Beiträge von Susanne

    Ich bin jetzt bei den "Abscheulichkeiten von Yondo" angekommen und habe dank YouTube alles als Hörbuch gehört.


    "Gehaltvolles" kann ich leider auch nicht dazu schreiben. Handlung war bis jetzt nicht so viel vorgekommen. Barocke Beschreibungen von exotischen Umgebungen. Intensive Landschaftsbeschreibungen.


    Den ersten Band habe ich schon mal gelesen als er gerade erschienen war und auch damals hat mir das meiste gut gefallen, aber schreiben konnte ich dazu auch nicht viel. Es ist die Vielfalt, die mir gefällt. Die unterschiedlichen Szenarien und die unterschiedlichen Themen und der visuell anregende Stil.


    Ärgerlicherweise fehlt mir nur der Band, der vergriffen ist.

    Die Geschichte hat einen ungeheuren Sog entwickelt und ich habe das Buch in einem Rutsch gelesen.


    Den Lobeshymnen schließe ich mich uneingeschränkt an - totale Begeisterung. Hier stimmt wirklich alles und passt perfekt zusammen. Die Einzelheiten wurden alle schon erwähnt und müssen von mir nicht wiederholt werden.

    Auch gekauft.


    Im Winter lese ich immer Bücher, die in Schnee und Eis spielen.


    Letztes Jahr habe ich "Terra Incognita" von Sara Wheeler und "Allein" von Richard E. Byrd gelesen.


    Sehr schön, dass es im kommenden Winter mal wieder ein Roman ist.

    Das Buch war so großartig und wichtig für mich, dass ich mich an die Verfilmung nie rangewagt habe. Und das Schicksal des Hundes -- obwohl beinahe vom Anfang des Buches an vorausgesagt -- kaum auszuhalten. Das Buch wird übrigens als eines der großen feministischen Werke gehandelt. Überhaupt halte ich Marlen Haushofer für eine große Schriftstellerin, die nicht den Platz einnimmt, der ihr gebührt. Wobei ich "Himmel, der nirgendwo endet" noch besser fand. Aber alles von ihr ist gut, wenn auch weniger phantastisch als "Die Wand" .


    Das ist lange lange her, dass ich das Buch (mehrmals) gelesen habe. Als der Hund erschossen wurde habe ich geweint - eines der wenigen Male, dass mich ein Buch zum Weinen gebracht hat.


    Was ist an dem Roman feministisch? Vielleicht konnte man das damals, als das Buch erschien so ansehen. Aber heute nicht mehr.


    Ich werde mir diesen Film nicht anschauen. Bitte keine fremden Bilder in meinem Kopf.


    "Himmel, der nirgendwo endet" kenne ich nicht. Werde ich mir merken.

    ... das kam für mich auch vollkommen aus dem Nichts. (Ist Entsprechendes im Buch?)


    Habe ich dich richtig verstanden und du hältst die Wand im Buch für nicht real?

    H. G. Wells – Die Meerjungfrau

    Erschienen 1901, 167 Seiten

    Ich habe die Ausgabe der Edition Phantasia gelesen.


    Der wohlhabende Randolph Bunting rettet eine junge Frau, die offenbar beim Baden im Meer in Schwierigkeiten geriet ... doch als er sie an Land bringt, stellt sich heraus, dass es sich um eine Meerjungfrau handelt. Die Meerjungfrau findet wohlwollende Aufnahme bei der Familie Bunting, doch das wahre Objekt ihrer Begierde ist der aufstrebende Lokalpolitiker Harry Chatteris, den sie einst beim Schwimmen im Meer gesehen hat und seither beobachtet. Als übernatürliches Wesen scheren sie die Belange und gesellschaftlichen Konventionen der Menschen wenig, und so versucht sie, Harry Chatteris zu verführen, obwohl dieser mit der reichen Erbin Mabel Glendower verlobt ist. Das Verhängnis nimmt seinen Lauf ...


    Die Maßnahmen den Fischschwanz zu vertuschen, der Selbstbetrug der Beteiligten, die Vermeidung von Konflikten, das Feststecken in gesellschaftlichen Zwängen usw. Die Meerjungfrau als unsterbliches und freies Wesen hat ein leichtes Spiel mit den Mitgliedern der viktorianischen Gesellschaft, die in starren Konventionen und falschen Selbstbildern gefangen sind. Chatteris ist zwischen der Meerjungfrau und seiner Verlobten hin und hergerissen. Man könnte meinen es handele sich um eine gängige Dualität von „guter“ und „böser“ Frau – aber so simpel macht Wells das nicht. Die Meerjungfrau hat sehr klare Aussagen zu den gesellschaftlichen Konventionen, die aber letztendlich nur ihren eigenen Interessen dienen. Die anderen Protagonisten können mit diesen Alternativen nichts anfangen. Zum Schluss führen Verwirrung, falsche Entscheidungen und Selbstbetrug in eine Katastrophe.


    Erzählt wird die Geschichte von jemandem, der sie auch nur aus zweiter Hand kennt. Dessen wichtigster Informant ist Melville, der aber als unzuverlässig wenn auch mit einem guten Gedächtnis beschrieben wird.


    Wells macht sich ausgiebig über die Konventionen der viktorianischen Gesellschaft lustig. Und das macht er so eloquent und süffisant doch ohne in Zynismus zu verfallen, dass es ein reiner Genuss ist das zu lesen. Ich war durchgängig am kichern, grinsen oder lachen.


    Es gibt ein Nachwort von Horst Illmer, der einige Erläuterungen zur Epoche und zur Einordnung in das Gesamtwerk von Wells beisteuert.


    Ein Roman, der mir großen Spaß machte. Aber nur bedingt ein phantastischer Roman.

    Ja! Unbedingt! Es ist magische Fantasy im besten Sinne. Ursula LeGuin schafft es sogra in diesem Genre, Relevanz zu schaffen. Ich habe es weihnachten 2019 in sechs glücklichen Tagen verschlungen. Eines meiner schönsten Leseerlebnisse überhaupt.


    Ebenso ... eines meiner schönsten Hörbuch-Erlebnisse.

    Der Hörbuch-Hamburg Verlag hat in diesem Jahr alle Erdsee-Bücher von Ursula Le Guin als Hörbücher veröffentlicht.


    https://www.hoerbuch-hamburg.de/serie/die-erdsee-saga-278/


    Dabei folgt er der illustrierten Gesamtausgabe von FischerTOR, die im Jahr 2018 in einer Neuübersetzung erschien – 1100 Seiten.


    https://www.fischerverlage.de/…guin-erdsee-9783596701605


    Vorgelesen wird von Oliver Siebeck (literarischer Teil) und Luise Lunow (Vorworte und Nachworte von Le Guin).


    Siebeck trägt die Geschichten sehr gefühlvoll und empathisch vor, was einen tiefen Eindruck bei mir hervorgerufen hat, ein starkes emotionales Verständnis für die Stimmungen und die Botschaften der Geschichten. Man kann darin auf die angenehmste Weise versinken.