Alles zum Schein

  • Von Vincent Voss erscheint nicht nur Horror sondern auch mal Fantasy:


    Zitat

    Der junge Adlige Hagen von den Goldquellen tritt mit seiner Volljährigkeit seine Ausbildung zum Magier in der Akademie Splitter und Geist an. Doch die lobpreisenden Worte seines Vaters über die Akademie weichen schnell der Erkenntnis, dass er die Ausbildung hier nur antreten soll, um möglichst weit weg vom heimischen Hofe zu sein. Statt einer intensiv betreuten Zaubererausbildung mit bemühten Mentoren in einer gepflegten Akademie erwartet ihn ein beklemmendes Gemäuer fernab freundlicher Menschen. Mitschüler und Lehrer sind Hagen nicht wohlgesinnt und machen ihm das Leben schwer.

    Eine Begegnung mit einem wild fantasierenden Besucher der Akademie lässt Hagen noch ratloser zurück. Was faselt der Fremde von einem Geheimnis der Akademie und Verrätern unter den Mentoren?

    Hagen muss das Rätsel lösen, doch wem kann er dabei vertrauen?

    Alles zum Schein ist ein moderner Fantasy-Roman mit Krimi- und Gruselelementen aus der preisgekrönten Splittermond-Reihe.


    Bei dem Buch handelt es sich um das 4. Buch innerhalb der Roman-Reihe zum Splittermond-Rollenspielsystem. Es funktioniert allerdings auch gut, wenn man keine bis wenige Vorkenntnisse zum Rollenspiel hat, im Zweifel hilft einem das Glossar mit Spezialbegriffen weiter.


    Vincent Voss wäre auch nicht die Helene Fischer des Horrors, wenn nicht auch in diesem Fantasy-Roman einige düstere Elemente eingebaut wären, die eher Richtung Horror gehen.

    Wer also aufgrund der Beschreibung Hogwarts-Romantik erwartet, dessen Erwartungen werden nicht erfüllt. Generell wird der Akademie-Alltag nur kurz am Anfang beschrieben, der wesentliche Teil des Buches beschäftigt sich mit der Aufklärung des Verschwindes von Dofbewohnern und Studenten der Akademie sowie des mysteriösen Selbstmords der ehemaligen Akademie-Leiterin. Unterstützung bekommt Hagen hierbei von einer Mitstudentin, die im Verlauf selbst Opfer der Machenschaften an der Akademie wird sowie einer Bardin und (zumindest zu Beginn des Buchs eher überraschend) vom aktuellen Akademie-Leiter. Die beiden letzteren stellen sich im weiteren Verlauf des Buches als Agenten heraus... hierzu hätten es gerne etwas mehr Hintergründe sein dürfen.


    Insgesamt gute Fantasy-Unterhaltung. Wer grundsätzlich etwas mit Büchern zu Rollenspielen etwas anfangen kann, dem ist das Buch zu empfehlen.