Beiträge von Michael Tillmann

    Also neu und ungewöhnlich ist es nicht mit Rückblenden. Ist sogar in vielen Kurzgeschichten, als Stilmittel, weil man sonst kaum Handlung unterbringen kann und Erklärungen fehlen würden. Mit Endlosschleife, das haben wir wohl erst seit "Und täglich grüßt das Murmeltier", aber das ist auch schon ziemlich alt.

    Letztlich ist die Endlosdchleife schon der alte Sisyphus, oder?

    Also ich würde es mir sogar wünschen, in der Zeit zu springen und besonders schöne Momente noch mal zu erleben. Vor allem möchte ich bestimmte Personen noch mal wiedersehen. Aber sicherlich keine Endlosschleife Vorstellungsgespräch wie in der Serie.

    Das mit der Endlidschleife hat mich persönlich zu sehr an einzelne Folgen von Star Trek & Co. erinnert.

    Überhaupt nehmen Rückblenden immer mehr die Überhand. Manchmal wünsche ich mir sogar zur Abwechslung einfach nur eine geradlinige Story, die bei A beginnt und über B nach C läuft. Das macht heute kaum noch einer. Wäre fast eine kleine Revolution, lach.

    Mehr hat die Serie insgesamt gut gefallen. Ich fand auch den Anfang nicht schlecht, aber es war eine deutliche Steigerung in den letzten Folgen.


    Bin ich eigentlich die Einzige, die ganz gerne auf Bly Manor leben würde? - Also mit etwas weniger Spuk natürlich, aber sonst so. Vor allem hätte ich gerne einen Koch.

    Klar, zu grauenvoll dürfte der Spuk nicht sein, wenn man dort wohnen will. Aber generell denke ich, viele Leute müssten sich über Spuk eigentlich sehr freuen, denn ein Spuk wäre ja ein Beweis dafür, daß es noch etwas nach dem Dahinscheiden gibt. Das würde auf viele Menschen tröstlich wirken.


    PS: Ich hätte lieber einen indischen statt eines französischen Kochs, lach

    Hab zwar erst zwei Folgen von "Bly Manor", aber ist findet es gut. Gerade weil es ruhig und damit nah an "The Turning of the Screw" bleibt.


    Ich glaube nach "The Turning of the Screw" soll es auch mehrere Theaterstücke und sogar eine Oper geben. Hat sich schon mal jemand von Euch davon was LIVE gegeben? [Gho]

    Das ist dann aber eine Gratwanderung, bis zu welchem Maß das noch als positiv wahrgenommen wird und ab wann als anstrengend. Nicht jeder versteht jeden Dialekt gleich gut.

    Sicher... hätte ich so ähnlich wahrscheinlich auch geschrieben, wenn mein Lieblingsbegriff aufgefallen wäre.^^ Bleibt nur die Frage, warum der Knopf wirklich gedrückt wurde.

    Genau, diese Gratwanderung, wie weit man mit Akzent bzw. Dialekt gehen kann, halte ich für künstlerisch interessant.


    Knopfdrücken: Ich wollte halt wissen, wie die Leute hier so ticken. Vielleicht prägt mich auch mein Name, so daß ich Till Eulenspiegel Ambitionen habe. Den Leuten den Spiegel vorhalten. Es könnte aber auch ganz einfach sein, daß ich einfach so eitel war und mir meine gute Menschenkenntnis beweisen wollte. Man möge mir bitte diese Charakterschwäche verzeihen! :*

    Es sind ja großartige Sprecher dabei, aber gerade die Protagonisten klingen oft in meinen Ohren viel zu jugendlich und nicht charismatisch genug.

    Ja. Auch ich finde oft, daß das Alter der Protagonisten nicht optimal zum beauftragten Sprecher passt.



    Dann müssten die Amerikaner, Engländer und Franzosen auch alle mit Akzent reden. Tun sie nicht. Warum ist dann ein osteuropäischer Akzent "authentisch"? Scheint ja dein Lieblingsbegriff zu sein. ^^

    Ja, auch mit Amerikaner, Engländer und Franzosen könnte man gut spielen. Man beachte z.B. die Verfilmungen von "Mord im Orientexpress".


    Ich habe bezogen auf Gruselkabinett aber sogar noch besser Beispiele: Der bayrische Kutscher in "Draculas Gast" hätte bayrisch sprechen sollen. Und in "Der Schimmelreiter" hätte man mehr plattdeutsche Begriffe einflechten können.


    Hatte ja eine Wette laufen: Wenn ich bewusst als Anspielung auf einen anderen Tread hier das Wort "authentisch" benutze, wird ganz bestimmt jemand kommen und mich Fragen, ob solche mein Lieblingsbegriff ist. Man muß nur den richtigen Knopf drücken und die Leute reagieren sofort. ^^

    Ich mag den Film. Ich mag Filme, die nicht zu schnell sind. Die Darstellung der sexuelle Verklemmtheit des Protagonisten hätte man sogar noch ausbauen können. Gegen mehr Szenen hätte ich also nichts gehabt. Es gibt zu wenig kontemplative Filme. In Filme wie "Stalker" von Tarkowski könnte ich reinkriechen.

    Was mich teilweise sehr stört sind die modernen Dialoge, die zum Teil das Gefühl für die damalige Zeit verpuffen lassen.

    Ich bin zwar ein wirklich großer Fan des Gruselkabinetts, aber auch ich finde, daß bei den Dialogen noch Luft nach oben ist.


    Beispiel: Ich hatte als Kind ein Dracula Hörspiel, da wurde viel mit osteuropäischen Akzent gearbeitet. Das gab eine sehr authentische Atmosphäre. Bei Gruselkabinett wird leider nie mit Akzent gearbeitet, oder täusche ich mich?