Ich finde, dass der Ausschluss von Produkten, die unter teilweiser Verwenung von generativer KI enstanden sind, nicht gut ist. Dass hier im Namen aller Künstler gesprochen wird, finde ich interessant. Immerhin ist es ja gegen sie gerichtet.
Ich kenne einen Autor, der generative KI verwendet, um Werbung für sein Buch zu machen und für das Cover. Da, wo man als Selfpublisher ohne die Verwendung von KI deutlich Geld in die Hand nehmen muss, damit ein Experte ein Coverbild erstellt (eventuell mit Photoshop, keine Ahnung ob da intern auch an der ein oder anderen Stelle KI eingesetzt wird?), das in einigen Fällen dem KI Bild auch noch unterlegen ist (machen wir uns nichts vor, manchen der Bilder sieht man die KI an, aber einige sind echt stark, auch wenn manche es nicht wahrhaben wollen).
Dass es recht schwammig ist, kommt noch dazu. Wenn ein Autor durch einen "Dialog"/Chat mit einem LLM eine Idee bekommt oder in einer Idee bestärkt wird und danach ein Buch über diese Idee schreibt, reicht das schon?
Solang ein Künstler seine Arbeit selbst macht und Dinge, die das Produkt nur als Verpackung betreffen (zB Coverbild) auf eine KI statt auf andere Menschen auslagert, sehe ich gar kein Problem.
Zu dem Thema "Schutz der Urheberrechte" und "Fortschritt und neue Möglichkeiten" sehe ich keinen Grund, warum das jetzt ein neues Fass sein soll. Die KI hat ja durch das Training (ich spreche jetzt von LLMs) nicht direkt die Daten, die geschützt werden sollen, gespeichert, sondern irgendwie im neuronalen Netz codiert (ähnlich zum menschlichen Gehirn auch). Wenn man gezielt versuchen würde, ein Ölgemälde nachzumalen dann würde der Output sicher nicht 100%ig dem Originalgemälde entsprechen, ähnlich wie wenn man einen sehr guten Maler bitten würde, aus dem Gedächtnis ein Gemälde zu malen, das er gut kennt. Von daher würde ich das einfach so bewerten, dass die KI als ein Werkzeug anzusehen ist. Die Verantwortung, ob Urheberrecht verletzt wird, trägt dabei der, der das Werkzeug verwendet hat.