Beiträge von Sar-Sargoth

    Gut zu wissen. Da ich Bird Box noch nicht kenne oder besitze, dachte ich schon, die Omnibus-Variante wäre ein lohnenswerter Einstieg. Aber ich denke wohl besser noch etwas über den Kauf nach, mal sehen wie die Meldungen zu Malorie sind.

    Im Buchheim-Verlag wird demnächst eine Omnibus-Ausgabe von Bird Box und dem Nachfolger Malorie von Josh Malerman erscheinen. Bird Box wurde ja ziemlich gelobt und von Netflix verfilmt, klingt also recht vielversprechend.


    Zu Bird Box:

    Zitat

    Öffne deinen Augen, und du bist tot! Dieses Mantra hat Malorie ihren beiden Kindern von Geburt an eingeimpft. Sie verlassen das Haus so selten wie möglich und wenn doch, dann nur mit verbundenen Augen. Denn irgendetwas ist dort draußen, dessen Anblick jeden in den Wahnsinn treibt. Da klingelt das Telefon, und der unbekannte Anrufer bietet ihr einen sicheren Ort, nur ein paar Meilen den Fluss hinab. Kein weiter Weg, wenn man ihn sehen kann. Doch mit verbundenen Augen unmöglich. Dennoch steigt Malorie mit den Kindern in ein kleines Boot, der Hoffnung entgegen – oder dem Tod!


    Zu Malorie:


    Die beiden Bücher sollen als zwei Hardvover zusammen im Schuber erscheinen. Limitiert sind sie allerdings auch auf 555 Exemplare.


    Quelle: Facebook-Seite des Verlags https://www.facebook.com/buchheimverlag/

    ist das so? würde mich schon mal interessieren, was da die zahlen sagen

    Das wäre interessant, ja. Da gab es ja sicherlich einen längeranhaltenden Erfolg, der etwa mit der "Herr der Ringe"-Verfilmung angefangen hat... danach ging es ja noch eine Weile weiter mit Harry Potter samt Verfilmungen, Game of Thrones, aber auch anderer Phantastik wie den Marvel-Verfilmungen und Stranger Things. Für den Dauererfolg fehlt mir im Augenblick aber das sprichwörtliche "Next Big Thing".


    Die Game of Thrones-Serie ist fertig, die folgenden Bücher werden konsequent nicht fertig. Harry Potter ist abgeschlossen, Herr der Ringe und der Hobbit sind verfilmt. Und bei Stranger Things und den Marvel-Verfilmungen gibt es zunehmend kritische Stimmen, das die Luft raus wäre. Das wirkt sich dann sicherlich auch auf die Literatur aus... beispielsweise ist die nach Herr der Ringe aufkommende Völker-Fantasy auch schon wieder vorbei, oder?


    Sieht da jemand im Augenblick etwas Bedeutenderes in der Mache, was an die größeren Erfolge anknüpfen könnte?

    Naja, Malerman etwa hätte das Format, Barron mit seinem Roman auch, Langan, es gäbe schon ein paar. Aber wie Du sagst müsste man sie aus in der 'Literatur' etablieren und übers Feuilleton spielen, dann ginge da schon was.

    Das dürfte in der Praxis schwierig werden... ich habe immer noch den Eindruck, dass große Teile des klassischen Feuilletons Phantastik generell regelrecht hassen und nach wie vor als triviale Schundliteratur sehen. Gerade im deutschsprachigen Raum ist man da sehr dogmatisch, zumindest habe ich es im angelsächsichen Sprachraum nicht so deutlich wahrgenommen.

    Es sollte funktionieren, indem du einfach die Adresse des gewünschten Youtube-Videos hier reinkopierst. Die Forensoftware erkennt den Link dann und erstellt die Vorschau automatisch.

    Immer wieder interessant, wie unterschiedlich die Geschmäcker sein können. Ich habe ja auch so meine Probleme mit Kurzgeschichten, aber wenn ich ein Positivbeispiel für eine gelungene Sammlung nennen sollte, würde mir zumindest ziemlich bald "Nachtschicht" einfallen. Es ist allerdings schon eine Weile her, dass ich die gelesen habe. Wäre direkt interessant, ob sich mein damaliger Eindruck mit meinem heutigen Eindruck decken würde.

    Muss man die ganzen Kritikpunkte nicht in Kauf nehmen, dass sich eine Veröffentlichung für Festa überhaupt lohnt? Ich bin auch kein Lee-Fan und werde bei dem Preis sicher nicht zugreifen, aber es freut mich, dass die Reihe wiederbelebt wird. Und ich habe Verständnis für die Unannehmlichkeiten. Keine Ahnung, wie viel Bände man absätzen muss, dass sich das rentiert. Aber ich glaube ehrlich gesagt nicht, dass sich eine Veröffentlichung bei einem 'normalen Preis' rechnen würde.

    Es bleibt natürlich immer die Frage, was sich wie lohnt. Eine wirklich fundierte Diskussion darüber ist hier wohl leider auch nicht möglich, weil wir die genauen Zahlen nicht kennen.


    Aber in Kauf nehmen muss ich als mündiger Käufer zunächst mal gar nichts. Wenn mir Inhalt (Lee!) und Preis nicht passen, dann ist es ggf. für mich vorbei mit der Reihe.


    Den Preis alleine könnte man ja zur Not auch noch irgendwie mit kleiner Auflage und Zielgruppe rechtfertigen. Die fehlenden ISBN und der ständige Hinweis auf Limitierung dient ja aber wohl zusätzlich der Gewinnmaximierung des Verlags (Ausschalten des Zwischenhandels, schnellerer Abverkauf und daraus resultierend geringere Lagerhaltung). Da muss dann jeder Käufer selbst entscheiden, ob er mit diesem Prozedere noch zufrieden ist.

    Naja, wenn die ISBN fehlt, muss man einen Sammler finden, der das Buch kennt, sucht und kaufen möchte. Über die ISBN gibt es da zahlreichere Möglichkeiten an Zwischenhändlern, die einem das Buch auch abkaufen würden. Der potentielle Kreis an Abnehmern wird somit durch die ISBN deutlich größer und damit auch die Möglichkeit, einen passenderen Preis zu erzielen.

    Auch ich bin etwas zwiespätig bei dieser Ankündigung.


    Zunächst mal freue ich mich grundsätzlich, dass es hier weiter geht. Auch die Bücher von Donald Wandrei und James Hornor Jacobs klingen vielversprechend.


    Auf der anderen Seite gibt es aber auch gleich mehrere Aspekte, die mir nicht passen:

    - Der Startband ist von Edward Lee.

    - Die fehlende ISBN macht den Weiterverkauf von ggf. nicht gefallenden Bänden schwieriger.

    - Der Buchhandel ist dank fehlender ISBN zusätzlich außen vor.

    - Der Preis ist bei der ohnehin schon teuren Reihe nochmals erhöht worden.

    - Zusätzlich wird die Ausstattung etwas heruntergeschraubt (wohl kein Schutzumschlag mehr).

    - Das Limitierungsspielchen wird weiter fortgesetzt und beginnt langsam kräftig zu nerven. Das Argument, dass die Bücher etwas Spezielles sind und nicht für den Massenmarkt taugen, trifft doch auf einen Großteil der Klein- und Mittelverlagsbücher zu. Aber hauptsache mal wieder künstlich den Eindruck von Exklusivität erwecken.


    Da ich das Buch von James Hornor Jacobs auch schon im englischen Original gelesen habe, denke ich gerade darüber nach, das noch von der ursprünglichen Reihe laufende Abo zu kündigen, wenn für mich schon 2 von 3 angekündigten Bänden Ausfälle sind. Nur zum Sammeln sind mir die Bücher zu teuer und nicht liebevoll genug verarbeitet, zusätzlich ist auch mein Platz zu knapp.

    Das ist natürlich immer eine Gradwanderung... wenn der Gesangsverein das Buch, für das er abstimmt, auch gelesen hat, wird der Preis für mich schon relevanter. Aber man wird wohl nie eine praktikable Kontrolle haben, dass nur für tatsächlich Gelesenes abgestimmt wird. 62 Stimmen bei keiner bekannten Jury klingen zumindest nicht besonders relevant. Da könnte ein durchschnittlicher Gesangsverein oder die örtliche Fußballmanschaft alleine wahrscheinlich schon mehr Leute mobilisieren.

    Leicht Offtopic, weil es weder Radio noch Podcast ist, aber da sich der Artikel wie die letzten Beiträge auch mit dem Tod von Carlos Ruiz Zafon beschäftigt, stelle ich es mal hier dazu: Ein Nachruf (oder eher Nachtritt?) aus dem Feuilleton der FAZ:


    https://www.faz.net/aktuell/fe…-ruiz-zafon-16823195.html


    Saubere Arbeit, da wird ein frisch Verstorbener nochmal so richtig abgewatscht. Hier ist die Rede von "spanischer Bestsellerproduktion mit den erwartbaren Fabrikmängeln", "Schablonenfiguren" und "manchmal auch unerträglich flachen Literatur". Die Thematik seiner Bücher wird generell als kindisch dargestellt. Genau diese arrogante Geisteshaltung führt bei mir in der Regel dazu, dass ich mit den vom Feuilleton gelobten Büchern nichts anfangen kann. Von mir aus kann dieses sich in seinem Elfenbeinturm weiter austoben, mir (und den 15 Millionen Lesern von "Der Schatten des Windes") sind derartige Bücher lieber.

    Gerade bei den unbeteiligten Mitwirkenden ist es doch auch fraglich, was deren Motivation wäre, an der Verleihung eines Preises mitzuwirken.


    Da sie nicht in irgendeiner Form Schaffende sind, würden sie ja auch keine Chance haben, den Preis selbst zu gewinnen. Für die Außenwirkung ist das sicherlich sinnvoll, ein selbstverliehener Preis hat immer ein Geschmäckle, auch wenn keine wirkliche Grundlage dafür besteht. Aber einen direkten Vorteil bringt das schonmal nicht.


    Das generelle Echo auf den Preis ist ja bisher eher übersichtlich, also Glamour, Aufmerksamkeit und würdevolles Schreiten auf dem roten Teppich wird auch eher weniger generiert.


    Ob die Ausgezeichneten wirklich dankbar dafür sind, dass es den Preis gibt, ist auch eher zweifelhaft. Wahrscheinlich freuen sie sich bestenfalls kurz über den Preis um dann bei nächster Gelegenheit auch gerne wieder eher unfreundlich zu reagieren. Gerade in der "Szene" gibt es doch weit verbreitet Missgunst und stark ausgeprägte Selbstbezogenheit.


    Unter diesen Voraussetzungen (viel Arbeit ohne wirklichen Mehrwert) bleibt da doch die Frage, weshalb man sich für den Preis engagieren sollte. Oder sehe ich das gerade zu schwarz und jemand anderes hat ein paar Argumente, warum man das machen sollte?

    So, auch ich habe alle Kategorien beendet. Ich bin auch meiner ursprünglichen Auswahl treu geblieben, bei den Heftromanen ist es sogar ein Doppelpack Vampir-Horror-Romane von Hugh Walker geworden.


    Insgesamt habe ich für mich eine bunte Mischung gewählt... da war fast alles dabei. Der Start war schlecht ("Das Haus am Ende der Welt") oder etwas zäh ("The Haunting of Hill House"), weswegen ich auch mal eine Pause zur Auflockerung gemacht hatte. Der Rest war aber zumindest guter Durchschnitt, auch positive Überraschungen gab es ("12 Monate Angst", auch Kurzgeschichten können Spaß machen) oder positiven Erwartungen wurde entsprochen ("Der Mitternachtspalast", "Das Institut").


    Nächstes Jahr können wir etwas in der Richtung auf jeden Fall gerne wieder machen.