. B. Lovecraft inspiriert sind, könnten ebenfalls aus der Liste fliegen. Auch Texte, die zu sehr Klischee sind, hätten eher wenig Chancen, lange in der Liste zu bleiben.

    Die Jury würde alle Texte in Form von Arbeitsteilung zunächst überfliegen und in drei Gruppen unterteilen: a) nicht außergewöhnlich, b) könnte eventuell außergewöhnlich sein und c) eindeutig außergewöhnlich.

    Aus der Liste von 600 Kurzgeschichten flögen dann alle Texte der Gruppe a).

    Übrig blieben voraussichtlich ca. 100 der Gruppe b) und ca. 50 der Gruppe c).

    Die Jury müsste dann die Gruppen b) und c) im Detail prüfen und in Diskussionen ermitteln, welche der Texte am Ende noch in der Gruppe c) übrigblieben.

    Im letzten Schritt würde die Jury schließlich die inhaltlich oder stilitisch außergewöhnlichste Geschichte benennen.

    Dieser Film ist ... schwer zu beschreiben (für mich zumindest). Ich habe ihn als außergewöhnlich empfunden, aber weiß nicht, ob andere ihn auch so einschätzen würden. Ich fand ihn gut und gut gemacht, dabei nicht auf mainstreamige Weise spannend, sondern eher undergroundig fesselnd.

    Der Film handelt von zwei begabten Musikerinnen aus dem Bereich der Klassik. Ihr Talent wurde in derselben privaten Musikschule perfektioniert, allerdings nicht zur selben Zeit. Die eine ist die Nachfolgerin der anderen. Als Erwachsene lernen sie sich kennen, scheinen sich auf Anhieb zu mögen, fahren bald darauf sogar gemeinsam in ein anderes Land in Urlaub. Für eine der beiden entwickelt der Urlaub sich zu einem Alptraum mit weitreichenden Folgen.


    Der Film läuft aktuell bei Netflix.

    Danke für den Hinweis! Klingt nach einem schwierigen, aber auch interessanten Thema. Wenn das Thema so umgesetzt wurde, wie ich es mir denke bzw. erhoffe, würde ich das Buch gerne lesen.

    Shadowman : Hättest du eine Liste mit allen 11 Ausgaben? Ich frage hauptsächlich der Themen wegen, weil ja wohl noch alle Ausgaben erhältlich sind. Bei einer Bestellung könnte man ja theoretisch auch gleich noch eine andere mitbestellen.

    Aktuell hat sich erst ein einziger Favorit herauskristallisiert. Im Vorfeld erwartete Favoriten scheinen noch Startschwierigkeiten zu haben.

    Darfst du eine Andeutung machen, wer der bisherige Favorit ist? Hat die Autorin/ der Autor schon einmal den VP gewonnen? Wurde der Roman hier im Forum besprochen? Ist die Autorin/ der Autor sehr aktiv im Forum?

    Wenn eine Jury die Wahl übernehmem würde, fände ich es als Zuschauer spannend, wenn das Thema noch mal unterteilt würde in Unterkategorien, z. B. beliebteste Vampir-Kurzgeschichte + beliebteste Zombie-Kurzgeschichte + beliebteste ...-Kurzgeschichte etc.

    So dass es am Ende mehr als nur eine Kurzgeschichte auf dem 1. Platz gebe.

    Es geht um einen Mann, der alte Video-Kassetten restauriert. Auf den Videos ist eine Amateur-Doku über einen unheimlichen Kult und ein gruseliges Hochhaus zu sehen.

    Manche moderne Filme wirken wie aus dem Filmbaukasten, bei denen möglichst erfolgversprechende Komponenten künstlich zusammengestückelt werden.

    Die Story der Serie war zwar auch nicht neu, aber die Erlebnisse und Personen und auch die Orte passten insgesamt gut zusammen.

    Die Serie hat sich aus meiner Sicht auf jeden Fall gelohnt. Hat meinen Geschmack getroffen. Die Schauspieler haben ihren Job auch gut gemacht.

    Das Ende der Serie fand ich zunächst doof und ärgerlich und etwas zu typisch, aber es blieb mir im Gedächtnis. Ich habe darüber nachdenken müssen. Und zwei Tage später fand ich das Ende doch gut.

    Das Buch hat mich beim Lesen schwer mitgenommen und im Anschluss lange beschäftigt. Ich fand es ein mutiges und gut geschriebenes Buch, aber emotional sehr anspruchsvoll. Ich könnte verstehen, wenn manche es nicht schaffen, es bis zum Schluss zu lesen, weil es ihnen emotional zu hart ist.

    Selbst eine Preisverleihung, die den meist verkauftesten Roman kürt, bildet leider nicht zwangsläufig den besten Roman ab.

    Sogar eine belesene und studierte Jury wird das nicht in jedem Fall schaffen.

    Bei einem Publikumspreis, der keine Vorgabe macht, was an einem Roman als "gut" und "punkte-berechtigt" zu werten sein soll, da fällt eben jede/ jeder Abstimmende ein ganz privates Urteil über die Qualität eines Romans, somit spielen der eigene Geschmack und die Sympathie unter anderem eine Rolle. Die bisherigen Gewinnerinnen und Gewinner haben den Preis sicher verdient gehabt. Es waren darunter auf jeden Fall auch qualitativ hochwertige Werke. Aber gewählt wurden höchstwahrscheinlich die beliebtesten, bekanntesten oder gepushtesten Autorinnen und Autoren. Sie wurden bestimmt mehr gelesen und ihnen wurden wohl auch einzelne Patzer leichter verziehen. Und in Einzelfällen erhielten sie vermutlich auch mal Punkte von jemandem, der ihr Werk gar nicht gelesen hat.

    Das klingt jetzt womöglich viel negativer als ich es meine. Im Grunde ist es doch nicht verwerflich, wenn jemand es schafft, beliebt zu sein und/ oder in seinen Werken beliebte Themen zu verwenden.

    Sowas ist auch nicht leicht.

    Preiverleihungen sind irgendwo auch ein bisschen Show und Illusion und ein Anlass zum Feiern.

    Ich überlege gerade, wer/ was mit dem Vincent Preis ausgezeichnet wird. Also, die genaue Bezeichnung. Vielleicht könnte man daran etwas schrauben, um die Wahl zu vereinfachen und die Wahlbeteiligung zu erhöhen.

    Wenn wir ehrlich sind, wird bei einem Preis wie dem Vincent Preis ja nicht wirklich der BESTE Horrorroman oder die BESTE Horrorgraphik am Ende zum Sieger gekürt, sondern der (im Forum) BELIEBTESTE Roman etc.

    Wenn das klarer formuliert ist, trauen sich vielleicht mehr Leute, ihre Stimme abzugeben und ohne Scham und Hemmung ihre Punkte nach Sympathie zu vergeben.

    Bei den Gewinnern der Vergangenheit spielte die Sympathie ja möglicherweise auch schon oft eine große Rolle.

    Da habe ich mit meiner Schätzung ja ganz gut getroffen. Für mich sind die Teilnehmer ausschlaggebend und nicht die Stimmpunkte.


    Wie aussagekräftig ist ein Preis, wo im Schnitt ca. 50 Personen abstimmen? Dafür der Aufwand? Zumal nicht alle Teilnehmer alles gelesen haben dürften. Versteh mich nicht falsch, aber gemessen an den Auflagen der Titel ist das verschwindend gering mit 0 Nährwert. Respekt, dass du für die paar Leute so viel Zeit investierst.

    Kommentare wie diese sind aus meiner Sicht einfach nur traurig. Aber sie spiegeln vielleicht tatsächlich eine breite Szene- und Forum-Meinung wider.

    Ich möchte diese Meinung/ Einschätzung gerne mit einer Gegenfrage kommentieren: Wie viel "Wert" oder "Sinn" ergebe dieses Forum, wenn man nur die täglich (!) aktiven (schreibenden!) Nutzer zählen würde (nicht die Anzahl ihrer Beiträge)? Oder die tägliche Anzahl der Beteiligten an Forum-Chats?

    Ich bin in diesem Forum angemeldet und beteilige mich mit Beiträgen, um die engagierten Forum-Gründer/ Admins zu unterstützen. Das ist auch der Grund, warum ich den Vincent Preis nicht hängenlassen möchte.

    Es wäre für mich nicht schlimm, wenn beschlossen würde, heute um Mitternacht das Forum für immer zu schließen. Genauso täte es mir nicht weh, wenn es den VP nicht länger gäbe. Aber ich fände es zum <X, wenn die Beendigung/ Beerdigung nur an der fehlenden Beteiligung läge.

    Im Forum ist manchmal zu sehen, zu wieviel Zusammenhalt das Forum und die Phantastik-Szene in der Lage sein können, allerdings auch hin und wieder das Gegenteil.

    Ich gönne Michael seinen VP und den Forum-Admins ihr Forum genauso wie ich Autoren und Verlegern ihre Bücher gönne, Fanzinern ihre Zines, Hobby-Musikern ihre Songs und Alben, ... [Ber]

    Dieses Verfahren mit der Begründung wäre zumindest fair.

    Andere Einschränkungen/ Kriterien könnten schnell diskriminierend werden.


    Bei den bisherigen Bücher-Vorschlägen und Kurzgeschichten-Nennungen scheint mehr Beteiligung zu bestehen als beim Sondernpreis.