Selbstzweckhaftes Geschreibsel, das die Handlung nicht vorwärts bringt und ihr im Grossen und Ganzen nichts beiträgt. Mit anderen Worten: Den Roman hätte man locker 100 Seiten kürzen können und er wäre intensiver. Ist aber nur meine persönliche Meinung.
Beiträge von HarryW
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Das ist einer der seltenen Fälle, in denen mir die Verfilmung tatsächlich besser als die literarische Vorlage gefallen hat. Während sich der Roman in Dingen verliert, die ich salopp als "Gewichse" betiteln würde, bleibt der Film subtiler und geheimnisvoller, bindet mich als Zuschauer total in die Handlung ein und lässt mich rätseln. "The 9th Gate" ist tatsächlich einer der Filme, die ich fast jedes Jahr einmal anschaue und immer noch das Gefühl habe, dass ich was übersehen habe.
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"The Bank" war für mich eine seltsame Lektüre. Einerseits gut und schnell erzählt, aber trotzdem gediegen langweilig. Langweilig deshalb, weil die Idee der Story sehr nahe an Kings "Needful things" liegt - und diese Idee ist ein sehr enges erzählerisches Korsett. Auch werden viele Mini-Storylines von verschiedenen Bewohnern und Familien im Roman angebrochen, aber doch zu wenig detailliert, als dass ich mich emotional an jemanden ranhängen konnte. Ein wenig erinnert mich "The Bank" an ein Experiment mit Ratten in einem Labyrinth. Eine übergreifende Dramaturgie entstand für mich nicht, aber ich fands interessant, die kleinen Macken, Ecken und Kanten der Ratten bzw. Bewohner von Montgomery zu betrachten. So konnte ich jeweils nur 10 bis 15 Seiten am Tag lesen, kleine, gut verdaubare Häppchen.
"The Bank" ist für mich ein etwas schwächerer Little, einfach weil mich die Handlung nie so richtig reinzog. Ich war mehr Betrachter als Teilnehmer.
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Ich bin seit mehreren Monaten an der Antho dran, weil ich zurzeit generell wenig Kurzgeschichten lese. Bin einfach nicht so recht in der Stimmung für die kurze Form. Hin und wieder eine bei einer Zugfahrt oder vor dem Schlafen. Daher kann ich mich auch nicht an wirklich viel aus "Zwielicht 13" erinnern.
Aber heute morgen im Zug wars wieder mal soweit und ich las "Mann beißt Hund" von Jana Krüger. Was für eine tolle Story! Eine Near-Future Geschichte, in der Mensch und Haustier mit einem Chip versehen sind, den man natürlich hacken kann. Dass hier alles schief geht ist Programm. Die Story könnte auch aus der Black Mirror TV-Serie stammen, sie hat genau diesen speziellen Tonfall. Auf jeden Fall ein Highlight, das ich nicht vergessen werde.
Gibts von der Autorin noch andere lesenswerte Stories?
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Neue Ausschreibung "Smartokratie" - Eridanus Verlag - Sciencefiction und Dystopien
SmartPhone, SmartWatch, SmartHome, SmartClothes – und bald auch SmartCar, SmartEducation sowie SmartWork, vielleicht sogar SmartFriendships und SmartDeath.
Unser Leben wird zunehmend smarter, aber führen smarte Technologien auch zu einer smarteren Gesellschaft? Welche Veränderungen werden uns erwarten? Welche Potenziale dürfen wir uns erhoffen? Mit welchen Gefahren werden wir konfrontiert? Und ist hierbei eine klare Trennung zwischen Potenzial und Gefahr, Chance und Risiko oder »gut« und »böse« stets möglich?
Wir – Christoph Grimm, Sarah Lutter und Kai Focke – suchen Kurzgeschichten, die sich mit smarten Technologien und deren Auswirkungen der nahen Zukunft auseinandersetzen. Macht das SmartHome unsere Freizeit lebenswerter (weil es uns das Kochen und Putzen abnimmt) oder wird uns der smarte Kühlschrank vor dem Hintergrund der von der smarten Toilette ermittelten Blutwerte das Feierabendbier verweigern? Storniert die smarte Bank-App bei Liquiditätsproblemen eigenständig unseren Urlaub? Welche Daten sammeln unsere smarten Kleidungsstücke und an wen geben sie diese weiter? Wird Arbeit für uns smarter, da wir von Routinetätigkeiten entlastet werden, oder für unseren Arbeitgeber, da er uns in der nun freien Zeit »effizienter« einsetzen kann? Betrifft das smarte Leben »nur« Arbeit und Haushalt oder neben Freundschaften, Familie und Freizeitgestaltung auch Sport, Politik und Religion? Werden wir zukünftig in einer Smartokratie leben – und wird diese utopisch oder dystopisch sein?
Sendet uns bis zum 31.03.2026 eure Ideen einer smarten Zukunft in Form von Kurzgeschichten. Diese dürfen das Thema abenteuerlich, kriminalistisch, humorvoll, romantisch, dramatisch, ernst, kritisch, nachdenklich stimmend, schockierend – oder auch ganz anders – kreativ bearbeiten, wobei neben Originalität ein logischer Handlungsstrang erwünscht ist.
Es darf pro Person ein Text eingereicht werden. Der Zeichenumfang beträgt maximal 40.000 Zeichen (inklusive Leerzeichen) in linksbündiger Formatierung ohne Silbentrennung. Das Genre ist Science-Fiction der nahen Zukunft im Zeitraum bis 2075 (in Ausnahmefällen – soweit für den Plot zwingend erforderlich – bis maximal 2100). Die Kurzgeschichten sollen grundsätzlich auf der Erde spielen, wobei – soweit für den Plot zwingend erforderlich – auch der Erdorbit, der Mond sowie der Mars denkbar wären. Menschen sind als Wesen hochinteressant, weshalb wir bitten, von Außerirdischen in den Geschichten abzusehen.
Der kontroverse oder kritische Umgang mit Ideologien oder Weltanschauungen ist selbstverständlich möglich, ebenso ist der (angemessene) Einbezug sowohl von Gewalt als auch Erotik in die Geschichten erlaubt, solange sich diese sinnvoll in die Handlung einfügen und nicht dem Selbstzweck dienen. Nicht akzeptiert werden hingegen extremistische, pornografische oder gewaltverherrlichende Inhalte.
Die Kurzgeschichten werden gesammelt und dem Herausgeber-Team anonymisiert übermittelt. Eine namentliche Zuordnung der Kurzgeschichten erfolgt erst nach dem Ende des Auswahlprozesses. Die Teilnahme an der Ausschreibung führt nicht automatisch zur Veröffentlichung. Die jeweilige Annahme oder Nichtannahme wird per E-Mail mitgeteilt. Über Annahme oder Nichtannahme entscheiden einzig und allein die Qualität und Originalität der jeweiligen Kurzgeschichte.
Einreichung des Textes:
Deadline ist der 31.03.2026
Sendet uns Eure Erzählung an manuskripte@eridanusverlag.de
Betreff: Smartokratie
Sollten bis zum 31.03.2026 zu wenige Manuskripte bei uns eintreffen, die den thematischen Vorgaben und unseren qualitativen Vorstellungen entsprechen, behalten wir uns vor, entweder die Deadline zu verlängern oder über eine Nichtveröffentlichung der Anthologie zu entscheiden.
Achtung: Das Werk darf bisher noch nicht veröffentlicht worden sein, auch nicht online.
Konditionen/Autorenhonorar:
Sowohl die Teilnahme an der Ausschreibung als auch die Veröffentlichung sind für die Autoren/innen kostenfrei. Jede/r Autor/in, dessen/deren Erzählung einen Platz in unserer Anthologie bekommt, erhält einen Autorenvertrag, ein kostenloses Freiexemplar und kann auf Wunsch weitere Ausgaben zum Autorenpreis (abzüglich 25 % vom Verkaufspreis) erwerben. Autoren/innen sind jedoch zu keiner Abnahme verpflichtet. Außerdem wird für jedes verkaufte Print-Exemplar ein Autorenhonorar von 5 % gezahlt, welches zu gleichen Teilen unter allen Autorinnen und Autoren aufgeteilt wird.
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Ich würde diese Frage aufs ganze phantastische Genre ausweiten.
Früher waren Heyne, Bastei und Knaur (wegen der alten Horror-Reihe) sicher die wichtigsten Verlage für mich. Später kam Festa dazu, von dem ich in den ersten Jahren praktisch alles kaufte. Allerdings hat er mich als Kunden fast ganz verloren, weil er fast nur noch für mich uninteressante Bücher produziert. Neben all dem gibts Dutzende von Kleinverlagen mit zum Teil tollen Veröffentlichungen.
Heute ist für mich nach wie vor Heyne der wichtigste Verlag. An zweiter Stelle seit ein paar Jahren Buchheim. Und dahinter ist es nicht möglich, eine Art Rangliste zu erstellen. Ich hab mich fast ganz vom Verlags-Gedanken abgewandt und konzentriere mich vorwiegend auf Autor und Buch.
Ich finde es schade, dass mit dieser bescheuerten Masse an neuen Büchern Verlage förmlich dazu gezwungen sind, auf immer mehr Parties (sprich Genres) tanzen zu müssen, um zu überleben. Als Kunde kann man sich da nicht mehr auf einen Verlag verlassen, von dem man blind alles kaufen kann. Die Zeiten ändern sich halt, und weniger Bücher werden es nicht werden. Ausser es findet wieder ein Umdenken statt. Weniger ist oft mehr - auch im Buchhandel.
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Endlich! Ich freue mich so sehr auf die Serie - kann kaum glauben, dass es bald soweit sein wird. Aber aus Erfahrung weiss ich, dass zu hohe Erwartungen auch zu Enttäuschungen führen können. Also erst mal tief durchatmen
.Externer Inhalt www.youtube.comInhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.Durch die Aktivierung der externen Inhalte erklärst du dich damit einverstanden, dass personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr Informationen dazu haben wir in unserer Datenschutzerklärung zur Verfügung gestellt. -
Hier der Trailer zur dritten Staffel.
Externer Inhalt www.youtube.comInhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.Durch die Aktivierung der externen Inhalte erklärst du dich damit einverstanden, dass personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr Informationen dazu haben wir in unserer Datenschutzerklärung zur Verfügung gestellt.Staffel 1 faszinierte mich total. Staffel 2 langweilte mich dann zu weiten Teilen, und ich kann nicht mal sagen, weshalb das so ist. Bin jetzt gespannt, wie und ob mich die dritte Staffel abholen wird.
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Bin am Wochenende zufällig darüber gestolpert, dass es eine Hörspielfolge von John Sinclair mit dem banalen Namen "Die Comedy" gibt, die eine Verarsche ist. Sie wurde mit den Originalsprechern und dem ganzen tontechnischen Brimborium recht geil produziert. Es hat echt ein paar harte Lacher drin, von denen ich mich kaum mehr erholen konnte, allerdings hält das ganze als Geschichte nur knapp zusammen. Es ist mehr Situationskomik, in der vor allem sprachlicher Witz und Geräuschehumor vorkommen.
Ich kann die Folge echt empfehlen, wenn man mal etwas Abwechslung will. Gibt's auf Audible.
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Habs gestern und heute morgen gelesen. Für mich ist "Das Zeitalter der Kröte" eine zwiespältige Sache.
Die Story gefällt mir im Grunde sehr gut. Das Leiden des einzigen verbliebenen Autors eines totalitären Staates ist nachvollziehbar und hart. Nur verliert mich hier das Buch, weil Vulgarität, endlose Übergriffe und sexuelle Gewalt bei zu hoher Dosis eben nicht mehr hart sondern lächerlich wirken. Und das geschieht hier für mich. Die Geschichte demontiert sich meines Erachtes selbst. Dadurch fiel es mir immer schwerer, mich auf den an und für sich wichtigen Inhalt, die Kritik an eben einem solchen Staat, zu konzentrieren.
Die alte Faustformel "weniger ist manchmal mehr" trifft für mich auf "Zeitalter der Kröte" zu. Ein wenig leiser aufs Papier gebracht, mehr echte emotionale Tiefe des Protagonisten. Ich will selber die Schwere einer Geschichte erfühlen und beim Lesen erdenken können - wenn mich eine Geschichte aber ständig damit anschreit, wie verdammt verfickt und verschissen hart sie ist, dann wirkt das eher wie ein Teenager, der nach Aufmerksamkeit schreit.
Für mich persönlich ist das ein 3 von 5 Sterne Buch. Wenn ein Leser sich aber nicht an endlosen Vulgaritäten und Gewaltausbrüchen stört, dann könnte "Zeitaler der Kröte" ein voller Erfolg sein.
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Wie immer bei Zwielicht ein cooles Cover. Ich mag auch diesen Kratz-Font, der hier verwendet wird, weil mich dieser Stil immer an total wahnsinnige Kinder denken lässt.
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Ich hatte die Autorin schon etwas länger auf dem Radar (vor allem wegen der Aufmachung der Bücher ... um ehrlich zu sein), aber was ihr beiden da schildert ... Ich lasse die Finger davon. Danke auf jeden Fall für eure Meinungen.
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Danke, dass du auf dem MarburgCon meine Lesung besucht hast. Unser ausführliches Gespräch danach habe ich auch in bester Erinnerung. Ich hoffe, wir sehen uns bald wieder. Vielleicht auf dem BuCon?
Ich habe den BuCon mal vorgesehen. Sollte klappen.
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In Marburg hörte ich mir die Lesung von Lennox an und hatte echt grossen Spass dabei - schade nur, dass nicht mehr Leute in der Umkleide anwesend waren. Das anschliessende lange Gespräch mit ihm und Elmar wird mir auf jeden Fall voller Freude in Erinnerung bleiben, da beide so symphatisch sind. Danke dafür!
Ich nutzte da natürlich auch die Chance, ein signiertes Exemplar von "Babywitch" zu erstehen ... mein erstes Buch mit farbigem Schnitt! Ich las es diese Woche und hatte - kurzgesagt - enorm Spass dabei.
Der Roman punktet durch eine interssante Herangehensweise an die Hexenthematik in heutiger Zeit, irgendwie gewöhnliche aber trotzdem ungewöhnliche Helden und vor allem einen subtilen Humor, der hinter allem steckt und den eingestreuten Horror perfekt kontrastiert. Handlungstechnisch ist alles auf einen Tag verdichtet, an dem sich die Welt einiger Personen radikal verändern wird.
Obwohl ich kaum Stories mit bzw. um Hexen gelesen und auch nicht besonders viele Filme geguckt habe, die sich mit dem Thema beschäftigen, ist das Bild der Hexe so sehr in unserer Kultur verankert, dass man glaubt, bereits alles darüber zu wissen. Ich finde es bei solchen grossen Themen enorm schwierig, etwas zu erschaffen, dass sich trotzdem frisch anfühlt. Auch wenn Lennox das Hexen-Rad bestimmt nicht neu erfunden hat, fühlt sich "Babywitch" eben frisch und locker für mich an.
Von daher ... volle Empfehlung von meiner Seite.
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Gestern Abend begonnen und - neben dem Vorwort - Tobias' Bachi Geschichte etwa zur Hälfte gelesen.
Schon da bin ich schwer begeistert. Erwartbares aber trotzdem schönes Foreshadowing, nicht chronologisch erzählt und Wechsel zwischen den "erzählenden" Personen. Insgesamt sehr lässig und mit einer Prise Humor geschrieben.Boris Koch hat in einem seiner Erzählbände bei der Edition Medusenblut auch eine subtile Prise Humor in den Cthulhy Mythos gebracht. Leider fällt mir gerade weder der Name der Sammlung noch der Titel besagter Story ein. Aber schon damals fand ich, dass der Mythos heutzutage wesentlich mehr im humoristischen Bereich zu geben hat als im ernsten. Zu viele Kopien haben Cthulhu und Co für mich verwurstet. Von daher freue ich mich schon sehr auf die Lektüre von Tobias' Geschichte.