Beiträge von Tobias Lagemann

    Hallo zusammen,

    mein Englisch ist zu eingerostet, um Romane im englischen/amerikansichen Original lesen zu wollen bzw, zu können. Daher entfällt ein Vergleich zwischen Übersetzung und Original. Unterm Strich steht daher bei mir: Hat mir besser gefallen als ach so vieles von Stephen King. Gestört hat mich der Klappentext. Denn der schoss - pfiiiiiuuuuuuuiiii ... - am Inhalt gewaltig vorbei.

    Viele Grüße

    Tobias

    Hallo Katla,

    Das nein, aber möchtest du, dass jemand nach bestimmten Sachen schaut, ohne dass du die Bücher erwerben musst? Oder suchst du die Bücher selbst?

    Sutins Biographie gibt es bei Blackwells für unter € 15,- incl. Steuern & Versand (nach FIN, vermutlich noch billiger für deutsche Adressen) und Shifting Realities für ein paar Euro, da findet du auf Eurobuch.de viele Angebote (meist abebooks.de).

    After Engulfment klingt ja spannend, hatte ich noch nicht auf dem Schirm.

    ich wollte lediglich Literaturhinweise geben ... Da ich an anderer Stelle (offenbar der falschen!) nach den Büchern gesucht habe und nicht fündig wurde, schien mir der Hinweis auf amerikanische Bekannte irgendwie naheliegend. Damit habe ich offenbar einen anrüchigen Eindruck erweckt. Das lag nicht in meiner Absicht.

    Ich suche die Bücher nicht selbst. Aktuell lese ich PKD nicht. Insofern war es vielleicht ein Fehler, dass ich meiner Neugierde nachgegeben und nach möglichen Querverbindungen zwischen PKD und HPL gesucht habe. Wird nicht wieder vorkommen.

    Viele Grüße

    Tobias

    Hallo zusammen,

    etymology online sagt:

    eldritch(adj.)

    "hideous, ghastly, weird," c. 1500, of uncertain origin; apparently somehow from elf (compare Scottish variant elphrish), an explanation OED finds "suitable;" Watkins connects its elements with Old English el- "else, otherwise" (from PIE root *al- "beyond") + rice "realm" (from PIE root *reg- "move in a straight line," with derivatives meaning "to direct in a straight line," thus "to lead, rule"). Dictionaries of the Scots Languages notes a theory that it is "Possibly repr[esenting] O.E. *ælf- or *elfrīce, 'fairy kingdom'" (compare fairy, originally the name of the habitation of the fay.)

    habe dann auch mal für "Palmer" bei etymology online nachgeschaut.

    "palmer(n.)

    "pilgrim; itinerant monk going from shrine to shrine under a perpetual vow of poverty;" originally "pilgrim who has returned from the Holy Land," c. 1300, palmere (mid-12c. as a surname), from Anglo-French palmer (Old French palmier), from Medieval Latin palmarius, from Latin palma "palm tree" (see palm (n.2)). So called because they wore palm branches in commemoration of the journey. "The distinction between pilgrim and palmer seems never to have been closely observed" [Century Dictionary]."

    Zu einem Pilger passt das mit den Stigmata im Buchtitel ja wirklich gut.

    Viele Grüße

    Tobias

    Hallo zusammen,

    mhm, vielleicht ja gibt das -> Buch eine Antwort. Es scheint ja allein dem Titel (After Engulfment: Cosmicism and Neocosmicism in H. P. Lovecraft, Philip K. Dick, Robert A. Heinlein, and Frank Herbert) nach ja nun gewisse Bezüge zwischen Lovecraft und nicht nur Dick zu geben.

    Und auf der englischsprachigen Wikipedia-Seite zum Roman von Dick findet sich: "Dick later admitted in his 1968 essay "Self Portrait" that he was "afraid of that book" because it dealt with absolute evil, and he recalled being unable to proofread the galleys." Ein Blick in den genannten Essay bzw. das zitierende Buch (Dick, Philip K.; Sutin, Lawrence (1995). The Shifting Realities of Philip K. Dick: Selected Literary and Philosophical Writings. New York: Pantheon Books. ISBN 978-0-679-42644-8.) könnte sich also lohnen.

    Hat jemand Kontakte in die USA und da ggfs. zu jemanden, der die hier mir genannten Bücher hat ...?

    Viele Grüße

    Tobias

    Hallo Miteinander,

    hier -> Schreibt das Buch bald die KI? noch ein Link. Kurzbeschreibung: "Auf den Stuttgarter Buchwochen diskutierten Bärbel Dorweiler (Geschäftsführerin Thienemann Verlage), Tom Kraushaar (Verleger Klett-Cotta) und Pierre Bourdon (Geschäftsführer ekz Bibliotheksservice) über den Einsatz von KI in Verlagen. Wolfgang Tischer moderierte die Runde, die hier als Podcast zu hören ist."

    Viele Grüße

    Tobias

    Hallo Michael,

    Ja, für 50€ ein Buch schreiben und in 2 Stunden fertig sein, das klingt ja sehr verlockend. Das werden doch einige ausprobieren.

    Es gab schon immer viel normierte Literatur. Daher lese ich eigentlich immer gerne quer durch die Zeiten. Also Geschichten, die in völlig unterschiedlichen Jahren erschienen sind und auch nicht immer der gleiche Autor oder das gleiche Genre. Das sorgt naturgemäß für mehr Abwechslung.

    Andererseits erkenne ich natürlich auch immer wieder den Hang an mir, das zu lesen, was mir besonders gefällt und da gibt es dann doch oft große Ähnlichkeiten. Als Beispiel nenne ich mal die 5 Bände gesammelten Kurzgeschichten von PKD, da fehlt einem bei der Lektüre auch oft die Abwechslung, ein Autor wiederholt sich dann doch sehr oft und das merkt man, wenn man viel hintereinander liest.

    ich bin wohl einfach noch viel zu sehr in den Zeiten verhaftet, als nicht nur der Markt der Science-Fiction ein sehr weites Feld war. Wie viele Verlage tobten sich damals (frühe 80er) in dem Genre aus? Und es waren keine Kleinverlage, da waren auch recht viele große Namen dabei. Entsprechend vielfältig waren die Themen, die beackert wurden.

    Früher habe ich mir auch gerne Zeitungen wegen ihres Literaturteils gekauft. Gerade die Jahresendausgaben waren mir wegen der Fülle an vorgestellten Büchern eine Quelle großer Freude. Denn da gab es neues zu entdecken, vielfältiges.

    Und dann gab es ja auch all die wunderbaren Literatursendungen im Radio und im Fernsehen, in denen teils sehr deutlich Bücher gelöobt und getadelt wurden.

    Was ist davon geblieben? Beliebigkeiten, die niemanden wehtun sollen. Und entsprechend fällt zumeist die Auswahl der besprochenen Bücher aus: Mainstream.

    Und so sehen dann oftmals auch die Bestenlisten aus. Man orientiert sich an Bestsellern, weil man damit ja nicht soooo viel falsch machen kann.

    Und die KI? Wird daraus einen Buchbrei zusammenalgorithmisieren, der allen bekommt. Entsprechend werden die KI-kreierten Rezensionen ausfallen. Hey, gerade heute bin ich über Lobhudeleien für eine Kurzgeschichtensammlung gestolpert, die sich im Aufbau und teils sogar in der Wortwahl entsprochen haben.

    Es gibt eine Erfolgsformel nicht nur für den Aufbau und den Inhalten von Geschichten/Büchern.

    Die Auslagen der Buchhandlungen spiegeln das, denn Mieten und Löhne müssen bezahlt werden.

    Natürlich gibt es dennoch weiterhin Lesende, die darauf keine Lust haben. Wäre es anders, hätten all die Kleinverlage ja inzwischen dicht gemacht. Und auch wenn sich das Eichhörnchen mühsam nährt, kommt es doch durch den Winter. Und da bin ich sehr froh, dass wir noch unsere Ortsbuchhandlung haben. Auch wenn da inzwischen jede Menge Young Adult/Romantasy in den Regalen steht, die schlagen mir noch immer Bücher vor, die meinen Geschmack voll treffen. Amazon kann das nicht, da ist spätestens nach dem dritten auf einen Suchbegriff hin ausgeworfenem Buch der mainstream am herrschen. Entsprechend gelassen sehe ich der vielleicht ewigen Eiszeit weitestgehend algorythmisierter Literatur entgegen.

    Die wichtigen Informationsquellen für Bücher sind für mich inzwischen Podcaster, die über Bücher und Autor*innen sprechen, die nicht Mainstream sind. Davon gibt es eine Menge! Ich habe sie nur erst mal finden müssen. Und da und dort gibt es auch im ÖRR noch spannende Sendungen ...

    Blöd ist das alles nur für jene Autor*innen, die es ohne KI und ohne den Markt beachtender Stromlinienförmigkeit versuchen. Statt einem weiten Feld bleibt denen nicht mal mehr ein Schrebergarten. Immerhin gibt es da ein Vereinsheim, in dem man sich nach der Gartenarbeit gemütlich zusammensetzen und von den alten Zeiten schwämen kann ...

    Abschließend: Ich streue aktuell öfters mal ein Re-Reading ein. Bin nun bei Traven gelandet, der es mir in der späten Jugend sehr angetan hatte. Jetzt liest er sich duchaus anders. Wow. Das fällt natürlich in die Kategorie: Man liest das, was einem gefällt. Und, ja, mit James Lee Burke und Philip Kerr etc. pp. habe ich ein paar Autoren, die ich angesichts der Fülle ihres Schaffens im Jahresrhythmus auf Dauerschleife legen kann. Und, klar, weil ich die langsam ermittelnden Ermittler mag, fallen mir dann auch Aiutor*innen auf den SuB, die ähnliche Hauptfiguren haben. Lawrence Blocks Matthew Scudder ist mir so über den Zufall eines Bücherschranks zur gern gelesenen Figur geworden.

    Nun ja, warten wir mal ab, ob nicht alles anders wird. Vielleicht ja werden die KI wirklich kreativ!

    Viele Grüße

    Tobias

    Hallo,

    vor ein paar Wochen habe ich eine Werbemail bekommen, in der ein "Verlag" dafür warb, dass man in kürzester Zeit "sein" Buch schreiben könne. Aus dem Werbetext "Jede Geschichte verdient es, gehört zu werden, Wissen und Erfahrung sollten geteilt werden können. Unsere Vision war von Beginn an, den Prozess, wie ein Buch entsteht, grundlegend zu vereinfachen. Denn viel zu oft blieben spannende Informationen, neue Erkenntnisse und Iden unveröffentlicht - aus Zeitmangel oder einfach, weil redaktionelle Unterstützung gefehlt hat." Und weiter geht es mit "Genau hier setzt der Story Editor an: ein human-centric KI-Werkzeug, um deine Inhalte, Wissen oder Gedanken in hochqualitative Buchtexte zu verwandeln, bei gleichzeitiger Kontrolle über alle Inhalte." Jau, in zwanzig Minuten würde so ein vollständiges Exposé entstehen. Quellen würde die KI auch nach einer Tiefenrecherche hinzufügen. Getestet sei die KI von Spiegel-Bestsellerautoren. Ab 50,- sei man dabei, um "druckfertige Buchtexte nach ca. 2 Stunden" zu bekommen ...

    Ich habe die Mail nicht gelöscht, weil ich immer dann, wenn mich die Lust überkommt, doch einen Roman zu schreiben, einfach den Werbetext lese. Denn der sagt mir: Erspare die Zeit und die Mühen, die du brauchst, um einen Roman zu schreiben - die KI ist schneller.

    Zum Thema passt übrigens irgendwie auch das, was Andreas Pflüger heute auf facebook geschrieben hat. Im Grunde sei es empörend, schreibt er, dass er rund ein Jahr für einen Roman brauche, der dann in zwei bis drei Tagen gelesen wird. Er dockt da natürlich an Mark Twains bekanntem Zitat an.

    @Michael Zu deiner Frage: Ich bin da sehr pessimistisch. Eigenständigkeit und Innovationen werden nie ihren Wert verlieren, aber der Teil der Leserschaft, die sich dafür interessiert, wird eher kleiner werden. Schon vor KI wurden die Regalmeter, die mit "normierter" Literatur gefüllt wurden, mehr. Selbst in unserer Ortsbuchhandlung - auch nach Eigentümerwechsel noch inhabergeführt und nicht Teil einer großen Kette - ist aus der Ecke mit "Romantasy" inzwischen eine kleine Abteilung geworden. Und als begeisterter Krimileser wird es für mich zunehmend schwerer, interessante Bücher zu finden. Schon die Klappentexte der "Bestseller" ähneln sich so sehr, da mag ich nicht mal mehr in die erste Seite reinlesen.

    Dank e-Books würde ich ja auch in Zeiten von den Neuerscheinungsmarkt völlig dominierenden KI-"Autor*innen" auch noch viel, viel zu lesen haben. Denn früher ist ja viel und vor allem auch "innovativ" geschrieben worden. Und all diese Werke gibt es ja kostengünstig als e-books. Mir wird der Lesestoff also nicht ausgehen.

    Viele Grüße

    Tobias

    Hallo,

    nach dem Thema "Wasser" in 2025 wird es für 2026 beim Carpathia Verlag feurig zugehen.

    Aus der Ausschreibung: Gesucht werden Geschichten aus den Genres Urban und Dark Fantasy, in denen das Element Feuer eine zentrale Rolle spielt. Die Geschichten dürfen gerne absurd oder skurril sein, auch Horror-Anleihen sind erlaubt.

    -> Ausschreibung "Feuer"

    Viel Spaß & Erfolg

    Tobias

    Hallo zusammen,

    wenn ich das Denken ausschalte, dann funktioniert der Roman gut. Vieles bleibt im vagen und das mag ich sehr. Geheimnisse müssen nicht gelüftet werden. Was ist wirklich passiert? Who cares ... Das Mädchen (wer war sie überhaupt) ist verschwunden und der Sänger auch. That's all.

    Aber das Denken lässt sich nicht ausschalten. Denn wie wird das ganze erzählt? Offenbar hat da jemand Interviews geführt und die werden sich ergänzend (und manchmal auch leicht widersprechend) aneinandergereiht und bilden so eine Art vielstimmige Beschreibung der Ereignisse. Aber, hey, wir haben das Geheimnis. Wir haben den verschwundenen Sänger und das geheimnisvolle Mädchen. Und das, also das Verschwinden, hat ja auf die Leben der anderen Figuren mal mehr und mal weniger großen Einfluss gehabt. Aber wird das in den Interviews sichtbar, also am Anfang, als die Truppe ins Haus zieht. Nö, sie erzählen irgendwie arg beiläufig von den Proben und was sich sonst so alles im Haus tut. Aber dabei wissen doch alle zum Zeitpunkt der Interviews, dass der Sänger und das Mädchen fort sind. Kann sein, dass mir das entgangen ist, aber das, das Wissen um das Ende der Geschichte, schimmert anfangs nirgends in den Interviews auf. Hey, der Typ ist weg! Und wer war das Mädchen? Das muss doch irgendwie Niederschlag in dem Erzählten finden. Auch wenn die Ereignisse lange zurück liegen, dass da nun jemand sitzt und sich berichten lässt, was damals geschehen ist, fördert doch wieder die Fragen zu Tage, die damals nicht beantwortet wurden. Aber: Nada.

    Kurz gesagt: Für mich scheitert der Roman an der Erzählweise. Hätte jemand mit einer Kamera oder einem Tonbandgerät während des Aufenthalts immer wieder Interviews geführt und später zu einem Buch oder Film zusammengefasst, ja, dann hätte mich die anfängliche Beiläufigkeit üerhaupt nicht gestört, dann hätte alles gepasst. Aber so? Mit dem Wissen um das Ende hätten die Personen meines Erachtens anders von den Ereignissen erzählen müssen.

    Viele Grüße

    Tobias