Beiträge von openupandbleed

    Von Robert N. Bloch gibt es mal wieder einen neuen Privatdruck:

    Im Zimmer der Skalpelle

    Hierbei handelt es sich um zwei bislang unveröffentlichte Erzählungen aus dem Nachlass von Malte S. Sembten.

    aus dem Werbetext:

    Im Zimmer der Skalpelle

    »Annika erwartete, dass sie ihre Krankenversicherungskarte vorlegen und Aufnahmeformulare unterschreiben musste. Stattdessen sagte die Angestellte mit heiserer, tonloser Stimme: »Gehen Sie zu den Aufzügen. Knotenpunkt B. Station 3.34.«

    Annikas Blick fiel auf die Hände der Sprecherin. Sie waren in halbtransparente Einweghandschuhe eingepellt. Eng wie eine zweite Haut umschmiegte das Latex die langen, bleifarbenen Fingernägel und die gelblichen Geschwüre auf den Handrücken. Ohne sich zu bewegen, ruhten die Hände vor der Tastatur des Computers.

    »Station 3.34. Sie werden erwartet«, wiederholte die Frau, ohne ihre Haltung zu verändern. Ihr Gesicht blieb hinter den Haarsträhnen verborgen …«


    Der Schutzengel

    »Nach der Kurve drehte sie auf. Der Fahrtwind prickelte auf ihrer Haut. Die nächste Kurve kam. Sie bremste nur wenig ab, sodass sie sich tief in die Kurve hineinlegen musste. Der Fahrtwind leckte mit rauer Zunge über ihre Glatze und biss ihr in die ungeschützten Augen. Schneller! Die Kurven Nummer drei und vier folgten direkt aufeinander. In jeder wurde ihre Schräglage so stark, dass erst ihre rechte, dann ihre linke Kniescheibe nur eine Handbreit davon entfernt waren, vom Asphalt weggefräst zu werden. Die Frau kniff die Lider gegen den Fahrtwind zusammen. Ihre Augen tränten.

    Vor der fünften Kurve streckte sich die Straße.

    Sie löschte den Scheinwerfer.

    Sie schloss die Augen.

    Sie gab Gas.«

    Zwei grausige Albträume aus der Feder von Malte S. Sembten


    ERSTE AUSGABE


    Limitierte Auflage von 90 Exemplaren

    Illustrierte Broschur mit 154 Seiten

    Preis: Euro 20,-

    Versand: Euro 2,20

    Versand (EU): Euro 7,-


    Robert N. Bloch hat wieder mal einen neuen Privatdruck fertiggestellt:

    LEONHARD STEIN

    DER FLÖTENBLÄSER UND ANDERES

    Leonhard Stein, ein junger Wiener Autor, veröffentlichte im Jahr 1918 den Erzählungsband Das Ballett des Todes sowie die Kurzromane Der Flötenbläser und Die Feuerlilie, die zum Formvollendetsten in der deutschen Phantastik zählen. Diese Wiederveröffentlichung bringt neben den beiden Kurzromanen auch vier Erzählungen, welche Zeitschriften und Anthologien aus den Jahren 1917 bis 1920 entstammen.
    Die Erotik und die erotische Metapher beherrscht die mystische Reiseerzählung Der Flötenbläser. Es wird das Schicksal der jungen, sensiblen Adligen Ariadne von Wenckheim geschildert, die auf der Hochzeitsreise nach Ägypten dem tierisch-maskulinen Bann eines einheimischen Flötenbläsers verfällt, oder der Bronzefigur eines Flötenbläsers, nach und nach die Bande zu ihrer europäischen Herkunft und ihrem blutleeren, konventionellen Gatten verliert, um schließlich im urtümlichen, orientalischen Mythos zu vergehen. In dieser psychologisch raffiniert nur mit Zwischentönen und Andeutungen arbeitenden Erzählung erweist sich der Autor schon als Sprachvirtuose, der etwaigen Vorbildern seiner Zeit formal bereits einen Schritt voraus war.
    „Eine kleine gefährliche Hochspannung” nennt der Amalthea-Verlag den in den Konventionen des Detektivromans beginnenden Kurzroman Die Feuerlilie, der rasch die halluzinierende Form eines Fiebertraums annimmt, in atemlos aufpeitschender Bildersprache vorwärtsgetrieben. In Frage zu stellen, die Hohlheit hehrer Werte aufzuzeigen, ist Steins ständige Intention. Das Thema der Doppelgeschlechtlichkeit ist für Stein ein weiteres Vehikel, um bürgerliche und moralische Konventionen zu hinterfragen oder zu verhöhnen. Die Wortwahl ist knapp, aber treffend, dennoch exzessiv, voller stimmungsbildender Vergleiche, und erzeugt eine Atmosphäre der übersteigerten Wahrnehmung der bizarr-grotesken Bilder.

    Limitierte Auflage von 90 Exemplaren

    Illustrierte Broschur mit 151 Seiten

    Preis. Euro 20,-

    Versand: Euro 2,20

    Versand (EU): Euro 7,-

    Ab sofort lieferbar!

    Im Arkana Heft sind tatsächlich nur die von Galle gefundenen einschlägig utopisch-phantastischen Titel aufgelistet.

    Zu Oberg: Mir hatte der Band „Der rote Marchese“ recht gut gefallen. Als ich zwei weitere Erzählungen in der BdUudW entdeckte, fand ich dass man sie auch wiederveröffentlichen könnte. Danach bekam ich Hinweise auf weitere Erzählungen im „Buch für Alle“, die ich dann in einem weiteren Band veröffentlichte.

    Inzwischen habe ich die restlichen einschlägigen Geschichten von F.C. Oberg als Privatdruck in Miniauflage wiederveröffentlicht. („Nur ein Traum?“ und „Der weiße Pfau von Eeksol“.

    Zusammen mit „Der rote Marchese“ ist damit das gesamte einschlägige Werk von F.C. Oberg zusammengefasst. Was natürlich nicht heißt, dass noch weitere Erzählungen phantastischen Inhalts in Zeitschriften und Magazinen verborgen sein kann.

    Seignolle schätze ich auch sehr, obgleich ich die Übersetzung von „Die Gezeichnete“ nicht sehr überzeugend fand. Den Comic hatte ich mir nicht angeschafft.

    Das Problem mit Seignolle ist, dass er erst 2018 verstorben ist.

    Ich übersetze nur Autoren, die wenigstens 70 Jahre tot sind und daher gemeinfrei.

    Mit dem Einholen von Rechten habe ich keinerlei Erfahrung, da bin ich zu sehr Amateur.

    Endlich konnte ich mich dazu aufraffen, meinen Erckmann-Chatrian Erzählungsband in die Druckerei zu geben.

    Die Übersetzungen hatte ich schon einige Jahre fertiggestellt, aber irgendwie kam immer etwas dazwischen.

    Nun habe ich die Bücher endlich vor mir liegen:

    Erckmann-Chatrian- Die Kinderräuberin und andere seltsame Erzählungen.

    Softcover, 151 Seiten, limitiert auf 50 nummerierte Exemplare, Einbandillustraton von Björn Ian Craig.

    12,50€ , Verpackung u. Porto: 2,30€ Deutschland, 7,50€ EU, Porto weltweit bitte erfragen.

    Bestellungen an m.manfredpetry@web.de