Beiträge von Katla

    Absolut, aber in den 70ern. In der Schule war ich schon, erinnere mich aber, dass ich mich immer noch bissl konzentrieren musste bei manchen Heften, um den Stories folgen zu können. Ich mag da 8 gewesen sein. Soweit ich mich erinnere, hatte ich die regelmässig, und eine hat mich wahnsinnig gegruselt (mit einem stalaknitenartigen Höhlenmonster, das ich aber auch sehr cool fand). Da hatte ich Angst, die Seiten umzuschlagen. [skul] Und hatte das Heft in meinem Zimmer umgedreht hingelegt, weil meine Logik war: Wenn das auf dem Cover liegt, kann das Monster nicht raus und mich jagen. *gn*


    Waren das nicht die mit dem Anfang: "Seltsam, aber so steht es geschrieben"?


    Wie heute noch bei fast jeder Graphic Novel war ich aber auch immer bisschen enttäuscht, dass die Bilder im Innenteil anders waren als die Cover. Da hat mich nur Vampirella überzeugt, da passte für mich beides. (Seltsam, ich war sicher, dazu einen Thread aufgemacht zu haben ...)


    Zur selben Zeit las ich die Das Phantom-Comicstrips gerne, die müssen in einem Magazin serialisiert gewesen sein, ich nehme an, dem Stern. Da war ich zu jung, um den durchlaufenden Plot zu kapieren, aber spannend war das trotzdem. Der einzige Superheld, mit dem ich vor den X-Men etwas anfangen konnte.


    Ich muss glatt mal schauen, ob ich das Gespenstergeschichtenheft irgendwo auftreiben kann, keine Ahnung, wie der Titel war, natürlich. Ich finde die wirklich klasse, weil das schon richtiger Horror war, und gar nicht so arg kindgerecht aufgemacht, sondern eben - zumindest aus meinen Kinderaugen - richtig ernsthaft thrillermässig erzählt wurde.


    Von denen stieg ich auf die Dämonenkiller um (v.a. die TBs mehr als die Hefte).

    Erik R. Andara


    Oh, super Vorstellung, das hatte ich noch gar nicht auf dem Schirm. Und dann noch Britisch, wie schön. Auf den ersten Blick schonmal ein sehr spannendes Magazin mit tollen Coverdesigns.


    Da lese ich mich auch mal ein. Ich versuche ja, mich bei englischsprachigen Magazinen mehr berufen zu fühlen, weil mir bei Sachtexten diese Sprache mehr liegt. Doppeltes blind peer review aber ... ui. Klingt natürlich hürdig.

    Vincent Voss


    Oh, sehr schön, ich freue mich, wenn du damit was anfangen kannst.


    Eine Frage hab ich direkt noch: Du baust das als Gegensatz auf, es ist aber keiner ->

    Nicht die Entdeckung einer eisfreien Passage, nicht die Erforschung des ewigen Eises war das eigentliche Ziel, sondern ein Schiff namens „Sirene“ sicher ins Eis zu geleiten.

    Okay, aber das Schiff sicher durchs Packeis zu bekommen, ist doch die Voraussetzung für jedwede Erkundung / Erforschung, nicht das Ziel selbst. Eigentlich ist das doch die Norm, nicht das Verwunderliche. Da kann ich nix vorschlagen, weil ich deinen Plot nicht kenne.

    Ich finde, es könnte gar nix schaden, wenn du hier einen klitzekleinen Spoiler setzen würdest. Nicht die Fahrt war das eigentliche Ziel, sondern ... (die Suche nach einem legendären Inuit-Amulett ... irgendwie so, ohne dein Geheimnis zu verraten. Wenn das so anzudeuten ginge.)


    Erst schneits ein wenig, dann, je länger man sich damit aufhält, wird es immer stärker, bis man nix mehr sieht.

    Aaaaw, das ist so schön gesagt! <3 Ist mir nur allzu gut bekannt (auch auf langer Strecke).


    Teaser finde ich auch schwer, weil man selbst den Gesamttext im Kopf hat und den Eindruck, man könne da eh nix weglassen. Mit Fremdblick interessieren ja ganz andere Sachen.

    Moikka Vincent,


    als Nordwestpassagen-Fanatikerin finde ich das natürlich rasend spannend. Auch wegen der Terror & der Erebus und eben dem Grusel, den allein diese eisige, verlassene Region - die sie damals war - verspricht.


    Ich hab mal ganz bissl dran gefrickelt - nur meine 5 Cent, eine kleine Anregung und ist nicht frech gemeint. Du weisst sicher schon selbst, was du wie haben magst. [Cof]


    Amelie Fischer ist Professorin am Institut für Ethnologie in Hamburg und weiß alles über die dritte deutsche Polarexpedition 1878 zum Nordpol. Das denkt sie jedenfalls, bis ihr ein Dachbodenfund in die Hände gespielt wird.

    -> Finde ich sehr gut, macht neugierig.

    Ich denke, im Deutschen geht das mit der Jahresangabe nicht ganz so (anders als im Englischen). Vllt:

    Amelie Fischer ist Professorin am Hamburger Institut für Ethnologie und Expertin für die dritte deutsche Polarexpedition, die 1878 zum Nordpol unternommen wurde. Das jedenfalls dachte sie, bis ihr ein Dachbodenfund in die Hände gespielt wird.


    Nicht die Entdeckung einer eisfreien Passage, nicht die Erforschung des ewigen Eises war das eigentliche Ziel, sondern ein Schiff namens „Sirene“ sicher ins Eis zu geleiten.

    Stimmt schon, dass bei Fahrten, um z.B. die Nordwestpassage zu finden, auch Geologen an Bord waren, die das Eis untersuchten. Spannender für einen Klappentext würde ich aber eine einzige Aufgabe finden (auch wenn beide im Roman vorkommen). Wenn du "geleiten" hast, gehe ich von einem weiteren Schiff aus, aber das meinst du vermutlich nicht. Vllt:

    Nicht die Erforschung einsamer / unbekannter (oder so) Polarregionen war das eigentliche Ziel, sondern, den Dreimaster (oder Zweimaster, je nachdem) Sirene sicher durchs Packeis zu manövrieren.


    Je mehr sie herausfindet, umso geheimnisvoller erscheint die Expedition in der Nachbetrachtung.

    Das 'Nachbetrachtung' finde ich etwas schräg. Vllt einfach:

    Je mehr sie herausfindet, umso geheimnisvoller erscheint ihr die Expedition.


    Und als sie beschließt, selbst eine Gruppe von Wissenschaftlern in den Nord-Osten Grönlands zu führen, um die Sirene zu bergen, bringt sie ihr und das Leben der Besatzung in Gefahr …Kürzer, wegen Cliffhanger-Feeling?

    Und eine Erbse: Streng genommen geraten die ja nicht in Lebensgefahr, als sie das beschliesst, sondern erst auf der Expedition selbst.

    Als sie dann selbst eine Gruppe Wissenschaftler in den Nordosten Grönlands führt, um die Sirene zu bergen, bringt sie (damit) alle in Lebensgefahr …

    [Gh2] Ich bin sehr gespannt!

    Über die Verneinung "kein gebürtiger Salzburger" müsste die Aussage im Buch aber wieder passen, oder?

    Puha, ihr beide, ich dachte schon, das wäre ein klandestines Rekrutierungsprogramm, NXIVM oder so: Wenn Sie diesen Fehler erkennen, gehören Sie zu den auserwählten Einhundert! Besuchen Sie unser Mind-Expansion-Seminar - kostenlos!

    [Al4]


    Ich würde mal sagen, vom Satzumfeld her ergäbe aber nur "kein Salzburger" einen Sinn; so viel über Wien zu sagen funktioniert nur über den Gegensatz.

    Seite 7. Der Protagonist sitzt in einem Salzburger Cafe und erzählt dem Leser über sein Leben.


    "Mein Name ist Andreas Schachner.Ich bin kein gebürtiger Salzburger.Meine Wurzeln liegen in Wien.Dort bin ich geboren und aufgewachsen, dort habe ich Germanistik studiert.---------------Nach Abschluss des Studiums dauerte es aber dennoch einige Zeit, bis ich schließlich bei den Salzburger Nachrichten eine Stelle als Redakteur bekam."


    Wenn jemand in Salzburg lebt und in Wien geboren wurde, ist er ein gebürtiger Wiener. Wenn jemand in Salzburg lebt und in Salzburg geboren wurde,ist ein geborener Salzburger. Wenn jemand Germanistik studierte und jetzt noch dazu als Zeitungsredakteur arbeitet, muss den Unterschied gut wissen.

    Also, "ich bin ein geborener Salzburger" eigentlich.

    Aber da steht doch:
    - Der Prota ist in Wien geboren und aufgewachsen, hat dort studiert

    - Jetzt lebt und arbeitet er in Salzburg (wo er im Café sitzt und von seiner - wiener - Herkunft berichtet)


    "Wenn jemand in Salzburg lebt und in Wien geboren wurde, ist er ein gebürtiger Wiener." -> Genau, das ist er doch. Und deswegen sagt er: Ich bin kein gebürtiger Salzburger.


    [ask2] Ist das ein Test? Bin ich bescheuert?


    (Danke ansonsten für die kleine Vorstellung, da schaue ich mal nach. :*)

    Ist ja interessant, dass hier Vögelchen hin und her fliegen

    Das war ein mit leckeren Körnchen angelocktes Vögelchen: Da ich als Herausgeberin einen Text im Heft habe, wollte ich meine "härteste" Lektorin als neutrale Stimme von außerhalb meines Teams. Ich hatte bei der Anfage gar nicht mehr auf dem Schirm, dass sie in einem weiteren ist ... [CTHu]

    Ich würde meine englischsprachigen Kätzchen zur Adoption freigeben. Buch ist neu und man sieht ihm nicht an, dass ich im Quickread da durch bin. (Mir gibt das leider gar nix.)


    Interessierte Katzeneltern bitte feline-relevanten Lebenslauf und Eignungsbelege per PN oder Meldung hier. [Gh2][Cof]

    Ist gestern 'verfrüht' angekommen - Liefertermin war Anfang Juni, was lockere drei Monate gewesen wäre.


    Ich habe es halb durchgelesen und natürlich ganz durchgeschaut. Die Abbildungen sind wirklich schön, sehr dynamisch, alles super splatterig und recht eklig: In der Kälte abfallende Nasenspitzen und abbrechende Finger, blutunterlaufene Augen nach irgendwelchen Traumata, Ränder und Schwellungen unter den Augen etc. Und dann vor allem die Morde durch paranormale Wesen bzw. in Alpträumen, Parallelwelten.

    Hunger und Orientierungslosigkeit sind ständige Motive, und man hat beim Lesen wirklich den Eindruck, man sei mit den Protas in einem Alptraum gefangen. Sympathisch ist mir keiner (trotz ihrer schon freakish unterschiedlichen Physiognomie sehen alle irgendwie ähnlich aus, alle sind verroht und desillusioniert), und daher hielt sich auch soweit die Spannung in Grenzen.


    Meine Vermutung, der Gott müsste Chernobog sein, stimmte. Das an sich gefällt mir, allerdings sehe ich wenig Bezug zum slawischen Gott (der ohnehin christliche Fiktion und daraus eine moderne Rekonstruktion ist, also keine historisch belegbare Gottheit).

    Interessant ist, dass Rodriguez nicht nur für die Illustrationen, sondern auch die Texte / Geschichte verantwortlich war. Kosaken reden dabei in kyrillischer Schrift und die Franzosen sprechen eben Französisch. Die Bilder machen dabei aber klar, was passiert und damit, was wohl gesagt werden wird. Finde ich wirklich schick und durchaus selbstbewusst.


    Mein Hype will sich allerdings nicht so recht erfüllen. Zum einen - das ist zugegebenermassen eher Sprachgefühl / fuzzy logic - klingen die Dialoge allesamt sehr US-amerikanisch. Sie sind extrem generisch, abgegriffen phrasenhaft. Das will für mich nicht so recht zum Setting (Russland, 1812-13) passen. Dann hab ich die letzten Seiten bereits gelesen und: die Menschen besiegen Chernobog. Das halte ich - innerhalb der paranormalen Logik - für völligen Quark, der das Ganze auf Marvel-Niveau senkt.


    Ein Pluspunkt für den recht deutlichen Splatter, der ästhetisch inszeniert wird, und für das Setting / die Mythologie. Es wird auch versucht, einen durchaus philosophischen Subtext zu schaffen, der sich - eben wegen dieser platten, Western-ähnlichen Dialoge - aber nicht recht enfalten kann.


    Fazit: 7/10.

    Ernst Wow, das sieht aber verdammt schick aus mit all den Namen & Titeln. Fügt sich super ins Bild ein! [Nerdine]X/


    Auch den Alraune-Schriftzug finde ich wirklich schön. Bin auch mal gespannt, wie er sich auf den anderen Coverbildern macht.


    (Eine leise Stimme des Devil's Advocate: Beim Ändern passiert oder gucke ich nur schief? Im Meer / ImMeer?)

    Ich hab mir gerade mal die Leseprobe bei Amazon angesehen, da wirkt das Ganze eigentlich gar nicht so schlimm.

    Ja, ich hatte mir ne Leseprobe angesehen und die war in Ordnung. Vllt. ziehe ich mir das Buch bei Z-Library und lese es im e-Format. Immerhin hab ich ein neues Printexemplar gekauft und brauche kein schlechtes Gewissen zu haben.


    Wenn jemand eine gute Novelle schreibt, zahle ich auch gern den Betrag für einen Roman. Von mir aus müsste da niemand mit einem gestreckten Schriftbild Seiten schinden (so sieht es nämlich verdammt nochmal aus).