Beiträge von HarryW

    Und das sogar vergleichsweise bezahlbar.

    Wie mans nimmt. Neu kostet das Porto für uns Schweizer 17.95 Euro. Ein Buch ohne ISBN Nummer kann ich nicht im Buchladen bestellen, muss das also direkt beim Verlag tun. Für die Portoerhöhung kann Festa nichts, da sind andere schuld. Aber Festa sollte den generellen Buchmarkt bedienen. Diese Scheisse kotzt mich nur noch an (sorry für den Wortschatz - aber für meine Gefühle gegenüber dem Festa Verlag gibts kaum mehr positive Worte).

    Ja, gesehen. Nicht ganz so stark wie "Ich seh, ich seh", aber definitv sehenswert. Die Stimmung der abgelegenen winterlichen Landschaft, das Landhaus, die Situation mit der neuen Freundin und den beiden Kindern ... das ist echt spannend mit unheimlichen Untertönen. Für mich gab es ein Problem, das sich im Film mit jeder Minute herauskristallisierte: Wenn man aufmerksam ist, dann ergeben sich genau zwei mögliche Wege, die die Geschichte einschlagen kann. Entweder ist es der eine oder der andere ... das nimmt dann wieder etwas von der Spannung weg. Trotzdem ist mein Fazit: Sehenswert.

    Ach schade :(. Ich fand "Das Labyrinth der Lichter" ein toller Abschluss seiner Barcelona-Serie und fragte mich, was er als nächsten schreiben würde.


    Mit den drei Jugendbüchern, zu den auch "Der Mitternachtspalast" gehört, tat ich mich allerdings etwas schwer. Ich konnte zu den jugendlichen Protagonisten keine Verbindung auftun, weshalb die Handlung wenig Bedeutung für mich hatte. Na ja, der Zugang zu Geschichten gestaltet sich halt für jeden anders.

    Inhaltsangabe Amazon:

    Eigentlich wollte der Wiener Privatdetektiv Peter Hogart nur einen Kurzurlaub in Paris verbringen. Doch dann verschwinden bei einer exklusiven Auktion in der Opéra Garnier plötzlich seine Freundin, die Kunsthistorikerin Elisabeth, sowie eine mittelalterliche Knochennadel – ein nahezu unbezahlbarer Kunstgegenstand. Wenig später werden zwei Antiquitätenhändler grausam ermordet, und für Hogart beginnt eine fieberhafte Jagd. Denn diese Morde sind nur der Anfang, und Hogart bleibt wenig Zeit, Elisabeths Leben zu retten und das Rätsel um die geheimnisvolle Knochennadel zu lösen …


    Ich freue mich sehr, dass der dritte Hogart-Fall kommenden September endlich erscheinen wird. Die beiden Vorgänger "Die schwarze Dame" und "Die Engelsmühle" habe ich ungemein gerne gelesen, weniger wegen der Handlung als vielmehr wegen der Hauptcharaktere.

    Könnte grossartig werden. Der Trailer packt mich auf jeden Fall. Und Nikolaj Coster-Waldau ist für mich immer ein Bonus.


    Der Trailer gefällt mir. Muss mal reingucken. Was "The Office" betrifft (die Macher von Space Force) muss ich gestehten, dass ich die US Version grottenschlecht fand. Ich bin ein ewiger Fan des britischen Originals.

    An "Monster 1983" reicht "Ghostbox" für mich nicht ganz ran ... trotzdem eine tolle Sache. Die erste Staffel fand ich thematisch sehr spannend, irgendwo im Umfeld zwischen Thriller mit SF-Elementen. Gegen Ende zog sich die Geschichte dann etwas hin, wie Royston schon geschrieben hat.


    Die zweite Staffel hörte ich vor knapp einem Monat und bin begeistert. Erzählerisch viel eleganter und klarer als Staffel 1, während es thematisch eher in Richtung Dystopie geht. Für mich eine klare Empfehlung. Und jetzt beginnt das Warten auf Teil 3 ... seufz.

    Die Verfilmung gefällt mir sehr gut, allerdings muss ich auch anmerken, dass ich live miterlebte, wie sie polarisiert.


    Vor ca. 2 Jahren guckte ich mir "The ninth configuration" mit einem guten Freund zusammen an (es gibt eine sehr gute britische BluRay). Zur Handlung will ich nichts schreiben, da Cheddar Goblin das in Bezug auf das Buch schon getan hat. Ich war von Begin an fasziniert. Oberflächlich erkannte ich ebenfalls die banale Psychologie, den speziellen Humor und die eher platt dargestellte Traumatisierung durch Krieg. Unter dieser Oberfläche spürte ich aber eine grosse Schwere und Traurigkeit in den Patienten, und das erzeugte in mir eine ganz andere Wahrnehmung. Ich las den Film eher so, dass die offensichtliche Darstellung der psychisch Erkrankten in der Anstalt die Meinung der Allgemeinheit darstellt, dass darunter aber zerstörte oder schwer belastete Menschenleben stecken, über die Unwissende vorschnell urteilen. Das erzeugte ein Drama von ganz anderem Kaliber.


    Mein Freund hingegen las den Film sehr direkt und war enttäuscht und gelangweilt von der Handlung. Ich kann mir sehr gut Vorstellen, dass die Perspekive bei der Lektüre des Buches ähnlich wichtig ist.

    Ich lese Gruber grundsätzlich sehr gerne, weil er meiner Meinung nach einfach ein guter Erzähler ist. Auf der Plot-Seite finde ich aber, dass er leichte Schwächen hat. Nur hat das den Lesegenuss für mich bisher glücklicherweise nicht getrübt. Allerdings muss ich gestehen, dass ich den "Judas Schrein" bisher noch nicht zur Hand genommen habe, weil mich die Handlungsbeschreibung nicht wirklich anspricht. Zur Zeit entdecke ich im Bereich der SF so viele interessante, für mich neue Ideen ... da kann altbackener Horror meist nicht mithalten, obwohl ich das Genre wie nichts anderes liebe.

    Ich halte den Vincent Preis für eine schöne Sache. Erstaunlicherweise habe ich selbst einmal einen ersten Platz belegt, auch das ist eine schöne Sache, die mir unsagbar viel Freude bereitet hat und die ich bis heute nicht so recht glauben kann. Trotzdem frage ich mich seit längerem, ob Literaturpreise wirklich die Verkäufe ankurbeln. Nachdem ich in meinem engeren Freundes-, Bekannten- und Verwandtenkreis mal aus purer Neugierde rumgefragt habe, konnte ich nicht eine einzige Person finden, die sich jemals ein Buch gekauft hat, weil es mit einem Preis ausgezeichnet wurde. Auch ich habe das nie getan. Mitlerweile halte ich die Geschichte von der Verkaufsförderung durch Preise eher für die blinde Überzeugung von Verlagen und PR-Leuten, ähnlich wie die Legende von Börsengurus, die angeblich so viele Marktbewegungen vorhersehen können. In diesem Bereich wurden viele Versuche mit Affen gemacht, die zufällig Aktien zum Kauf auswählten. Der Erfolg oder Misserfolg war der selbe wie bei besagten Börsengurus (kann man z.B. in Daniel Kahnemanns Sachbuch "Schnelles Denken, langsames Denken" nachlesen). Hilft möglicherweise der Sekundäreffekt des angeregten Austauschs in z.B. Foren, den eine Preisverleihung auslöst? Ich bin nicht sicher, denn meist wird nach Preisverleihungen eher über die gerechte oder ungerechte Wahl gesprochen, nicht aber über den Inhalt eines der ausgezeichneten Werke.


    Daher stelle ich mal die provozierende Frage in den Raum: Braucht es überhaupt irgendeinen Preis? Ob nun ein Kleber vom Bram Stoker Award, Nebula Award, Vincent preis, DPP auf dem Einband klebt ... das macht ein Buch weder besser noch schlechter oder interessanter. Ich habe selber auch keine klar umrissene Antwort auf die Problematik, weil es wahrscheinlich keine gibt. Aber ich finde, es lohnt sich, die Sache mal aus einer anderen Perspektive zu durchdenken.


    Noch einmal: Ich mag den Vincent Preis, er ist sympathisch und ist nach all den Jahren ein Bestandteil des Forenlebens hier. Wenn jemand ihn mit Leidenschaft am Leben hält, dann habe ich riesengrossen Respekt vor dieser Person, die die Irre Zeit aufbringt. Aber aus einer Verpflichtung heraus ist es diesen Aufwand eventuell nicht wert.