Beiträge von Tintenkiller

    Es tut gut, in diesem Gedichtband zu lesen. Eine zufällige Seite aufzuschlagen und lesend und sinnierend durch den Gedanken-Garten, den der jeweilige Text offenbart, zu schlendern.

    Auch andere Dichter schaffen dieses Wunder, aber die Gedichte von Poe haben etwas von einem schaurig-schönen Nachtspaziergang, der die Sinne belebt und die Phantasie anregt.

    "Die blauen Gläser"

    Die Geschichte "Die blauen Gläser" kenne ich noch nicht. Im Internet habe ich dazu Buchbesprechungen gefunden, aber der Verlag des vorgestellten Buchs existiert nicht mehr. Leider habe ich sonst keinen Treffer zur Geschichte gefunden. Auch über eine Ebook-Suche kam kein Treffer. Schade.


    Aus diesem Grund habe ich mir damals auch sofort "The Doll" zugelegt. Hier sind Stories versammelt, die sie in sehr jungen Jahren geschrieben hat und die in Zeitschriften veröffentlicht wurden, danach aber nie mehr. Daher "lost tales".

    Interessant, danke!

    Ihre frühen Kurzgeschichten (The Doll: The Lost Short Stories (2011)) waren allerdings höchst enttäuschend. :-(

    Oh echt?! Dann werde ich mir die frühen Kurzgeschichten demnächst mal vornehmen.

    Bin gespannt, wie ich sie empfinde.

    Warum heißt es im Untertitel "The Lost Short Stories"?


    Die Texte, die ich bisher von ihr gelesen habe, empfand ich alles andere als enttäuschend, ganz im Gegenteil.

    Frühe Werke als "höchst enttäuschend" zu bezeichnen, ohne dies näher zu erläutern, ist ziemlich hart. Aber okay ...

    Was bedeutet "wissensreich geschrieben"?

    Ich meine damit, dass Daphne du Maurier ihrem Schreib- und Erzählstil nach ein gutes Allgemein- und Fachwissen besessen zu haben scheint, das sie sich nicht künstlich durch Recherchen für eine Geschichte hat aneignen brauchen, sondern vorher bereits besaß.

    Mir gefällt zum Beispiel, dass sie die verschiedenen Vogelarten wie selbstverständlich beim Namen nennt anstatt sich nur auf ungenaue Bezeichnungen wie "Vögel" zu beschränken, gleichzeitig klingt sie dabei nicht zu theoretisch oder besserwisserisch.

    Buch/ Ebook:


    Suhrkamp/ Insel

    insel taschenbuch

    Daphne du Maurier

    Die Vögel und Wenn die Gondeln Trauer tragen

    Zwei Erzählungen

    Aus dem Englischen von Brigitte Heinrich und Christel Dormagen. Neuübersetzung



    Meine Meinung:

    Schön geschrieben, bedrohlich geschrieben, wissensreich geschrieben.

    Das Vorwort von Marvin Chlada geht von Seite 5 bis Seite 10. Ergänzend zum Vorwort gibt es im Buch von Seite 60 bis Seite 62 einen Anhang von Marvin Chlada, in welchem er eine Reihe von zum Thema passender Literatur und Filme auflistet, genauer: 25 Literatur- und Film-Werke zu Poe und Der Rabe.

    Ja, habe ich.

    Meine Meinung zum Vorwort:

    Das Vorwort ist in einem angenehmen und nützlichen wissenschaftlichen Stil verfasst. Das Vorwort enthält spannende, teilweise für mich neue Details zu Edgar Allan Poe, zu verschiedenen Übersetzungen seiner Werke sowie speziell zur vorliegenden Übersetzung von Hedwig Lachmann, inklusive einiger Beispiele für ihre besondere Bedeutung bis in die heutige Zeit hinein.

    Das Vorwort hat einen gut lesbaren Aufbau und Schreibstil und bringt dem Buch einen Mehrwert, zudem besitzt es eine Länge, die weder zu ausschweifend und lang noch zu kurz und knapp wirkt.

    Aufgrund der Nachfrage, aber auch aus eigenem Interesse heraus habe ich das Vorwort von Marvin Chlada eben noch einmal gelesen. Und ich kann sagen: mit gleichbleibender Freude und Neugier. Fazit: Das Vorwort hat meinen Lesegenuss und meine Wissbegier zufriedengestellt und mir gleichzeitig Lust auf mehr gemacht.

    Edgar Allan Poe - Der Rabe und andere Gedichte

    Produktbeschreibung

    Gedichte
    Trikont-Duisburg und Dialog-Edition
    Duisburg 2022

    In der Übertragung von Hedwig Lachmann

    Mit einem Vorwort von Marvin Chlada

    Dieser Ausgabe liegt folgende Sammlung zugrunde: Ausgewählte Gedichte von Edgar Allan Poe. Übertragen von Hedwig Lachmann, Verlag des Bibliographischen Bureaus, Berlin 1891.


    Homepage des Verlags:

    https://dialog-edition.de/product_info.php?products_id=87

    Du kannst uns ja für den Vincent Preis 2022 deinen Tipp nennen.

    (...)

    Hast du schon Favoriten für den Vincent Preis 2022 ausgemacht?


    Bereits während der ersten Wahl/ noch vor der Nominierungsrunde tippte ich beim VP 2020/ 21, dass Vincent Voss, Markus Korb oder Tobias Bachmann den ersten Platz der Kategorie "Bester Roman national" belegen würde mit Tendenz zu Vincent Voss aufgrund seines Buchthemas in "Im Eis" und seiner phasenweise sehr engagierten Beteiligung im Forum (= sein Name ist im Forum auf unterschiedliche Weise häufiger zu lesen und präsenter).


    Zudem sah ich gute Chancen für Ina Elbracht und Alexander Blumtritt es in die Nominierungsrunde und unter die ersten fünf Plätze zu schaffen.


    In der Kategorie "Bestes Internationales Literaturwerk" tippte (hoffte) ich auf "Blutige Nachrichten" von Stephen King.


    In der Kategorie "Beste Anthologie/ Magazin/ Sekundärwerk" vermutete ich, dass sowohl "Zwielicht", "Phantastikum" als auch "Wenn die Welt klein wird und bedrohlich" unter die ersten fünf Plätze kommen werden.


    In der Kategorie "Beste Horror-Grafik" ahnte ich, dass ein Werk von Björn Ian Craig, Timo Kümmel oder Daniel Bechthold Platz 1 belegen würde.


    Den ersten Platz beim "Sonderpreis" vermutete ich ebenfalls, da schon öfters (verdient) nomiert und allmählich überfällig.


    Meine vorläufigen Tipps für die Nominierungsrunde und - in ihren jeweiligen Kategorien - gute Chancen auf einen der ersten fünf Plätze beim VP 2022:


    "Feuersignale",

    "Phantastikum 2",

    "Zwielicht 17",

    "Yuggoth - Ein Reiseführer",

    "Der letzte Traum",

    "Treibgut",

    "Lichterberg",

    "Hexenhaus".

    Ich komme nicht mehr ganz hinterher mit dem Lesen der neuen Ausgaben, so dass es zu einem kleinen Stapel ungelesener Neuer Sterne gekommen ist. Bin aktuell bei Nr. 79 angelangt.

    Die Buchvorstellung von Freda Warringtons "Dracula - Der Untote kehrt zurück" hat mich angesprochen. Mal sehen, ob das Buch noch über den Buchhandel vor Ort erwerblich ist.

    Der Heft-Beitrag "Der Vincent Preis. Ein polemischer Abgesang" war auch interessant zu lesen, vorrangig um mal einen anderen Blickwinkel kennenzulernen. Der Artikel enthält inhaltlich nichts Falsches, aber scheint die Gefühle und Beweggründe rund um den Preis teilweise fehlzuinterpretieren oder nicht verstehen zu wollen. Was aber in Ordnung ist, weil nicht jeder alles verstehen wollen muss und manches auf der Sachebene nicht bis ins Detail zu verstehen sein kann. Der Artikel seziert die Problematik einer Fortsetzung des Vincent Preis und bringt ein paar grundlegende Eigenschaften des Preises und andere offene Geheimnisse, die in den Forum-Diskussionen zu Tage traten, auf eine Weise zu Papier, dass sie als Schwächen des Preises zu werten sein könnten, aber auch, falls an Außenstehende gerichtet, alles mehr oder weniger auf den Punkt zu bringen scheint. Der Verfasser des Artikels ist/ war, laut Artikel, Forum-Mitglied und bot in der Forum-Diskussion wohl seine Unterstützung zur Rettung/ Veränderung des Preises in Form von Rat und Tat an, aber zum Zeitpunkt des Artikels offenbar mit mäßigem Erfolg aufgrund scheinbar mangelndem Engagements anderer Forum-Mitglieder. Nach dem Lesen des Artikels habe ich an meine eigene Nase gefasst und die Kritik, die der Verfasser äußert, auch als Kritik an mir selbst angenommen.


    Phantasticus:

    Deine "Neuer Stern"-Visitenkarte sieht echt cool aus! Gefällt mir. [aln]:thumbup: