Beiträge von the_seus

    Ja, Herausgeber und der Verleger waren sich nicht bewusst, dass Teile der Übersetzung des Lovecraft-Textes mit Urheberrechten des Editors verflochten waren. Zu ihrem Pech wurden diese Rechte aber, Wochen bevor sie sich dessen bewusst wurden und sie dieses Manko bereinigen konnten, bereits an Festa verkauft und Festa ließ nicht mit sich reden. War für JMB ein ziemliches Fiasko. Da wurden hunderte von Büchern eingestampft, Strafhonorare fällig und diese Chose hat bei JBM die Motivation einigermaßen gedämpft in diese Richtung weiterzumachen - eigentlich sehr schade.


    Geht's da um das Vorwort von Andrew Copson?

    So wie es aussieht, scheitert der Vincent Preis in erster Linie nicht an der Organisation, sondern schlicht an der fehlenden Resonanz. Da nützen das größte Team und das beste Konzept nichts, wenn sich letztlich viel zu wenige Leute dafür interessieren und nicht genug nominiert bzw. abgestimmt wird.

    Seine unheimlichen Seegeschichten, speziell aus der Insel/Suhrkamp-Sammlung "Stimme der Nacht", zählen für mich zum Besten, was das Genre zu bieten hat. Die Carnacki-Stories aus "Das Haus an der Grenze" hingegen fand ich einfach nur dämlich. Eine massive Enttäuschung nach der großen Vorfreude mit der ich an den Band herangegangen bin.

    Orlacs Hände bleibt ohne Frage ein Klassiker, wobei für diesen Status vermutlich der Stummfilm auch einiges beigetragen haben dürfte, für heutige Leserinnen und Leser erscheint der Roman mir aber zu wenig herzugeben, als dass sich aus meiner Sicht der Aufwand einer Neuauflage gelohnt hätte.

    Ich habe das Buch letztes Jahr gelesen und kann dir nur zustimmen. Ich bin mit großen Erwartungen an den Roman herangegangen, wollte ihn ursprünglich auch hier im Forum vorstellen, die Lektüre war dann aber doch ziemlich ernüchternd. Es wäre interessant zu wissen, ob es an der Übersetzung oder am Original liegt. Bei dem Stoff wäre eigentich ja alles angerichtet für einen spannenden Phantastik-Krimi...


    Mein Exemplar ist in Ganzleinen gebunden. Da drüfte es also eine zweite Produktionsvariante der Sindbad-Bücher gegeben haben.


    Neben den vier Romanen von H. Rider Haggard selbst gibt es auch noch eine Fortsetzung von Peter Tremayne, "The Vengeance of She". Im Original von 1978, auf Deutsch ein paar Jahre später in der Reihe Bibliothek der phantastischen Abenteuer von Fischer erschienen. Tremayne transportiert die Handlung in die Gegenwart. Der Psychiater Hugh Strickland behandelt in seinem Sanatorium die bildhübsche, aber charakterlich recht blasse Noreen Pemberton, die neuerdings unter einer gespaltenen Persönlichkeit zu leiden scheint. Natürlich ist es SIE, die durch das Mädchen zurück in die Welt zu gelangen versucht. Das ewige Spiel um die (verlorene) Liebe startet erneut.

    Interessant ist, dass in der Welt dieses Romans die Bücher von Haggard auch existieren, sich also das im Originalroman präsentierte aufgefundene Manuskript nicht als literarischer Kniff des Autors, sondern als Wiedergabe tatsächlicher Vorgänge erweist.


    Zitat

    Und nun bist du hier, mein Kallikrates, verkleidet als Sterblicher, und ich bin hier. Endlich ist die Zeit gekommen, ein Siegel auf diese unsere Geschichte zu drücken, die vor so langer Zeit begann. Jetzt werden wir sie beenden, auf die eine oder andere Weise.



    Tremayne_SIE.jpg

    Allein in der Sahara gibt es 1.400 verschiedene Pflanzenarten, natürlich auch Kakteen.

    Carnegiea gigantea ist so einer.

    Da muss dir der Naturliebhaber in mir widersprechen. Es gibt nur eine einzige Kakteenart mit natürlichem Vorkommen außerhalb Amerikas, Rhipsalis baccifera. Ein eher unscheinbarer Vertreter. Diese markanten Arten wie Carnegiea gigantea kommen nur in den Trockengebieten Amerikas vor.