Beiträge von arthur gordon

    Ich habe das Buch schon seit vielen Jahren als Paperback bei mir im Regal stehen, werde daher ausnahmsweise mal keinen Kauf tätigen...auch wenn die Bücher bei Buchheim wirklich exzellent aufgemacht sind. Davon abgesehen müsste ich es endlich auch mal lesen. ;-)

    Ich kann mich schon nicht mehr an den Inhalt erinnern, doch die Kürzungen müssen ähnlich gravierend gewesen sein, wie seinerzeit bei der KNAUR-Ausgabe von McCammons "Nach dem Ende der Welt" (Swan Song"). Ob der Roman in Originallänge nun wirklich besser würde, kann ich natürlich auch nicht sagen. Es käme halt auf einen Versuch an.

    Nun ja, immerhin hatte Klein nichts dagegen einzuwenden...nach vielen Jahren der Abwesenheit vom literarischen Betrieb, 2006 die Sammlung "Reassuring Tales" zu veröffentlichen. Und die war wirklich schlecht. :-(

    Blöd ist nur, dass bei uns selbst im Bahnhofsbuchhandel keine Gespenster-Krimis zu haben sind. Da online der Versand die Kosten für ein Heft übersteigt, habe ich bislang von einer Bestellung abgesehen. :-(

    Die Serie passt allein schon deshalb in unsere Sparte, weil sie realen Horror thematisiert. Chernobyl wirkt auch deshalb so stark, weil es reportagehaft erzählt wird. Auch wenn einige Figuren in der Wirklichkeit nicht existiert haben, so dürfte der gezeigte Gesamtablauf sehr nah das tatsächliche Geschehen abbilden.

    In Band 1 war es vor allem die Vergötterung Kleins versus die totale Verunglimpfung des Werkes von Stephen King. Klein, der nicht einmal 1% des literarischen Werkes Kings aufzuweisen hat, auf die gleiche Stufe zu stellen, wäre schon lächerlich genug. Joshi behandelt ihn aber wie einen Messias.
    Ich mag auch nicht alles von Barker, doch auch an ihm lässt Joshi fast kein gutes Haar. Man muss sich wohl mit Joshi beschäftigen, wenn man sich für die Szene interessiert, ihn für voll nehmen muss man allerdings ganz gewiss nicht. Ein stolzer Misanthrop und Nihilist durch und durch (wie übrigens auch sein zweiter "Liebling" Thomas Ligotti), der sich gern schwadronieren hört.

    Falls ich mich noch einmal an "The Ceremonies" geben sollte, dann nur an die ungekürzte Fassung. (Vielleicht findet sich ja endlich mal ein deutscher (Klein-)Verlag, der das Wagnis eingeht.) Die mega-gekürzte deutsche Fassung hinterließ bei mir jedenfalls ein ähnlich negatives Gefühl wie bei Royston. Und was den Herrn Joshi betrifft, so konnte ich über seine Beurteilung diverser Horror-Größen nur schallend lachen. Welchen Narren er an Klein gefressen hat, wird mir immer ein Rätsel bleiben (trotz einiger wirklich toller Erzählungen aus seiner Feder).

    Natürlich spielt der erste Film als TV-Produktion in einer anderen Liga als das Kino-Remake. Ich muss aber gestehen, dass mich damals auch Tim Curry nicht sonderlich überzeugt hat. Der neue Pennywise gefällt mir eindeutig besser, auch wenn mich Teil 1 nicht einen Moment lang gruseln ließ. Dies mag aber daran liegen, dass ich das Buch zweimal gelesen und kurz vor dem letzten Kinobesuch ungekürzt gehört habe. Da gibt es halt keine Überraschungen mehr. Um so einen umfangreichen Roman adäquat umsetzen zu können, wäre in der Tat eine Mini-Serie sinnvoller gewesen.