Nils Interessanter Artikel! Das Lesen grusliger Geschichten sollte gegen die Lethargie und Schockstarre in Angesicht nicht enden wollender Hiobsbotschaften helfen, aber auch nur wenn es auch ein wenig cosy ist und man sich im Sicheren unter der Decke fürchten kann. Die Spannung des Horrors muss sich entladen und entschärfen können und so als Nebeneffekt das durch den realen Stress aufgebaute Adrenalin und Cortisol abbauen.
Horror ist fundamental wichtig im Aufbau der mentalen Resilienz von Kindern, aber auch erwachsenen Menschen. Deshalb waren die Märchen (ob in Europa oder Asien) immer so grauenhaft, um die Menschen auf Krieg, Not, Hunger etc. vorzubereiten.
Beiträge von Moonseeker
-
-
Die Geschichte ist ein slow burner. Es geht mehr um die unterschwellige Atmosphäre als um Spannung of Effekthorror. Aber es ist durchaus lang und passt in die lokale Folklore der Gegend.
Im Original ist seine Sprache sehr schön und hat was von Mark Twain oder Walt Whitman. Eher literarisch beeidruckend. -
Ich habe secondhand eine ganze Kiste Monstress Bände (geschrieben von Marjorie Liu und von Sana Takeda gezeichnet) erhalten und freue mich darauf, sie am Wochenende zu lesen! Die ersten zwei Bände habe ich schon digital gelesen und freue mich, sie nun als Print zu haben.
-
Dem kann ich mir nur anschliessen. Zudem gibt es da die Frage der Bezahlung. Es gäbe Fans und Freunde mit professioneller Übersetzererfahrung von Barron und Thomas die Geschichten gffs. gratis übersetzen würden, aber zum Nachteil der Profis, deren Geschäftsmodell aktuell wegen KI sowieso in akuter Bedrängnis ist. Aber viele Verlage haben das Geld nicht um Profi Übersetzungen zu zahlen.
Ich habe zudem gehört, dass irgendeine ominöse deutsche Person bei diesen bekannteren Autoren klinkenputzen geht, um deren Geschichten (für Geld, 3cts pro Wort) zu übersetzen. Die Meinung unisono der Autor*innen war, dass der Verlag normalerweise die Übersetzungen zahlt und der Autor / die Autorin am Umsatz der Auslandspublikation beteiligt wird. Aber Autor*innen haben selbst kaum Geld um sich selbst um Übersetzungen zu kümmern, da viele Genre-Autor*innen selbst in prekären Verhältnissen leben. -
Ich habe es auch unterbrochen. Ich habe den Mittwoch durch und bin vor dem Donnerstag stehengeblieben also ca. 160 Seiten. Plane aber bald weiterzulesen.
Der Schreibstil ist amerikanisch naiv, ländliche alte Sprache, viel Dialekt, nicht einfach zu lesen. Hat was von alten Cowboy Romanen und Old Shatterhand oder sogar Brokeback Mountain. Man spürt schon die Schmerzen in den Beinen und dem Rücken vom langen Reiten / der langen Lektüre. Ich reite selbst, also kann ich es gut nachfühlen, aber selbst für mich war es etwas langatmig bisher.
Im Buch spielen viele kulturelle Americana Dinge, wie das Verhältnis zu Pferden (Pferdefleisch zu essen ist schlimmer als den eigenen Hund zu essen, Pferdediebstahl wiegt so schwer wie Mord), welche als Vorwissen irgendwie vorausgesetzt werden und gewisse Handlungen besser verständlich machen.
-
Weird-Fiction-Fan CHM ist eine tolle Publikation, wie auch das Weird Horror Magazine von Undertow Publications (Michael Kelly als Kurator), welche auch hervorragende Autor*innen publiziert, viele davon Hugo Award Gewinner.
WFQ backt da kleinere Brötchen, obwohl die Qualität der Autor*innen auch sehr hoch ist und es auch Hugo und Nebula Award Träger*innen gibt, die dort mitschreiben. Das tollste als Autori*in dort ist jedoch der Austausch mit den anderen, die Entwicklung neuer Ideen und die Diversität der Stimmen.
WFQ bringt regelmässig neue thematische Ausgaben zu vorher diskutierten Themen (unter der Redaktion und Stammautor*innen) heraus. In der nächsten Ausgabe, die grad im Druck ist, geht es um den Umgang der Menschen mit Künstlicher Intelligenz - aber ganz händisch von Menschen geschrieben.
Ich habe dort auch eine Geschichte von mit drin namens „Substitution“, das ist nun meine 8. Geschichte, die in einer WFQ Ausgabe publiziert wird. 🥳
-
Doofe Frage: welches ist der korrekte Abstimmungsthread oder stimmt man per PN ab?
-
Liebe Denise, doch immer gern! 🙂
-
Moebius und seine wunderbaren Welten waren ein integraler Bestandteil meiner Teeniezeit und ich kann Dir die folgende Reihenfolge empfehlen. Ich habe sie dereinst als Teenie auf Französisch gelesen:
Der Inkal
Herrscher der Zeit / maitres du temps
[hier auch sehr zu empfehlen der Animationsfilm von René Laloux (1982), den gibt es auch auf Deutsch, ich schaue ihn auch heute immer gern mit meinem Sohn, ganz toller Film]
La garage hérmetique / Le major (Fortsetzung von garage)
Zu Arzach gibt es auch eine Animationsserie
Jean Giraud / Moebius hat ja meistens mit Alexander Jodorowsky zusammengearbeitet, der seinerzeit Dune verfilmen wollte - mit dem Artwork von Moebius. Der Film kam nie zustande, aber über das Scheitern gibt es einen Dokumentarfilm namens „Jodorowsky‘s Dune“. Auch sehr empfehlenswert.
-
Wer auch immer Sam Hughes „There is no Antimemetics Division“ - „Es gibt keine Antimemetik-Abteilung“ liest, sollte nicht ausser Acht lassen, dass Sam Hughes (qntm)‘s Roman in einem ganzen Antimemetik Universum spielt, wo viele Autor*innen ihre Geschichten beitragen und Game Entwickler Games zu der „Lore“ des SCP entwickeln.
Zu erwähnen ist hier auch das Antimemetik-Netzwerk Wiki SCP.
Mit dem Guide to Newcomers findet man die Eingangspforte zu diesen unendlichen Hasenbau-Tunneln der Containment Geschichten.
-
Spontankauf:
Ich lese grad zwei der Lovecraft Adaptationen von Gou Tanabe:
- Der leuchtende Trapezoeder
- Das Unsagbare und andere Geschichten
Ich mag den Zeichnungsstil von Tanabe und die ganze von ihm adaptierte und gezeichnete Lovecraft Reihe, die insgesamt ca. 15 Bände umfasst, wurde von Carlsen Manga rausgebracht. Von Mangaka ist man sich normalerweise ziemlich furchteinflössende Monster gewohnt, Tanabe hat sie aber zum Teil - finde ich - ein wenig zu Yokai-niedlich gezeichnet. Die Zeichensetzung ist auch irgendwie sehr wild und auf jeder Seite wieder anders, das fand ich auch etwas irritierend.
Alles in allem jedoch gelungene Büchlein und auch sehr erschwinglich, obwohl sie hier in der Schweiz mehr als doppelt so teuer wie in Deutschland waren… [der wahre Horror]
Soll mir der dieser leicht manisch dreinschauende Molch Angst machen?
-
Vielen dürfte diese Info bereits bekannt sein, aber für jene die es nicht wissen:
Auf archive.org (dem Internet Archiv) findet man viele alte US Pulp und Horror Magazine wie Weird Tales, Galaxy Magazine, Creepy, Monsters etc. digitalisiert in der Datenbank zur Ansicht.
Der Content ist in vielen Fällen als lesbares PDF digitalisiert, d.h. man kann Geschichten herauskopieren für die eigene Benutzung als eBook oder für die schulische Nutzung gemäss Fair Use Prinzipien. Manche sind aber auch nur teilweise freigegeben.
Was auch toll ist: man kann nach Themen filtern. Ich stolperte darüber, weil ich auf der Suche nach einer Asimov Geschichte aus einem alten Galaxy Magazine war.
![Ghost2 [Gh2]](https://phantastik-literatur.de/images/smilies/smiley64.gif)
hier eine Suche nach den Weird Tales:
Internet Archive: Digital Library of Free & Borrowable Texts, Movies, Music & Wayback Machine
-
Hier noch ein Buchtip zu Kubins Biografie und künstlerischem Werk. Der Bildband „Kubin“ von HatjeCantz bietet auf 230 Seiten einen Überblick über seine verschiedenen Schaffensperioden und vor allem seiner Biographie, welche in der Einordnung des Buchs „Die Andere Seite“ helfen könnte.
1906-08 war ja eine spannende Periode für ihn: er heiratete reich und kaufte sich das Schloss Zwickstedt wo er in ländlicher Ruhe - weg vom Wiener Nachtleben und dessen Ablenkungen - Zeit zum Schreiben hatte.
Kubin war ja zu Lebzeiten sehr produktiv und hat unzählige Bücher illustriert. Zusammengestellt und kuratorisch kommentiert wurde das HatjeCantz Kubin-Buch von den Kuratorinnen der Sammlung von Kubins bildnerischen Werken an der Albertina in Wien, Elisabeth Dutz et al.
-
Ich bin schon an der Arbeit… 🙂
-
John Howe
Neuenburg / Neuchâtel
18.12.2025 - 18.10.2026
Die wunderschöne von Burgen und Zinnen geprägte See-Stadt Neuenburg in der Schweiz ist vielen vom NIFFF - Neuenburg International Festival of Fantastic Films (https://nifff.ch/de/)bekannt und gilt gemeinhin als Stadt der Phantastik in der Schweiz. Nebst einem Museum der Phantastik und dem Féstival du film fantastique hat Neuenburg nun eine neue Attraktion. Für ein Jahr lebt und arbeitet der renommierte Lord of the Rings Illustrator John Howe in einem Turm, der an Isengart erinnert und kuratiert eine Ausstellung zu seinem Gesamtwerk.
La Tour du FantastiqueEin historisches Schmuckkästchen wird zum internationalen Schaufenster der Phantasie! Atelier von John Howe, Ehemalige mittelalterliche Gefängnisse, Stadt…tourdufantastique.com