Beiträge von the_seus

    The Bunyip:"Der nächste ScanDay kommende Woche wird sich mit den Utopia-Großbänden aus dem Pabel-Verlag und vor allem mit den darin enthaltenen »Meteoriten« von Walter Ernsting, mithin also wieder auch und vor alle mit dem SFCD beschäftigen. Dazu werde ich die Originale des »Daedalos« von Hubert Katzmarz & Co. scannen, um beizeiten daraus einen Reprint zu produzieren." (Michael Haitl, p.machinery, 18.09.2020)

    Danke, da freue ich mich auch drauf!

    Was darf man sich denn konkret unter diesem "ScanDay" vorstellen? Mir ist bisher nicht aufgefallen, dass p.machinery Faksimile-Ausgaben herausbringt.

    Schöne Vorstellung! Die Bücher sind wirklich Schmuckstücke.


    "Bemerkungen über Weird Fiction" wurde auch mindestens zweimal nachgedruckt. Einmal in Hans Joachim Alpers "Lexikon der Horrorliteratur" und dann noch als eigenständiger Band bei Lindenstruth. Unter dem Titel "Führer durch die klassische Weird Fiction". Mit Wortspenden von Franz Rottensteiner und Tochter Signe Kirde.

    Von diesem größenwahnsinnigen Projekt ist mir noch insbesondere Salvador Dalís Gage von 100.000$ pro Stunde in Erinnerung ^^

    Vollkommen abgedreh, wenig verwunderlich, dass das kein Studio finanzieren wollte. Konzeption und Design wären natürlich spannend gewesen.

    Wenn man bedenkt, dass die Weird Fiction sich aber genau über die Hybridität, oder besser noch: Das Multiforme, per se definiert und genau darüber auch immer weiter wächst, dann denke ich, dass das so, also in aktueller Ausformung und Bewegung (nicht im konservativen Stillstand) vielleicht einfach nicht Deine Literaturform sein könnte. Deswegen etwas gleich Trash oder "als nicht einmal zur abgerehten Parodie taugend" zu nennen finde ich dann aber auch überspitzt. Das sind natürlich nur meine persönlichen Gedanken dazu.

    Gut, die angesprochene Erzählung "Don't Make Me Assume My Utimate Form" ist wirklich sehr speziell und nicht zwingend exemplarisch für die moderne Weird Fiction. Ich kann es nachvollziehen, wenn man damit null anfangen kann.

    Ich würde auch nicht so weit gehen und sagen, dass man gerade Laird Barron mögen muss, um die Weird Fiction schätzen zu können. Dafür ist das Genre zum Glück viel zu breit und bietet allerlei geschmackliche Anknüpfungspunkte.


    @Topic

    "Vasterien" hatte ich bisher nicht am Schirm, aber der Thread weckt schon die Neugier. Wie sind denn die theoretischen Beiträge? Gut lesbar oder im anstrengenden betont-akademischen Ton?

    Was mich etwas sektptisch macht: Ich habe Lovecraft und Texte in seinem Mythos immer dann als lesenswert wahrgenommen, wenn das kosmische Grauen nicht fassbar war. Dieses Buch – wie auch andere vor ihm – verspricht jetzt aber Monsterhorror und ich befürchte, dass unter den Geschichten eher Kaiju-Geschichten stecken, deren Monster eher zfällig Lovecrafts Namen tragen.




    Dieses hit-and-miss gehört bei den unzähligen Sammlungen mit Hommagen und Pastichen aus dem Lovecraft-Freundes- und Verehrerkreis irgendwie seit jeher dazu. Die einen verstehen es meisterhaft, Lovecrafts kosmisches Grauen in einem modernen Ambiente zu evozieren, bei anderen beschränkt sich der Beitrag auf eine Aneinanderreihung von Buzzwords und vertrauten Szenerien. Ich fürchte, das wird bei dieser nicht anders sein, lasse mich aber gerne positiv überraschen.

    Die Geschichten von Gaiman und Wagner sind bereits (zuminest) in anderen Festa-Anthologien erschienen. Und Ligottis Die Sekte des Idioten kennt man aus der gleichnamigen Erzählsammlung von DuMont. Möglich, dass auch noch andere Beiträge schon auf Deutsch vorliegen, aber die sind mir gleich aufgefallen.

    Die Vorliebe sei dir natürlich gegönnt; bis auf die Tatsache, dass die beiden Brieffreunde waren, sind sie doch von ihrer Art zu verschieden gewesen, um miteinander verglichen werden zu können.

    Vergleichen kann man sie schon insofern, als sie beide einen Hang zu gespreizter, altertümlicher Ausdrucksweise hatten und lieber ein Adjektiv zu viel, als zu wenig verwendeten.