Beiträge von Cheddar Goblin

    Tag-line: "Gott wird dich finden"?! *spuck meinen Kaffee über die Tastatur*

    Ich finde so etwas ja auch immer ganz schlimm. Die restlichen Bücher von Nevill, die im Heyne-Verlag erschienen sind, hat es leider auch nicht besser getroffen ("Das Böse wohnt nebenan", "Manche Dinge sind schlimmer als der Tod").

    Ja, "Apartment 16", "Im tiefen Wald" und "Der letzte Tag" wurden übersetzt.

    So sieht es aus. Habe damals übrigens alle drei Bücher auf Deutsch gelesen und hatte nichts an der Übersetzung auszusetzen, Katla.

    +++


    Persönlich würde ich mich ja besonders über eine Übersetzung von "The Reddening" freuen. Der Inhalt hört sich nämlich extrem vielversprechend an. Hat das schon jemand von euch gelesen?

    Mein Exemplar kam auch heute an. Inklusive Cemetery Dance-Notizblock, Lesezeichen und Traubenzucker.

    Fühlt sich gut an, nach so langer Zeit mal wieder ein übersetztes Buch von Nevill in den Händen zu halten. Ich mochte ja sogar sein "Waldbuch".


    Olaf Buchheim Sind in Zukunft eigentlich noch weitere Nevill-Publikationen geplant?

    "Gaia" steht auch schon auf meiner Liste. Zusammen mit Ben Wheatleys neuem Film "In the Earth", der in eine ähnliche Richtung zu gehen scheint.


    Bei Festa, in sechs Bänden über mehrere Jahre. Klingt ein bisschen nach Streckung oder ist Aickmans Kurzgeschichten-Oevre wirklich so umfangreich?

    2 Bände pro Jahr halte ich eigentlich für eine ganz gute Schlagzahl. Herr Festa spricht ja auch von 2500 Seiten an Material - Da würde jeder Band auf circa 400 Seiten kommen. Finde ich ebenfalls völlig okay.


    Von Aickman hab ich so ziemlich alles gelesen, was es auf Deutsch gibt. Trotzdem wird diese Sammlung noch jede Menge Unbekanntes für mich bereit halten. Ich bin gespannt... mit so einer Veröffentlichung hätte ich wirklich nicht mehr gerechnet.

    Inzwischen gelesen.

    Das ausführliche Vorwort und die vielen Fotographien machen dieses Goblin Press-Buch definitiv zu etwas Besonderem. Aber auch die eigentliche Novelle ist recht ungewöhnlich: Statt Horror präsentiert Zuch hier nämlich eher ein reines Psychogramm bzw. einen "Sturz in den Brunnen der Depression". Besonders die traumähnliche Atmosphäre, die mich gelegentlich an "Wenn die Gondeln Trauer tragen" denken ließ, hat mir richtig gut gefallen. Und das (leider recht antiklimaktische) Ende lässt viel Raum für Interpretationen.

    Es hat lange gedauert, aber am 20.07.21 erscheint der Film endlich auch in Deutschland (u.a. als Mediabook bei EYK).


    Thorsten Hanisch schreibt zur Veröffentlichung auf diezukunft.de: "Regisseur Joe Begos (Regisseur von Indie-Sci-Fi-Splatter wie „Almost Human“ oder „The Mind’s Eyes“) gibt in Interviews gerne Gaspar Noé als Einfluss an, was man dem farbenprächtigen „Bliss“ mit seinen wilden Kamerafahrten anmerkt. Während der Argentinier in der Wahl seiner Mittel aber meist mächtig breitbeinig daherkommt, prügelt Begos seinen auf 16mm gedrehten, irgendwo zwischen „Lost Boys“ und „Mandy“ und Lovecraft wabernden Alptraum aus Drogentrip, Vampirismus, Bodyhorror, Sex, Punkrock und literweise Blut in schnellen Achtzigminuten direkt vom Sack auf die Leinwand. Roh und laut, aber ehrlich, geradeaus und mitten in dein Gesicht."


    Mal abwarten. Trotz Katlas Verriss bin ich gespannt...

    Es wurde zwar schon an einer zweiten Staffel gearbeitet, aber HBO hat nun beschlossen, die Serie nicht fortzusetzten. Offiziell heißt es:


    „Wir werden nicht mit einer zweiten Staffel von Lovecraft Country weitermachen. Unser Dank gilt der talentierten Cast und Crew, allen voran Misha Green, die diese bahnbrechende Serie überhaupt erst möglich gemacht hat. Und an die Fans: Danke, dass ihr uns auf dieser Reise begleitet habt.“


    Ich finde diese Entscheidung sehr begrüßenswert.

    Danke für dein tolle Vorstellung, Axel.

    Meine Lektüre von "Das Nachtland" liegt schon circa 8 Jahre zurück, ich versuch dennoch mal auf ein paar Punkte einzugehen:

    ...eine erzählerische Langatmigkeit, die ihresgleichen sucht. Gewisse Szenen, Handlungsabläufe und Empfindungen werden endlos repetiert und laufen sich buchstäblich zu Tode.

    Absolut. Der Großteil des Romans ist ja eine klassische Heldenreise: Der Protagonist läuft zu seiner Damsel in Distress, sammelt sie ein und macht sich anschließend wieder auf den Rückweg. Wobei er die gleichen Orte durchwandert und auf die gleichen Kreaturen trifft. Anreise und Heimkehr sind mehr oder weniger identisch, nehmen im Roman aber trotzdem den gleichen Raum ein. Diese Copy&Paste-Struktur muss man sich ernst mal trauen. Würde heute so wohl kein Lektor mehr durchgehen lassen. Auch wenn mich Hodgson damit (im positiven Sinne) irgendwann "eingelullt" hatte und bei mir eine seltsame Sogwirkung entfacht hat. Die Atmosphäre ist definitiv die (einzige?) Stärke des Romans.

    Erschwerend kommt hinzu, dass sich der Erzähler, also die Hauptfigur, als höchst zweifelhafter Charakter entpuppt. Falls seine Verliebtheit in Naani auch nur den geringsten Schluss auf WHHs eigenes Frauenbild zulässt – na dann, gute Nacht. Der Umgang des Helden mit der „Maid“ ist eine üble Mischung aus Männlichkeitswahn, Schwarzer Pädagogik und Sadismus. Um sie gefügig zu machen, setzt es auch schon mal Schläge. Aua, aua, aua

    Ich habe "Das Nachtland" auch als extrem misogyn in Erinnerung:

    Naani (die übrigens ganz klar minderjährig ist), wird, als der "Held" bei ihr ankommt, gerade von diversen Monstern attackiert, die ihre Bekleidung dabei in Fetzen reißen und sie anschließend fast nackt zurücklassen (!). Der Protagonist macht ihr nach der Rettung dann schnell klar, dass er ihr Herrscher und Meister ist und sie nicht viel zu melden hat (!). Er nennt sie "Kindsklave" (im Original "Baby-Slave") und sobald sie ihm nicht gehorcht, wird sie zusammengeschlagen (!). Sie dient ihm primär auch nur zum Lustgewinn, muss ständig ihre Sandalen ausziehen, damit er stundenlang ihre Füße betrachten und küssen kann etc (!). Kommt sie dem nicht nach, gibt es wieder Prügel (!). Noch hässlicher wird das Ganze dadurch, dass er ihr dabei ununterbrochen eintrichtert, dass dies alles nur zu ihrem Besten geschieht und sie mit wirklich unerträglich schwülstigen Liebesbekenntnissen überhäuft (!). Alles ziemlich widerlich.

    Zwar als letzter seiner Romane veröffentlicht, gibt es die Annahme, dass WHH Das Nachtland zuerst schrieb und es sich somit um ein Anfängerwerk handelt. Das würde vielleicht seine Unausgewogenheit erklären...

    Eine Annahme die ich für mich sofort als unwiderlegbaren Fakt gespeichert habe :D.

    Ich mag Hodgsons andere Arbeiten einfach zu sehr. Und diese Hypothese würde die Beschädigung seines Werks doch beträchtlich minimieren.