Ja, der Ratmann war toll gelesen.
Insgesamt war es eine tolle Veranstaltung
Ja, der Ratmann war toll gelesen.
Insgesamt war es eine tolle Veranstaltung
Ja. Danke für die Bekanntmachung.
Einige von uns werden life lesen. Ich bin schon gespannt.
Vielleicht sollte man auch gar nicht so viel zu den eigenen Texten labern, aber ich laber zum Glück ja meist hier über Fremdtexte.
Also ich finde diese Hintergrund-Info spannend.
Alles anzeigenSo, damit ich hier nicht nur rumnöle ...
Hab C. Gerald Gerdsen s Geschichte gelesen und bin absolut hingerissen. Aus vielerlei Gründen.
Es wird der Konflikt eingeführt, aber nicht umständlich erklärt, womit alles zusammenhängt - der Teil erschließt sich im Gespräch mit Juna & Maja. Das finde ich toll gemacht, weil hier offensichtlicher Infodump umgangen wird.
Das Setting Raumschiff ist so toll haptisch und ganz natürlich, 'nebenbeiig' beschrieben, dass ich absolut den Eindruck eines realen Ortes hatte, an dem alles so sein muss, wie es ist, um funktionieren zu können (ich hab keinen Plan von Raumschiffen, aber das klingt einfach alles sehr souverän).
Es ist sehr spannend, ohne hektisch zu werden. Teils kam bei mir leiser Grusel auf, so ein bisschen Event Horizon-Feeling, wegen der unerklärten Fehlfunktionen und der 'Erscheinungen' an Bord.
Toll, wie du Erdmythen und Weltall gegeneinanderstellst, damals und jetzt, das Grün und das Grau/Schwarz, ich hab gleich das ganze fiktionale Universum vor Augen. Die KI fand ich schön individuell, nicht klischeehaft.
Souverän auch diese nicht-kitschige Begegnung mit der *beep* (will nicht spoilern), und ein passgenaues Ende. Zwei Absätze vorher hätte man auch bereits enden können, dann wäre es etwas freier, aber auch von der Stimmung härter gewesen. ImA passt beides.
Toll, wie die Prota zwischen symapthischen Pragmatismus und auch starken Emotionen switcht, genau passend und nachvollziehbar. Flüssige Sprache, keine Stolperstellen, alles aus einem Guß. Das war mein Auftakt und ich bin sehr, sehr angetan, Gerald. Wirklich schöne Geschichte, in der Art (und mit der Prota) hätte ich auch gern einen ganzen Roman gelesen. Von der Stimmung musste ich an Friedmans This Virtual Night denken, zumindest das erste Drittel. (Damit meine ich nicht, dass Ähnlichkeiten an sich bestehen, es ist mehr das ruhige, schöne, selbstverständliche Erzählen.)
Cool!!! Ich möchte mehr von dir lesen.
Oh vielen Dank. Das ist ja ein tolles Feedback, auf vielen Ebenen. Ich werde wohl in der nächsten Zeit keine Romane schreiben, aber es freut mich, wenn du mehr von der Geschichte lesen würdest.
Und ich wusste gar nicht, dass „Peripheres Grau” von Dir ist. Das hat mir auch sehr gut gefallen, obwohl ich gemerkt habe, dass ich viele der Referenzen nicht kannte.
Aber die Protagonistin und diese Clans im Concrete-Wasteland fand ich sehr interessant. Auch und vor allem die Art, wie die Clan-Leute auf die Zwillinge reagieren. Ich glaube in wenigen Geschichten ist so deutlich geworden, wie sehr das Lebensumfeld das Verhalten der Bewohner prägt.
Aber… 🤔 du findest die Geschichte nicht dystopisch? Ich habe es anders wahrgenommen. Ich muss mal darüber nachdenken.
Liebe Grüße
Gerald
Danke sehr, C. Gerald Gerdsen , klasse. Dann freue ich mich schon auf den Rest des Textes (eigentlich überspringe ich Texte mit religiösen Inhalten, aber ich glaube, du löst das ganz smart, auch mit einer Bandbreite evt. - interessant! Und schön, wieder was von dir zu lesen, jetzt auch mal im Druck
.)
Der Verlag wird sich sicher freuen, wenn die Beitragenden Marketing machen.
Hallo Katla
die Geschichte ist tatsächlich nicht religiös, auch wenn Aeryn zu Beginn vor lauter Angst alle möglichen Götter anfleht. Aber ihr Hang zu verklärender Nostalgie und Mystik wird im Laufe der Geschichte noch wichtig. 😎
Und ja inzwischen machen wir offiziell Werbung. Das Buch soll noch im Dezember erscheinen.
Auf Anregung von Katla poste ich mal einen kleinen "Teaser". Ich hoffe, der Verlag hat nichts dagegen.
ZitatAlles anzeigenIn einem Beschleunigungs-Tank kannst du dich nicht bekreuzigen. Das Gel schützt vor G-Kräften, aber es umschließt dich wie ein Kokon. Also betete ich lautlos und ohne mich rühren zu können. Zum katholischen Gott meiner Eltern und den Schutzgeistern unserer keltischen Ahnen. Ich hatte Angst.
Die Alarmleuchten tauchten das Cockpit der Shamrock in ein schmutziges Orange und ihre Hülle dröhnte, während SHAM, die Bord-KI, die Umdrehungsgeschwindigkeit der Schleuder hochzählte. ›Thors Hammer‹ nannten die alten Schürfer die brachiale Starthilfe der Raumstation. Feixend hatten sie mir erzählt, wie sich der Start anfühlen würde, und seitdem presste die Angst meine Eingeweide zusammen.
Drei Umdrehungen pro Minute, dann vier. Das bedeutete mehr als fünffache Schwerkraft. Sechs Umdrehungen, das Dröhnen wurde schlimmer, der Druck auf meinen Körper fast unerträglich. Das Startsignal würde erst bei zwölf G kommen. Wie sollte ich das aushalten? Sieben Umdrehungen pro Minute, dann acht. Ich wollte das alles nicht.
»Abbrechen, abbrechen!«, versuchte ich zu schreien, aber aus meinem Mund kam nur noch unverständliches Gurgeln.
In Gedanken verfluchte ich die Space Z, ihre Technik, ihre unmenschlichen Verträge. Ich verfluchte das Schicksal und Seans Unfall. Mit der dritten Reise hätte sich mein großer Bruder freikaufen können. Stattdessen lag er im Koma. Tränen liefen über mein Gesicht. Er hatte so klein und verletzlich ausgesehen. Die Hülle der Shamrock dröhnte wie eine Glocke, während ich um ihn weinte. Oder weinte ich um mich?
Dann wechselte das Orange der Warnleuchten zu einem tiefen Rot und Thors Hammer klinkte uns aus.
Die Geschichte handelt von Aeryn ui Cealeigh, die als Schürferin in den Asteroiden-Gürtel fliegen muss, um Geld für ihre Familie bzw. ihren Bruder zu verdienen. Dabei wollte sie doch eigentlich nur vom mythischen Irland träumen, keltische Kultur lernen und zurück zur Erde gelangen.
Statt dessen fliegt sie mit dem Schürfer-Raumschiff "Shamrock" und Sham, der KI durch's Sonnensystem während nach und nach immer mehr schief geht, bis sie erkennt, wer hinter all den Katastrophen steckt.
Das Ende ist überraschend, aber mehr darf ich vermutlich jetzt noch nicht verraten.
Das ist spannend.
Ich war noch nie hier im Forum, bin über den Suchbegriff "Science fiction goes Punk" hier gelandet.
Meine Geschichte ist auch in der Anthologie gelandet. Eine Space-Punk-Geschichte mit Anklängen von Ray-Punk (Es gibt einen Kontakt mit anderen Wesen, auch wenn keine Strahlenkanonen eingesetzt werden).
Ich werde mich hier mal umschauen.
LG
C. Gerald Gerdsen