Es gab einige wenige gute Szenen und nette emotionale Momente, aber insgesamt wirkt das ganze auf mich wie eine ungewollte Selbstparodie.
Alles ist sehr viel schriller, lauter, bunter und oberflächlicher. Komisches ist oft nur albern statt wirklich witzig (Tiefpunkte für mich sind unter anderem die Figur des Bürgermeisters, die Journalisten der "Hawkins Post" und Erica Sinclair) überschattetbelichtet zu oft düsteren Passagen, die zudem viel zu physisch sind und denen die schaurige, geheimnisvolle und sehr bedrohliche Atmosphäre der ersten Staffel fast völlig abgeht.
Charakterentwicklung abseits von Klischees findet kaum statt. Besondere Enttäuschung (aber bei weitem nicht die einzige) war für mich Hopper, dem man über weite Teile der Staffel jedes bisschen Tiefe geraubt hat. Sein vermeintlicher Tod und der Brief am Ende konnte das auch nicht mehr retten. Die Trennung der Gruppe durch den Umzug am Schluss wirkte auf mich wie ein (etwas billiger) Versuch, doch noch ein wenig Emotionalität und ein "Coming of Age"-Gefühl zu erzeugen. Nostalgie ist was tolles (und (über?)reichlich vorhanden) , kann aber alleine so eine Serie imho nicht tragen.