Beiträge von Soeren Prescher

    Das hier finde ich ziemlich interessant:


    Der Horrorfürst Stephen King beteiligt sich an der neuen Serienadaption von The Stand bei CBS All Access. Im Vergleich zur Vorlage von 1978 will der Autor sogar ein gänzlich neues Ende für die Geschichte schreiben.


    Den kompletten Artikel gibt es hier.

    Ich fand die Serie ganz gut. An Horror habe ich dabei allerdings wenig(er) gedacht. Am Gruseligsten fand ich in der Serie die politischen Verschleierungsversuche der damaligen russischen Regierung.

    Ich kenne die damalige Meldung auch und weiß leider auch nichts Genaueres. Allerdings könnte ich mir vorstellen, dass die Langfassung im Zuge des Kinostarts kommen könnte. Würde auf jeden Fall Sinn machen ... außer natürlich die betroffenen Szenen wurden zwischenzeitlich für den zweiten Teil verwertet ...

    Vincent hatte mir das Buch beim Marburg Con gegeben und ich habe es ziemlich bald danach gelesen. Meine Einschätzung dazu lautete wie folgt:



    Zuerst ist es nur ein ominöser Regen bei strahlend blauem Himmel, dann folgen Bildstörungen im Fernsehen und dass die Menschen anfangen, sich komisch zu benehmen. Abweisend, gefühlskalt und wie ferngesteuert. Was sich zunächst wie das typische Leben der heutigen Smartphone-Gesellschaft anhört, entpuppt sich bei Vincent Voss als der Anfang vom Ende. Vom Ende der Welt, um genau zu sein. Die Hauptperson seines Romans „Infiltriert“ ist der Familienvater und Biologielehrer Florian „Flo“ Daunert, dem die Veränderungen als einem der ersten auffallen. Sowohl seine Ehefrau Merle als auch seine ältere Tochter Nele verhalten sich zunehmend merkwürdig. Einzig Töchterchen Lynn scheint von dem Phänomen verschont geblieben zu sein. Flo wundert sich zunächst schweigend, aber je deutlicher die Veränderungen zutage treten, desto mehr hinterfragt er das Ganze – und findet schließlich heraus, wieso er und Lynn nicht betroffen sind: Weil sie an der Rot-Grün-Krankheit leiden. Genau wie Flos Rockerbruder Tom. Zusammen versuchen die drei die Hintergründe aufzudecken, bringen sich dabei aber nur selbst in große Gefahr. Aus lauter Verzweiflung entführt Flo schließlich sogar seine infiltrierte Tochter Nele und sucht auf eigene Faust nach einer Heilung für sie. Dabei hat er selbst nicht die geringste Ahnung, wie er das anstellen soll.

    Die erste Hälfte von „Infiltriert“ ist zweifellos die stärkere. Gekonnt schildert Vincent Voss den Niedergang der Gesellschaft und wie sich ein Familienvater nicht damit abfinden will. Die Handlung will es natürlich, dass trotzdem alles immer weiter zu Grunde geht. Immerhin befinden wir uns in einem Endzeitroman. In der zweiten Hälfte sind die Möglichkeiten der Nicht-Infiltrierten etwas limitiert, weshalb es da eher ein verzweifelter Überlebenskampf ist. Das Ende ist genretypisch etwas offen, sodass bei Erfolg durchaus eine Fortsetzung folgen könnte.

    Schöne Geschichte – mit nur einem klitzekleinen Fehler: Am Anfang von Kapitel 16 heißt es: „Das U2-Cover von Johnny Cashs „One“. War das nicht eher umgedreht?

    Ich schaue gerade die zweite Staffel. Die Story an sich finde ich interessant, aber die Umsetzung ist stellenweise sehr anstrengend. Da scheint keiner normal zu reden, stattdessen muss ständig bedeutungsschwanger gesprochen werden - damit es ja mysteriös und rätselhaft ist. Ich glaube, das kann ich nur in homöopathischen Dosen konsumieren.


    Ich glaube, es ging einfach darum, die Frauen und Männer voneinander zu trennen, um den Leuten so klarzumachen, was sie am jeweils anderen Geschlecht schätzen oder eben nicht schätzen. Deshalb bekamen die Frauen in der Parallelwelt auch die Chance, dort noch einmal von vorne anzufangen. Hätten sie auf Dauer machen können, auch wenn das den Untergang der Männerwelt bedeutet hätte ...

    Alles andere drumherum im Roman war nur Beiwerk ...