Vivarium - Das Haus ihrer (Alp)Träume

  • Schon letztes Jahr im Tread Fantasy Filmfest 2019 von Lapismont kurz vorgestellt, ist der Film Vivarium - Das Haus ihrer (Alp)Träume nun auf Scheibe herausgekommen.

    Beim Sichten des Trailers musste ich ein wenig an Bentley Littles - Furcht denken....


  • Der Film läuft derzeit auf Amazon Prime und ich hab ihn vorhin geschaut. Ich bin eher zufällig drauf gestoßen, bin aber positiv überrascht. Ein Film, der mit ganz wenig auskommt - in allen Bereichen: Schauspieler, Effekte, Lärm. Für mich mal wieder eine außergewöhnliche kleine Entdeckung zwischen all dem lauten und doch recht gleichen Zeug. Wird unter (weird) Sci-Fi-Thriller eingeordnet und das passt ganz gut. Ganz klarer "Daumen hoch".

    Ich lese gerade: Die Erloschenen von Erik A. Andara


    “A reader lives a thousand lives before he dies.” said Jojen. “The man who never reads lives only one.” - A Song of Ice and Fire (George R. R. Martin)


  • Moin.


    Ich kann mich den Meinungen zur Atmosphäre anschließen. Weniger ist mehr, und hier gelingt dies grandios. Das Rutschen von der Wirklichkeit in den Alb gelingt außergewöhnlich gut. Ich mochte besonders diese Ansichten der vielen Häuser gerne.

    Mit dem Zyklus der Lebensform habe ich mich etwas schwer getan. Die leben nur, um wieder neue Zieheltern zu finden?

  • Ich habe den Film gestern auf Netflix geschaut und der hat mich etwas ratlos zurück gelassen.
    Die ganze Zeit war ich eher in der Beobachterperspektive, als dass ich emotional involviert gewesen wäre. Dazu waren auch die Figuren Gemma und Tom zu flach gezeichnet. Vieles passiert auch einfach ohne Erklärung, wie es der Geschichtenerzähler braucht (An- und Abtransport von Lebensmittel, Müll), so dass der eigentlich alles machen kann. Damit bin ich auch nicht so warm geworden.


    Ich meine aber auch, eine Parabel auf das "klassische" Familienbild (der 1950er) entdeckt zu haben. Tom war es irgendwann zu anstrengend ist mit dem Kleinen, der echt gruselig ist, und flüchtet sich in die Arbeit. Wendet sich auch emotional von Gemma ab und drängt sie damit förmlich dazu, sich mehr dem "Kind" zu widmen, also in die Mutterrolle. Was er ihr dann später vorwirft.


    Trotzdem war es mir am Ende zu wenig, um mich vollständig zu begeistern.

    Der Film lebt für mich durchgehend von seiner bizarren Situation, spannend fand ich daran nichts.