Phantastische Bibliothek Suhrkamp (1978-2000)

  • Wobei das bei Derleth wirklich nicht zum Inhalt passt. Solche Darstellungen finde ich auch als Frau abschreckend, das schaut doch pornographisch aus.

    Stimmt, aber die Bilder der Suhrkamp-Phantastik Reihe passten doch so gut wie nie zum Inhalt.


    Deine Ablehnung von Pornographie sei dir vollkommen unbenommen, aber das hat ja nix mit deiner Geschlechtszugehörigkeit zu tun. Ich als Konsumentin und gelegentliche Schreiberin dieses Genres sehe das ganz anders (und zwar nicht, weil ich einen Unterschied zw. 'guter' Erotik und 'bösem' Porno machte). Klar werden da teils unrealistische Bilder geschaffen, aber das ist a) in der Phantastik selbst nicht anders und b) betrifft das nicht nur Frauen. Frag mal die Klempner ...;)


    Damit dieser hübsche Thread nicht zweckentfremdet wird, mache ich gerne heute Abend ein Thema zu Porno/Erotik + Horrorliteratur auf - ich meine nämlich auch, die beiden mixten sich nicht so stark, wie man bei zwei derart transgressiven Genres annehmen könnte.

  • Also das es nicht so ganz passgenau ist, finde ich wieder okay. Da hatte ich auch schon Diskussionen dazu, weil wenn einer was in Auftrag gibt und dann müssen unbedingt die acht wichtigsten Charaktere und fünf magische Artefakte aufs Cover und dann bastelt wer was mit Photoshop - oje, schlimmer geht es wohl kaum noch!


    Und so direkte Bezüge wie den Hauptcharakter darzustellen, das findet man auch v.a. im Kinderbuchbereich. Allgemein sind meistens lose inspirierte Bilder oder solche, die schon vorher existiert haben, meiner Meinung nach besser.

  • Na ja, aber zurück zum Thema: Was haltet ihr eigentlich von den Sachbüchern, gibt es da besonders empfehlenswerte?


    Also die von/zu Lovecraft wie sein "kosmisches Grauen" oder "Der Einsiedler von Providence" dürften sich allgemeiner Beliebtheit erfreuen.


    Besonders gut finde ich "Ästhetik des Horrors" von Brittnacher. Also das ist toll recherchiert und obwohl es ein wissenschaftlich gutes Sachbuch ist (also es ist sehr korrekt mit Quellenangaben und allem, wie es sich eben gehört), spannend zu lesen. Und wer selbst Autor ist, kann da auch Inspiration finden. (Und zwar wirklich, mir senden ja manchmal Nicht-Schreiber so Links zu halbseitigen Artikeln im Netz, weil sie denken, dass ich dann sofort eine Idee habe, das ist "einmal nix".)