Locke & Key (Netflix)

  • Seit heute gibt es Joe Hill's Locke & Key Comic als Realserie auf Netflix. Da ich den Comic sehr gern las hab ich soeben mit der Serie begonnen. Bisher macht es einen guten Eindruck. Wie sind eure Meinungen dazu?

  • Die Comics sind formidabel. Die Serie ist ja leider schon einmal nach einem bestellten Piloten gestorben, schön, dass sie nun doch entstanden ist; ich hoffe, sie nutzt das große Potential der Geschichte.

  • Die Comic-Reihe fand ich auch gut, daher werde ich definitiv mal in die Serie reinschauen. Hoffentlich besser als die Umsetzung von Joe Hill's "Christmasland" ("NOS4A2").

  • Habe die Serie als 10 stündiges Hörspiel gehört. Kann ich nur empfehlen, da aufwendig und spannend produziert. Bin auf jeden Fall an der TV-Umsetzung interessiert, obwohl ich in einem kurzen Artikel gelesen habe, dass wohl einige der Elemente eine Veränderung erhielten um sie für ein breiteres Publikum zugänglich zu machen. Auf die genaue Art dieser veränderten Dinge ging der Artikel leider nicht ein.

  • Die Serie soll ebenso starke Veränderungen wie "Umbrella Academy" erhalten haben. Ziel war wohl vor allem eine FSK12. Und für die Familientauglichkeit wurden halt die paar im Comic vorkommenden deutlichen Gewaltszenen gestrichen. Und es sollen wohl ziemlich viele Nebencharaktere ausschließlich fürs TV dazuerfunden worden sein.

  • Christmasland, die TV-Serie, habe ich nach einer halben Folge verworfen.

    Ich hab zwar etwas länger durchgehalten, dann aber auch aufgegeben. Mal sehen wie es mir bei "Locke & Key" geht. Der Post von Royston Vasey klingt schon mal nicht so prickelnd.

    Ich bin aber auch generell kein großer Serien-Fan, weil dort immer alles extrem in die Länge gezogen und über mehrere Staffeln gestreckt werden muss.

  • Ich habe mir die Serie jetzt angesehen. Also so jugendfrei finde ich sie jetzt nicht - also mit 12 hätte ich das wohl nicht verstanden, warum sich wer beim Liebesspiel würgen lässt. Aber das ist nur eine Szene, viele andere sehen tatsächlich nach Jugendabenteuer aus.


    Auch die Grundgeschichte - gut, die Familie zieht in ein geheimnisvolles Haus, das schon lange in Familienbesitz war. Aber der Grund - der Vater wurde ermordet - ist schon heftig. Es tauchen geheimnisvolle Schlüssel, die alle verschiedene Fähigkeiten haben, z.B. andere zu kontrollieren oder sehr schön in diesen Zeiten: Der Überallschlüssel, der in einer beliebigen Tür umdreht, zu einer anderen Tür rausführt. Man muss nur daran denken und die Tür schon mal gesehen haben - ein Foto reicht aber auch. Es kommen natürlich immer mehr Geheimnisse der Vergangenheit ans Licht, z.B. über ertrunkene Jugendliche in der Teenagerzeit des ermodeten Familienvaters. Eine Komplettauflösung gibt es nicht, aber immerhin eine zweite angekündigte Staffel.


    Insgesamt war es für mich ein stimmungsvolles Seherlebnis.

  • Die Idee ist sooo gut und spricht mich so an, aber es wurde immer vermurkster von Folge zu Folge - und doch habe ich bis zum Ende durchgehalten. Leider wird es ab der vorletzten Folge einfach zu dumm und unlogisch.. ich schaue gern über Sachen hinweg, wenn alles an sich stimmig ist, aber wenn ich hier so eine Vielfalt von Schlüsseln und Möglichkeiten sehe und sich diese Kinder dann so dermaßen dämlich anstellen, neee... es war mir generell zu konstruiert in die Länge gezogen. Kenne die Comics leider nicht, kann mir aber sehr gut vorstellen, dass die wesentlich besser sind. Auch die Familie. Der Kleinste ist richtig, richtig nervig, was vielleicht auch an der Synchronstimme liegt (sehr unangenehm) und auch die Teenager.. ich weiß nicht, ich hätte viel davon nicht gebraucht und hätte mir stattdessen mehr Charaktertiefe und eine schönen Aufbau richtiger Freundschaft (mit dadurch nachvollziehbarem Zusammenhalt (gegen das Böse)) gewünscht. Generell bleibt ein Gefühl, dass das Potential nicht ausgeschöpft wurde, besonders die Kinderschauspieler keine gute Leistung liefern und wirklich eine grandiose Grundidee, die mich wahnsinnig fesselt und aus der man was richtig Schönes hätte machen können, irgendwie versaut wurde.

    Ich lese gerade: Im Garten Numen von Erik R. Andara


    “A reader lives a thousand lives before he dies.” said Jojen. “The man who never reads lives only one.” - A Song of Ice and Fire (George R. R. Martin)