ES - Kapitel 2

  • Ich sehe da immer noch nicht so recht den entscheidenden Unterschied.


    In beiden Fällen sehe ich das Schema Gut gegen Böse, mit bombastischen SFX, ein bissel Humor und weitgehend unkaputtbaren Helden, von denen ab und zu mal einer anstandshalber geopfert wird, um es nicht allzu vorhersehbar werden zu lassen. Die Handlung ist bei beiden geprägt von Deus ex machina.

  • Mir haben auch beide Teile der neuen Verfilmung deutlich besser als die alte TV-Fassung gefallen. Selbst das peinliche Finale im Buch kam in Teil 2 ähnlich "unfreiwillig komisch" rüber, wenn auch nicht so peinlich wie im Buch. Die Darsteller der jungen und älteren Versionen des Loser's Club wurden sehr sorgfältig ausgesucht. Langeweile ist bei mir jedenfalls zu keiner Minute aufgetreten. Ich hätte mir sogar gewünscht, dass z.B. Beverlys Kampf gegen ihren Ehemann noch ausführlicher gezeigt worden wäre. Sehr überzeugend hingegen ihr verstörender Besuch bei Mrs. Kersh. Trotz aller Kritik, die man jedem Film gegenüber anbringen kann, bin ich mehr als zufrieden mit dem Endresultat. Viel besser hätte man das Mammut-Werk nicht verfilmen können. Und was den Grusel betrifft, so dürfte es damit allein schon deswegen schwierig werden, weil man als Fan nahezu jeden Twist kennt. Die wenigen Jumpscares wurden in Teil 2 sorgsamer eingesetzt als im ersten Teil und waren daher auch wirkungsvoller. Aber im Grunde geht es in "ES" ja nicht um Grusel, sondern um Außenseiter, Freundschaft, verlorene Kindheit und dem Mut, sich den wahrlich grausigen Tatsachen des Alltags zu stellen. Diese teilweise melancholische Atmosphäre transportierte vor allem der zweite Teil sehr gut.

  • Habe den zweiten Teil nun auch gesehen. Ich gehe nicht gerne ins Kino, bei der Lautstärke kriege ich irgendwann mal einen Anfall und werde die Totenlichter sehen...

    Der Film macht mich weder überschwänglich glücklich noch enttäuscht er mich. Es ist gute, aber seichte Unterhaltung, weniger Horror als man zunächst vermuten mag. Klamauk gibt es natürlich viel, aber das gefiel mir recht gut. Besser, als wenn der Film sich zu ernst genommen hätte. Es geht hier immerhin um einen Killerclown. Nan"§

    Die Auswahl der älteren Darsteller ist gelungen. Die sehen teilweise wirklich wie die um 27 Jahre gealterten Kinderschauspieler aus. Finde ich klasse! Vor allem Bill Hader.

    Insgesamt - finde ich jedenfalls - ist der "Flair" des Romans gut vermittelt worden.