Beiträge von Pogopuschel

    Habe jetzt die ersten beiden Folgen gesehen. War ein ziemlich sperriger Einstieg. Dürfte viele abgeschreckt haben. Umso mehr überrascht es mich, dass die Serie jetzt schon um eine zweite Staffel verlängert wurde. Interessant finde sie bisher aber schon. Ist anders, als die üblichen SF-Serien. Auf jeden Fall was Originelles, ohne irgendeine Vorlage.

    Disney+ habe ich durch die Telekom sechs Monate lang kostenlos. Bis auf alte Simpsons-Folgen und die tolle neue "Duck Tales"-Serie gibt es da nichts, was mich interessiert. Lohnt sich für mich überhaupt nicht.


    Sky hat duch seinen Deal mit HBO und Showtime immer tolle Serien im Programm und produziert inzwischen auch selbst gute Sachen. "Perry Mason", "The Plot Against America", "Euphoria" und "High Maintenance" habe ich da zuletzt noch gerne gesehen.

    2015 schrieb ich auf meinem Blog dazu:

    "Bedient sich inhaltlich schon stark bei einigen Klassikern wie Lovecraft und Bloch, und in Kombination mit dem trashigen Cover hatte ich stilistisch eher etwas Richtung Heftroman vermutet. Tja, so kann man sich täuschen, denn Talley ist ein exzellenter Autor mit einem ganz wunderbar eleganten Stil, bei dem sprachlich alles passt, und der mit seinem breiten Wortschatz und der stets richtigen Wortwahl eine sehr dichte und unheimliche Atmosphäre erschafft. Einzig die Namenswahl ist etwas plump ausgefallen. Die Äbtissin des unheimlichen Klosters in den sturmumtosten Karpaten heißt tatsächlich Batory, und, man ahnt es schon, der Name verheißt nichts Gutes.


    In der Rahmenhandlung geht es um einen jungen Studenten an der Miskatonic University (damit ist klar, wer das große Vorbild ist), der ein obskures Buch beschaffen soll. Dabei stößt er in einer zwielichtigen Kneipe auf eine illustre Runde, die ihm im Laufe des Abends vier sehr unterschiedliche, unheilvolle Geschichten erzählt, die aber alle etwas mit der Rahmenhandlung zu tun haben. Es gibt keine Jahrsangaben, aber im Laufe der Geschichten kann man sich zusammenreimen, dass die Handlung einen Zeitrahmen vom Ende des amerikanischen Bürgerkriegs bis zur Jahrhundertwende überspannt.Wie geschrieben, die einzelnen Geschichten und die Rahmenhandlung sind nicht unbedingt originell, aber Talley ist ein so toller Autor mit einem packenden, eleganten Stil, dass die Lektüre ein großes Vergnügen war.

    Ist mir ein Rätsel, warum ein so gut schreibender Autor noch nicht auf Deutsch erschienen ist."



    Im richtigen Leben ist er zuletzt eher negativ aufgefallen, als einer jener Anwälte, die von Trump als richter nominiert wurden, obwohl er dafür völlig unqualifiziert war.

    Schlechtes CGI ist mir in der Folge nicht aufgefallen. Aber ich bin mir nicht sicher, ob man der Handlung noch folgen konnte, wenn man das Buch nicht gelesen hat. Die Verbindungen zwischen den Familien gingen doch etwas unter, bzw. wurde dann viel zu schnell erzählt. Sie dürfte viele Zuschauer*innen verwirrt zurückgelassen haben.

    Von "Dublin Murders" habe ich Anfang des Jahres die ersten 4 Folgen gesehen, dann aber irgendwie den Anschluss verloren. Fand es nicht schlecht, vor allem mal ein erfrischend anderes Setting. Doch die Erzählweise hat mich nicht so richtig gepackt. Werde aber noch mal einen Anlauf versuchen.

    Kostet noch mal 4.99 Euro im Monat extra. Lohnt sich aber (zumindest für mich), da sie einige sehr gute Serien im Programm haben. Ich abonniere den Kanal nicht das ganze Jahr über, sondern nur gelegentlich, wenn was interessantes Neues dort erscheint. Dann nutze ich die Zeit effektiv, um viel zu schauen.

    Die Völkerfantasy hatte einen richtigen Fantasyboom ausgelöst, der auch vielen deutschsprachigen Autor*innen die Türen zu großen Publikumsverlagen geöffnet hat. Der Boom ist vorbei. Auch Heitz und Hennen verkaufen schon lange nicht mehr so viele Bücher wie noch vor zehn Jahren. Die Verlage hoffen alle auf The Next Big Thing, verzweifeln aber langsam, weil nichts funktioniert. Eine Weile setzte man verstärkt auf Science Fiction, aber das hat auch nicht so richtig geklappt.


    Der letzte große Überbestseller á la Twillight oder Harry Potter ist auch schon lange her. Ich glaube nicht, dass nach Hunger Games noch einmal einer kam (außer 50 Shades of Grey in der allgemeinen Belletristik, wo solche Erfolge auch selten geworden sind). Es gibt Bücher die sich immer noch ganz gut verkaufen, wie z. B. Leigh Bardurgos Das Lieder der Krähen, aber auch ganz viel, was sehr schlecht läuft. Je anspruchsvoller und/oder Origineller der Titel, desto geringer das Interesse der Leserschaft. Auch wenn es da natürlich Ausnahmen gibt.


    Von deutschsprachigen Autor*innen höre ich, dass es wieder schwieriger wird, bei den Verlagen unterzukommen. Aus Kostengründen geht aber auch die Zahl der Übersetzungen zurück. Wer eine Serie wie The Witcher schaut, kauft deswegen nicht mehr oder überhaupt Bücher, sondern sucht nach weiteren ähnlichen Serien. Außer bei Martin, der sich auch vor der Serie schon verkauft hat, wirkt sich eine Serienadaption nur noch sehr selten wirksam auf die Buchverkäufe aus.


    Für größere Verlage würde Weird Fiction wohl nicht ausreichend Exemplare verkaufen, dass es sich lohnt. Das sollte eigentlich ab 5.000 Stück aufwärts sein (wobei sich sehr viel in den Phantastikprogrammen nicht mehr solche Zahlen erreicht). Bei Kleinverlagen können auch 1.000 Stück schon ein Erfolg sein, aber die Übersetzungskosten, wenn man denn anständig bezahlen will, sind in der Regeln nicht zu stemmen und refinanzieren sich nicht durch die Verkäufe. Beispiel Golkonda, da haben es die Übersetzer*innen oft für lau gemacht, als Gefallen für den Verleger oder aus Liebe zum Text.