Beiträge von Vincent Voss

    Da ich mit Erkältungssymptomen in freiwilliger Quarantäne lebe, habe ich heute einen Klassiker gesichtet.


    Das Omen. Und ich finde, dieser Film ist zeitlos gealtert und funktioniert immer noch großartig. In stiller Konkurrenz und mit etlichen Anlehnungen kurze Zeit nach "Der Exorzist" versteht es auch dieser Film zu gruseln. Und es sind nicht die wenigen, auch anschaulich gezeigten, Todesszenen, die den Film ausmachen, sondern das Storytelling und natürlich der Soundtrack.

    Da ich mich aktuell auf derselben Baustelle befinde, ein Genuss. Und mal wieder ein unbewusster Augenöffner ... ich dachte, ich hätte eine Idee mein eigen nennen können, da sie mir literarisch in diesem Zusammenhang noch nicht bekannt war. Aber jetzt habe ich halt geklaut. Nachträglich. Wie auch immer.


    Das Omen

    Zitat

    Das ist natürlich nicht per se schlechter, fällt aber in der Regel auf, wenn jemand sich in anderen Disziplin bewegt als derjenigen, mit der man am vertrautesten ist.



    Jepp, aber es gibt auch Ausnahmen. In meinem Fach ist es z.B. Conrat Schetter, der als Geograph mit seinen Werk "Etnizität und ethnische Konflikte in Afghanistan" ein beachtenswertes ethnologisches Werk geschaffen hat und eben die Problematiken des Faches selbst klug analysiert.


    Egal. Ich habe das Buch jetzt auch gelesen und ziemlich genossen. 5 Semester Philosophie habe ich mir damals zu beginn meines Studiums auch gegönnt, aber ich bezweifel, dass das haften gebliebene Wissen besonders hilfreich war. Vielleich die Affinität dazu, ja. Genossen habe ich den Ansatz, die philosophischen Dichotomien am Thema Horror abzuarbeiten. Zentrale Frage, und egal, wie man es benennen will, ist die Welt an und für sich, also die Wlt für uns und die Welt ohne uns. Natürlich lassen sich da zum Horrorgenre Brücken schlagen, da sie alle ihre figürlichen Vertreter*innen internalisiert haben und wie Thacker herausarbeitet, darin wohl auch ihr Schrecken begründet sieht. Im Gegensatz zu einigen Meinungen hier, kann ich die Ängste bei dem Gedanken an eine Welt ohne uns, durchaus verstehen. Thacker arbeitet aber nicht ausschließlich in gegensätzlich Begriffspaaren, sondern arbeitet in einer erweiterten Dreiecksbeziehung, die sich durch das ganze Werk zieht. Die Welt für uns, die Erde auf der wir leben und der Planet. Dieses Dreieck wird philosophisch gedacht und begründet und hat m.E. nach einiges für sich. Die Aktualität zeigt sich ja, indem er z.B. zur Mystik sagt, dass es aktuell am ehesten eine kiimatologische Mystik sein sollte, die uns mit der Welt an sich (Erde) verbinden sollte.

    Sehr spannend erläutert war für mich auch die Negativität des Lebendigen. Ich bemerke immer, dass mich eine Auseinandersetzung damit an meine intellektuelle Grenze bringt. Nichts ist halt schwer vorstellbar, solange ich eben denke. Ein finaler Brückenschlag zu asiatischen, philosophischen Konzepten, die im Nicht auch einen Einklang sehen können, hat meinen Horizont ebenfalls erweitert.

    Wirklich erhellend fand ich die milieuspezifischen Verknüpfungen zu den Genrefiguren: Zombies = Aufstand der Arbeiter; Vampir = der aus seiner Zeit gefallene romantische Aristokrat; der Dämon = Mittelschicht, als verbindendes Element; Geister = Geistiges


    Alles in allem hat es mir sehr viel Spaß gemacht, dass Buch jetzt weit nach dem Lesezirkel zu lesen.


    Hier die Kategorie Horror-Anthologie national.


    Wenn ihr Vorschläge macht, achtet bitte darauf, dass es auch wirklich Horror ist. D.h. der überwiegende teil der Geschichten muss einen Anker zum Genre Horror haben.


    Ansonsten klaue ich mal von Andreas:


    Vorschläge bitte einfach als Antwort posten.

    Autor / Titel der KG / Titel der Anthologie oder Name und Nr. der Zeitschrift / Verlag

    Danke für eure Mithilfe.


    Es kann sein, dass ich mal wochenlang nicht melde. Dann bitte nicht in Panik verfallen, wenn es dann heiß wird, bin ich da.


    1) Feuersignale – Hommage à Stefan Grabiński. Hrsg. Silke Brandt. Blitz Verlag, Mai 2022

    2) Phantastikum Band 2 - Florian Jung

    3) Sabine Brandl, Gisela Weinhändler (Hrsg.) - Anxt (muc-Verlag)

    4) Marburger Verein für Phantastik & Dreamland Productions - Verlockung des Bösen. Marburg-Award 2022 (Verlag Lindemann/Eigenverlag)

    5) Detlef Klewer (Herausgeber) - Red Blood Love - REDRUM

    6) r.evolver (Herausgeber) - Transformation (Band 15) - BLITZ-Verlag

    7) Michael Schmidt und Achim Hildebrand - Zwielicht 17

    8 Michael Siefener, Ellen Norten & Andreas Fieberg - Daedalus 13 - p.machinery

    9) Andreas Fieberg - Gegen Unendlich 17 - p.machinery

    10) Carsten Schmitt und Tnaja Karmann - Totenschein

    11) Jörg Kleudgen (Herausgeber) - Yuggoth Ein Reiseführer - Basilisk-Verlag

    12) Lars Dangel (Herausgeber) - Abseits der Geographie - Edition Dunkelgestirn



    Wow! Einfach nur Wow! Danke, Katla

    Mist, mir war so, als hätte ich hier schon meine Meinung zu dem Buch kundgetan ... habe ich aber gar nicht.


    Ich habe das Buch ebenfalls sehr gerne gelesen und mich vor allem über das interaktive Lesen (siehe Beilage) gefreut. Aber auch ohne Goodies und Aufmachung weiß die Erzählung zu gefallen. Perspektive, Persönlichkeitswandlung, Beobachtungen, alles in sich ergab einen abseitigen Sinn und war vor allem sehr, sehr stimmungsvoll. Gerne mehr!

    Keiji Haino findet Erwähnung in Eugene Thackers "Im Staub dieses Planeten": " Seien Darbietung ist ein Beispiel für den radikal unmenschlichen Aspekt des kosmischen Pessimismus, den unpersönlichen Affekt der Angst, den Kierkegaard als "antipathetische Sympathie und sympathische Antipathie" beschrieben hat.


    So, black is myself

    Hier der Trailer:


    La influencia – Böser Einfluss | Netflix – offizielle Webseite


    Meine Meinung: Lohnenswerter Hexenfilm mit Spukhausambiente. Worum geht: Die Mutter einer Familie liegt im Sterben und die Familie kommt zusammen, um das Testament entgegenzunehmen. Alte Familiengeheimnisse gelangen bei diesem Treffen an die Oberfläche und die sterbende Mutter ist gar nicht so tot, wie sie sein sollte ... Durchaus unterhaltsam.


    7,25 Geweihe,. die an Wänden hängen.

    Hier der Trailer


    A Classic Horror Story | Official Trailer | Netflix - YouTube


    Meine Meinung: Mir hat der Film gut gefallen. Wie der Titel schon sagt, wird hier einiges verwurschtelt, aber durchaus gut. Gerade die Filmmusik und die Bilder mit der Hütte sind sehr stimmungsvoll.


    Worum geht es: Zusammengewürfelte Reisegruppe verunfallt in den italienischen Outbacks und triff dort auf eine ominöse Hütte, deren Bewohner einem geheimnisvollen Kult angehören.


    7,5 von 10 an einer Wand hängenden Hirschköpfen (die offenbar gerade der letzte hot shit sind)