Ich habe in den vergangenen Tagen zwei Gespenster-Krimis gelesen, und zwar "Das Kostüm" sowie "Hungriges Halloween". Beide stammen aus der Feder von Thomas W.
"Das Kostüm" dreht sich um ein Filmrequisit, in dessen Umfeld es immer wieder zu rätselhaften Begebenheiten kommt (Menschen verschwinden); die Sache gerät richtig aus dem Ruder, als ein Fan sich das Ding zu sich nach Hause holt ...
In "Hungriges Halloween" sehen wir uns dagegen mit einer Art Monsterinvasion konfrontiert, die eine amerikanische Kleinstadt irgendwo in der Wüste Arizonas heimsucht.
Ich kann beide Gespenster-Krimis rundum empfehlen. Aufgrund der durch das Format vorgegebenen Beschränkungen ist die Figurenzeichnung zwar nicht allzu tief und auch atmosphärisch hätte man hier und da sicher etwas mehr herauskitzeln können, wenn man denn Platz dafür gehabt hätte; aber für so eine Story stehen nun mal nur ca. 60 Heftromanseiten zur Verfügung, und in die hat Thomas Williams in beiden Fällen ordentlich was hineingepackt!
"Das Kostüm" ist die über weite Strecken ruhigere Story. Sie kommt mit deutlich weniger Figuren aus als "Hungriges Halloween", weswegen wir diese im Verlauf der Geschichte auch etwas besser kennenlernen (besonders den Protagonisten). Für mein Emfinden war der "Krimi"-Part hier etwas größer als bei der anderen Geschichte. Die Auflösung am Ende war stimmig und hat mir echt gut gefallen.
Dennoch mag ich "Hungriges Halloween" unterm Strich noch einen Tick mehr, weil hier alles ein wenig "drüber" ist, was das B-Movie-Feeling der Geschichte wunderbar unterstreicht. Hier begegnen uns ein grantiger Sheriff, ein narzisstischer Fitnessfreak und noch einige weitere überzeichnete Gestalten, die gut in das "Critters"-artige Setting passen.
Von mir gibt es also zwei Daumen nach oben für die Gespenster-Krimis. Wenn die alle so unterhaltsam sind wie diejenigen von Thomas W. , kann man sich die Dinger m.M.n. bedenkenlos einverleiben. 