Beiträge von Vincent Voss

    My five pence:


    Mike Chick - Absender unbekannt


    Ein Zauberer in Ruhestand bekommt eine Uhr geschenkt. Doch diese ist verflucht und ihr Geheimnis liegt in der Vergangenheit des Zauberers selbst.


    Carsten Theile – Gegen Gott


    Bitterböse Tragödie im christlichen Gewand. Bischoff Itzhart muss sich seinen Dämonen stellen.


    Ferit Yavuz


    Wenn sich Technik mit dem Unheimlichen paart … Gruselig.


    Eliot Kaufmann – Feuerspalte


    Dystopie im Eis. Saustark geschrieben, gute Figuren. Hat mir sehr gefallen. War ziemlich hot, könnte man sagen.


    Maximilian Vierkotten - Miyu


    Wer auf japanische Horrorfilme steht, die so in Richtung Geister gehen, der wird von dieser Geschichte begeistert sein. Geht gut unter die Haut. Und besticht mit einer schönen Sprache für das Setting.


    Hanno Berg – Traumtraum com.


    Träume können so viel mehr sein … coole Idee.


    Renée Engel – Laura


    Harte Kost und saugut geschrieben. Laura ist auf der Suche nach ihrer Erinnerung. Aber mit jedem Erfolg wird es nicht besser für sie. Hat mir sehr gefallen. Unabhängig von einer möglichen Aussage, die streitbar ist. Aber genau, das sollen Geschichten: Nachdenklich machen.


    Dr. Karsten Beuchert – Nachtfahrt


    Eine experimentelle Traumreise für Freunde der ägyptischen Mythologie


    David J. Moth – Sabre Cut


    Tja, wie soll man hier nicht zu viel verraten? Ein Geheimorden, der seit Jahrhunderten existiert und … na ja, das muss dann selbst gelesen werden.


    Anke Elsner – Der Preis


    Wenn Musik Macht bedeutet, was wäre dann …


    Annika Wöhler – Wachwahn


    Eine schöne Geistergeschichte. Wenn jemand von seinem eigenen Schicksal verfolgt wird …


    N. Heyer – Quarantäne


    Eine Geschichte die in Hamburg spielt, dystopisch ist und mit … was will ich mehr. Hat mich unterhalten.


    Stephan Schnorr – Susann


    Über eine seltsame Beziehung, aus der Perspektive eines interessanten Zeitgenossen.


    Svetlana A. Negro – Sie kam in Weiß


    Wunderschöne traurige Bilder und diese Melancholie reißt nicht ab. Sehr, sehr schön!


    Vincent Voss – Isla de los muertos


    Biographisches vermischt mit Fiktion. :)


    Oliver Müller – Der erste Tote


    Cooles SciFi-Setting. Der Tod scheint überwunden. Scheint …


    Galax Acheronian – Ungeheuerlich


    Ich mag Galax sehr sehr gerne lesen. Und auch hier wieder werde ich auf den ersten Zeilen an die Hand genommen und begleite ein Kindermädchen bei ihrem ersten ungeheuerlichen Arbeitstag.


    Anna Kügler – Am Ende der Stille


    Schöne und traurige Geschichte zugleich. Haunted House meets Tragödie. Echt gut.


    Alice Wakenfield – Das Zerwürfnis


    Hups. Überraschendes Familientreffen. Hat mich an den Film „Das Fest“ erinnert. Sehr schön!


    Randolf Schiwek – Das ist doch nur das Ende der Welt


    Das Ende der Welt … was soll man sagen.


    Lyakon – Milan und Marie


    Bäm! Auch diese Geschichte hat mich gleich mit ihrem Anfang, wird im Mittelteil nicht langweilig und auch das Ende rockt. Kann das wirklich Liebe sein?


    Florian Krenn – Nebelkinder


    Und diese letzte Geschichte hat mich wirklich umgehauen. Einfühlsam geschrieben mit einem ernsten und aktuellen Thema. Ich war so beeindruckt, dass ich gleich den mir unbekannten Autoren anschreiben musste.



    Fazit: Für mich eine ganze Bandbreite an Geschichten. Mit wenigen konnte ich nur wenig anfangen, etwas, das es ja oft bei Anthologien gibt, wo man einen Großteil der Autorenschaft nicht kennt. Die AutorInnen, die mir bekannt waren, haben für mich mal wieder wie gewohnt überzeugt und ich habe einige Namen, die ich mir merken will. Und von denen glaube ich, wird man demnächst bestimmt auch noch mehr lesen. Die Szene lebt und auch diese Reihe, also die 10te (!) Geisterspiegel-Anthologie trägt ihren Teil dazu bei!

    Ralf Cor – Cannibal Love (Redrum Books)



    "Volker hat ein Problem mit seiner Aggression.

    Und mit Frauen. Sie sterben.


    Volker hat ein Problem mit seinem besten Kumpel. Dieser findet Geschmack an Menschenfleisch.


    Volker hat ein Problem mit seinem Boss. Der ist ein Choleriker mit einer Kettensäge.


    Volker hat ein Riesenproblem mit dem Pérez-Kartell und muss nach Mexiko. Dort lernt er eine Frau kennen, und mit ihr fangen seine Probleme erst richtig an.


    »Bissig, bitterböse und immer ein wenig drüber!«"




    Das Buch erscheint in der Schublade „Funcore“ und das trifft es so ziemlich genau. Kein subtiler Suspense-Horror, kein übersinnliches Grauen, dafür aber enorm Tempo, eine grandiose Handlungswendigkeit, d.h. als Leser wurde ich mehrmals überrascht, und geniale Dialoge. Mich persönlich hat Cannibal Love an meinen ersten Tarantino-Film im Kino erinnert. Pulp Fiction im Kino-Center am Hamburger Hauptbahnhof. Leicht angetüdert. Und was habe ich mich über die Dialoge gefreut und das ist etwas, das dieses Buch ausmacht. Ich fand die Dialoge herrlich skurril, passend zu Szenen, wo Blut, Gedärm und Gekröse reichlich fließen und platzen. Aber nie nur um des Effektes willens, sondern in eine abstruse Handlung eingebettet. Und diese spielt im kriminellen Drogenmilieu und ist grandios! Ein Texas Chainsaw-Massaker auf Koks sozusagen.


    Fazit: Ich mag gerne ernsthaften Horror, klassisch und subtil darf es gerne sein. Anderem „Zeug“ bin ich immer sehr kritisch gegenüber eingestellt, aber Cannibal Love hat mir wirklich von der ersten bis zur letzten Seite Spaß gemacht. Sollte das Buch verfilmt werden, bewerbe ich mich schon mal auf eine Statistenrolle.

    Ich habe "Im Garten Numen" jetzt auch gelesen und mir hat es sehr gefallen. Und das, obwohl mich Werke, die sehr viel mit Innenansichten und starken Zerwürfnissen und der Verschiebungen von Realität und Abseitigkeit arbeiten, immer sehr fordern. Aber Erik macht das verdammt gut! Die Stimmung in und um das österreichische (fiktive?) Fugenschlag in einem heißen Sommer kommt eben so (positiv!) zäh herüber, wie die Hauptfigur Simon in dem Sumpf seines verkorksten Lebens als Ex-Junkie zu versinken droht. Er ist dort auf der Suche nach seiner Tochter, die in einer Einrichtung für suchterkrankte Jugendliche dort verschwunden ist. Simons Suche nach ihr gestaltet sich als phantastisch, realistisches Abenteuer. Und auch die antagonistische dunkle Seite gefällt, ebensosehr wie die phantastische Erklärung des Ganzen. Großes, großes Kino einer eigenständigen Stimme. Toll!