Beiträge von HarryW

    "Das Mädchen von Rawblood" hat bei mir nicht so gut funktioniert. Allerdings empfand ich Catriona Wards Schreibe und Herangehensweise durchaus interessant. Ich werde auf jeden Fall noch einmal ein Buch von ihr lesen, um mir eine endgültige Meinung zu bilden. "Sundial" klingt interessant, aber genau so tut es "Nowhere Burning".

    Im Großen und Ganzen geht es in der Weird Fiction meist um die Beschreibung des Unerklärlichen und die Konfrontation mit selbigem. Und dass diese Konfrontation das gewöhnliche Leben, das Weltbild oder den Alltag sukzessive aus den Angeln hebt und viel Chaos zurücklässt.

    Das gilt aber für praktisch jede Horrorerzählung mit übernatürlichen Elementen. Dass die Handlung eine Veränderung der Charaktere und damit auch der Welt bzw. näheren Umgebung der Protagonisten mit sich bringt, ist für mich eines der Kernelemente guter Literatur unabhängig des Genres. Warum braucht es also die Bezeichnung "Weird"?

    Mir kommts eher so vor, als soll auf Biegen und Brechen eine neue Bezeichnung her ... über die Gründe hierfür kann ich nur spekulieren.

    Herrlich unkorrekt, gleichzeitig etwas naiv und altmodisch anrüchig ... musste bei der Inhaltsbeschreibung laut rauslachen. Wenn die Romane selbst in dem Stil sind, dann könnte das erheiternde Lesekost sein ^^.

    Wäre schön, wenn ein deutscher Verlag aufspringen würde. Ich habe weder Lust auf Kickstarter noch auf englische Versionen. Die Übersetzungen seiner alten Bücher stammten damals von Joachim Körber, wenn ich mich nicht irre, und haben mit sprachlich beeindruckt.

    Ich fand "Oddity" erzählerisch sehr schwach und teilweise sogar langweilige - Bilder und Inszenierung dagegen fand ich stark. Nur machen starke Bilder für mich noch keinen guten Film bzw. eine gut erzählte Geschichte.

    Dahingegen gefiel mir der Nachfolger "Hokum" enorm gut. Das ist tolles, unaufgeregtes Storytelling, interessante Charaktere, schöne Entwicklungen und immer noch die starken Bilder. "Hokum" kann ich echt empfehlen.

    Ich habe das auch so verstanden. Wehret dem Haarverlust :)!

    Mir gefiel einfach deine Reaktion (im positivsten Sinn), weil Eli Roth zwar kein guter Dramaturg ist, aber es immerhin noch schafft, dass sich Emotionen im Publikum regen.

    Ich war vorsichtig neugierig, muss aber inzwischen sagen, dass mich der Film nicht mehr interessiert. Nicht wegen den schlechten Kritiken (Gute habe ich noch keine mitbekommen, aber die Roth Hardcore Fans werden das schon ändern), sondern weil mich der Trailer einfach abschreckt. Harter Horror, okay. Aber ich finde es auf Deutsch gesagt scheiße, wenn Kinder Gehirne löffeln und so. Eine witzige Variante dazu war der Film "Cooties" vor ein paar Jahren. War zwar fies, aber nie zu derb, wenn ich mich richtig erinnere.

    Noch nicht gesehen, werde ich aber noch nachholen.

    By the way ... ist es nicht schön, wenn man sich grenzenlos über etwas in Literatur und Film ärgern kann (Kinder, die Hirne auslöffeln)? Ich mag es, wenn Dinge noch Ecken und Kanten haben, die einen provozieren und/oder ärgern. So kann man sich tatsächlich über einen Stoff austauschen, so findet Auseinandersetzung mit Inhalten statt. Der immer stärker präsente Gedanke, es allen recht zu machen und niemandem auf die Füsse zu treten führt zu charakterlosem Einheitsbrei, der keine Identität und Aussagekraft mehr hat.

    Weisst du zufällig, ob das eine generelle Ausstellung ist oder haben sie die wegen dem NIFFF 2026 erstellt? Müsste auch wieder mal nach Neuenburg ... Das NIFFF habe ich dieses Jahr leider verpasst bzw. keine Zeit dafür gehabt.

    Btw. Um Sigler ist es irgendwie sehr ruhig geworden...

    Ich lese gerade "Implantiert" von ihm und hatte den selben Gedanken ... seit über 10 Jahren kam da nichts mehr auf Deutsch raus. Er ist aber sehr aktiv. 4 Romane im Alien bzw. Predator Universum. Ein zweiter Teil von "Earthcore". Eine SF Trilogie, die wie "Hunger Games" sein soll. Und vor allem eine lange Serie über eine intergalaktische Football Liega. Würde mir sehr gut gefallen, aber im deutschen Markt dürfte das riskant sein.

    Dieses Jahr kommt Ende August mit "Warpath" eine neuer historischer Horror-Roman heraus. Vielleicht springt ja ein deutscher Verlag mit auf den Zug. Fände ich recht cool.

    Ich ging mit gemischten Gefühlen aus dem Kino. Die surrealen Aspekte und architektonischen Spielerein gefielen mir sehr gut. Dagegen interessierten mich die Charakter nicht die Bohne. Auch empfand ich es sogar als störend, dass gegen Ende noch versucht wurde, eine generische Erklärung zu bringen. So hinterliess mich der Film mit dem Eindruck, eine hübsche Patchwork-Decke betrachtet zu haben, bei der aber bei genauerem Hinsehen nichts so richtig passen wollte.