Beiträge von HarryW

    Eine schöne Idee, nur ist sie für regelmässige Leser eigentlich keine wirkliche Herausforderung. Egal. Ich denke, ich mache auch mit, allerdings lege ich mich jetzt noch nicht fest, da bei mir immer auch der Bauch mitentscheidet, was ich gerade lesen will. Mir wäre allerdings lieber, wenn die Kategorie "Heftromane" nicht dabei wäre. Für mich sind die echt Zeitverschwendung, und dass ich dann zufällig gerade einen wirklich guten herauspicke, ist bei der Flut eher unwahrscheinlich. Da wäre mir eine Kategorie für Sachbücher schon lieber.

    Heute begonnen. Bin noch nicht weit, stecke aber bereits knietief im nächsten Fall, der wenige Wochen nach der Handlung von Band 1 einsetzt. Und wie schon im ersten Teil merke ich als Leser, wie gut David Morrell recherchiert hat, um das London von 1855 wiederzugeben.


    Schon jetzt behaupte ich, dass jeder, der Band 1 mochte, auch Spass an diesem Teil hat. Von daher: eine klare (etwas frühe :D) Empfehlung.

    Hat nix mit moralin zu tun, sondern mit der Tatsache, dass wir alle älter werden.

    Also ich fühle mich immer noch meistens wie 12 ^^. Das Knirschen am Morgen beim Aufstehen kommt natürlich vom Bettgestell und nicht von meinen Knochen.


    Zu den Schauspielern: Ich freue mich immer, wenn ältere Actor benützt werden. Der Hollywood-Trend, dass jeder Schauspieler wie ein Model mit Waschbrettbauch aussieht und knochendürr daherstolziert, ist zum kotzen. Das sind oft gar keine richtigen Menschen mehr, was die Immersion wahnsinnig erschwert und zudem eine dämliche Vorstellung in die Köpfe der Zuschauer projeziert, wie Menschen auszusehen haben. Go on Arnie und Linda!!!

    Obwohl der letzte Terminator-Film eine ziemlich saure Gurke war, freue ich mich auf den neuen. Er scheint wieder eine Spur weniger auf ein Teenager-Publikum getrimmt zu sein. So wie ich den Trailer lese, wird darin mehrheitlich die Handlung des ersten Teils nochmals aufgeköchelt. Schade eigentlich, aber der Film wird hoffentlich trotzdem punkten. Ich freue mich mit ein wenig Vorbehalt.


    Ich denke, dass die mässigen King-Verfilmungen nichts mit der Schreibe von King zu tun haben. Mir fiel schon öfter auf, dass King-Verfilmungen immer äusserst direkt und viel zu viel kommunzieren. Alles ist zu sehr ausformuliert, zu klar ersichtlich, zu deutlich, nichts bleibt der Kreativität oder Phantasie des Zuschauers überlassen. So etwas ärgert mich ungemein. Nur schon die wichtigste Regel seit "Alien" wird bei praktisch allen King-Verfilmungen unter den Tisch gekehrt: Zeig nicht alles. Deute an. Lass den Zuschauer das Grauen in seinem Kopf erzeugen. Die Richtig guten Filme sind dann auch diejenigen, die sich sehr viel Freiheit nehmen, etwa Kubricks Shining. Kubrick sagte auch in einem anderen Zusammenhang: Du musst dem Zuschauer nicht sagen, dass sich zwei Personen (im Film) lieben, du musst es ihn fühlen lassen. Eine Regel, die das teure Hollywood-Kino leider (mit wenigen Ausnahmen) verlernt hat. Der ganze Mist ist auf möglichst viel Style getrimmt, weil das andere Mängel so hübsch überdeckt. Und wenn der Kinogänger wieder zuhause ist und langsam kapiert, dass er gerade für blöde verkauft wurde, ist das Geld leider schon weg.


    Schimpf-Modus aus.

    Im Schnelldurchgang geguckt. Tatsächlich halte ich Chernobyl für eine der interessantesten und unheimlichsten Serien seit langem. Die politischen Verschleierungsversuche, die furchterregenden Auswirkungen radioaktiver Strahlung, die wissenschaftliche Seite des ganzen Problems, die Ahnungslosigkeit der umliegenden Anwohner ... Für mich ist die Serie in jeder Minute eine Goldgrube an Grauen, Informationen und Drama. Mehr als einmal hatte ich einen dicken Kloss im Hals.

    Interessant finde ich, dass in außergewöhnlich vielen Geschichten christliche Protagonisten vorkommen: eine Priorin, Pastoren und streng gläubige ‚Privatpersonen‘. Ich kann mich nicht erinnern, dass ein anderes phantastisches Motiv so sehr in Verbindung mit bzw. im Gegensatz zu christlichen Lebensweisen angelegt gewesen wäre.

    Vor Lovecraft (bzw. dem modernen Horror) beruhte fast aller Horror auf christlichen Motiven, es ging immer um Katharsis. Das sorgt leider dafür, dass mich heutzutage praktisch alle alten Genretexte ärgern. Wenn man das Motiv einmal durchblickt hat, springt es einen von der ersten Seite an. Klar nahm damals die Kirche eine wichtigere Stellung im Leben der Menschen ein (heutzutage glücklicherweise nicht mehr - ich warte nur darauf, dass sämtliche Religionen verschwinden ... was wahrscheinlich nie geschehen wird), trotzdem kann ich alte Texte daher nicht mehr geniessen.


    Für "Von Werwölfen und anderen Tiermenschen" heisst das für mich, dass ich trotz grossem Interesse die Finger davon lasse.

    Bis zum Schluss war ich begeistert und freue mich auf die zweite Staffel. Die Dreharbeiten haben dazu schon im Sommer begonnen. Also freuen wir uns alle auf nächstes Jahr! Am liebsten würde ich die Comics lesen, um zu erfahren, wo es mit den Boys hingeht. Aber ich will mir den Spass nicht verderben.

    Ich habe in verschiedene Staffeln reingeguckt, da ja jede eine andere Story hat. Aber mehr als 2 Episoden konnte ich mir von keiner Staffel angucken. Irgendwas stimmte da nie für mich. Schade eigentlich, da die grundlegende Idee ja toll ist. Aber zum Glück gibts genügend Stoff für die Flimmerkiste (auch wenn sie heute nicht mehr flimmert ;)).

    Für mich las sich der Roman überhaupt nicht wie einer von Kai Meyer. In dem guten halben Dutzend Romane, die ich von ihm gelesen habe, wirkten die Figuren allesamt Flach (mit Ausnahme von "Das zweite Gesicht", meiner Meinung nach Meyers bestes Werk). In Klammroth dagegen wirkte nichts überhastet oder oberflächlich, da war eine psychologische Tiefe vorhanden, die ich in Romanen wie "Der Schattenesser", "Göttin der Wüste" oder etwa "Phantasmen" vermisse.


    Damit mich niemand falsch versteht: Ich mag die Ideen von Kai Meyer, daher lese auch immer mal wieder etwas von ihm. Aber meistens fehlt es mir dann etwas an Tiefe, und sprachlich wirkten seine Bücher für mich auch eher wie ein Werkzeug, das zwar einfach zu nutzen ist, dabei aber wenig Eleganz aufweist.


    Mein Fazit: "Klammroth" und "Das zweite Gesicht" sind Pflichtlektüre, alles andere ... wenn mans mag ;). Ach ja, "Hex" liegt hier noch rum. Thematisch spricht es mich auf jeden Fall wieder an.

    Ebenfalls gelesen und für gut befunden. Positiv erstaunt hat mich, dass auch Geschichten ohne direkten phantastischen Bezug im Buch enthalten sind. Die Spielarten des Horrors sind sehr vielfältig. Zwar war kein richtiger Überknaller dabei, aber jede einzelne Story bereitete mir auf die eine oder andere Art Spass oder regte meine Kreativität an.


    Die Aufmachung des Buches ist erstklassig, da gits nichts zu rütteln. Trotzdem stösst mir das Preis-Leistungs-Verhältnis einmal mehr sauer auf. Eine Limitierung und viele (tolle) Bilder machen die Geschichten nicht besser. Und dass es von Cemetary Dance stammt, ändert an der eigentlichen Lektüre ebenfalls nichts. Gerade kürzlich hat Heyne "Flug und Angst" aus dem Hause CD veröffentlicht. Mehr als doppelt so viel Inhalt für einen drittel des Preises, und vor allem in weitaus grösserer Auflage, so dass es in regulären Buchhandlungen aufliegt und mehr Lesern zugänglich ist.


    Fazit: Eine inhaltlich vielfältige Antho ohne Griff ins Klo, die ich persönlich durchaus empfehle. Wer über genügend Kleingeld verfügt, kann sich das Buch durchaus leisten, jedem anderen würde ich aber abraten. Es gibt so viele erstklassige Anthologien auf dem Markt, die nur einen Bruchteil von "Turn down the light" kosten. Unterstützt den regulären Buchhandel und nicht den winzigen Sammlermarkt.

    Ich habe mir die ersten drei Folgen am Wochenende angeguckt und muss sagen, dass mir "The Boys" enorm gut gefällt. For allem, weil die problematische und stets kritikfreie Glorifizierung der Superhelden hier eben ganz hart angegangen wird. Der schwarze Humor liess mich ständig grinsen, und auch auf dramaturgischer Seite funktionieren die Figuren in der Geschichte. Sehr coole Serie. Danke nochmals für den Tip!