Beiträge von HarryW

    Potentielle Kunden aus Österreich oder der Schweiz dürfte das auch eher weniger freuen.

    Das siehst du leider genau richtig. Mit den hohen Portokosten lohnt sich das nicht mehr. Für mich persönlich ist Festa schrecklich arrogant geworden mit diser ISBN-losen Methode. Aber zum Glück gibt es andere kleine Verlage, denen ich mein Geld lieber gebe. Lesen kann ich ohnehin nicht alles.

    Dem kann ich nichts mehr hinzufügen, Sören. Unsere Meinungen decken sich da praktisch vollkommen. Diese 'realistische' Superheldenstory ist mal was ganz anderes. Eschbach überrascht mich immer wieder aufs neue.

    Ich sah den Film vor vier oder fünf Jahren am NIFFF in Neuchatel. Die damals grossen Vorschusslorbeeren und der Trailer lockten mich und meine Kumpels in die Premiere. Wenn ich mich recht erinnere, gefiel uns der Film, insbesondere die Optik, über weite Strecken sehr gut und hatte einen guten Spannungsbogen, aber irgendetwas war mit Schluss nicht in Ordnung. Kann mich leider nicht mehr im Detail erinnern, aber irgendetwas empfanden wir alle als recht dämlich.


    Das soll keine Gesamtabsage des Films sein, denn wie schon gesagt ... über weite Strecken funktionierte er damals recht gut.

    Inhaltsangabe:

    Ein strahlend weißer Racheengel geht um in der Stadt, der überall dort auftaucht, wo Unschuldige in Gefahr sind, und diejenigen, die ihnen Gewalt antun, brutal bestraft: Ist das wirklich nur die Schutzbehauptung eines alten Mannes, der Selbstjustiz geübt hat? Ein Journalist deckt auf: Es gibt diese Gestalt tatsächlich – er kann es beweisen. Und damit nimmt das Verhängnis seinen Lauf ...


    Ich bin jetzt auf Seite 150, und bisher gefällt mir dieser Thriller echt gut. Eschbach mal etwas anders, und doch liest sich vieles gleich: die Charakterisierung des Protagonisten, die Struktur des Romans, wie Eschbach seinen Spannungsbogen aufbaut und hoch hält, ect. Bisher dreht sich die Geschichte um die Frage oder eher Problematik der Selbstjustiz mit einem Schuss Superheldenmythos. Bin mal neugierig, ob da noch Science Fiction Elemente, technische Spielereien oder eine Prise Phantastik mit ins Spiel kommt. Bisher eine klare Leseempfehlung.

    Adam Neville scheint zu polarisieren wie kaum ein anderer. Ich konnte mit dem Buch "The Ritual" rein gar nichts anfangen. Hab drei mal begonnen und bin nie über die ersten 50 Seiten rausgekommen, während andere das Ding regelrecht verschlungen haben (auch in meinem Bekanntenkreis). Der Film, den viele dann nicht so gut wie den Roman beurteilten, fand ich hingegen wieder ganz OK, wenn auch nicht grossartig.


    Jetzt dieser Trailer, der doch nach seeehhhr generischer Horror-Kost aussieht. Auf das Buch verzichte ich, werde wohl bei Gelegenheit mal in die Verfilmung reingucken, zumal mich das nicht so viel Zeit kostet.

    Die Comic-Serie hab ich nie gelesen, aber kürzlich führte ich mir das neue von Audible produzierte Hörspiel zu Gemüte. Das fand ich richtig stark, wenn auch nicht leicht zugänglich als Ton ohne Bilder. Als TV-Serie könnte das richtig gut funktionieren. Ich freue mich auf jeden Fall und werde bestimmt reinschauen. Thx für den Tip!

    Mein Kurzurteil: Wunderschöne Verpackung, aber der Inhalt hat mich nicht gepackt. Ich mag die Romane von Christopher Golden, seine lebensnahen Figuren, seine sorgfältige, unaufgeregte Art wie er erzählt. Aber "Blutbesudelt Oz" fand ich einfach langweilig, obwohl blutbesudelter. Empfehlen kann ich das Buch wirklich nur Sammlern und Kompletisten des Buchheim Verlags ... sorry, wenn ich mit meiner Meinung jemandem auf die Füsse trete.


    Hab ich dieses Jahr am NIFFF gesehen und bin beeindruckt. Audio-Visuell eine tolle Geschichte um Paranoia und die kritische Zeit der Video-Nasties in den 80er Jahren.


    Es geht um eine Zensorin besagter Video-Nasties, die seit Jahren mit einem persönlichen Trauma ringt. Als sie dann ein neues Werk eines umstrittenen Regisseurs begutachten muss, glaubt sie etwas zu sehen, das sie förmlich in die tiefsten Abgründe ihres Traumas stösst. Die Geschichte wird am Schluss aufgelöst, was das einzige ist, was ich etwas schade finde, denn ich liebe es, wenn Psychologie und klare Handlung so vermischt sind, dass keine klare Antwort entsteht. Trotzdem werde ich ihn mir wieder anschauen, wenn er fürs Heimkino erhältlich ist, sobald er fürs Heimkino erhältlich ist. (In den USA gibts schon eine BluRay, und eine 4K Disc ist auch angekündigt.)

    Mir gefiel die Geschichte sehr gut. Es ist halt eine Coming of Age Story, und bei denen steht oftmals das "Erfahrungen machen und sich verändern" im Zentrum und wirkt als roter Faden. Entweder man mag das oder man mag das nicht. Der zuweilen aufblitzende leichte Humor sprach mich als Kontrast zu der unheimlichen Fähigkeit des Jungen an und der ins Kriminelle abdriftenden Freundin seiner Mutter an. Und die Figur seiner Mutter fand ich sogar enorm spannend. Ich hätte gerne mehr über ihre persönliche Geschichte gelesen.


    Für mich ein grundsolider King mit nostalgischen Ansätzen, die mich persönlich halt ansprechen. Aber das Rad erfindet King hier auch nicht neu.

    Ich mochte "Psyhack" und fand damals, dass Stil und Inhalt gut zusammenpassen. Dass ein Stil allerdings polarisieren kann, habe ich selbst schon erlebt. Und nicht nur bei Büchern, sondern auch bei Filmen. Sowas kann einem schnell als Gewichse des Autoren oder Regisseurs vorkommen.


    Weil mir aber (wie schon erwähnt) "Psyhack" gefiel, bin ich auch an "Der Moloch" interessiert. Nur scheint das Buch, wie hier schon angetönt wurde, nicht mehr erhältlich zu sein. Da muss ich mich wohl oder übel gedulden, bis irgendwo ein Exemplar bei einem der üblichen Verdächtigen auftaucht.

    Harald A. Weissen - Wolf ... wer?


    Endlich mal wieder eine Werwolfsgeschichte, dachte ich mir erst, aber Harald macht so viel mehr aus diesem Thema. Ich mag hier nur so viel verraten, dass unterschiedliche Protagonisten über einen Werwolfsmord in Zürich berichten, Wissenschaftler, Youtuber, etc. und man als Lesender über die Schlaglichter die Geschichte serviert bekommt, aber die Geschichte ist so verdammt innovativ, lest selbst. Wäre bisher für mich ein heißer Anwärter auf den Vincent Preis gewesen.

    Meinen allerherzlichsten Dank für dieses Feedback, Vincent. Das geht runter wie Honig [Skl]. Ich muss hier aber auch darauf hinweisen, dass die Zusammenarbeit mit Lektorin Julia Annina Jorges einen grossen Teil zum Feinschliff der Geschichte beitrug. In der Tat war es die beste Lektoratsarbeit, die ich bisher erleben durfte, in der tatsächlich ein kreativer Austausch stattfand. Sie machte mich auf zwei, drei Logikfehler aufmerksam, richtete mein Augenmerk auf Längen oder Probleme mit der Verständlichkeit. Das war echt grossartig. Danke Julia [Nerdine]!

    "Pentimenti" ist haptisch und optisch ein Genuss, der seinesgleichen sucht. Ina Elbracht kann wortgewaltig und bildreich schreiben, was bei mir immer positiv punktet. Aber um ehrlich zu sein, fehlte für mich ein roter Faden, der mich durch die Geschichte zieht. Klar fliessen am Schluss die einzelnen Erzählstränge zusammen, aber während des Lesens ertappte ich mich immer wieder dabei, wie ich gedanklich abschweifte, weil die Geschichte irgendwie dahinplätscherte.

    Ich denke immer mal wieder über die Geschichte nach, gerade Weil da so viele faszinierende Elemente vorhanden sind. Aber gleichzeitig bin ich mir bewusst, dass ich mich während der Lektüre auch etwas langweilte. Bis jetzt bin ich mir nicht sicher, woran das eigentlich liegt.


    Daher kein Fazit von mir, bevor ich nicht Klarheit über meine Haltung zu dem Buch habe.