Beiträge von Katla

    Normalerweise lese ich immer 2-3 Bücher parallel. Beende ich eines, beeinflusst die Stimmung, in der es mich nach der Lektüre zurücklässt die Wahl des nächsten Buches. So bleiben manche Parallellektüren oft länger liegen als geplant und manchmal finde ich den Einstieg nicht mehr ...

    Das geht mir ganz genauso. Aus dem Grund hab ich mir vage vorgenommen, die Liste nicht über das Jahr zu strecken, sondern relativ zeitnah 'abzulesen'. Aber mal schauen ...

    eines Japaners namens Kôji Suzuki

    Das ist der Autor von The Ring. Ich hatte das vor x Jahren gelesen, aber wirklich Null Erinnerung daran. Wäre gespannt, wie er andere Plots schreibt. Und Zafon sollte ich mir auch mal auf eine Liste schreiben.

    Ist das erste nicht ein reiner Krimi?

    Ich denke nicht, obwohl er als Thriller verkauft wird. Das Schiff war Thriller/ Magischer Realismus, Das Mädchen ... (trotz Kopfnicken zu TCM) reiner Krimi. Falls nix Phantastisches vorkommt, nehme ich ein anderes Buch, klar (ich hab es noch nicht bestellt).


    Von Norman Spinrad habe ich Die Bruderschaft des Schmerzes gelesen, das fand ich echt furchtbar, von dem werde ich so schnell kein Buch mehr lesen.

    Oh. Ich hoffe auf ein 'so schlimm, dass es schon wieder gut ist'. :D

    Der letzte Tag ist eine Geschichte, da treffen Hippiesekten und Horror aufeinander, das hat mir echt sehr gut gefallen

    Ah, super. Ja, das Thema fand ich auch interessant. Hab grad eine fürchterliche (aber sehr gute) Doku über das Jonestown-Massaker gesehen, das passt gut. Und ich möchte Nevill einfach mögen.

    Bei der Dame, die dir durch die Lappen gegangen ist, das war nicht zufällig was in diesem Thread?

    Lieben Dank, leider nein. Ich meine, es wäre in einem Thread zu einer Buchvorstellung (Allerlei / Romane) so nebenbei in der Diskussion aufgetaucht. Schwarz-weißes Cover, bissl expressionistisch mit so breiten schwarzen Balken, vllt. was mit "Rabe" im Titel (oder auf dem Cover) Herrje, mein Alzheimer. Ich finde das sicher wieder. Und den Traum will ich jetzt auf jeden Fall lesen.



    Und ich bin sehr gespannt, was du zu den Fesseln des Bösen schreibst. Ich weiß bis heute nicht recht, was ich von den Purpurnen Flüssen halten soll.

    Sowohl der Festa Verlag und der Blitz Verlag sponsoren die Veranstaltung mit einem Buchpreis.

    :*[Ber]Sehr cool!


    Meine Liste sieht so aus:

    1.) eine Roman-Neuerscheinung -> Stefán Máni: In schwarzen Spiegeln (Edition M / Amazon Publ. 2019) Leider nicht wie Das Schiff bei List erschienen. Und vom gleichen Übersetzer wie Der Stier und das Mädchen, das mir sprachlich echt überhaupt nicht gefiel. Mal sehen.

    2.) eine Kurzgeschichten-Sammlung -> Sheridan Le Fanu: Grüner Tee (Ullstein 1974) Vier Gruselgeschichten in einem schmalen Bändchen. Le Fanu mag ich jedenfalls.

    3. ) Ein Buch aus der Liste Die einflussreichsten Werke des Genre Horror und unheimliche Phantastik -> Norman Spinrad: The Iron Dream (1972, ReAnimus Press, Neuauflage 2013) Klingt ja vollkommen verrückt …

    4.) Ein Buch das eines der folgenden Preis gewonnen hat -> Adam Nevill: Last Days (MacMillan 2012) Apartment 16 hat mir als altmodisch-postmoderne Gruselgeschichte wirklich gut gefallen, The Ritual war eines der schlechtesten Bücher, die ich zum Ende durchgehalten hab. Jetzt bin ich gespannt.

    5.) ein im Original nicht deutsch- oder englischsprachiges Buch -> Tiina Raevaara : Eräänä päivänä tyhjä taivas (The Day the Sky Was Empty, Teos 2008) oder Korppinaiset (Rabenfrauen, Like 2016). Meine finnische Lieblingsautorin: Scheinbar ereignisloser Magischer Realismus / Dystopia super spannend erzählt. Raevaara wird in Finnland unter ‚Horror‘ gelistet.

    6.) ein im Original deutschsprachiges Buch -> Michael Knoke: Der kataleptische Traum (Goblin Press 2013) Das sieht wirklich extrem gut aus.

    Eigentlich wollte ich ein anderes Buch nehmen, aber das wurde nur hier kurz erwähnt, und ich hatte es vergessen, zu bookmarken (Magischer Realismus, ich meine von einer Autorin, nicht Susanne Röckel. Argh.)

    7.) Einen beliebigen Heftroman Grusel/Horror ->Jo Zybell: Erstarrte Zeit (Bastei-Reihe: Das Volk der Tiefe) Vllt. die Kurz/Trashversion von Iron Dream? Der Deutsche Kaiser ist in einer unterirdischen, afrikanisch-multikulturellen Diktatur wiederauferstanden. Ein Niederländer – der Leibkoch des Kaisers – startet eine Rebellion … oder so ähnlich. :D Klingt hübsch durchgeknallt.


    Cool, lieben Dank! Dann wird es wohl ein finnisches Buch werden. :-)


    Nacheinander ist tatsächlich das sinnvollste, dachte ich mir auch fast.


    Herzlichen Dank für die schnelle Antwort!

    Ich bin dabei - das sind ja nicht alles neue Bücher (wie ich erst vermutet hatte), da bekomme ich das, was ich nicht im SuB habe, aus der Bibliothek. X/


    Kleine Frage nebenbei:

    Gelesen werden soll bzw. kann natürlich die deutschsprachige Version.

    Muss es das Buch in deutscher oder englischer Übersetzung geben? (Also, geht es mehr um unsere Kurzrezension oder darum, dass das Buch auch von Leuten, die die entsprechende Sprache nicht verstehen, gelesen werden kann?)


    Ach ja: Posten wir die Lese-Eindrücke nacheinander, oder nur gesammelt, wenn wir mit der Liste durch sind?

    Eine tolle Idee, und ich würde auch mitmachen, aber mein Konto vermutlich nicht. Da ist auch in absehbarer Zeit keine Besserung abzusehen (das Problem, wenn man sein Hobby zum vollkommen unterbezahlten Job macht).


    An wieviele Bücher habt ihr gedacht? Falls das nur 3 sind, kriege ich das schon hin, bei 5 oder 6 werde ich wohl passen müssen.

    Ich finde es ja total interessant, dass nur vier Cover Photos als Grundlage haben, und der Rest reine Grafiken sind. Ganz spontan würde ich behaupten, auf dem internationalen Markt sei das Verhältnis umgekehrt. Sah jedenfalls für mich, die 95% fremdsprachige Bücher kauft, sehr ungewohnt aus.


    Der eine Link geht nicht direkt zum Buch, übrigens (Golkonda). Hier zum Austauschen. Gibbs zu, war das wieder Absicht? :D

    Nils - Schön, wenn die Serie interessiert, ich kann mir vorstellen, dass das nach deinem Geschmack ist! :-)


    Felix - Ich hab das mal kurz gegoogelt, und nur einen einzigen Artikel auf deutsch gefunden (auf Serienjunkies.de), wo aber zuerst die beiden Serien verwechselt wurden. Sorry, erstmal sehe ich nix, aber es gibt mAn eh sehr wenig Marketing dafür, ich bin auch nur zufällig drüber gestolpert.

    EDIT: Sorry, Felix du schriebst deutschsprachig ... nicht 'von Deutschland aus'.

    Dazu habe ich nichts gesehen, aber falls sich etwas auftut, erwähne ich das hier gern nochmal gesondert.



    The War of the Worlds – Dreiteilige Miniserie, BBC One

    Regie: Craig Viveiros (Rillington Place, A. Christie: And Then There Where None, Endeavour)

    Drehbuch: Peter Harness (Wallander, Doctor Who, Jonathan Strange & Mr Norrell, McMafia)

    Produktion: Mammoth Screen / ITV (Remember Me, Ordeal by Innocence, The City & The City, Victoria, Endeavour)

    Darsteller: Eleanor Tomlinson (The White Queen), Rafe Spall (Shaun of the Dead, Black Mirror), Rupert Graves (Sherlock, Scott & Bailey), Robert Carlyle (Trainspotting, 28 Weeks Later, The Full Monty)


    Laut Presse die erste britische Verfilmung des 1897 in den letzten Jahren des Viktorianismus veröffentlichten Romans von H. G. Wells. Anstatt einen weiteren ‚modernen‘ SciFi-Film daraus zu machen, ist die Handlung in das Suffolk der Edwardischen Epoche (1901-1910) verlegt – also in das Zeitalter direkt nach dem, in dem der Roman geschrieben wurde.


    Ich finde das einen absolut genialen Schachzug, der die bekannte Story in einem neuen, aber nicht arbiträr anderen Zusammenhang erzählt; und der das Ganze auch visuell extrem spannend macht. Zumal hier der Krieg gegen die Marsianer quasi den Ersten Weltkrieg vorwegnimmt. (s. Screenshot unten)

    Durch das Setting rückt die Serie genremäßig eher in Richtung Steampunk und Parallel History, als hier eingetretene SciFi-Genrepfade zu beschreiten.


    Der Trailer gefällt mir auch sehr gut, und macht wirklich Lust auf mehr.


    Nachdem die BBC Doctor Who und einige Shakespeare-Verfilmungen zu einem Vehikel für political correctness gemacht haben, bin ich von dem Sender nicht mehr ganz so begeistert, wie ich es Anfang/Mitte der 2000er noch war.

    Allerdings erhoffe ich mir von The War of the Worlds eine ähnlich steampunkig-innovative Literaturverfilmung wie das grandiose The Crimson Petal and the White (BBC Two, 2011), oder ähnlich mutig eigenständig wie die Agatha Christie-Verfilmung, bei der der Sender endlich mal wieder Biss gezeigt und – durch die Abweichung vom Ende der Vorlage – auf Risiko gesetzt hat: Ordeal by Innocence (BBC One, 2018). Überhaupt sind bei War alle Mitwirkenden vor und hinter der Kamera vorher an Produktionen beteilgt gewesen, die ich außerordentlich schätze.


    Die Ausstrahlung ist bereits einige Male verschoben worden, soll aber nun im Spätherbst endlich was werden. Möglich, dass die Miniserie von ihrer US-amerikanischen Konkurrenz, War of the Worlds (Fox) überholt wird.




    Auch wenn hier vielleicht viele bekannte Geschichten vom Dreh erzählt werden, ist hier eine interessante und witzige Doku, wenn einem nach ein bisschen Nostalgie zumute ist. Leider ist die Tonqualität teils ziemlich schlecht.


    Das mag an meiner Filmsozialisation liegen, aber CGI gruselt mich einfach nicht, und oft finde ich es – trotz der Perfektion – vom ästhetischen Gesichtspunkt aus kalt und langweilig. TCM ist eines der herausragendsten Beispiele, wie practical effects, (budgetbedingtes) spielerisches Experimentieren mit Masken, Setting, Requisiten und schierem Körpereinsatz ein unwiederholbares Gesamtkunstwerk schaffen können.


    Sogar das kleine Örtchen Bastrop feiert mit. BGR"

    Der Moloch ist kein einfaches Buch, aber mit Sicherheit eines der herausragendsten und ungewöhnlichsten und abgefahrensten der deutschsprachigen Science Fiction der letzten Jahre, wenn es auch eines der schwer verdaulichsten ist.

    Das klingt tatsächlich sehr gut, vielen Dank für die Vorstellung!

    Ich mag eh, wenn sich Autoren mal trauen, mit einem ungewöhnlichen Aufbau zu experimentieren. In der Phantastik gibt es zu wenig form follows function, das Seltsame wird ja meist über Charaktere und Plot erreicht, nicht auch über die Struktur.

    the_seus 8| in der Tat!


    Wow, ich wußte nicht, dass der Einband goldfarbig ist, das sah auf anderen Photos immer nur so undefinierbar dunkel aus. Oh je, ich hoffe so sehr, dass das die Ausgabe ist, die ich geschickt bekomme! Von 1970 gibt es ja noch die nicht-bibliophile, die hübsch ist ... wenn man diese nicht kennt. :D


    Was mir auch so gut gefällt ist, dass der Buchschnitt oben schwarz ist (das hat mein Buch so, und von den Photos her ist das bei allen der Reihe). Bei meinen Tiermenschen gibt es auf dem Buchrücken ne tolle Vignette, nämlich das offene Maul vom Titelbild. Das sind schon echt ziemlich perfekt aufgemachte Bücher.


    Bitte an die lieben Mods:

    Könnte jemand den Thread hier bitte umbenennen in: Bibliotheca Dracula

    Herzlichen Dank, erscheint mir inzw. viel sinnvoller, als die Bände getrennt zu sehen.

    Der Vampir Band ist auch sehr gelungen

    Ja, ich hab auch gesehen, dass der Suhrkamp Verlag was in der typischen pink-lila SciFi-Aufmachung als TB rausgebracht hat, das ist auch eine hübsche Alternative.


    Hallo HarryW ,


    Ja, das geht mir ganz genauso, ich bin damit extrem empfindlich und würde keinen Text lesen, der eine dezidiert christliche (oder andere monotheistische) Erzählperspektive hat. Nicht, dass ich dir das Buch aufschwatzen wollte, aber vllt. an andere, die hier mitlesen: Keine der Erzählungen ist Religionsmarketing oder eine christliche Parabel. Die o.g. Priorin ist zum Beispiel selbst ein Halbwesen.


    Mit den Erzählstrukturen hast du selbstverständlich recht, wobei ich denke, dass es einige Texte gibt, die davon abweichen. The Monk z.B. endet zwar christlich-moralisch, aber das Buch insgesamt ist dezidiert antireligiös. Da ist schon ein früher Einfluss durch de Sade sichtbar, der ja kurz vor den ersten Gothic Novels der 'Terror'-Variante veröffentlicht wurde. (Okay, auch bei de Sade gibt es Katarsis, aber die wirkt meist willkürlich drangeklatscht. Seine Erzählweise ist ja eher modern-assoziativ.) Andere Gothic Erzählungen richten sich eher nach der klassischen Antike aus; und ich denke, die französische Revolution hat bereits einen deutlichen Bruch in die christlich geprägten Erzählperspektiven gebracht.


    Es ist halt allgemein zum Haareausreißen, dass jegliche vorchristliche Traditionen, Schriften und Kulturen in Europa verlorengegangen sind, weil alles von christlichen Schreibern notiert wurde. Und die hatten alles zerstört und umgeschrieben, gemäß dem einzigen ‚Heidentum‘ interpretiert, das sie kannten: die klassische Antike.

    Keine europäische neoheidnische Tradition ist originalgetreu; eine Rekonstruktion kann nur die Archäologie leisten (und auch die ist nicht immer frei von abrahamistischem Denken). Daher hat es, wie du sagst, eben so lange gedauert, bis sich Erzählstrukturen und Motivik/Symbolik daraus befreien konnten. *rant over* [Cof]