I’m Thinking of Ending Things


  • Der Film ist ab dem 04.09 auf Netflix verfügbar. Da ich den Roman von Ian Reid sehr mochte und generell großer Charlie Kaufman-Fan bin, erwarte ich großes. Der Trailer schafft es mMn schon mal perfekt die surreale Stimmung des Buchs einzufangen. Und Hauptdarstellerin Jessie Buckley mochte ich schon in der fantastischen "Chernobyl"-Serie. Könnte das schrägste "Treffen der Schwiegereltern" seit David Lynchs "Eraserhead" werden :D. Ich bin gespannt...


    Worum geht's?

    "Eine Frau fährt mit ihrem neuen Freund Jake durch die winterliche Weite Kanadas. Trotz ihrer besonderen Verbindung denkt sie darüber nach, die Sache zu beenden. Und während draußen die Dämmerung das einsame Land in Dunkelheit hüllt, werden drinnen im Wagen Gespräche und Atmosphäre immer unheimlicher: Weshalb hält die Erzählerin einen Stalker vor Jake geheim, der ihr seit längerem Angst macht? Warum gibt Jake nur bruchstückhaft etwas von sich preis? Wort für Wort steigt aus den Seiten ein kaum greifbares Unbehagen auf, denn eines ist von vornherein klar: Das junge Paar steuert unaufhaltsam in die Katastrophe ...

    Ein raffiniertes, stilistisch brillantes Psycho-Drama über Identität, menschliche Abgründe, Einsamkeit und Wahn." (Klappentext des Romans)

  • Inzwischen gesehen.

    Absolutes Highlight war für mich das Treffen mit Jakes Eltern (brillant gespielt von Toni Collette und David Thewlis). Die Autofahrt (davor und danach) war jedoch etwas anstrengend inszeniert und die bedeutungsschwangeren Gespräche schwankten permanent zwischen großartig/interessant und nervig/egozentrisch. Das Ende hat Charlie Kaufman dann gegenüber dem Buch sehr drastisch abgeändert und ich bin mir noch nicht sicher, was ich davon halten soll. Hätte ich das Buch nicht gelesen, hätte ich wahrscheinlich nicht viel verstanden - Aber auch so lässt mich "I'm thinking of ending Things" mit seinem seltsamen Ballett&Musical-Finale etwas ratlos zurück.

    Das hört sich aber alles negativer an, als es gemeint ist. Ein sehr schräger "What the fuck did i just watch"-Film, den ich mir definitiv noch öfters ansehen werde.


    Andere Meinungen?

  • Der Film fängt so an wie ich es nicht mag: Eine Erzählerstimme erzählt und erzählt und erzählt anstatt durch Handlungen und Dialoge zu zeigen. Es ist die Stimme der Protagonistin und ihre Gedankenwelt und auch nicht ganz uninteressant, so dass ich es nicht verteufeln möchte, aber mich hat es leider genervt. Ich habe den Film ausgeschaltet, werde ihn irgendwann fortsetzen.

  • Ich habe mir den Film auch angesehen. Tja, eine Frau hängt düsteren Gedanken nach. Die Umgebung ist düster und grausam, gerade das mit den Tieren war echt arg. (Solche Sachen wie die toten Lämmer sind halt festgefroren, warten wir, bis sie im Frühling auftauen ...) Zwischendurch fand ich den Film echt gut. Aber das Ende habe ich komplett nicht verstanden. Jedenfalls braucht man Zeit und Geduld dafür. Und gab es eigentlich Handlung neben einem Satz? (Frau, die sich eigentlich von ihrem Freund trennen will, besucht dessen Eltern und dann ... hm, weiß nicht. ... dann stellt sich heraus, dass Zeit was Eigenartiges ist? - Oder so.